Effiziente Einbaustrahler mit dimmbarer Stromversorgung?

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Moderator: T.Hoffmann

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ElCaron
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So, 06.03.16, 16:20

Hallo,

im Rahmen einer Renovierung eines Zimmers mit Neuabhängung der Decken suche ich nach einer guten Möglichkeit für Strahler, die über ein externes Signal dimmbar sind.

Für die Lichtsteuerung im Raum möchte ich ein selbst gebasteltes Board auf ESP8266-Basis verwenden. Dort sind mehrere Ports für PWM-Dimmung von LED-Streifen für die indirekte Beleuchtung vorgesehen,
sowie eine Schaltung, die 0-10V liefert. Auch ein PWM Signal kann ich simpel ausführen.
Leider finde ich nicht so recht die optimalen Strahler. Perfekt wäre ein Strahler, der einfach nur eine LED mit möglichst hohem Strom (um der Spannung Luft zu lassen für eine Reihenschaltung) mit der passenden Kühlung beinhaltet. Eine passende, 0-10V-gesteuerte Konstantstromquelle könnte ich dann einfach dazukaufen.

Leider finde ich dazu wenig Angebote - ist natürlich auch nicht ganz verwunderlich, auf der einen Seite will ich eine fertige Lampe, auf der anderen Seite aber eine nicht ganz triviale Anschlussart, mit der viele Laien vielleicht überfordert sind.
Hat da jemand ein passendes Produkt? Oder eine gute Idee, wie man sowas bastelt, möglichst mit Teilen (MK-R vielleicht?). Oder, wenn alle Stricke reißen, eine gute Möglichkeit wie ich meinen Mikrokontroller mit dimmbaren Retrofits verbinde (obwohl ich das eigentlich möglichst nicht will ...)
Die Lampen sollten nicht zu spotmäßig sein, da es die Hauptbeleuchtung des Raumes wird. 60° sind da Minimum, denke ich.
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Handkalt
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Mo, 07.03.16, 09:14

Hallo ElCaron,

solche Einbaustrahler gibt es durchaus - und gar nicht mal so selten. Das Problem ist nur: sie werden nicht als solche beworben, sondern "stillschweigend" im Set mit einer KSQ geliefert, die Du dann natürlich wegwerfen bzw. anderweitig verwerten oder verkaufen müsstest. Es ist schwierig herauszufinden, bei welchen Strahlern das der Fall ist - und wenn ja, mit welcher Stromstärke sie laufen und welchem Spannungsbereich man braucht. Im ungünstigsten Fall bekommt man das nur heraus, wenn man das Produkt tatsächlich in den Fingern hat und sich den Aufdruck der mitgelieferten KSQ ansieht.

Ein Beispiel bei leds.de: Philips myLiving SmartSpot 3x Asterope. Aus der Artikelbeschreibung und dem Datenblatt ist hier in keiner Weise ersichtlich, wie diese Spots betrieben werden und das von leds.de verlinkte "Benutzerhandbuch" ist in Wahrheit nicht das Benutzerhandbuch, sondern nur die dazugehörige Symbolerklärung. :( Wenn man direkt bei Philips sucht, findet man das richtige Dokument - und da sieht man, dass die drei Spots in Reihenschaltung an einem externen Betriebsgerät hängen. Damit ist zu 99% sicher, dass dies eine KSQ ist. Nur welche Daten (Strom, Spannungsbereich) die hat, weiß man immer noch nicht. :evil:

Grundsätzlich ist es jedenfalls ein guter Trick, nach Sets mit mehreren Strahlern zu suchen und dann mittels Einbauanleitung herauszubekommen, ob sie in Reihenschaltung betrieben werden. Manchmal findet man zufällig irgendwo im Internet ein Foto der KSQ mit lesbarem Aufdruck. Es ist natürlich nicht garantiert, dass man tatsächlich das abgebildete geliefert bekommt, aber meistens hilft das schon weiter.

Wenn Du im Baumarkt kaufst: von Paulmann gibt es auch solche Artikel, wahlloses Beispiel: Einbauleuchten-Set Premium Line LED Aria. Auch hier wieder: keinerlei echter Hinweis auf den Konstantstrombetrieb in der Produktbeschreibung. Unter den Fotos befindet sich aber eine Zeichnung, bei der ein mit "350 mA" beschriftetes Kästchen zu sehen ist. Und in der Montageanleitung ist wieder eine Reihenschaltung zu sehen, sowie der Hinweis, sekundärseitig nicht im Betrieb an- oder abzustecken.

Auf Ebay findet man auch massenhaft chinesische Noname-Ware mit externen Konstantstromquellen, vor allem als runde LED-Panels. Oft direkt von chinesischen Händlern angeboten. Hier mal ein wahlloses Beispiel zumindest von einem deutsch-türkischen (?) Händler.

Bei Retrofit-Spots weiß man nie, wie die aufgebaut sind. Ob es klappt, einen dimmbaren GU5.3-Retrofit-Spot per DC zu versorgen und per PWM zu dimmen, ist zimerlich unklar. Was natürlich (mehr oder weniger gut) gehen sollte, ist eine "von hinten durch die Brust ins Auge"-Lösung nach dem Schema: dimmbare Retrofit-Spots plus ein Phasenan- oder -abschnittdimmer, den Du per Mikrokontroller ansteuern kannst, z. B. per 0-10V-Schnittstelle oder über eine Hausautomatisierungslösung.

-Handkalt
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Mo, 07.03.16, 14:24

Man kann auch normale nicht dimmbare MR16 Spots nehmen, dort die Vorschaltelektronik entfernen und die LEDs dann mit Konstantstrom betreiben. Man verliert allerdings die Garantie In diesem Fall sollte man aber vor dem Kauf die Spots schon auf Zerlegbarkeit prüfen. So hab ich das mit billigen China-Spots schon mal gemacht, wobei ich auch noch die LEDs ausgetauscht habe.
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