So, 20.03.11, 12:58
Hallo,
da gibt es mehrere Möglichkeiten. Allen gemeinsam ist, das du um etwas Schaltungsentwurf und Löten nicht drum herum kommst. Wie du es dann letztendlich löst, ist Geschmackssache. Entweder mit einem Controller, dem du die Logik reinprogrammierst, oder auf die gute alte Art mit 2 Countern und ein bischen Logik drumherum. Als Counter gehen z.B. 7490 oder 74192 in guter alter TTL Ausführung, ihre kompartiblen LS Äquivalente 74LS192 - einer je Digit und dann noch 2x 7-Segmentdecoder 7447. In CMOS gibt es auch einige Chips, die dafür in Frage kämen.
Vor 20 Jahren habe ich nach dem Prinzip ne komplette Quarzuhr gebaut.
Wen du die Schaltung hast, mußt du noch entscheiden, ob du eine Leiterplatte dafür entwirfst und ätzt (oder anfertigen läßt) oder, da es ja wohl bei einem Exemplar bleibt, das Ganze auf Lochrasterplatine aufbaust. Als Anfänger in dieser Materie würde ich dir Letzteres empfehlen, denn mit Lochraster kannst du doch mal noch schnell was ändern, wenn sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat.
Und immer dran denken: Logik IC's mögen stabilisierte Spannungen (mit heutigen Steckerschaltnetzteilen bereits gegeben) und gute Siebung (an jedem IC ca. 100nF Keramik-C und auf die Zuleitung nochmal einen Elko mit ca. 1000µF) außerdem sind Taster zu entprellen, da die Schaltung sonst nicht nur um 1 hochzählt. Die Buzzerleitung ist gut zu entstören, denn sonst kann es passieren, das er zählt, ohne das jemand gedrückt hat.
Es ist aber gut beherrschbar. Man sollte nur etwas Zeit mitbringen und sich in die Materie einlesen und einarbeiten. Heute ist das vergleichsweise easy. Jeder Chip kostet nur ein paar Cent und die stabilisierte Spannung kommt bereits aus dem Netzteil.
Damals war jedes defekte IC ein Verlust, den man auch finanziell spürte. Und um die Auslegung der Spannungsversorgung mußte man sich ebenfalls noch Gedanken machen.
Gruß Gerald