Glühlampe für Dimmbare Stehlampe

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Moderator: T.Hoffmann

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So, 31.01.10, 11:10

Hallo. Ich habe eine Stehlampe mit 3 100 Watt Glühlampen. Nun ist eine davon kaput gegangenund ich denke darüber nach, alle drei gegen LED´s auszutauschen. Nun hat die Stehlampe nur eine Dimmbare Schaltung. Können LED Glühlampen mit Schraubsockel gedimmt werden? Vielen Dank

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Diese Frage von michaauskut bezieht sich auf Toshiba E-Core LED Birne E27 5.5W und wurde durch den FAQ-Bot automatisch eingestellt.
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Sailor
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So, 31.01.10, 11:48

Darüber sagt leider auch das Datenblatt nichts aus, daher dürfte sie nicht dimmbar sein.

Allerdings ist diese Birne weit von einer 100 Watt Glühbirne weg (etwa 20 Watt Halogen).
michaauskut
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So, 31.01.10, 13:21

Vielen Dank für die Info. Grundsätzlich: Sind LED Glühlampen als Ersatz zur normalen Glühlampe dimmbar ??? :?: :?:
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Beatbuzzer
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So, 31.01.10, 16:12

Eher nein. Die ersten LED-Leuchtmittel waren durchgängig nicht dimmbar, da bei ihnen nur eine einfache Konstantstromquelle verbaut war, welche sich von Dimmung nicht beeindrucken ließ. Wird trotzdem gedimmt, besteht sogar Gefahr für die Lampe.

Mittlerweile gibt es ein paar ICs, welche Dimmung erlauben. Und wenn so ein Spot einen solchen eingebaut hat, dann wird es schon groß dranstehen. Allein schon zu Werbezwecken, denn es ist im Moment doch noch eher selten.

Eine LED an sich lässt sich aber sehr gut dimmen. Viel besser, als Glühlampen, und auch noch mit einem besseren Licht-Ergebnis.
Der Wirkungsgrad von LEDs steigt nämlich, wenn man sie dimmt. Der Wirkungsgrad von Glühlampen fällt dagegen stark ab.
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So, 31.01.10, 21:30

Ja, ich wundere mich auch, dass es so dermaßen lange dauert, bis die ICs in Endkunden-Produkte verbaut werden. Die sind nicht teuer und seit Mindestens 2 Jahren am Markt, seit einem Jahr gibt's sogar eine regelrechte Flut an "triac dimmable LED driver ICs", allerdings erlauben die (fast) alle keine Potentialtrennung. Das macht aber nichts, wenn das Leuchtmittel entsprechend aufgebau ist, z.B. der Kühlkörper aus Kermaik statt Alu.

