Deckenfluter Umbau

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

doone
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Di, 08.11.11, 18:00

Vielen Dank für die Infos!

Wie errechnet sich diese Temperaturdifferenz, oder ist das eine Faustformel?

Nun ja, als Mann bin ich halt auch immer für "Mehr Power" ;-) - aber das Teil wird eigentlich nur von mir bedient, dann darf ich ihn halt mal nur kurz "aufdrehen".... Kostenmäßig nimmt sich das halt echt wenig und dann wird der dimmer halt ab 50% gebremst, was ja die Stromstärke drosseln sollte..

Die KSQ`s kosten ja fast gleich viel..

Also wäre da nur die Effizienzfrage, sprich gibt es eine Effizienzkurve für die KSQ abhängig von der Auslastung / Dimmung? Wäre auch in Bezug auf die Anzahl der LED`s pro Strang interessant...

MfG
Loong

Di, 08.11.11, 20:12

doone hat geschrieben:Wie errechnet sich diese Temperaturdifferenz, oder ist das eine Faustformel?
viewtopic.php?p=66902
Borax
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Mi, 09.11.11, 00:12

An der Effizienz der KSQ dürfte sich wenig ändern, aber an der Effizienz der LEDs einiges...
1. Je höher der Strom desto schlechter die Effizienz der LEDs (ok, es gibt auch nach unten einen Punkt wo die Effizienz wieder abnimmt, aber der dürfte bei diesen LEDs in etwa bei 50mA oder noch tiefer liegen)
2. Je höher die Temperatur desto schlechter die Effizienz der LEDs (weil die LEDs bei höherem Strom auch wärmer werden, kommt dieser Effekt noch dazu)

In meinem Thread zur Messung der Led-Junction-Temperatur ist irgendwo auch ein Artikel verlinkt, wo die beiden Effekte getrennt vermessen wurden (so was ist mit entsprechendem Equipment schon machbar)

Jetzt die Einschränkung: Sooo groß ist der Effizienzverlust auch wieder nicht. Ich vermute mal, eine 3535 LED bei 700mA und 70° Junction-Temperatur kommt auf etwa 110lm/W und bei 1400mA und 90° Junction-Temperatur dürften es noch etwa 80 lm/W sein.

BTW:
dann wird der dimmer halt ab 50% gebremst, was ja die Stromstärke drosseln sollte..
Das glaube ich nicht. Da wird vmtl. nur per PWM gedimmt, nicht über die Stromstärke.
doone
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Mi, 09.11.11, 11:07

Danke für den Link zur Kühlkörperdimensionierung, werde mir das mal näher ansehen!

Bezüglich der Dimmung, es sollte doch egal sein, ob per PWM oder Stromstärke gedimmt wird, sprich thermisch keinen Unterschied machen, ob 100%ED bei 700mA oder 50%ED bei 1400mA - eine andere Sache ist da dann die Lebensdauer - hier ist die Frage: hängt die Lebensdauer von der Temperatur (die ja bei beiden Lösungen gleich sein sollte) oder von der Stromstärke ab?

MfG
Falo
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Mi, 09.11.11, 11:23

doone hat geschrieben:Danke für den Link zur Kühlkörperdimensionierung, werde mir das mal näher ansehen!

Bezüglich der Dimmung, es sollte doch egal sein, ob per PWM oder Stromstärke gedimmt wird, sprich thermisch keinen Unterschied machen, ob 100%ED bei 700mA oder 50%ED bei 1400mA - eine andere Sache ist da dann die Lebensdauer - hier ist die Frage: hängt die Lebensdauer von der Temperatur (die ja bei beiden Lösungen gleich sein sollte) oder von der Stromstärke ab?
Das ist so nicht ganz richtig da bei der LED die Spannung bei steigenen Strom zunimmt so kann es sein das die LED bei 700mA nur 3,2Volt Spanung brauch = 2,24Watt bei 1400mA braucht die LED aber vermutlich 3,4Volt = 2,38 Watt (bei 50% ED)

mfg
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Mi, 09.11.11, 12:05

es sollte doch egal sein, ob per PWM oder Stromstärke gedimmt wird, sprich thermisch keinen Unterschied machen
Thermisch mach es fast keinen Unterschied (bzw. den kann man wirklich vernachlässigen - siehe auch die Anmerkung von Falo). Und ja, die Lebensdauer hängt (ebenfalls fast) nur von der Temperatur ab.
Wie gesagt, einen größeren Unterschied gibt es (nur) bei der Effizienz.
doone
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Mi, 09.11.11, 16:22

Hmm.. OK, das mit der Effizienz ist schade, da wäre eine 1000mA KSQ ideal, die gibts wiederum nicht mit pwm dimmung.

