Led widerstand ?

Schaltungen, Widerstände, Spannung, Strom, ...

Moderator: T.Hoffmann

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bernd147
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Fr, 29.08.08, 15:30

Hallo

Ich möchte 2 dieser SMD-LED von reichelt LS L296 an eine Knopfzelle mit 3.0V anschliessen.

LED=2.0V sowie 20 mA

rausbekommen habe ich das ich für 1 LED 50 ohm brauche .

Meine Frage wäre jetzt, was für ein Wiederstand ich brauche, um 2 LEDs in Reihe anzuschliessen.

25 OHM ?
oder reicht der 50 ohm Widerstand für beide
oder ein anderen widerstandswert.

Vilen Dank
Bernd
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Jay
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Fr, 29.08.08, 15:44

hi
mit dem Programm Widerstandswert kannst du den Richtigen widerstand berechnen.

MfG
Jay
Zuletzt geändert von Jay am Mo, 26.01.09, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Romiman
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Fr, 29.08.08, 16:20

2 LEDs á 2V in Reihe brauchen 4V.
Geht also an 3V nicht.

Hier kommst Du um eine Parallelschaltung also kaum* herum.

Du mußt vor jede LED je einen Widerstand von ca 75 Ohm** löten, und beide Stränge (also Widerstand + LED) parallel an die Knopfzelle.
Langes leuchten wirst Du mit Knopfzellen grundsätzlich nicht erzielen können. (Je kleiner eine Batterie, um so kürzer kann sie Energie liefern.)

*Theoretisch gibts die Möglichkeit, Step Up Wandler zu benutzen. Für 4V aus 3V hab ich aber noch keine gesehen, und für Knopfzellen lohnt sich das auch nicht.
**Eine neue volle 3V Knopfzelle kann gut und gern 3,7V liefern!
bernd147
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Fr, 29.08.08, 17:01

ok,

dacht ich mir schon irgendwie.... genau wuste ich es aber eben nicht

*Romiman

du schreibst ich soll 75 ohm nehmen, aber lt. W. Rechner brauch ich nur 50 Ohm !? Versteh ich jetzt nicht wirklich.

andere Frage :

eine LED hat 3.0 V und die andere 2.0 V in Reihe geht ja eh nicht weil 5 Volt,
parallel könnte ich die 3.0V direkt anschliessen an die Knopfzelle und die andere mit 2.0 Volt mit einem widerstand (50 oder 75 ohm) seh ich das so richtig ?

Danke

Bernd
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Scorpion
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Fr, 29.08.08, 17:57

das siehst du meines wissens richtig, geht allerdings nur bei kleinen nicht hochstromfähigen Akkus oder batterien. da die LED kein Ohmscher verbraucher ist hat sie quasi keinen wiederstand und würde an einem netzteil durchbrennen auch wenn das nur 3 V hergibt. ne Batterie hat allerdings einen groß genugen eigenwiederstand, d.h. dein vorhaben funktioniert so :-)
Sommer666
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Fr, 29.08.08, 19:04

Also, eine LED is genauso ein ohmscher widerstand wie jedes Bauteil ohne Spule oder Kondensator auch. Dadurch zählt auch das ohmsche Gesetz für eine LED.
In deinem Fall heiß dass bei 2V und 0,02A
R=U/I
R=2V / 0,02A
R= 100 Ohm

Willst du jetzt ein Bauteil mit einer Spannung von 2V an 3V betreiben musst du in einer Reihenschaltung 1V mit einem vorwiderstand abfallen lassen.

Dass heißt 1V Abfall bei 0,02A
R=U/I
R=1V / 0,02A
R= 50 Ohm

Willst du jetzt eine 3V LED und 2V LED gleichzeitig an der Knopfbatterie betreiben, musst du die 3V direkt ohne Vorwiderstand anklemmen, parallel dazu die 2V mit 50 Ohm dazuhängen.

Es werden aber 2 x 20 mA von der Batterie gezogen, was sie doch rasch in die Knie zwingen wird.

MfG
Flo
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Romiman
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Sa, 30.08.08, 03:27

bernd147 hat geschrieben:...*Romiman
... ich soll 75 ohm nehmen, aber lt. W. Rechner brauch ich nur 50 Ohm !?...
Wie geschrieben, aus einer 3V Knopfzelle können schonmal 3,7V kommen.
Ich habe mit 3,5V und 19mA (mach ich immer) gerechnet.

Du kannst zwar eine (3V-) LED direkt ohne Widerstand an der 3V Knopfzelle betreiben, das wird aber ein recht kurzes Leuchtvergnügen.

Mein Kenntnisstand (im Gegensatz zu Sommer666) ist, daß LEDs (wie normale, also nicht leuchtende Dioden) eben KEIN Ohmscher Verbraucher sind, und demzufolge keinen (nennenswerten) Innenwiderstand haben. Und daher IMMER einer Stromregelung bedürfen!
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Scorpion
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Sa, 30.08.08, 12:15

jop so war ich eigentlcih auch dran, aber wie gesagt hab selber n paar an akkus hängen und die haben einen groß genugen innenwiderstand (solangs keine riesigen autoakkus sind!) wie es bei normalen batterien ist ka denk aber ähnlich.
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Jay
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Sa, 30.08.08, 12:19

ich sag auch noch was dazu der eine oder andere kennt vllt diese Mini LED Taschenlampe da sind 2x 3V und kein Widerstand ich habe schon seid 2 Jahren und sie funktioniert noch.

MfG
Jay
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Romiman
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So, 31.08.08, 21:11

Scorpion hat geschrieben:... solangs keine riesigen autoakkus sind!...
Das ist dann wohl der Punkt.
Die Batterien / bzw Akkus haben in den Minitaschenlampen genug eigenen Innenwiderstand, um die LED lange leben/leuchten zu lassen.
Nicht aber die LED selber!
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Sailor
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Mo, 01.09.08, 09:27

Die Strom-/Spannungskennlinie einer LED steigt zunächst flach an, macht dann eine Kurve nach oben und wird über der Kurve sehr steil. Im Bereich der Kurve wird eine LED betrieben.

Daraus lässt sich der Widerstand der LED berechnen bei der jeweils anliegenden Spannung berechnen.

Wie die Kennlinie zeigt ist dieser Widerstand nicht statisch wie beim rein ohmschen Widerstand. Unterhalb der Nennspannung nimmt der Widerstand langsam zu, oberhalb der Nennspannung nimmt er jedoch dramatisch schnell ab.

Ohne eine Strombegrenzung (durch einen ohmschen Widerstand oder eine Konstantstromquelle) wird der Strom schon bei kleinen Spannungsänderungen so stark zunehmen, dass die LED zerstört wird.

Bei der Betrachtung des erforderlichen Vorwiderstandes werden alle in der Schaltung vorhandenen Widerstände addiert, soweit sie in Reihe zur LED liegen, z.B. Leitungswiderstand, Innenwiderstand von Akku/Batterie, Schalterwiderstand ...

Reichen diese bauteilbedingten Widerstände nicht aus, muss ein zusätzlicher Widerstand den Strom durch die LED begrenzen!
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