[Batterien | Allgemeinwissen] Lithium, NiCd, NiMh, Blei-Gel…

Haben Sie produktspezifische Fragen ?

Moderator: T.Hoffmann

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markus87
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So, 22.07.07, 23:20

Das Allgemeinwissen findet Ihr weiter unten. :D

Hallo zusammen!

Mich würde mal interessieren ob Lithium-Batterien wiederaufladbar sind.

Pollin / Lithium-Batterie:
http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=d ... 3OTc5&ts=0

Danke!

Gruß
Markus
Zuletzt geändert von markus87 am Do, 26.07.07, 16:21, insgesamt 4-mal geändert.
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Neo
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So, 22.07.07, 23:28

nein !
aber das geht auch billiger
http://www.pollin.de/shop/detail.php?pg ... 3OTc5&ts=0


oder du kaufst li ion Zellen die sind aufladbar
aber bei Pollin leider wieder ausverkauft
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markus87
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Mo, 23.07.07, 00:02

Gibt es auch andere Batterien die bei geringer Ladung eine konstante Spannung haben?

Neo hat geschrieben:nein !
aber das geht auch billiger
http://www.pollin.de/shop/detail.php?pg ... 3OTc5&ts=0
Was mich jetzt aber wundert / irritiert ist…
whocares hat geschrieben:…und Lithium-Akkus müssen bei der Ladung thermisch überwacht werden etc.
…hab ich zufällig wieder gefunden.
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Neo
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Mo, 23.07.07, 00:33

wo für sollen die den sein ?
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markus87
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Mo, 23.07.07, 00:36

Neo hat geschrieben:wo für sollen die den sein ?
…für eine LED-Fahrradlampe mit zwei P4.
luckylu1
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Mo, 23.07.07, 01:10

alkaline zellen sind bei teilentladung wieder aufladbar, bis zu 20 x , dabei gilt, je weiter sie entladen sind,
um so schlechter, der ladevorgang sollte mit einem thermosensor abgeschaltet werden, wenn die zellentemperatur 40^C erreicht. am besten lädt man mit hilfe einer konstantstromquelle, der ladestrom kann bei ladyzellen auf 200mA
bis 500mA eingestellt werden, bei grösseren zellen entsprechend höher. für einige anwendungen, wie uhrenbatterien und taschenlampen, sind die somit besser geeignet als andere akkus, da sie eine sehr geringe selbstentladung haben. li-ion akkus haben nur etwa 100 lade-entlade -zyklen und sind sehr teuer. habe das bisher erst ein paar mal selbst gemacht, es wäre interessant, welche erfahrungen ev. andere user haben.
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jm2_de
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Mo, 23.07.07, 01:25

luckylu1 hat geschrieben:alkaline zellen sind bei teilentladung wieder aufladbar, bis zu 20 x , dabei gilt, je weiter sie entladen sind,
um so schlechter, der ladevorgang sollte mit einem thermosensor abgeschaltet werden, wenn die zellentemperatur 40^C erreicht. am besten lädt man mit hilfe einer konstantstromquelle, der ladestrom kann bei ladyzellen auf 200mA
bis 500mA eingestellt werden, bei grösseren zellen entsprechend höher. für einige anwendungen, wie uhrenbatterien und taschenlampen, sind die somit besser geeignet als andere akkus, da sie eine sehr geringe selbstentladung haben. li-ion akkus haben nur etwa 100 lade-entlade -zyklen und sind sehr teuer. habe das bisher erst ein paar mal selbst gemacht, es wäre interessant, welche erfahrungen ev. andere user haben.
Alkaline Batterien aufzuladen kam ca 1998/99 in Mode, glaube aber das macht heute keiner mehr.
Die Hauptbegründung dahinter war aber nicht etwa das Batterien aufladen billiger wäre als Akkus zu kaufen,
sondern das Akkus durch die geringere Spannung für nur wenige Anwendungen geeignet wären.

