Lampengehäuse als elektrischen Leiter Nutzen (?)

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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CaptainKaracho
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Mi, 19.03.14, 09:00

Hallo zusammen,

mein Name ist Sebastian und ich studiere Industrielles Produkt Design.
Leider habe ich nicht allzu viel Ahnung von Elektronik und hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen.

Ich plane zurzeit für ein Uni-Projekt eine LED-Leuchte aus einer Aluminiumverbundplatte (Dibond) zu bauen.
Diese Platten bestehen aus zwei 0,3mm Aluschichten und einem Polyethylenkern.

Nun bin ich online auf diese Leuchte gestossen, in deren Beschreibung es heisst:
"In its head 36 very flat LEDs are integrated and covered by light diffusing plexiglass.
The Alu-Dibond serves itself as an electric conductor, reducing the use of electrical components."


Auf deutsch: Das Alu-Dibond selber dient als elektrischer Leiter und reduziert den Gebrauch von elektrischen Komponenten.

Bild

Meine Fragen hierzu:
Was genau braucht man, um eine Leuchte in dieser Art zu bauen und wie genau müsste das Ganze angeschlossen werden?
Würde das komplette Gehäuse so nicht im angeschlalteten Zustand dauerhaft unter Strom stehen?

Ich für jede Hilfe dankbar!

Grüße,

Sebastian
Borax
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Mi, 19.03.14, 09:17

Hallo Sebastian,
welcome on board!
reducing the use of electrical components
Naja... Anschlussdrähte (und nur die kann man damit sparen) als 'electrical components' zu bezeichnen halte ich mindestens für irreführend...
Was genau braucht man, um eine Leuchte in dieser Art zu bauen und wie genau müsste das Ganze angeschlossen werden?
Selektierte LEDs (die müssen alle die gleiche Flussspannung haben) und das Material. Außerdem muss natürlich irgendwie jeder Plus-Pol der LEDs (das sind bestimmt viele kleine SMD LEDs wie z.B. solche: http://www.leds.de/Low-Mid-Power-LEDs/S ... weiss.html ) mit der einen Seite des Dibond Materials und jeder Minus-Pol der LEDs mit der anderen Seite des Dibond Materials elektrisch verbunden werden. Um die Betriebswärme abzuführen muss außerdem eine thermisch leitfähige Verbindung zu mindestens einer Seite des Dibond Materials vorhanden sein.
Würde das komplette Gehäuse so nicht im angeschlalteten Zustand dauerhaft unter Strom stehen?
Schon. Aber nur unter etwa 3V Spannung. Die spürst Du vielleicht gerade noch wenn Du mit der Zunge beide Pole berührst (aber wer schleckt schon seine Lampe ab ;) )
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CaptainKaracho
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Mi, 19.03.14, 10:19

Hi Borax,

danke für deine schnelle Antwort, die hilft mir schonmal weiter!
Wenn das Problem mit der LED Befestigung und der Betriebswärme gelöst ist,
müsste also nur noch ein Trafo/ Netzteil an das Gehäuse angeschlossen werden, richtig?
...etwa 3V Spannung. Die spürst Du vielleicht gerade noch wenn Du mit der Zunge beide Pole berührst (aber wer schleckt schon seine Lampe ab ;) )
Alles klar, das hatte ich nicht vor ;)
Borax
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Mi, 19.03.14, 10:53

Wenn das Problem mit der LED Befestigung und der Betriebswärme gelöst ist, müsste also nur noch ein Trafo/ Netzteil an das Gehäuse angeschlossen werden, richtig?
Richtig. Die Problematik bei diesem Aufbau liegt eindeutig in der Mechanik/Materialtechnik (z.B. kann man das Alu schlecht löten, wenn es mit einem Polyethylenkern verbunden ist...)
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