UKW-Sendeverstärker

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

Antworten
Benutzeravatar
_nabla
Hyper-User
Hyper-User
Beiträge: 1171
Registriert: So, 30.07.06, 13:16
Wohnort: Gießen*Dortmund
Kontaktdaten:

So, 08.06.08, 15:00

Moin,

ich habe bereits vor einigen Jahren einen UKW-Prüfsender aufgebaut. Dieser funktioniert soweit ganz gut. Was mich ein bisschen nervt ist, dass man die Frequenz nicht genau einstellen kann. Vor ein paar Monaten habe ich mir dann mal so einen (legalen) Sender gekauft, mit dem man Mp3-Player auf UKW streamen kann. Diese ist sehr frequenzstabil und genau, allerding hat er eine blöd kleine Reichweite.

Also kam mir die Idee, einfach das Ausgangssignal dieses Senders zu verstärken.
Bei meiner Recherche bin ich auf einiges gestoßen, was mich aber nicht sonderlich begeistert hat. Bei einfachen Schaltungen scheinen die Oberwellen ein großes Problem darzustellen.

Daher würde ich mich über Anregungen freuen, wie ich das Ganze sinnvoll realisieren kann...

Danke ;)
Benutzeravatar
amiarts
Mega-User
Mega-User
Beiträge: 315
Registriert: Mi, 23.08.06, 12:08
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

So, 08.06.08, 16:31

Hallo skunk,

machs nicht, dass wir einfach zu teuer, wenn die Dich erwischen. Alles was über 50nW Sendeleistung drüberaus geht, ist in Deutschland als Piratensender zu sehen und kann Dich bei einer Anzeige bis zu 20.000,-€ kosten.

Gruss René
Benutzeravatar
Morbus
Ultra-User
Ultra-User
Beiträge: 936
Registriert: Fr, 26.10.07, 21:25
Wohnort: Vaihingen
Kontaktdaten:

So, 08.06.08, 20:59

Solch ein MP3-Player-Streamer ist in meinen Augen eh Mist (nicht böse gemeint :)). Die Übertragungsqualität ist schlecht, es entsteht ein Rauschen und Frequenzteile werden weggeschnitten.Besorg dir ein anständiges MP3-Player Radio (kein Billiges NoName Produkt), da hast du viel mehr Spaß mit.

Es gibt auch günstige (nicht billige) Markenautoradios mit einem Aux-Eingang. Dort kannst du dann deinen MP3 Player einstecken, dann hast du 10 mal bessere Übertragung als über den UKW Transmitter.
Benutzeravatar
_nabla
Hyper-User
Hyper-User
Beiträge: 1171
Registriert: So, 30.07.06, 13:16
Wohnort: Gießen*Dortmund
Kontaktdaten:

Mo, 09.06.08, 17:27

Ich finds für meine Zwecke mehr als gut. Mir gehts hier auch nicht um Verstärker im Watt-Bereich.
luckylu1
Hyper-User
Hyper-User
Beiträge: 1405
Registriert: So, 29.04.07, 05:11
Wohnort: berlin

Fr, 27.06.08, 00:12

hi skunk!
wenn du die sendeleistung ein wenig erhöhst, wird nicht gleich eine geldstrafe von ein paar tsd€
kommen^^
versuche mal folgendes:
eine antenne anbringen, optimal sollte diese auf die wellenlänge abgestimmt sein, in frage kommen je nach anwendung meist lamda/2 oder lamda/4, die wellenlänge lässt sich leicht ausrechnen und beträgt etwa 3m. eine gute antenne ist der beste HF verstärker, auch für den empfang, da kein zusätzliches rauschen erzeugt wird.
des weiteren kommt auch ein handelsüblicher antennenverstärker in frage, natürlich nur, wenn sich so etwas kostengünstig auftreiben lässt, beide versionen kommen in frage, als sende und oder als empfangsverstärker.
in beiden fällen macht das nur sinn, wenn du (meist nur durch öffnen des gerätes) an den "heissen" anschluss der spule etwas anlöten kannst.
eine weitere möglichkeit besteht meist durch die vergrösserung der betriebsspannung des senders, allerdings nur sehr bedingt einsetzbar, dazu sind schaltungsdetails sehr von vorteil.
eine weitere möglichkeit liegt in einem 1stufigem selektivverstärker, der auch nicht sehr gross ist, ev. kann ich ja mal was posten, dann fotografiere ich mal ein oder zwei buchseiten^^. auch habe ich noch "irgendwo" (müsste also suchen) einen plan für einen 1mW
verstärker.
Benutzeravatar
_nabla
Hyper-User
Hyper-User
Beiträge: 1171
Registriert: So, 30.07.06, 13:16
Wohnort: Gießen*Dortmund
Kontaktdaten:

Fr, 27.06.08, 09:52

Hey...danke für deine sinnvolle Antwort.