Dazu muss man jetzt aber den Laien erklären das das nicht stimmt, denn Akkus haben eine flachere Entladekurve,
ein Akku kann also bei FAST jedem Gerät benutzt werden.
Eine grosse Firma hat damals Batterieladegeräte angeschaft, ein Gerät das nicht mit Akkus lauffähig sein soll,
nämlich ein Bleistiftanspitzer habe ich sogar hier stehen.
In dem Anspitzer sind 500mAh NiCD Zellen von ca 1992 (!!!) mit denen der Spitzer Problemlos läuft,
selbst wenn sie Monate lang nicht geladen wurden.
Meistens wurden solche Vorschläge von Mitarbeitern eingereicht die das wussten,
für solche Verbesserungsvorschläge gibt es nämlich Geld.


Weiss jemand was aus diesen "Vollspannungsakkus" wurde :?:
(nimh Akkus mit 1,5V Nennspannung)
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Neo
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Mo, 23.07.07, 15:19

Weiss jemand was aus diesen "Vollspannungsakkus" wurde Question
(nimh Akkus mit 1,5V Nennspannung)
ja die heißen jetzt RAM zellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Batterie

aber meine Meinung nach ist das unnötig (ums mal nett zu formulieren )


…für eine LED-Fahrradlampe mit zwei P4.

also ich würde die in reihe schalten und mit 7 Nixx Zellen betreiben

oder glich Liion oder lipo
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jm2_de
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Mo, 23.07.07, 16:23

Neo hat geschrieben: ja die heißen jetzt RAM zellen

also ich würde die in reihe schalten und mit 7 Nixx Zellen betreiben
oder glich Liion oder lipo
Die RAM Zellen sind ja mist, das braucht doch kein Mensch.

8 Zellen NimH sind optimal, da kommt man auch ca 8/16 (1LED/2LED) Betriebszeit.
10 Sind natürlich besser, aber schlecht zu vertauen.
Bei 8 kann man je 4 in zwei PVC Röhren stecken und nenebeinander montieren,
oder jeweils 2 und in 4 kurze Rohre, das erste geht gut beim Flaschenhalter
die zweite Version ist gut für das Sattelrohr geeignet (zu breit für den Falschenhalter).
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markus87
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Mi, 25.07.07, 01:04

jm2_de hat geschrieben:
Neo hat geschrieben: ja die heißen jetzt RAM zellen

also ich würde die in reihe schalten und mit 7 Nixx Zellen betreiben
oder glich Liion oder lipo
Die RAM Zellen sind ja mist, das braucht doch kein Mensch.

8 Zellen NimH sind optimal, da kommt man auch ca 8/16 (1LED/2LED) Betriebszeit.
10 Sind natürlich besser, aber schlecht zu vertauen.
Bei 8 kann man je 4 in zwei PVC Röhren stecken und nenebeinander montieren,
oder jeweils 2 und in 4 kurze Rohre, das erste geht gut beim Flaschenhalter
die zweite Version ist gut für das Sattelrohr geeignet (zu breit für den Falschenhalter).
Das hatte ich auch zuerst vor, einfach 8 NiMH-Batterien zu nehmen. Besonders schon aus dem Grund, falls ein Viererbündel Probleme aufweist - sprich: eine Zelle in der Reihenschaltung defekt ist. Aber dann habe ich von den Lithium-Batterien erfahren und dachte mir, dass diese besser wegen dem 1:2 Entlade-Verhältnis sein könnten. Naja, egal!

Jedenfalls stimmen die 8 bis 16 Stunden Laufzeit nicht mehr, wenn man acht NimH (D) mit 9A nimmt. :lol: :lol: :lol:
luckylu1
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Mi, 25.07.07, 01:25

nur mal so, nen wecker mit einer zelle ist oft nur bis 1,2V betriebsfähig, hab das selbst ausprobiert, mit ner vollen akkuzelle läuft das ding etwa 1/4 jahr, mit ner toten alkaline noch etwa 1 jahr.

dazu kommt, das alkaline zellen eine wesentlich höhere kapazität haben als akkus, bei ner taschenlampe sterben die akkus dann wegen dauernder selbstentladung, ausser in den ersten 4 wochen, werden die ja kaum benutzt. bei fernbedienungen ist das oft ähnlich. und wenn jemand nicht ständig nachts mit dem fahrad mehrere stunden unterwegs ist, werden die akkus auch meist über selbstentladung leer.