Mein Herz schwankt zwischen "Mehr Power" und "weniger Strom"... in anbetracht der Anschaffungskosten, die sich beim doppelten Materialaufwand erst einmal ammortisieren müssten und des doch nicht sooo extrem üppigen Vorhandenen Platzes tendiere ich ja doch zu den 1400mA, da ich später noch Deckenleuchten nachrüsten möchte, kann ich diese ja dann auf noch höhere Effizienz trimmen...

ich habs mal überschlägig gerechnet und komme für 16 LEDs bei 700mA bei doppelten Materialkosten auf die annähernd gleiche elektrische Leistung bei schätzungsweise einem viertel geringerer Maximalhelligkeit.

Die Kosten liegen bei ca. 55€ für die 8 LED Variante zuzüglich Kühlung, und für die habe ich mittlererweile auch eine Idee, nämlich eine kleine Flüssigkühlung :-), bestehend aus z.B. Kupferrohrstücke, die an der Befestigungsstelle für die LED`s entweder flach abgefeilt oder zusammengedrückt sind, diese mit Schlauchstücken verbinden, über ne kleine Aquariumpumpe mit ca. 300l/min (für 10€ von Eheim gibts da sehr leise), die Kühlflüssigkeit dann durch so einen Kühler: http://geizhals.at/deutschland/301371 - den mit einem 120mm Lüfter bei geringer Drehzahl liegend mit freier Konfektionsmöglichkeit (Ich habe einen Deckenfluter, der seitlich befestigt ist und in der mitte ein Loch hat, wo milchiges Glas drin ist, da könnte man radiator und lüfter dann "reinhängen").

Was haltet ihr von der Idee? sollte ich lieber rohrspiralen bauen und auf kleine Kupferplatten löten oder was würde euch als passender Kühler einfallen?

Hab hier noch was gefunden falls das mit dem Rohr doch nix ist... aber ich denke mal dass das doch dicke reichen sollte, das Kupfer ist ja ein super wärmeleiter und muss die Temperatur ja nur an das Wasser übergeben, welches sie gut annimmt... Und so ein Radiator reicht um einen PC Prozessor mit 70-80W bei unter 40°C zu halten...

Zur not hätt ich hier noch etwas käufliches: http://www.tekheads.co.uk/product/Alpha ... 11648.html
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Do, 10.11.11, 09:05

Ich halte von solchen Aufbauten mit Flüssigkeitskühlung bei LEDs nicht so viel. Das sind nur unnötige Fehlerquellen, welche gewartet werden müssen. Die Wärme muss so oder so an die Luft abgegeben werden. Egal ob noch über den Umweg mit Wasser oder direkt.

Wasserkühlung im PC hat Vorteile, weil die zukühlenden Flächen sehr klein sind und die Wärmemengen dort entsprechend hoch.
In dem Deckenfluter kannst du eine "riesige" Kupfer- oder Aluplatte für deine LEDs einbauen, und die direkt mit einem Lüfter kühlen, wenn nötig. Da fällt die Wärme pro mm² viel geringer aus, als bei CPUs o.ä.
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Do, 10.11.11, 12:33

Ich rate von Flüssigkeitskühlung ab, hatte auch mal geglaubt, den PC so leise zu bekommen (so ca. im Jahr 2002). Insbesondere bei einem PC lohnt sich das aber nicht, da kann man auch eine Konfiguration mit etwas weniger Abwärme zusammenstellen, heutzutage erst recht (c't hat Vorschläge bis runter zu 30 Watt Gesamtleistungsaufnahme).

