LED Flummi mit Schocksensor

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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maxpd
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Do, 08.05.08, 12:30

Hi,
als Präsent zur Bestellung wurde ein lustiger LED Flummi begelegt, vllt kennt der ein oder andere diesen blauen Smiley Ball. Und da hab ich mir überlegt, vllt kann man anhand der verbauten Technik noch andere sachen bastel. Aber dazu wollte ich die Funktionweise des Flummis ergründen und ihr dürft mir helfen:-)

Also 1. Der Schocksensor würde wohl aus einem Metalldraht oder ähnlichem bestehen der bei appruptem Richtungswechsel einen 2. Draht o.ä berührt.
Aber, wieso leuchtet der Flummi dann noch länger nach? Ich wäre davon ausgegangen das der Draht einen Stromkreis schliesst, aber das kann in dem Fall ja nicht sein. Muss etwas mit Kondensatoren zu tun haben?
2. Der Flummi blinkt abwechselnd in verschiedener Farbe. Wie funktioniert das? Durch einen Minicontroller?

Gibt es die ganzen passenden Teile hier irgendwo zu kaufen?
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Pehu
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Do, 08.05.08, 13:00

1. Im Prinzip eine einfache Feder die in einem Rohr sitzt. Sobald die Feder das Rohr berührt wird ein Stromkreis geschlossen:
Feder
Feder
feder.jpg (53.68 KiB) 10551 mal betrachtet
2. Das ganze wird von einem IC/Microcontroller verwaltet, so dass es nachleuchtet und die Blinkefeffekte ausführt.
Tommy
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In dem Flummi (hab zwar nicht den gleichen, aber ich glaube jeder Flummi funktioniert genauso) ist ein IC, der wenn einmal der Impuls auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde kommt, sich selber Energie von der kleinen Knopfzelle abzapft... nach ein paar Sekunden hört er auf und wartet auf den nächsten Impuls.
maxpd
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Do, 08.05.08, 14:22

Interessant, speziell programmiert oder als Standartversion erwerbbar?
Tommy
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Bestimmt gibt es einen IC, mitdem man mit einer nicht zu schweren Schaltung, soetwas in der Art hinbekommt... Dann muss man auch noch eine Schaltung für die Farbveränderungen aufbauen... In dem Flummi ist aber glaube ich nur so ein mini-IC, diese wo man einfach nur einen kleinen schwarzen Hügel auf der Platine erkennen kann eingebaut.
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lithi
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Do, 08.05.08, 22:02

da muss ich tommy zustimmen. meist sind in solchen schaltungen zwar ic´s verbaut aber das sind dann meist wirklich nur die reinen chips mit nem klecks schwaren harz oder sowas drauf um den chip zu schützen. was da nun wirklich verbaut wurde, kannste dann nicht sagen.
maxpd
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Fr, 09.05.08, 07:47

also nix wirklich zum nachbauen
Tommy
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Fr, 09.05.08, 13:25

bestimmt gibt es eine Schaltung oder man kann eine Schaltung entwerfen, die dem Flummi ähnelt, aber die Elektronik die da drinne verbaut ist, ist so klein und nur für diesen Zweck gedacht...
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Mirfaelltkeinerein
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Fr, 09.05.08, 17:10

Wenn's erstmal ohne Blinken reicht, ist das Stichwort ist retriggerbarer monostabiler Multivibrator und die ICs 74122 oder 74123 machen sowas. Zum Blinken lassen muss man halt noch was nachschalten.
Als 'Schalter' kenne ich noch die Version mit einem geraden Draht, der in eine Spiralfeder hineinragt. Berühren sich beide, geht's los.
luckylu1
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Mo, 12.05.08, 02:39

das ganze könnte etwa so aussehen, das ist nur eine von vielen möglichkeiten, mit einem 4069
(6fach inverter) geht das auch noch einfacher, meine schaltung ist bezüglich der ruhestromaufnahme nicht perfekt, sollte aber ansonsten problemlos funktionieren.
der p-fet sollte gegen einen kleinleistungstyp getauscht werden. die leds könnten auch in einem gehäuse sein (gemeinsame anode). C1 + C2 sind gleich gross und eigentlich am besten tantal elkos 10µ/10V. die widerstände im multivibrator sind symmetrisch, im kollektorkreis etwa 1kohm, im basiskreis etwa 50kohm. der multivibrator sollte zuest in betrieb genommen werden, dazu ist der pfet durch eine brücke zu ersetzen. betriebsspannung etwa 6V. der steuertransistor
hat im kollektorkreis einen 20kohm widerstand, der parallelwiderstand zum kondensator könnte etwa 1kohm sein (versuch, ev. trimmer 5kohm verwenden). der widerstand am kontakt entfällt,
den kontakt direkt am kondensator und parallelwiderstand anschliessen. ausserdem wird direkt von der basis zu dem knotenpunkt (kondensator, widerstand,kontakt) ein widerstand mit 1kohm eingefügt. der kondensator des steuertransistors könnte etwa 20µF haben. die werte sind jetzt alle geschätzt, sollten aber ezwa stimmen, etwas probieren wird wohl nötig sein. viel spass dabei. :wink:

gruss lu

genug für heute^^
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maxpd
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Mo, 12.05.08, 17:45

krass, also quasi 0 verstanden, ausser LED und Widerstand. Aber erst mal 1. Projekt fertig machen, dann weiterbilden, dann versteh ich vllt mehr. Solange dient das hier jedem der was damit anfangen will und kann und selber sowas immer wissen wollte.

Ganz klar 5Sterne für das glorreiche Wissen
luckylu1
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Di, 13.05.08, 22:42

falls die schaltung jemand bauen möchte, noch ein hinweis dazu, sollte einer der beiden (oder beide) transistoren des multivibrators sehr hohe h21e (stromverstärkungsfaktor in emitterschaltung) haben und der leckstrom durch den pfet zu hoch sein (bauteiltoleranz) könnte es zu einem glimmen einer der beiden leds (ev. auch mit wechselblinken mit sehr grossen zeitintervallen) kommen, das hätte auch einen höheren stromverbrauch zur folge, kann dieser effekt einfach behoben werden. dazu wäre dann ein zusätzlicher widerstand vom knotenpunkt
des pfets und der beiden basiswiderstände nach masse (-) zu schaltenn, der wert dessen könnte etwa 100kohm bis 200kohm betragen, prinzipiell ist der wert recht unkritisch, versuch entscheidet, über 20kohm sollte er aber mind. liegen.
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