weiterhin, ist die entwicklung von extra dafür ausgelegten primärzellen in dikussion, da die leistungskapazität höher ist als bei akkus, bei gleichem gewicht.

bei hochstromanwendungen, sind akkus meist überlegen, das sind aber die wenigsten betriebsfälle.
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Mi, 25.07.07, 07:21

markus87 hat geschrieben:[...]
Jedenfalls stimmen die 8 bis 16 Stunden Laufzeit nicht mehr, wenn man acht NimH (D) mit 9A nimmt. :lol: :lol: :lol:
Na ja, die wollen aber auch erst mal gekauft sein!
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Mi, 25.07.07, 12:54

jo die heutigen AKkus ham nen mega schub gemacht im verglecih zu noch einem jahr oder 2^^

jezt gibts bereits für wenig geld akkus mit 2, 6 oder3 Ah und die reichen eig fast ewig ... je nach belastung, auch das mit der selbstentladung ist größtenteils aus der welt geschafft hab cih gelesen das war früher ein großes problem aber das hat sich ebenfals geändert.

zu den Spannungsabfallkurven kann cih nru sagen dass normale Batterien einen recht konstante abnahme ham im verglecih zu Akkus die ham nämlich zimlich schnell n leichten abfall und dann aber erst kurz vor akku-leer den totalenzusammenbruch, ums mal hart zu sagen^^

aber diese neuen Li-Ionen Akkus seinen recht leistungsstark auch konkurenzfähig zu herkömlichen batterien. nur hab cih mal wo gelesen dass wnen man die auflädt, sie sich erst ganz entladen und dann von null an aufladen, sei besser für die lebenszeit. ob das heute immer ncoh so ist weis ich aber nicht
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Akkus, aber auch normale Lithiumzellen (Wie die CR123) haben am Ende einen ziemlich plötzlichen Spannungsabfall. Ich sehs immer bei meiner Taschenlampe - da sind zwei CR123 drin, die treiben einen 6W-Brenner an und wenn die Batterien leer sind, steh ich innerhalb von Sekunden im Dunkeln.
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Mi, 25.07.07, 20:21

das ligt aber daran dass der "brenner" (ka was das ist) darin eine bestimmte spannung bracuht um zu leuchten. da kann die kurve noch so flach verlaufen, wenn sie mal das minimum unterschritten hat ist zappfenduster und zwar recht schnell^^
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Neo
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Mi, 25.07.07, 20:48

@Synthy82
man darf Liion Zellen überhaupt nicht so tief entladen
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markus87
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Mi, 25.07.07, 20:56

Irgendwie fände ich es klasse, wenn jemand von Euch einen Beitrag über Batterien schreiben würde. Worin Themen wie Technologien, Handhabung und so weiter beschrieben werden.

:arrow: Biete dafür 100 Credits, sobald es fertig ist. :)
RPH
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Mi, 25.07.07, 22:20

Halt Halt,

habe ich gehört, habe ich glaube ich gelesen, wenn man es nicht weiß währe es
evtl. besser nichts zu sagen, und schon gar nicht etwas darüber zu schreiben.

Mir hat in früher Kindheit einmal einer gesagt wenn Du die Batterien auf den Herd legst
und warm machst dann werden die wieder voll und sind wieder verwendbar.
Was denkt Ihr was ich kurze Zeit später gemacht habe ? JA Genau das !!
Alle leeren Batterien eingesammelt und auf einen alten E-Herd welcher in
der Garage angeschlossen war gelegt und den dann eingeschaltet.
Natürlich volle Kanne, es solle ja schnell gehen. Das waren noch Zink Kohle Typen,
mann, das hat vielleicht geknallt, auch die Watschen danach !



Nur mal in wirklicher Kurzform die wichtigsten Eigenschaften verschiedener Typen:
(Alles was bereits oben von Luckylu1 beschrieben wird wiederhole ich hier nicht mehr,
es ist absolut richtig und entspricht ansonsten auch meinen Erkenntnissen.)