Flüssigkeitskühlung funktioniert zwar, aber IMHO überwiegen die Nachteile deutlich:
-man hat dicke, widerspenstige, Schläuche (Platzmangel im PC, hässlich an einem Deckenfluter)
-die Pumpe brummt mit hoher Wahrscheinlichkeit und ist damit besser hörbar, als ein langsam laufender Lüfter
-wenn man nicht penibelst perfektionistisch ist, bekommt man sehr leicht Undichtigkeiten
-Man muss je nach Dichtigkeit u.U. alle paar Monate bis alle paar Jahre Wasser nachfüllen
-der Aufwand ist ungleich höher als bei Luftkühlung

50-150W Verlustleistung sollte man - abhängig von der Kühlkörpergröße - problemlos mit einer guten Lufkühlung abführen können und das auch leiser als mit einer Aquarienpumpe+WaKü.

CPU-Kühler können ca. 100 Watt abführen, bleiben dabei i.d.R. aber noch schmerzfrei gut berührbar, d.h. sie kühlen wesentlich beser als für LEDs nötig, d.h. man könnte sie wesentlich langsamer und damit leiser betreiben als im PC-Inneren üblich und dennoch ein 100W-LED-Array damit kühlen.

Eine Luftkühlung ist außerdem nahezu wartungsfrei, wenn man einen Übertemperaturschutz eingebaut hat, muss man sogar nie wieder prüfen, o der Lüfter noch funktioniert, sondern erkennt Versagen an wahlweise gedimmter oder abgeschalteter LED, Warnton o.Ä.
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Do, 10.11.11, 13:01

Eine Luftkühlung ist außerdem nahezu wartungsfrei, wenn man einen Übertemperaturschutz eingebaut hat
So ähnlich dachte ich mir das auch: viewtopic.php?f=31&t=13198 :D

Mit so einem ähnlichen Aufbau könnte man auch einen Deckenfluter betreiben, wenn man 'meinen' Aufbau umdreht...
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Do, 10.11.11, 13:25

Auch ich rate von der Wasserkühlung für LED anwendungen ab.

Allerdings möchte ich CRI93+ zu den Thema Wasserkühlung sehr energisch widersprechen.

Ich halte praktisch alle deine Punkte für falsch.

- WAKÜ ist in der Regel immer leiser und effektiver als eine Luftkühlung
- Undichtigkeiten gab es bei mir ca.8-10 Jahren betrieb einer WAKÜ für 2 PCs nie , nachgefüllt habe ich auch nur bei umbauten (neue PC/CPU)
- Die pumpen halten praktisch unendlich weil es keine Kugellager gibt und auch die Elektrik aus einer großen vergossene Spule besteht also keine Kondensatoren die austrocknen.
(die stammen ja eh aus den Aquarium bereich und auch da müßen die ja jahrelang durchlaufen)

Ich selber habe 1998 angefangen meine 2 Celeron die damals von 300Mhz auf 450Mhz übertaktet waren und wegen des RC5 Contest (http://www.distributed.net/RC5/de) und wegen meines Berufes Netzwerkadmin im Außendienst 24/7 liefen.
Die beiden Rechner waren unhörbar hatte damals wenn ich zuhause war 3m neben den Rechnern geschlafen.
Die WAKÜ lief bei mir mit den verschiedensten Rechnern bis etwa 2008 durch seitdem setze auch ich auf Luftkühlung.
Hauptgrund ist allerdings Stromersparnis gewesen so besteht mein 24/7 Internet Rechner aus einen ATOM-PC der 23 Watt braucht und der Rest wird auf 2 Notebooks (Privat/Firmen) gemacht.
Ein weitere Grund warum ich umgestiegen bin ist das früher man nur für die CPU und maximal die CPU nennenswert Wärme erzeugen hatten, heute muß ja faktisch das gesamte Board (Chipsatz,Ram,Spannungsregler) gekühlt werden und der Anteil den die CPU erzeugt wird von Jahr zu Jahr weniger.

So jetzt aber genug Offtopic von mir.

mfg
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Do, 10.11.11, 17:14

Ich stehe da etwas zwischen CRI 93+ / Ra 93+ und Falo.
Wasserkühlung hat den Vorteil, dass die Radiatoren zur Wärmeabgabe an die Luft beliebig groß sein können, also sogar passiv (ganz ohne Lüfter) ausfallen können, während die Fläche, auf der Wärme erzeugt wird, sehr klein bleiben kann.

