50 Watt Bridgelux Led

Haben Sie produktspezifische Fragen ?

Moderator: T.Hoffmann

tommes
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Fr, 12.07.13, 13:26

stoske hat geschrieben: Jetzt, wo du sie hast, solltest du sie auch benutzen. Mein Kommentar war eher
für kommende Auswahlen gedacht.
Die wird es auch geben, allerdings nicht für Aquarien.
stoske hat geschrieben: Man braucht keinen Bericht um zu wissen, das 150 Lm/W geschönt sind. Oft basieren
solche Angaben auf Umständen, die man selbst praktisch nicht erreichen kann.
Warum geben seriöse Hersteller da solche "falschen" Daten an ?


Aber von dem Mal abgesehen, dass Ihr Leute hier das Fachwissen habt und ich wenns hoch kommt in der Promillegrenze vom ganzen liege ist ja klar und das die China Leds nicht die Qualität haben wie die bewährten Marken ist auch klar, was mich an der Sache etwas stört ist das ohne Benennung von Fakten oder eigenen Erfahrungswerten die Teile als kaputt angesehen werden bevor die das erste Mal geleuchtet haben nur weil se billig sind. Wird denn bei Cree, Luxeon, Seoul usw jede einzelne Led auf Funktion bzw. auf die angepriesene Leistung geprüft ? Sicher nicht.

Eigentlich hatte ich mich angemeldet weil ich Hilfe nötig habe und nicht um Schelte zu bekommen weil ich Produkte kaufe die dem einen oder anderen nicht in den Kram passen.
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R.Kränzler
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Fr, 12.07.13, 14:02

Wird denn bei Cree, Luxeon, Seoul usw jede einzelne Led auf Funktion bzw. auf die angepriesene Leistung geprüft ? Sicher nicht.
Doch, durchaus!
Die LEDs werden ja in verschiedene BINs eingeteilt, deren Werte und Bereiche im Datenblatt angegeben sind.
Es gibt dabei Toleranzen und es ist selbstverständlich nicht so, dass jede einzelne LED den maximalen Wert erreicht. Dieser Maximalwert wird aber meist genannt.
Ein anderes Problem bei Noname-LEDs ist oft, dass die Helligkeit rapide nachläßt oder die Lichtfarbe sich relativ schnell verändert weil die Qualität nicht stimmt, sehr häufig die der Luminiszenzschicht.
Aber keine Regel ohne Ausnahme, man kann auch was gutes erwischen.
tommes
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Fr, 12.07.13, 15:55

Ich muss das erstmal etwas sacken lassen, die Anzahl der DIY LED Lampen mit Chinaböllern ist ja nicht unerheblich, habe bis Dato von Schnellablebigkeit nichts lesen können.
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Mr Fix-it
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Fr, 12.07.13, 15:56

Das hat nichts damit zu tun, das einem etwas nicht in den Kram passt. Es geht darum Dich vor Schaden zu bewahren. Der Aufwand die LEDs zu verbauen, Alukühler zu bekleben, die teilweise teurer als die LEDs selbst sind, KSQs zu kaufen, die auf diesen Typ LED abgestimmt sind, alles zusammen zu bauen und dann nach wenigen Wochen die ersten Farbfehler oder Ausfälle zu haben?

Du kannst einbauen was Du möchtest, das bleibt alleine Dir überlassen, als Schelte war es nicht gedacht, dennoch bevorzuge ich es auch mal ein klares Wort zu verlieren. Man kann natürlich Glück haben, man kann auch im Lotto gewinnen, alles ist möglich, doch der Aufwand soll ja ein kalkulierbares Ergebnis liefern und das ist mit solchen LEDs leider nicht der Fall. Gerade weil Du um Hilfe ersucht hast, ist es schon beinahe eine Pflicht Dich vor so einem Produkt zu warnen. Immer wieder schlagen hier Leute auf, die erst nachdem Kauf solcher Waren und den ersten Ausfällen bereits nach wenigen Betriebswochen hier nachfragen und meist bleibt uns nichts als zu schreiben: Lehrgeld bezahlt, Produkt aus buchen und jetzt bitte Qualität kaufen!