NiCd Akkus:
Fast unverwüstlich, leider nicht mehr im Verkauf, können bei Bedarf total entleert
werden, Selbstentladung ca. 1% pro Tag, Memory Effekt wird oft aus Marketing
Gründen übertrieben schlecht dargestellt, ist aber nicht so schlecht.
Nach wie vor meine Favoriten, sind noch gut als Restposten zu erhalten.
Bei guter Pflege sind etwa 1.000 Ladezyklen zu erreichen.
Ich habe einige Typen Sanyo Zellen die ca. 8 Jahre alt sind und noch 60%
Ihrer ursprünglichen Kapazität haben. Also immer noch sehr gut verwendbar.


NiMh Akkus:
Höhere Kapazität als NiCd, es gibt einige gute Hersteller, Tiefentladung verkürzt
die Lebensdauer sehr stark bis hin zum nicht mehr zum verwenden.
Speziell bei einigen neuen Typen (z.B.AA mit 2.700mA) teilweise irrsinnig
hohe Selbstentladung, ich hatte schon welche die waren nach 14 Tagen
total leer. Das Problem ist noch nicht gelöst, ein alter AA NiMh mit 800mA z.B. ist
wesentlich besser, insgesamt pflegebedürftiger als NiCd Akkus.
An dem Problem der Selbstentladung wird mit Hochdruck gearbeitet.
Billige Angebote sind meistens echter Schrott.
Bei bester Pflege sind etwa 600 - 800 Ladezyklen zu erreichen.


LiIon / LiPo Akkus:
Noch höhere Kapazität, nur wenige Typen sind Hochstromfähig, einmal unter
die Entladeschluss Spannung gekommen bedeutet TOT für immer.
Laden mit Konstantstrom / Konstantspannung in Kombination, muss sehr genau
erfolgen. Bei Zellenpacken müssen die Zellen einzeln geladen und überwacht werden.
Einfach so laden geht auch, aber nur 1mal, die Akkus brennen sehr gut,
explodieren dabei schon fast. Es gibt einige Videos darüber im Internet, einfach mal suchen lassen.
Laut Herstellerangaben weit über 100 Ladezyklen, konnte ich noch nicht nachvollziehen,
auch nach anderen Quellen ist bereits nach ca. 50 Ladezyklen ein merklicher Abfall
der Kapazität zu messen. Bei Hochstromentnahme noch weniger Zyklen.
Insgesamt zwar ein Typ mit Zukunft, aber sehr Pflegeaufwendig.
Schaut Euch mal ein Datenblatt von so einer LiPo Zelle an, das schaut aus
wie ein Medizinischer Beipackzettel mit allen Nebenwirkungen.


Bleiakku:
Ja, er wird auch noch verwendet, bei einigermaßen guter Pflege hält er bis zu 5 Jahre,
darf nie Tiefentladen werden, ist dann Halbtot, es sind jede Menge unterschiedliche
Ausführung im Handel, ist halt relativ schwer, aber für Stationäre Anwendungen immer
noch eine gute Wahl.


Das ist nur eine grobe und unvollständige Auflistung, für einen ersten Überblick durchaus brauchbar.


Gerade noch eingefallen und gefunden:
Ich hänge hier noch Auszüge aus einem älteren Bericht von mir an. Hier sind noch einige Details
zu Akkus angeführt. Der ist zwar schon etwa älter, aber es ist soweit alles noch gültig sein.

*****************************************
Ansonsten ist zu den Blei - Gel Akkus noch zu sagen, das der Leistungsverlust bei diesen
Typen oft auch wegen einer einer Austrocknung des Gels bedingt ist. Hohe Lade- und
Entladeströme und Lagerung bei zu hohen Temperaturen führen dazu, es gibt jedoch eine Möglichkeit,
einige Modelle noch zu regenerieren, was in ca. 50% der Fälle erfolgreich ist.
Abhilfe: Bei einigen Typen ist es möglich, die Kappen zu lösen, darunter befindet sich oft ein
Gummistöpsel, welcher eine Funktion als Ventil hat. Also wenn möglich alles abbauen, bis man
freie Sicht zum Gel hat, dann etwas Destilliertes Wasser eintropfen, bis die Oberfläche benetzt ist.
Akku mehrmals laden und entladen ( Auf das Wasser achten, das saugt sich jetzt in das Gel ) und
dabei die Kapazitäten messen, wenn keine Steigerung der Kapazität mehr eintritt, das evtl. noch in
den Zellen vorhandene Wasser entfernen und dann die Stöpsel wieder einsetzen.