Außerdem ist Wasserkühlung in der Wärmeabfuhr meist nur dann wirklich effektiver, wenn der (CPU)-Kühler durchdacht ist. Solange der auch nur die Wärmeableitung eines normalen Kupferblocks hat, kann auch ein Lüfter drauf sitzen.
Der Trick bei einigen Kühlern ist die Erzeugung von Wirbeln mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten, welche in feinen Lamellen die Wärme aufnehmen. Das Kupfer zum Bauteil (CPU) ist dabei weniger als 1mm dick. Da wird so eine Wasserkühlung effektiv.

Aber wie gesagt für LED-Anwendungen alles etwas überzogen...bei einem übertakteten Core-I-sonstewas mit deutlich über 100W TPD auf der Daumennagelfläche doch schon sinnvoll.
doone
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Fr, 11.11.11, 16:45

Ich habe mit dem Gedanken der Wasserkühlung gespielt, weil ich die einzelnen Spots ausrichten möchte, was bei einzelnen Kühlkörpern recht schwierig bzw. Platzaufwändig wird. Nun ja, ich werd nochmal darüber nachdenken... gebrauchte Wasserkühlungs CPU-Kühler für nicht mehr aktuelle Systeme findet man teilweise recht günstig in der Bucht...

Momentan stehe ich vor dem Problem, dass alle Shops die ich finde, die Meanwell PCD-25-1050B (ja, ich habe eine Mittellösung zwischen Effizienz, P/L und Helligkeit gefunden :-)) nur an Firmenkunden liefert...

Hat da evtl. jemand einen Tip für mich?
doone
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Do, 17.11.11, 16:54

Hallo Zusammen,

Nun habe ich doch noch einen Shop gefunden, der mir die KSQ geschickt hat. Hab mich beim ersten mal wohl einfach blöd gestellt, als ich ein anderes mal suchte, war es kein Problem...

So, meine ersten 2 LED Projekte sind damit mehr oder weniger vollendet:

- Leuchthalsband: Hier habe ich 5 Stück 5mm LED`s in weiß mit 120° Abstrahlwinkel in Reihe verlötet und mit einer kleinen Treiberplatine von ELV (macht aus 2x1,5V Batterie genug Spannung um bis zu 6 weiße LEDs zu betreiben und liefert einen Konstantstrom von 10mA). Das Ganze in einen transparenten Aquariumschlauch, Batterien angelötet und 2 Kabel mit Steckverbinder als Schalter nach außen geführt (hatte grad keinen passenden Taster da. Leider waren die 2 AAA Batterien sehr schnell leer, bzw. das Halsband leuchtete nicht mehr, da die Treiberplatine bei 1,2V je Batterie bereits nicht mehr arbeitet. Habe jetzt mal Versuchsweise 2 Batterien AA verbastelt, dazu musste ich leider den Schlauch aufschneiden, da die nicht mehr rein passten. Für einen ersten Prototypen ganz OK, solange es jetzt wenigstens mehrere Stunden funktioniert. Ansonsten werde ich die anzahl der LEDs reduzieren müssen. Sollte die Batteriekapazität dann noch immer nicht einigermaßen ausgenutzt werden, muss ich mir halt eine eigene Schaltung entwickeln... Wenigstens ist es richtig Hell, er hat jetzt seine eigene Taschenlampe :-) - anbei auch ein Foto im Vergleich zu einem Original Leuchtie, das ich nur mal verlängert habe...

- Deckenfluter: Ich habe jetzt 7 3535er ww an einer 1050er KSQ von Meanwell auf diesen Kühlkörper: http://www.reichelt.de/Profilkuehlkoerp ... 9c35d07f06 geklebt und eine 77°C Temperatursicherung in Reihe geschaltet. Momentan läuft der Probelauf mit Thermometer und die Temp am KK direkt neben der LED ist bei 58°C - hoffe das ist noch einigermaßen OK. Das Dimmen funktionier auch mit dem Schrottigen uralten Fußdimmer, jedoch pfeift das Teil wie Sau wenn gedimmt ist (je weniger gedimmt, desto hochfrequenter ist der Ton) und wenn man nur ganz wenig dimmt flackern die LED`s. Also auch keine optimale Lösung. Nun ja, Versuch macht klug, ich werd wohl weiter basteln...