Ungefähr so habe ich es vor, allerdings finde ich auf der Platine keinen Punkt, an dem ich da ansetzen könnte. Ich habe mal angefangen, die Schaltung an wichtigen Punkten zu verfolgen...mir mehr oder weniger Erfolg.

Hier mal ein Bild davon:

http://alectronics.de/diverses/fm_sender_reverse.jpg

Ich denke, dass eine halbwegs anständige Antenne mein Problem schon lösen würde.

Wär echt nett, wenn du mir da weiterhelfen könntest...
Benutzeravatar
dieter_w
Mega-User
Mega-User
Beiträge: 398
Registriert: So, 18.02.07, 11:15

Fr, 27.06.08, 10:39

Auf den ersten Blick sieht der Leiterzug am Leiterplattenrand links oben (der wie eine Brücke aussieht), und in der Nähe der Luftspule beginnt, wie eine auf der Leiterplatte integrierte Antenne aus?

Wo geht der Leiterzug auf der anderen Platinenseite weiter (ausgehend von dem größeren verzinnten Lötauge links)?


Es gibt im Handel auch solche FM-Transmitter, bei denen wird die Leistung reduziert, um der deutschen Gesetzgebung zu entsprechen. Passend gepimpt müssten die ohne weitere Änderungen mehr HF-Gas abgeben können.
Find grade weiter nix dazu, vielleicht weiß luckylu dazu mehr?

Ähhm, so ähnlich wie hier beschrieben: http://www.lawblog.de/index.php/archive ... tensender/
luckylu1
Hyper-User
Hyper-User
Beiträge: 1405
Registriert: So, 29.04.07, 05:11
Wohnort: berlin

Fr, 27.06.08, 15:14

eventuell ist die luftspule selbst schon sender genug, da es ja wirklich eine sehr kleine sendeleistung ist. am besten du testest das mal mit hilfe eines alten ukw empfängers, dieser sollte eine analog feldstärke-anzeige haben und ein abschaltbares AFC. nach der formel
lamda =c/f errechnest du die wellenlänge, eine lamda/4 länge der antenne sollte reichen. desweiteren gibt es noch einen verkürzungsfaktor, dieser ist abhängig von der drahtstärke der antenne. wenn du von lamda/4 etwa 2cm bis 4cm abziehst, solltest du schon eine recht gute anpassung haben^^(0,5mm litze). natürlich musst du die genaue frequenz des senders zum rechnen benutzen ^^.
meine vorgehensweise wäre folgende:
1. sender einschalten
2. sender position fixieren!
3. den empfänger abstimmen/max anzeige am analog instrument
4. den empänger auf etwa 2m bis 3m abstand vom sender anordnen, es sollten wenig metallteile in der umgebung sein. beim arbeiten sollte zwischen sender und empfänger "luft" sein und nicht der bastler^^.
5. mit hilfe von punkt 3. kannst du die sendefrequenz ermitteln, es kommt nicht auf kommastellen an.
6. der empfänger erhält eine lamda/4 empfangsantenne, ein starrer draht oder eine teleskopantenne(die könntest du sogar einstellen) die lage und die länge sind auf maximum der empfangsanzeige zu fixieren. sollte die empfangsanzeige zu stark sein, kannst du durch kürzen des drahtes die anzeige nach unten korrigieren, sie sollte etwa ein drittel ausschlagen.
7. jetzt prüfst du, ob die sendespule richtig abgeglichen ist, bei PLL wird sich nur die empfangsfeldstärke ändern, sollte die spule der eigentliche schwingkreis sein, läuft die frequenz weg! für die prüfung benötigst du eine eisenschraube und ein nichteisen (cu,messing, alu) teil. bei annäherung verändert sich die resonanzfrequenz der spule einmal nach unten, einmal nach oben, da beim sender ein quarz zu erkennen ist, gehe ich mal von PLL abstimmung aus. wenn sich beim wechselndem annähern von eisen und nicht eisen die empfangsfeldstärke verringert, ist die spule gut abgeglichen, anderenfalls, kannst du durch dehnen oder stauchen der spule, diese auf max. abgleichen. es könnte langwierig sein, den genauen punkt zu finden aber die mühe könnte sich lohnen, so das du eventuell keine zusatzantenne mehr benötigst, beim verändern der spule ist weniger oft mehr, da der spulendraht etwas federt, ist das ganze gefühlssache.
8. jetzt kannst du deine lamda/4 antenne anlöten, ob du am richtigen ende der spule bist, solltest du mit der empfängeranzeige leicht einschätzen können(vorher einfach mal antippen). möglich ist u.U. auch eine kapazitive ankopplung oder ein anlöten an einer anzapfung der spule (den lack vorher vorsichtig entfernen) .
so, nun viel erfolg
Antworten