Sollten die Stöpsel beschädigt worden sein hat man Pech gehabt, auf gar keinen Fall dann die
Öffnungen irgendwie Wasserdicht verkleben, das ist dann ein kleines Bömbchen.
Es ist zwar nicht zu erwarten, dass es explodiert aber es reicht, wenn im inneren ein Überdruck
entsteht, das Gehäuse irgendwo aufplatzt und das Schwefelsäurehaltige Gel dann rauspfeift.
Jeder, der schon mal damit gearbeitet hat sollte wissen, was die alles anrichten kann.

Im Zweifelsfalle offen lassen, der Akku ist aber dann nicht Lageunabhängig zu verwenden !
Ein Klebeband geht zur Not auch, das ist elastisch genug um keinen Überdruck entstehen zu lassen.
Das ist nur ein Vorschlag, ohne Gewähr und natürlich auf das Risiko des Anwenders !


Ladung und Lagerung:
Bleiakkus aller Art immer sobald wie möglich nach dem Gebrauch wieder aufladen, das erhöht die Lebenszeit
gewaltig. Eine Woche im Schwebezustand bei 60% Ladung oder darunter ist absolut
nicht zu empfehlen, er sollte immer randvoll geladen sein, nur in diesem Zustand wird eine schädliche
Korrosion an den Bleiplatten vermieden.
Original Auszug aus einer Gebrauchsanweisung für einen Solar Blei-Gel Akku von Sonnenschein:
Nach Entladungen, auch Teilentladungen, ist sofort wieder zu laden!
Ladung mit 10% der angegebenen Kapazität, also bei 16Ah mit 1,6 Ampere.
Ladeschlussspannung ist 2,3 Volt pro Zelle, bei Blei - Gel Akkus sollte ab 2,15 Volt pro Zelle der
Ladestrom auf 5% der angegebenen Kapazität runtergefahren werden, um ein gasen der Zelle zu
vermeiden. Das hilft der Lebenszeit des Akkus gewaltig und verhindert ein vorzeitiges altern.

NiCd Akkus sollten immer leer gelagert werden, entladen von Packen zum Beispiel mit Biluxbirnen
solange bis die Lampe aus ist, dann weglegen und lagern.
Laden je nach Typ mit 0,1 - 3 x C, darüber würde ich selbst nicht gehen.
Einige Kollegen laden mit bis zu 5 x C, das ist jedoch aus meiner Sicht zuviel, aber das
sollte jeder nach belieben für sich selbst entscheiden.
Ladeschlussspannung ist 1,45 Volt pro Zelle, bezogen auf 0,1 x C Ladestrom !

NiMh Akkus sollten immer voll geladen gelagert werden, längeres liegen im entladenen Zustand
erzeugt anscheinend eine gröbere Kristaline Struktur am Minuspol und führt zu drastischen Einbussen
bei der Kapazität. Entgegen der früher geäuserten Meinung, NiMh Akkus hätten im Gegensatz zu NiCd
keinen Memoryeffekt musste das in der Zwischenzeit revidiert werden, es ist ein Memoryeffekt bei NiMh
Akkus vorhanden ! Der ist zwar geringer als bei vergleichbaren NiCd Akkus aber er ist vorhanden, also
daher gilt auch für NiMh Akkus das selbige zwischendurch ruhig mal richtig entladen werden sollten aber
unverzüglich danach wieder vollladen !
Das Ladeverfahren ist fast identisch mit den NiCd Akkus, der Delta Peak ist etwas geringer ausgeprägt,
im Normallfall kommt jedoch jeder Lader damit zurecht. Der Ladestrom sollte 2 x C nicht überschreiten,
meine Panasonic 3000 NiMh Zellen lade ich nur mit 1 x C, das erscheint mir schonender, bei 2 x C
werden die trotz Kühlung schon gewaltig heiss.

