LED-Fader: brauche bitte Hilfe

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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Mo, 25.01.10, 20:26

Hallo Leute!

Ich bin ganz neu hier weil ich eine Frage zu einer Schaltung habe und hoffe, ihr könnt mir dabei helfen. Wenn ich mich total dumm anstelle, bitte ich euch um etwas Rücksicht :-) Ich bin völliger Laie und kann löten und die Bauteile benennen. Bin aber eher so der Anwender und weniger der Techniker.


Aber nun zu meinem Problem:
Ich habe mir diese Schaltung nachgebaut: www.atx-netzteil.de/led_fader_m_lm324.htm

Allerdings tut die Schaltung nicht das was ich mir vorgestellt habe. Das Problem ist, dass ich dachte die LED fadet fortwährend zwischen hell und dunkel. Bei meiner Schaltung ist es so, dass die LED ca. 10 Sekunden hell ist, dann innerhalb 1 Sekunde auf 50% Helligkeit abfadet und wieder hell wird.

Ein drehen am P1 bewirkt, dass die Phasen kürzer werden bis zum flackern der LED. Veränderung von P2 sorgt dafür, dass die LED ständig voll leuchtet, weniger als ca. 50% Helligkeit sind aber nicht drin. Sie wird also nie wirklich dunkel. Als Test-LED habe ich eine rote gewählt mit Vorwiederstand 500 Ohm.

Mein Ziel ist, dass ich 3 von diesen Schaltungen baue und rote, grüne und blaue Dioden getrennt voneinander betreibe. Den Wechsel von Hell zu Dunkel habe ich mir im Intervall zwischen 5 und 15 Sekunden vorgestellt, einstellbar für jede Farbe individuell.

Habt ihr eine Idee, was ich falsch gemacht haben könnte und wie ich das hinbekomme? Das Faden soll langsamer gehen und vor allem soll die LED ganz dunkel werden. Danke danke danke!
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Mo, 25.01.10, 20:30

Kleiner Nachtrag: ich möchte das ganze an einem normalen Steckernetzteil betreiben und nicht unter Laborbedingungen. Von daher bräuchte ich eventuell eine Schaltung, die Toleranter gegenüber Spannungsschwankungen oder anderen Toleranzen ist?
URS
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Mo, 25.01.10, 22:57

Hallo 7zeichen, willkommen im Forum!
In der von Dir angegebenen Schaltung sehe ich zwei Potis. Das eine (P1) verstellt die "Blinkfrequenz", das andere verschiebt die Dreieckskurve des Ausgangs so, dass die LED entweder von Anfang an etwas heller ist, oder der Endanschlag nicht so hell.
Als einziges Taktangebendes Bauteil sehe ich den Kondensator, der über Widerstände auf- und entladen wird.

Das von Dir gesehene Verhalten finde ich auch seltsam. Zwei Möglichkeiten fallen mir dazu ein:

* Widerstände vertauscht? Die stellen diverse Pegel ein, und wenn einer nicht passt, gibt es Fehlverhalten. Kann auch sein, dass Auf- oder Entladewiderstand zu klein geworden ist. Sind das normale Widerstände mit Farbringen, oder SMD-Klötzchen mit Zahlencodes drauf?
Hier hilft nur eine nochmalige Bauteilprüfung per Auge.

* Das Netzteil brummt. Wenn die Versorgungsspannung schon mächtig um den gewünschten Wert pendelt, kann der Schwingkreis auch nicht ordentlich laufen. Wenn dann noch die LED Strom durchlässt und die Versorgungsspannung zusammenbricht, wirkt sich das auf den Schwingkreis aus. Da hilft nur der gute alte Dreibein-Spannungsregler 7809 mit ein oder zwei Kondensatoren zum Glätten davor und dahinter.
Halt doch mal eine 9-Volt-Batterie statt des Netzteils dran (keine Zur Hand? Dein Rauchmelder leiht Dir eine, aber gleich wieder zurücktun!)
Borax
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Di, 26.01.10, 20:00

Also stabile Spannung würde ich auch empfehlen. Sonst herrschen da immer unsaubere Verhältnisse.
Dem Steckernetzteil sieht man das meist nicht an. Falls Du ein Messgerät hast, einfach mal die Spannung den Steckernetzteils nachmessen (ohne Last). Wenn die gemessene Spannung mit der aufgedruckten Spannung übereinstimmt, kannst Du davon ausgehen, dass es stabilisiert ist.
Wenn die LED nicht 'dunkel' wird, dann könntest Du R6 kleiner machen (z.B. auf 150 Ohm) bzw. auch ganz weglassen (P2 direkt mit der Basis des Transistors verbinden).
Grundsätzlich finde ich die Schaltung unnötig kompliziert, das müsste sich mit einem NE555 einfacher realisieren lassen. Außerdem warum einen 4-fach OP (LM324) verwenden und nur 2 OPs davon benutzen? Dann würde ich gleich einen 2-fach OP (LM358 o.ä.) verwenden. Spart die Hälfte der Pins...
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