Edit: habe ich falsch gerechnet: der KK hat 1,3K/W, das heißt doch, dass seine Temperatur auf 1,3K/W mal 25W = 32,5K über Raumtemperatur steigen dürfte? habe hier nämlich mit 58°C am KK einen Temperaturunterschied von 35K - ist das Toleranz und nicht perfekte Konfektion oder hab ich falsch gerechnet???

Ist das noch OK?
Testaufbau mit Temperatursensor
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P1190956.JPG
Deckenfluter vorher
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Deckefluter nachher
Deckefluter nachher
Lichtkegel
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Deckenfluter unterseite
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Leuchthalsbänder Vergleich
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Barney mit Eigenbau - Leuchthalsband
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Borax
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Fr, 18.11.11, 11:26

Edit: habe ich falsch gerechnet: der KK hat 1,3K/W, das heißt doch, dass seine Temperatur auf 1,3K/W mal 25W = 32,5K über Raumtemperatur steigen dürfte? habe hier nämlich mit 58°C am KK einen Temperaturunterschied von 35K - ist das Toleranz und nicht perfekte Konfektion oder hab ich falsch gerechnet???
Nein, Du hast schon richtig gerechnet. Die 1,3K/W gelten aber unter 'idealen Bedingungen':
Senkrechte Montage und nach oben und unten 1m freie Luft. Bei horizontaler Montage rechnet man mit etwa 1.3 fachem Wärmewiderstand (wären hier also 1.7K/W entsprechend 42K Temperaturunterschied). So gesehen sind die 35K Temperaturunterschied noch sehr gut. BTW: Woher hast Du die 25W? Hast Du die selbst gemessen (Strom und Spannung) oder nur an Hand der LED und KSQ Daten geschätzt?
doone
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Fr, 18.11.11, 11:58

Ich habe die Leistung der KSQ genommen, da die voll ausgelastet ist, müsste das gut hin kommen.

Habe gestern noch mal direkt an der LED die Temperatur gemessen, die kam nicht über 78°C, denke also die Konstruktion ist so ganz in Ordnung.

Nun muss ich mich noch mit dem Dimmer beschäftigen. Hat jemand Erfahrung mit diesen Steckdosendimmern die per Fernbedieung gedimmt werden? wäre wohl am praktischsten solange das Ding nicht auch brummt...

Was mich noch beschäftigt: Wie sieht es mit der Reinigung aus? die LED`s werden ja mit der Zeit verstauben, Glasplatte drüber wäre wohl am einfachsten, würde aber die Wärmeabfuhr behindern...

Kann man die LED`s irgendwie schonend reinigen (Problem Galeriewohnung, also auch Fettpartikel vom Kochen in der Luft) oder hat hier evtl. schon jemand eine praktikable Lösung gefunden?
doone
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Mi, 19.09.12, 17:41

Soo... meine LED´s haben leider das zeitliche gesegnet. Genauer gesagt sind 3 gestorben und den Rest habe ich versehentlich mit meinem Labornetzteil gegrillt, als ich testen wollte ob die LED`s oder die KSQ hinüber sind. Nun ja, lange hat das Ganze nicht gerade gehalten, aber neue LED`s müssen her. Da ich nicht mehr up to date bin, wäre ich für Tipps dankbar. Und diesmal sollte ich eventuell doch eine Glasplatte zum Staubschutz über die LED´s hängen...

Wie sieht es da eigentlich mit Garantie/Gewährleistung aus? Kann man da was machen?

Gruß,
Doone
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Do, 20.09.12, 08:17

Hier wäre ja jetzt mal interessant gewesen, warum die gestorben sind, der Wärmewiderstand der LED-Platine, ob sie als Kurzschluss gestoben sind, bzw. noch immer ihre 3V haben, aber nur kein Licht mehr abgeben, etc.

Schade, dass jetzt alles hin ist (oder sind die zuerst defekten LEDs vom Labornetzteil verschon geblieben?)