Kleines Rechenbeispiel:
Nehmen wir an die LEDS sollen täglich 12 Betriebsstunden laufen. Nehmen wir weiter an, es würden 10.000 Lumen benötigt und die kWh Strom kostet 30 ct.
Werden jetzt LEDs mit einem Wirkungsgrad von 70 lm/W eingesetzt oder von 120 lm/W macht dann schon einen erheblichen Unterschied:
Effizienz 70 lm/W:
10.000 / 70 x 12h/täglich x 365 Tage /1000 (kWh nicht Wh) x 0,30ct = 187,71 Euro jährliche Stromkosten
Effizienz 120 lm/W:
10.000 / 120 x 12 x 365 /1000 x 0,3 = 109,50 Euro jährliche Stromkosten

Erwartete Betriebsdauer 50000 Stunden / (12x365) = 11 Jahre und 5 Monate
In 11 Jahren sparst Du an Stromkosten mit den teuren LEDs 860,31 Euro Energiekosten ein, hast kaum Ausfälle zu erwarten und darfst eine gleichbleibende Lichtfarbe erwarten, zumindest dann wenn Du die LEDs so bestromst, das ein geringer Verschleiß entsteht.

Diese 860 Euro brauchst Du nicht um das Beste was es derzeit am Markt gibt zu erwerben, alles was darunter liegt ist bar verdientes Geld, weil auf die Jahre keine Energie verschleudert wird. Das ist Kosteneffizient bis in die letzte Nachkommastelle zumal die Strompreise nur eine Richtung kennen ;)
tommes
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Fr, 12.07.13, 17:04

Schlappe 90,00 Stromkosten sind ein Argument aber erkläre einem Laien warum 120 Lumen weniger kosten als 70 !
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Fr, 12.07.13, 17:44

Bei identischen LEDs mit identischer Bestromung kosten 120 lm nicht weniger als 70 lm. Wie kommst du darauf?

Mr. Fix-it hat Wirkungsgrade von 120 lm/W und 70 lm/W angenommen, reine Beispielwerte zum Rechnen vermute ich mal.
Das heißt jetzt ja aber nicht, dass beide Konstrukte mit 1W bestromt werden, sodass jeweils die Lumenwerte rauskommen.
Bei dem Vergleich bestromt man ja so, dass man bei beiden die gleiche Lichtmenge hat.

Will heißen bei 120 lm/W gehen für 100 lm 0,83 W rein und bei 70 lm/W müssen für 100 lm 1,43 W rein. So kommt bei gleicher Lichtmenge der niedrige Verbrauch für den höheren Wirkungsgrad zustande.
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stoske
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Fr, 12.07.13, 17:49

> ... warum 120 Lumen weniger kosten als 70

Weil es nicht 120 Lumen sind, sondern 120 Lumen pro(!) Watt(!).

Das ist keine Angabe zur Helligkeit, sondern eine zur Effizienz.
So wie Kilometer eine Strecke sind, aber Kilometer pro Stunde eine Geschwindigkeit.

Lumen pro Watt = Lm/W

Mehr Licht aus der gleichen Energiemenge heisst im Umkehrschluss auch:
Weniger Geld für das gleiche Licht.

50 Lm/W sind doppelt so teuer wie 100 Lm/W.
120 Lm/W kosten nur halb so viel wie 60 Lm/W.
tommes
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Fr, 12.07.13, 18:09

Ach so war das gemeint, dazu brauch man aber einigermaßen genaue Daten der Leds, aufgrund von Vermutungen kann man das wahrscheinlich nicht sagen.
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Beatbuzzer
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tommes hat geschrieben:Ach so war das gemeint, dazu brauch man aber einigermaßen genaue Daten der Leds, aufgrund von Vermutungen kann man das wahrscheinlich nicht sagen.
Bei Fertig-Leuchtmitteln hat man meist nur die Angabe auf der Schachtel und dann hat man die Wahl die zu glauben oder aber nicht.
Wenn man LEDs kauft, kann man das Datenblatt zu Rate ziehen, oder aber auch vom Händler selbst vermessene Werte einsehen.
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