Bei einem idealen Kondensator besteht im Einschaltmoment ein Kurzschluss, der zum Stromfluss allein durch den Kondensatorkreis führt. Bereits unmittelbar nach dem Einschalten wirkt der Kondensator im Gleichstromkreis jedoch wie ein dem Verbraucher parallelgeschalteter Widerstand, so dass der durch den Widerstand des Verbrauchers bestimmte Strom fließt.
Bei einem realen Kondensator sind dem idealen Kondensator ein parastärer Widerstand und eine parasitäre Induktivität in Reihe geschaltet, so dass es nicht zum (perfekten) Kurzschluss kommt. Allerdings kann der Einschaltstrom so hoch werden, dass ein zu schwach ausgelegtes Netzteil zerstört wird, wenn ein zu großer Kondensator gewählt wurde.
Beim Einschalten wirkt der Kondensator also wie ein den LED´s parallel geschalteter Widerstand, der zunächst sehr klein ist.
Daher kannst Du ihn z.B. mit einer Schaltung vergleichen, in der eine 1 Watt Birne und eine 1.000 Watt Birne parallel geschaltet sind. Wenn der Schalter umgelegt wird leuchten beide, auch wenn durch die 1.000 Watt Birne ein ungleich höherer Strom fließt.
Es gibt also auch bei den Elektronen noch genügend "Streber", die den schwereren Weg gehen.
Zwei Seiten zum Kondensator:
http://www.elektronik-kompendium.de/sit ... 205301.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensato ... rotechnik)