Das sind nur grobe Informationen zum allgemeinen Gebrauch, für den Interesierten Besucher
empfehle ich unter anderem die Artikel von Dipl. Phys. Heinz Keller sowie von Dipl. Ing. Ludwig Retzbach,
welche in diversen Zeitschriften veröffentlich sind sowie natürlich die Original Datenblätter der Hersteller,
daraus kann man auch viel lernen.

Tadiran Lithium - Mangandioxid Akkus:
Meine Erfahrungen damit sind folgende:
Das Ladeverfahren, nach Diagramm mit Konstantstrom UND Konstantspannung ist in den Griff zu
bekommen, einen kleinen Lader habe ich selbst entwickelt, ist im Prinzip das selbe wie die neuen
Lader für die Kokam Zellen.
Beim kleinen Piccolo Heli beträgt die Stromaufnahme ca. 2,5 Ampere im Flug, das ist an der Grenze
für die 700mA Zellen aber gerade noch erträglich.
Das beschleunigte Ladeverfahren sollte nicht angewandt werden, die Lebenserwartung
der Zellen nimmt rapide ab. Ich habe einen Packen nur Normal geladen und geflogen und
einen zweiten bei jeder 3.ten Ladung schnell geladen und pro Tag 2x geflogen.
Nach ca. 21 Tagen und 7 Schnelladungen des einen Packens war es dann
so, das die Flugzeit von Anfänglich ca. 14 Minuten auf 12 Minuten zurückgegangen ist.
Der Packen, welcher nur normal geladen wurde hatte noch seine vollen 14 Minuten.
Nachdem ich diesen Zyklus ca. 2 Monate so weiter durchgezogen habe hatte der Normalgeladene Akku
zwar auch einen Rückgang auf auf ca. 12:30 Minuten, aber der zyklisch schnellgeladene
Packen kam nur noch auf knappe 8 Minuten.
Bei dem hohen Preis der Zellen sollte sich jeder überlegen, ob ihm das
Schnelladen der Packen das Wert ist.
*****************************************

Der letztgenannte Typ ist sehr ähnlich zu den heutigen LiPo Akkus !

Ich hoffe, damit etwas mehr Licht in das Thema gebracht zu haben.

PS: Bitte behalte Deine Credits und kaufe Dir mal was schönes Dafür !!!
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markus87
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Mi, 25.07.07, 22:26

@RPH: Hat Dich das Schreibfieber erwischt? Oder hast Du es nur Kopiert? :D
EDIT: Schöne Arbeit - aber Du hättest die Überschriften Fett und mit Farbe machen könne, damit es übersichtlicher wird.
RPH
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Mi, 25.07.07, 22:35

Hallo Markus,

im Gegensatz zu vielen anderen Kopiere ich nicht, das ist ein Auszug wie
oben schon beschrieben aus einem älteren Bericht von mir.
Ich hatte jetzt schon genug Arbeit die ganzen alten HTML Codes aus dem
Bericht rauszuschmeissen, da hatte ich jetzt keine Lust mehr noch mehr
zu formatieren, ich denke das ist verständlich.

Gruß RPH
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Neo
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Mi, 25.07.07, 23:49

ot:
@RPH wen du ein extra threat aufmacht zu dem Akku Sorten bekommst du 150 credits :wink:
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markus87
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Mi, 25.07.07, 23:56

Neo hat geschrieben:ot:
@RPH wen du ein extra threat aufmacht zu dem Akku Sorten bekommst du 150 credits :wink:
Dann hat er sich schon 250 gesichert. 8) :)
luckylu1
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Do, 26.07.07, 03:28