Eigentlich hat das ganze mindestens 10 Jahre zu kurz gelebt... Und eigentlich sollte es auch nur einen langsamen Helligkeitsrückgang geben und keinen Schlagartigen Ausfall (was dafür spräche, dass es wohl eher an der KSQ gelegen hat, sofern Du mehr als eine verbaut hattest)

Für Deckenfluter wäre seit 2011 und auch heute noch die Cree CXA2011 erste Wahl, wenn es nicht High-CRI sein muss. Der CRI von 80 ist zumindest dem von Leuchtstofflampen ca. ebenbürtig, aber natürlich nicht so gut wie der einer Halogenlampe.
doone
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Di, 25.09.12, 14:19

Also ich hab mir das Ganze jetzt nochmal angeschaut. 3 LED`s funktionieren noch normal, die anderen flackern teils kurz wenn man Spannung anlegt oder bleiben ganz dunkel. Habe glücklicherweise doch nicht alles mit meinem LNT zerschossen. Ich werde wohl in den sauren Apfel beißen und nochmal 3 LED`s nachkaufen, dann kann ich weiter testen.

Thermisch bin ich dann ein bisschen besser dran, da nur noch 6 statt 7 LED`s auf dem KK sitzen.

Das Netzteil pendelt ohne Last zwischen 20 und 26 Volt spannung hin und her, denke das müsste noch funktionieren...

Werde dann auf jeden Fall eine Glasplatte darüber montieren um vor verstauben zu schützen.

Also:
3 LED`s funktionieren noch
3 LED`s haben noch die normale Durchlassspannung von ca. 3 V, bleiben aber dunkel bzw. flackern kurz auf wenn man Spannung anlegt
1 LED hat einen satten Kurzschluss

Tipps / Ideen eurerseits?
Borax
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Fr, 28.09.12, 23:55

Die 3535 sollte man wohl doch nur bei maximal 700mA betreiben. Das Problem hatte wohl schon mal jemand... Siehe Kommentar von Tobias vom 30.06.2012: http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Sams ... x10mm.html (ganz unten). Im Datenblatt sind auch bei allen Messwerten 350mA angegeben. Das dürfte dann wohl auch der als typisch anzusehende Strom sein.
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Do, 04.10.12, 12:07

Die Derating-Kurve ist natürlich zu beachten. 6,1°C/W hat ja die LED bereits selbst, d.h. bei 1,5A*3,3V=4,95W wäre der LED-Chip bereits 4,95*6,1°C=30,195°C wärmer als das LED-Gehäuse.

Jetzt kommt ohne Platine noch der Wärmeleitkleber dazu (vermutlich etwas besser=weniger als weitere 6°C/W, also 30°C pro 5 Watt) oder mit Platine dann die Platine (eher schlechter,d.h. für die Platine eher mehr als 6°C/W) *UND* zusätzlich noch der Wärmeleitkleber. Bei 1500 mA kann es also sehr schnell passieren, dass der LED-Chip 60 bis 90°C über der Kühlkörpertemperatur hat...

Bei 50°C am Kühlkörper können das dann also schonmal 50°C+90°C=140°C sein. 150°C darf der Chip zwar maximal, aber ganz sicher nicht bei vollem Strom. (Bis zu welchem Strom kann ich aber nur indirekt aus der Derating-Kurver erahnen)

Das, was die fertigen LEDs Stichprobenartig über 1000 Stunden überleben müssen sind aber nur 85°C am Chip bei 600 mA ... also entweder für deutlich weniger Temperatur sorgen, wenn höhere Ströme genutzt werden (unrealistisch aufwändige Kühlung notwendig) oder eben weniger Strom draufgeben...

Und diese LED gilt nach dem Test erst dann als defekt/durchgefallen, wenn sie nach dieser Prozedur weniger als die 0,7fache Helligkeit bei 350 mA erreicht, wie die, die sie bei 350 mA vor dem Test erreichte. IMHO sehr großzügig bemessen, Faktor 0,9 wäre IMHO angebrachter.
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Samsung 3535 LED, weiß, 512lm
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Fr, 05.10.12, 08:10

Hier kann man den Wärmewiderstand von Alu-Leiterplatten berechnen:

Tool zur Berechnung der Wärmeabfuhr und der Temperaturdifferenz von Aluminiumleiterplatten

Mit den Vorgabewerden ergäben sich für die 2,3mm*3,3mm=7,6 mm^2 Kontaktfläche (nicht Grundfläche) der LED 50°C/W und für 5 Watt Rth=251°C.

Allerdings müsste man noch die echten Daten der Platine haben, aber die Vorgabewertze dürften wohl durchaus üblich sein...


