.....endlich fertig.....:-) LED-Sternengebilde

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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falkenlust
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Do, 18.09.08, 12:13

So, nachdem ich nun gestern fast 8 Stunden mit Bohren und anschließen von gut 50 LED - Schrauben beschäftigt war hängt das ganze. Leider habe ich keine Kamera zur Hand, aber ich reiche Bilder nach. Denn es sieht oberaffentittengeil aus...yeahh...

Habe dennoch ein paar Fragen: kann und darf ich einen Stern mit ca. 50 Schrauben, paralel angeschlossen, an ein fettes Netzteil mit anschliessen, an welchem bereits andere Halogenlampen und auch LED-Lampen (Stiftsockel) angeschlossen? Es funktioniert einwandfrei, ich möchte jedoch keinen Brand oder dergleiche verursachen. Habe gesten mal ein Energiekostenmessgerät drangehalten, schluckt etwa 15 Watt....

Ferner spielt es keine Rolle, wie rum ich sie anschliesse (Polarisierung), sie brennen, egal ob ich plus mit minus vertausche und/ oder umgekehrt.

Bitte um Aufklärung...
Synthy82
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Do, 18.09.08, 13:12

Ist das ein konventionelles oder ein elektronisches Netzteil? Offensichtlich liefert es ja Wechselspannung, ich würd auf jeden Fall vor den LED-Schrauben gleichrichten und ggf. noch n bisschen glätten.
falkenlust
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Do, 18.09.08, 15:12

...was heisst gleichrichten und was heißt glätten? Es läuft jetzt seit gut 2 Stunden, die Schrauben werden nicht warm, das Netzteil ist leicht warm aber nicht heiss? Auf dem Netzteil steht: Leuchtentransformator für Halogenlampen, max.300VA.

Kann da was passieren?
Synthy82
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Do, 18.09.08, 15:43

Ist das Netzteil schwer oder leicht?
Man kann vereinfachend sagen: Schwer = konventionell, leicht = elektronisch.
Zwischen Netzteil und LEDs setzt du einen Brückengleichrichter - entweder fertig oder aus vier Dioden (in Graetz-Schaltung) aufgebaut. Bei einem elektronischen Trafo kommt sekundärseitig auch gerne mal von der Signalform her n ziemlicher Müll raus, da sollten es dann Schottky-Dioden sein, bei einem konventionellen reichen auch normale Dioden. Glätten mit einem Elko dahinter (Polarität beachten!).
katze_sonne
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Do, 18.09.08, 15:44

Schalt erstmal lieber nochmal aus bis sich hier die "Profis" dazu geäußert haben. Denn ich glaube Halogentransformatoren liefern meistens Wechselspannung und die wird von LED wohl nicht vertragen, oder? Und: Gleichrichten heißt "Gleichspannung davon machen" ;-)

Zumindest dachte ich auch mal bei einer Halogenlampe mit Transformator: Das ist wohl Gleichspannung -> aber nichts da... Messgerät ist wird hin und her gesprungen (ist wohl nicht dafür gedacht mit Gleichstromeinstellung Wechselstrom zu messen :D)

Was ist denn da für ein Symbol drauf? ... oder eher ~ (bei Output) (letzteres ist Wechselspannung und erstes ist Gleichspannung...)

EDIT: Hab den Rest des Beitrags nicht gelesen :roll: ... Ist ja wohl eindeutig Wechselspannung... Sry
falkenlust
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Do, 18.09.08, 16:48

Der Trafo ist höllenschwer, gehen die Dioden von Wechselstrom kaputt? Oder kann der Trafo abrauchen? Bin wie gesagt ein Newbie. Es brennt seit heute mittag einwandfrei ohne zu starke Wärmeentwicklung....
falkenlust
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Fr, 19.09.08, 08:55

..noch immer keine Antwort, schade, kann mir hier denn keiner sagen ob es so bedenkenlos zu betreiben ist oder nicht ?
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Fr, 19.09.08, 09:44

Wenn du LEDs an Wechselspannung anschließt gehen sie eventuell schneller kaputt, außerdem kannst du im ungünstigsten Fall ein Flackern bemerken.
Gleichrichten heißt, dass (üblicherweise) durch eine Schaltung aus 4 Dioden aus einer Wechselspannung eine Gleichspannung erzeugt wird. Aufgrund der Physik liegt diese allerdings immer etwas höher als die Nennspannung der Wechselspannung.
Mit Glätten bezeichnet man eine Schaltung, in der (üblicherweise) durch einen Kondensator, welcher sich hinter dem Gleichrichter befindet, eine flachere Spannung erzeugt wird. Ein Problem, das beim Gleichrichten von Wechselstrom nämlich auftritt ist folgender Effekt: Der Spannungsverlauf der Wechselspannung ist idealerweise sinusförmig. Durch das Gleichrichten werden die negativen Halbwelllen "nach oben geklappt". Somit hat man nurnoch eine positive Spannung, also Gleichspannung. Allerdings macht die Spannung eine Art Berg- und Talfahrt mit, da sie immer wieder auf den Nullpunkt sinkt. Man hat also eine gepulste Spannung. Der Kondensator (der üblicherweise recht groß ist) reagiert darauf sehr träge. Dadurch entsteht ein annähernd grader Spannungsverlauf.

