Mein Problem ist das ich in einer Dachgeschosswohnung (Eigentumswohnung) Deckenspots verbauen will. Der Aufbau ist folgendermaßen: Dach, Sparren mit Dämmung, Dämmung, Dampfsperre, Lattung und dann Rigips.
Mein Plan ist nun LED MR16 Spots 3x1W 12V zu verbauen mit Abstandshalter für die Dampfsperre.
Mein Immobilienverwalter will nun aus Brandschutzaspekten das verbieten und bei den bereits bestehenden Löchern im Rigips auf Rückbau bestehen.
Was mach ich nun? Brauche Infos ob er recht hat und Datenblätter von verschiedenen MR16 LEDS 3W mit Angaben zu tv also Gehäusetemp.! Für jede weitere Information bin ich natürlich auch dankbar.
Led Beleuchtung Dachgeschoss/Dachschräge
Moderator: T.Hoffmann
muss man sich da keine Sorgen machen. Aber es könnte für die LEDs zu heiß werden (für LEDs zu heiß ist schon etwa 120°C in der LED selbst - die Gehäusetemperatur dürfte mind. 50°C niedriger liegen - da braucht man über Brandschutz noch nicht nachdenken). Mit 3W MR16 LEDS könnte es aber gehen. Ich schätze mal die max. Gehäusetemp. dürfte dann etwa 70°-80°C betragen.aus Brandschutzaspekten
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SPL_Maniac
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Gemessen habe ich eine Gehäusetemp. von 48 Grad aber leider bräuchte ich da Datenblätter um dies unabhängig von Herstellern zu beweisen. Lasse da ein Gutachten von einem Bausachverständigen machen.
- Achim H
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Datenblätter mit verbindlichen Angaben bzw. Aussagen wirst Du diesbezüglich nicht finden. Das hängt zu stark von der jeweiligen Einbausituation ab.... leider bräuchte ich da Datenblätter um dies unabhängig von Herstellern zu beweisen
Die maximale Temperatur von Leds liegt bei ca. 150°C. Diese Angabe kann man sehr häufig in Datenlättern zu den Leds nachlesen (junction temperature bzw. Tj). Ohne ausreichende Kühlung bzw. gänzlich ohne kann die Led allerdings deutlich heißer werden (wenn auch nur kurzzeitig, die Led stirbt bei diesem Versuch).
Ab wann Holz oder ähnliche Baustoffe ihre Zündtemperatur (Temperatur der Selbstentzündung) erreichen, kann man bei Wikipedia nachlesen. Direktlink
Bei Zeitungspapier liegt dieser Punkt bei ca. 175°C,
bei Fichtenholz (Dachlattenunterkonstruktion) bei ca. 280°C,
usw.
Gips verträgt Temperaturen eines Schweißbrenner, da passiert gar nichts (außer einer Verfärbung).
Mein Tipp:
An jedes Lampengehäuse eine Temperatursicherung (kostet ca. 40 Cent) anbringen *, die bei Überschreiten einer gewissen Temperatur (zum Beispiel: 128°C), die Stromzufuhr unterbricht.
* die Sicherung wird in Reihe zur Lampe geschaltet
Ich würde die Situation ausnutzen um A. von den grässlichen Spots weg
zu kommen, B. ein angenehmes, weiches und der Situation angepasstes
Licht zu erzeugen und C. den Vorteil der LED nutzen, gar keine Hitze mehr
zu erzeugen die bewertet oder kontrolliert sein müsste.
Anders gefragt: Warum nimmst du nicht Leisten oder Panele, die nicht nur
ein bedeutend besseres Licht produzieren, sondern auch thermisch so irrelevant
sind wie ein Radio oder ein Rasierapparat.
zu kommen, B. ein angenehmes, weiches und der Situation angepasstes
Licht zu erzeugen und C. den Vorteil der LED nutzen, gar keine Hitze mehr
zu erzeugen die bewertet oder kontrolliert sein müsste.
Anders gefragt: Warum nimmst du nicht Leisten oder Panele, die nicht nur
ein bedeutend besseres Licht produzieren, sondern auch thermisch so irrelevant
sind wie ein Radio oder ein Rasierapparat.
Es gibt relativ viele Leute die solche Spots als den Inbegriff einer schönen Beleuchtung ansehen. Auch viele 'Lichtarchitekten'* sehen das wohl so. Das wird wohl noch Jahre dauern, bis sich da eine andere Mode durch setzt......von den grässlichen Spots weg zu kommen...
*Ein Bekannter von mir (selbst Architekt) hat vor etwa 2 Jahren ein neues Haus gebaut. Mit extra Beratung von einem Lichtdesigner, der dann die gesamte Beleuchtung im 3D Modell simuliert hat . Ergebnis waren ca. 40 Spots mit 35W Halogenbirnen (GU6.35) die in entsprechenden Aussparungen der Betondecke installiert wurden. Jetzt ärgert er sich, dass die Dinger so schnell kaputt gehen und bei teilweise 5m Deckenhöhe ist das ein Riesenakt die auszutauschen...
Spots sind funktional nunmal recht speziell. Entsprechend eingesetzt aber eine
tolle Akzent- oder Präsentbeleuchtung. In hoher Zahl und sehr gezielt angepasst
kann es sogar wieder "weich" werden, aber das erfordert schon eine Simulation.
Im täglichen Leben sieht das ganz anders aus, wenn einfach fünf Spots als Grund-
beleuchtung herhalten und die ganze Hütte kontrastreich gemustert wird.
tolle Akzent- oder Präsentbeleuchtung. In hoher Zahl und sehr gezielt angepasst
kann es sogar wieder "weich" werden, aber das erfordert schon eine Simulation.
Im täglichen Leben sieht das ganz anders aus, wenn einfach fünf Spots als Grund-
beleuchtung herhalten und die ganze Hütte kontrastreich gemustert wird.
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SPL_Maniac
- Mini-User
- Beiträge: 3
- Registriert: So, 04.08.13, 15:58
Vielen Dank für eure Hilfe. Heute war ein baugutachter bei mir und hat die Lampen auch gemessen. 39 an der wärmsten Stelle und die waren 6h an. Er ruft nochmal beim Hersteller an und dann schreibt er sein Gutachten. Sieht also gut aus das ich da keine Probleme habe. Viele werden jetzt sagen warum Gutachter aber mein Hausverwalter will die Sanierung stoppen wegen Brandgefahr.

