12V LED Leiste im KFZ

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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blakic
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So, 10.01.10, 15:59

Hallo,

wollte diese Leiste in mein Fahrzeug einbauen

Daten: 12 Volt, 300 mA - geändert Sailor

Nun wollte ich wissen, welchen Widerstand ich brauche (kann es sein, dass es gerechnete 8 Ohm sind?). Ich gehe auf Nummer sicher und gehe von 14.4V aus (wobei die Leiste eher selten bei laufenden Motor an ist; gleich meine zweite Frage: wenn ich einen Widerstand dran mache, und der Motor nicht an ist, ist die Leiste merklich dunkler?).

Gruss
blakic
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Sailor
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So, 10.01.10, 17:12

Die Helligkeit geht nicht ganz so tragisch zurück, wie Du annimmst.

Ohne weitere Verbraucher geht die Spannung nur langsam auf unter 13 Volt zurück. Aber auch mit weiteren nicht zu starken Verbrauchern wird sie lange über 12,75 Volt bis 13 Volt bleiben.

Umgehen kannst Du das Zurückgehen der Helligkeit, indem Du einen Widerstand für 13 Volt (etwa 1 Volt zu vernichten) und einen weiteren Widerstand für die verbleibenden 1,4 Volt in Reihe einbaust und der Widerstand für die verbleibenden 1,4 Volt durch ein Relais bei "Zündung aus" gebrückt wird.

Damit herzlich Willkommen im Forum!
blakic
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So, 10.01.10, 17:23

Danke für die Antwort und die Willkommenswünsche :) (muss echt sagen, dass ich selten ein Forum gesehen habe, dass so eine Geduld mit Newbies hat wie hier...habe schon meine Erfahrungen hier gemacht, einfach TOP!)

BTT:

Das mit dem Relais wäre mir zu kompliziert...soll ich dann einfach einen 8.2 Ohm Widerstand dazwischenschalten? Kann man ausrechnen, um wieviel % die Helligkeit bei versch. Spannungen abfällt? Gibt es ne Formel dazu?

Gruss
blakic
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Sailor
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So, 10.01.10, 17:42

Ausrechnen kann man das sicher, wenn man die genauen Daten der LED´s kennt.

Da die Strom-/Spannungskurve der LED´s jedoch nicht linear ist, im Arbeitsbereich eher stark gekrümmt, ist diese Rechnung nicht einfach. Zusätzlich geht noch eine zweite Kurve mit in die Rechnung, die bei geringerer Wärmbelastung (=geringerem Strom) eine höhere Effizienz ausweist, also mehr Licht pro eingesetzter Energieeinheit.

Mein Vorschlag: Besorge Dir Widerstände von 5,6 bis 10 Ohm, schalte diese vom größeren zum kleineren in Reihe zu einer Leiste und miss die Spannung über dem Widerstand. Danach kannst Du den Strom ausrechnen (I=U/R, U ist die über dem Widerstand gemessene Spannung). Den Widerstand, der am dichtesten an den 300 mA ist, solltest Du dann einbauen.

Es könnte nämlich auch sein, dass der Konstrukteur der Leiste die bereits vorhandenen Widerstände mit einem Sicherheitsaufschlag berechnet hat.

Natürlich kannst Du auch gleich einen 8,2 Ohm Widerstand einbauen.
blakic
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So, 10.01.10, 18:14

Ok, mach ich so.. hab ich das richtig ausgerechnet, dass ich bei dem Widerstand darauf achten muss, dass der eine Belastbarkeit von 1 W "aushält"? (Hab bei 8.2 Ohm Verlustleistung von ca. 700 mW-> nächst höhere 1W...)
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Sailor
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So, 10.01.10, 18:24

Wenn er nicht sicher von Plastik oder Plüsch weg liegt sollte er größer sein, etwa 2 Watt.

Dann ist die punktuelle Wärmeentwicklung nicht so hoch.
blakic
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So, 10.01.10, 18:36

Weder Platik, noch Plüsch ist in der Nähe... wird in einem Schrumpfschlauch sein und an der Karosserie geklebt... sind da 2 Watt nötig? (1W Widerstände könnte ich leichter besorgen :D ) Ist es dann allg. besser, je höher die Belastbarkeit?
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Sailor
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So, 10.01.10, 19:29

Die höhere Belastbarkeit bringt weniger Wärme auf einer kleinen Oberfläche und vermindert Brand- oder Deformationsgefahren. Bei Blech natürlich kein Thema!

Höhere Belastbarkeit kannst Du auch erreichen, indem Du 2 Widerstände mit etwa gleichem Ohm-Wert in der Summe der beiden in Reihe schaltest oder zwei mit doppeltem Ohm-Wert parallel.
blakic
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So, 10.01.10, 22:18

Sailor hat geschrieben:
[...]
Höhere Belastbarkeit kannst Du auch erreichen, indem Du 2 Widerstände mit etwa gleichem Ohm-Wert in der Summe der beiden in Reihe schaltest oder zwei mit doppeltem Ohm-Wert parallel.
Tut mir Leid, das habe ich nun gar nicht verstanden... könntest du es mit einem konkreten Beispiele erklären? :oops: :oops:
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Sailor
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So, 10.01.10, 22:34

Zwei 4 Ohm Widerstände mit jeweils 1 Watt Belastbarkeit in Reihe sind wie ein 8 Ohm 2 Watt Widerstand,

zwei 16 Ohm Ohm Widerstände mit jeweils 1 Watt Belastbarkeit parallel sind wie ein 8 Ohm 2 Watt Widerstand.

Bei der Reihenschaltung liegt über jedem Widerstand die halbe Spannung an, bei der Parallelschaltung fließt durch jeden Widerstand der halbe Strom.
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So, 10.01.10, 22:40

Parralelschalltung:
Die Leistung teilt sich bei 2 gleichohmigen Widerständen gleich auf.
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Bei der Reihenschaltungen addieren sich alle Widerstandswerte: Rges= R1+R2+R...
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Sailor war schneller xD
@ Sailor: Die 2 Widerstände ergeben nur einen 2W Widerstand, wenn man genügend Abstand hält.
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Mo, 11.01.10, 09:30

Kunibert93 hat geschrieben: ...
@ Sailor: Die 2 Widerstände ergeben nur einen 2W Widerstand, wenn man genügend Abstand hält.
Wie meinst du das?
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Mo, 11.01.10, 09:36

Sie sollten nicht gerade nebeneinander in einen Schrumpfschlauch gepackt werden. Dann wird die wirksame Oberfläche ja wieder kleiner. Etwas Abstand sollte daher sein.

Bei der Reihenschaltung ist sie schon gegeben, wenn die Widerstände nicht gerade zusammengeknickt werden und so doch eng zusammenliegen.
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