Ein Gleichrichter wäre hier links im Bild zu sehen
Bild
Allerdings diente der Goldcap glaube ich einem anderen Zweck. Ich suchte eigentlich eine andere Schaltung von Sailor, die hier eigentlich perfekt wäre, aber ich finde sie nicht -.- Vielleicht kann er sich ja selber nochmal dazu äußern.

Viele Grüße
Fightclub
katze_sonne
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Fr, 19.09.08, 16:34

Der Trafo ist höllenschwer, gehen die Dioden von Wechselstrom kaputt? Oder kann der Trafo abrauchen? Bin wie gesagt ein Newbie. Es brennt seit heute mittag einwandfrei ohne zu starke Wärmeentwicklung....
Das Problem ist halt, dass die dadurch (glaub ich zumindest - auch Newbie) immer an und aus geschlatet werden. Das ist bei LED zwar nicht ganz so schlimm wie bei Glühbirnen etc., aber wenn man sich vorstellt, dass die LEDs so mehr als 50 mal pro Sekunde an und aus geschaltet werden (wird ja sozusagen bei Wechselspannung immer wieder umgepolt - halt nur, dass LEDs es nicht akzeptieren den Strom in die andere Richtung durchzulassen) kann man sich schon vorstellen, dass das auf Dauer nicht gut sein kann.

Falls da jetzt irgendwas total falsch sein sollte, korrigiert mich bitte, aber das ist das was ich irgendwann mal in Physik bis zur 9. Klasse Gymnasium (weiter bin ich noch nicht...) und wo anders in Foren etc. aufgeschnappt habe *duckundwech*
Gruß,
katze_sonne
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Fr, 19.09.08, 17:27

@katze_sonne: Das an und ausschalten ist überhaupt kein Problem, im Gegensatz zu alten Glühlampen. Ansonsten wären auch PWM-Dimmer etwas blöd, da die LEDs dabei mehr als 200mal pro Sekunde an und ausgeschaltet werden. Das Problem ist die hohe Spannung in Sperrrichtung, das machen die Halbleiter auf Dauer nicht mit.
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Fr, 19.09.08, 17:43

Genau! Die Verpolung ist das Übel! So, wie ich das verstanden habe, sind das 12-V-LED-Schrauben, wo jede Diode direkt über einen Widerstand an 12 V hängt - abwechselnd vorwärts und rückwärts. Rückwärts liegen die vollen 12 V an den armen Dioden an - zumindest die jenseits gelb verkraften das nicht lange.
Also bitte gleichrichten - schont die LEDs und glätten - schont die Augen. ;-)
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Fr, 19.09.08, 19:03

Mir fällt grade ein, die Schrauben sind eigentlich idiotensicher. Da ist neben einem Widerstand noch eine Schutzdiode drin, wenn die also verpolt wird passiert nix.
katze_sonne
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Fr, 19.09.08, 19:06

[Der erste Absatz ist in Bezug auf Fightclubs ersten Beitrag geschrieben...] Ok. Die Erklärung von Fightclub leuchtet ein. Ist mir auch nachher eingefallen, dass die ja auch so arbeiten, aber da war dein Beitrag schon da (auch wenn ich ohne dich nicht gewusst hätte, woran es wirklich liegt) :lol: (man lernt eben nie aus)

Aber kann die Diode nicht auch irgendwann "schrott gehen"?
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Fr, 19.09.08, 21:11

@katze_sonne: Diese Diode ist da etwas härter im nehmen, da sie ja so konzipiert ist. Die LED ist ja eher als Nebenprodukt ne Diode. die andere Diode ist da deutlich spannungsfester. Die Diode lebt auch noch bei Spannungen, bei denen eine LED schon durch die Spannung getötet worden wäre. Das ganze geht natürlich auch nicht ins unendliche. Stichwort Zenerdurchbruch, aber der liegt bei normalen Dioden oft erst so bei ca 70V oder so, je nach Spannungsfestigkeit.
katze_sonne
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Sa, 20.09.08, 11:49

Und wieder ein Stück schlauer :idea:
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