Rein theoretisch müsste so ein dimmbare High-Power-LED-Leuchtmittel sogar deutlich günstiger sein als eins mit konventionellem Schaltnetzteil, wenn da wie gesagt nicht das Problem der Isolation aufgrund fehlender Potentialtrennung wäre, wodurch die Kosten zumindest solange höher sind, wie Keramikkühlkörper sich preislich noch über dem Niveau von Alu-Kühlkörpern bewegen.
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Na ja, vielleicht sollte man jetzt noch abwarten, bevor man fertige LED-Lampen kauft. Eine sehr gute Alternative sind Halogenlampen, die bei gleicher Lichtausbeute nur 70 W ziehen - sind auf die gesamte Lampe bei voller Bestromung schon mal 90 W, um die der Verbrauch gesenkt wird. Die Lampen sind im normalen Baumarkt erhältlich und wenn man sie beim Einschalten jeweils in der unteren Dimmstellung anfährt, halten sie auch.
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Die Toshiba-Lampen sind nicht dimmbar. Das gibt Toshiba selber so an. Daher sollte auf einen Betrieb an einer Schaltung mit Dimmer verzichtet werden, selbst wenn nicht gedimmt wird, können die Spots Schäden davontragen.
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Ja, der Dimmer nimmt vorne immer ein kleines bisschen was weg, selbst, wenn er auf voll ist. Das kann man, wenn man ne Halogenlampe dran hat und das Ohr an diese hält, auch hören.
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Synthy82 hat geschrieben:Ja, der Dimmer nimmt vorne immer ein kleines bisschen was weg,...
Das liegt an dem Diac vor dem Traic. Dieses hat eine Zündspannung von 33V. Also fehlt selbst bei Stellung 100% soviel von der Phase, bis der Spannungspegel den Kondensator auf 33V geladen hat.
Ziemlich schwachsinnig wie ich finde. Habe selbst schon Dimmerschaltungen mit zwei 12V Z-Dioden aufgebaut, weil grad kein Diac da war. Und weil das so problemlos funktioniert, wirds jetzt nur noch so gelöst.
Ob es auch mit noch geringeren Spannungen funktioniert, ist ein Versuch wert. Das Triac braucht jedenfalls lange keine 12V zum zünden. Aus einer Unterspannungsanzeige, die ich mal gebaut hatte, weiß ich jetzt nur, dass sie auch bei <4,5V noch zünden. Ein Blick ins Datenblatt könnte weiterhelfen.
Jedenfalls sind diese 33V totale Verschwendung und der danach folgende harte Einstieg in die Phase ist wie schon erwähnt für die Spots nicht angenehm.
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Ah! Das heißt also, eigentlich müsste man jetzt bei all seinen Dimmern löten? Meine Beobachtungen beziehen sich auf Einbaudimmer, die an die Stelle eines Lichtschalters kommen, also quasi nur "durchgeschleift" sind.
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Ob sich das jetzt lohnt, ist eine andere Sache. Es fehlen ja nicht 33V in der Höhe, sondern nur die Amplitude bis 33V am Anfang.
Mal ein Bild dazu: (nicht maßstabsgerecht)
sinus.gif
sinus.gif (1.82 KiB) 6817 mal betrachtet
Nur die kleinen roten Dreiecke fallen weg. Die 230V bleiben ja trotzdem noch erhalten. Mal abgesehen von dem 1V Abfall über dem Triac. Die umgesetze Leistung ist in etwa vergleichbar mit der Fläche innerhalb der Sinuskurve. Und das kleine Dreieck tut ja keinen so großen Abbruch. In der Helligkeit von Glühlampen merkt man den Unterschied bestimmt nicht mal. Nur das harte Einschalten ist doof, aber wenn man dimmt, hat man es ja prinzipbedingt eh.

Und mit einem einfachen Umlöten des Diacs ist es denke ich mal noch nicht getan, denn dann lädt sich der Kondensator ja wesentlich schneller auf Schwellenspannung von z.B. 12V, als vorher auf 33V. Somit wird viel schneller durchgezündet, und man erreicht evtl. gar keine niedrigen Dimmstufen nahe null % mehr, da der Widerstandswert des Potis zu klein ist. Dort müsste man also auch noch Hand bzw. Lötkolben anlegen, oder aber den Kondensator vergrößern.
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Kein Triac braucht 12 oder 33V zum zünden. Der Triac braucht einen STROM von ca. 5 bis 50 mA (je nach Typ) zum zünden und danach einen Haltestrom (der fließt durch den Verbraucher also die Lampe und ist locker ausreichend, ES SEI DENN es handelt sich um eine induktive, Last im schlimmsten Fall einen unbelasteten Trafo, das kann Brände geben, wenn der dimmer nicht dafür ausgelegt ist).

Damit der Zündstrom zustande kommt sind ca. 1,2 bis 1,6 Volt notwendig (egal um positive oder negative Spannung von Anode A1 aus zum Gate gemessen).

Da Dimmer aber billig sein sollen, lädt man über das Poti und einen zusätzlichen Schutzwiderstand (für 100%-Stellung) einen Kondensator auf, dessen Energie schlagartig ins Gate fließt, sobald der Diac (Triggerdiode) durchbricht. Im gegensatz zu zwei Zenerdioden steigt der Strom weniger Linear an, sondern ab einer bestimmten Spannung sehr steil und die Diode bleibt dann leitend bis die Spannung am Kondensator wieder unter ihre Haltespannung sinkt.

Man könnte auch eine Glimmlampe nehmen, die zündet aber erst bei ca. 60V. Zwei Zenerdioden mögen meistens auch gehen, aber kein Hersteller wird riesige Rückrufaktionen riskieren, wenn's denn doch nicht bei jedem Exemplar und mit jeder vorgesehen Last richtig funktioniert, sondern einfach eine Triggerdiode nehmen.

Bessere Dimmer haben spezielle Controller-ICs, die erkennen z.T. auch die Art der Last.

Hier ist ein Phasenabschnitt-Dimmer (ohne Lastarterkennung, konventionelle Trafos gehen NICHT, aber dafür elektronische!)
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