keine frage, zu RPH´s bericht, ein paar dinge aus eigener erfahrung noch dazu
bei einigen NCd akkus, könnte typenbedingt sein, hatte ich eine ladeschlusspannung bei vollladung von 1,5V, wäre also noch mal zu untersuchen. bei akkupacks NCd, sollte in abständen von einigen zyklen ein ausgleichsladen durchgeführt werden, zellen sind nie gleich, das bedeutet das immer eine oder mehrere zellen tiefer entladen werden, ohne ausgleichsladen, werden genau diese zellen zu erst sterben, es sei denn, mann lädt zu lange,
dann verschlechtern sich die guten zellen durch häufiges überladen. NCd akkus sollten für längere lagerung bis 0V
entladen werden, dann sind sie mehrere jahre lagerfähig. schlecht behandelte zellen bilden sogenannte dendriten,
das sind verästelte gebilde, die auf die gegenseite zuwachsen. diese haben zur folge, das der selbstentladeprozess
immer stärker wird, das kann bis zum kurzschluss der zelle führen! diese dendriten kann mann teilweise durch kurze sehr hohe ströme wegbrennen, entweder geladene zelle für sehr kurze zeit kurzschliessen oder leere zellen (teilweise auch bei kurzschluss möglich) mit einem auf nennspannung geladenem kondensator sehr hoher kapazität
freibrennen.
Fasti
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Do, 26.07.07, 10:57

Hallo!

Der Vollständigkeit halber sollten noch die neuen NiMH Zellen einiger Hersteller (Sanyo, Varta, Energizer) hier angeführt werden. Diese Zellen haben eine wesentlich! geringere Selbstentaldung als herkömmliche NiMH Zellen. Die Kapazität ist mit 2AH bzw 2,1Ah zwar etwas geringer als bei herkömmlichen Zellen (2,7AH), dieser Nachteil wird aber dadurch wieder wettgemacht, dass die Zellen eine etwas höhere Spannungslage haben und vor allem auch bei längerer Lagerung voll Einsatzbereit sind. Tests dieser Zellen haben ergeben, dass sie nach 1 Jahr Lagerung noch rund 85% ihrer Kapazität haben, wobei normale Zellen hier schon lange tot sind. Diese Zellen werden auch schon geladen geliefert, dass heisst man kann sie direkt in eine Lampe oder was auch immer tun und sie sind sofort einsatzfähig. Ich selber habe einige dieser Zellen und benutze sie hauptsächlich in Taschenlampen und im Fotoapparat. Diese Zellen halten sogar länger im Fotoapparat als meine 2500mAh Zellen, obwohl sie nur 2000mAh haben. Auch die Strombelastbarkeit war im Test sehr gut. Weiters sind diese Zellen so gut gematched, dass beim laden ein Kapazitätsunterschied von nicht einmal 20mAh auftrat also < 1%. Die Spannungen sind nach dem laden eines Packs meist auf das mV gleich, was oft in Geräten, welche Zellen in Serie schalten enorme Vorteile für die Laufzeit hat. Wird hier ein Akku mit geringerer Kapazität oder Spannungslage verwendet kann dieser geschädigt werden bzw. schaltet das Gerät wegen zu geringer Spannung früher ab.

Bei einigen Sanyo Qualitätszellen trat in der Produktion ein Fehler auf, welcher erst später entdeckt wurde. Dieser führte dazu, dass die Selbstentladung der Zellen immens hoch war und diese oft schon nach einer Woche unbrauchbar waren. Mittlerweile konnte Sanyo den Fehler beheben. An die Selbstentladung der Eneloops kommen diese Hochkapazitätszellen aber nicht heran. Betroffen waren, soweit ich weiß, einige Chargen Mitte/Ende 2005 von Zellen mit 2500mAh. Ob noch andere betroffen sind/waren entzieht sich meiner Kenntnis aber es gibt einige die solche Probleme auch mit späteren Zellen (2700mAh) berichtet haben. Dies wurde aber nicht bestätigt.

Grüße

Fasti
physikphreak
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Do, 26.07.07, 15:15

Frage:
RPH schreibt, NiMH-Zellen haben einen Memory-Effekt, damit ist wohl das hier gemeint: http://de.wikipedia.org/wiki/Lazy-Battery-Effekt
luckylu1 schreibt, NiCd-Zellen sollten bis 0 V entladen werden.
Wenn ich jetzt meine NiMH-Akkus vom Ladegerät entladen lasse, kann es passieren dass dieses sie für NiCd-Akkus hält und tiefentlädt?
Zuletzt geändert von physikphreak am Do, 26.07.07, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
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