Den mit Abstand größten Einfluss hat die Dicke der Isolations/Klebeschicht. Der Hersteller LeitOn geht da "nur" bis zu 70 µm herunter (für die bei LEDs üblichen Spannungen sicherlich kein Problem), das halbiert den Wärmewiderstand im Vergleich zu den Vorgabewerten im Rth-Rechner auf 25,5°C/W. Das ist aber im Vergleich zu den 6 °C/W der LED immer noch sau-schlecht.
Und der Übergang Aluplatine -> Kühlkörper kommt natürlich nach wie vor immer noch hinzu!

IMHO Einmal mehr ein mehr als triftiger Grund, endlich LEDs auf Keramikplatine anzubieten! Insbesondere bei den winzigen Grundflächen von nur 7,6 mm^2 für eine 5-Watt-LED ganz offensichtlich unumgänglich, wie auch die defekte Leuchte beweist.

Wünschenswert wären also 10..30µm Stärke der Isolations-Klebeschicht zwischen Kupfer und Platine.

Hinweis: die Stärke der Kupderschicht, sowie die Stärke des Alus haben nahezu keinen Einfluss auf die Wärmeleitfähigkeit. Die Stäke des Alus aber ein wenig auf die Wäreverteilung und damit die Wärmeübertragung auf den Kühlkörper.

@Lumitronix:
Welche Daten (insbesondere Stärke der Klebeschicht) hat die von euch verkaufte Platine?
Und gilt das dann für alle eure LEDs auf Platine, oder gibt's da viele verschiedene Platinen?
doone
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So, 14.10.12, 09:46

Vielen Dank für die Ausführlichen Erklärungen und Infos! Leider war ich die letzte Zeit recht im Stress und habe erst heute wieder hier herein gesehen.

Nun ja, das Ganze ist nicht sehr erfreulich, ich bestelle jetzt nochmal 3 LED`s und werde diese montieren. Dann sollte das Ganze ca. um 1/7 kühler bleiben.

Ich werde nochmal Temperaturmessungen vornehmen und über das Ergebnis berichten. Eventuell kann ich ja den Strom begrenzen in dem ich den Dimmer auf 2/3 Begrenze, allerdings brummt der dann recht laut, da müsste ich dann die Geräuschquelle noch finden und ausmerzen... Evtl. Spulen in Kunstharz eingießen?

Eigentlich hatte ich ja alles einigermaßen gründlich durchgerechnet und auch sehr guten Wärmeleitkleber von Arctic Cooling verwendet und eine Messung direkt an der LED vorgenommen.

Hilft alles nix, eine neue KSQ will ich eigentlich nicht kaufen, da die doch recht teuer war.

Die Angabe auf der Lumitronix Shopseite Betriebstemperatur -40 - 100°C ist auch nicht gerade hilfreich...

Gruß,
Doone
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So, 14.10.12, 10:07

Eigentlich hatte ich ja alles einigermaßen gründlich durchgerechnet und auch sehr guten Wärmeleitkleber von Arctic Cooling verwendet und eine Messung direkt an der LED vorgenommen.
Mit eine Messgerät oder mit einem richtigen Thermometer?

Deine Probleme sind:
Einbaulage des KK = 60% Wirkungsgrad oder schlechter.
Das eine Ende (dort wo die Lüsterklemme liegt) ist quasi dicht. In den Rippen steht die Luft. Wie soll Luft unter den KK drunter strömen und bis zu den Kühlrippen gelangen? Bedingt durch die Konstruktion der Leuchte (eine Schüssel) reißt die aufsteigende Warmluft nachströmende Kaltluft mit nach Oben.

Meine Meinung: Ohne Lüfter wird das nix.
doone
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So, 14.10.12, 10:12

Mit einem Marken - Multimeter und dem dazugehörigen Temperatursensor, sollte also recht genau sein. Ich hatte den Temperatursensor direkt an die LED gelegt.

Du hast aber schon gesehen, dass die Schüssel unten offen ist, eigentlich sollte die Luft da schon recht gut durchziehen können, unten gerade hoch und dann seitlich raus.

Ich überlege ob ich einen kleinen Lüfter bei Minimaldrehzahl mitlaufen lasse, dazu müsste ich halt die Spannung von 3 LED`s in Reihe abgreifen und mit einem Poti so weit runter regeln, dass der Lüfter gerade so anläuft und noch nicht hörbar ist - sollte doch so machbar sein, oder?
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