mmm, hatte ich glatt vergessen *g*
bevor ich hier nun eine oder mehrere schaltungen zeige, noch kurz ein wort zu der problematik allgemein.
die "eierlegende wollmilchsau" wird man bei diesen lösungen nicht finden, jede schaltung mit minimalem aufwand stellt also immer einen mehr oder weniger guten kompromiss zwischen aufwand und ergebnis dar. wie gut das im einzelnen gelingt, hängt ausser von der kreativität, dem wissen um die eigenschaften von bauteilen und dem günstig beschaffbaren material ab.
hier mal eine schaltung, mit der ich vor 20 jahren mal gekämpft habe. (ja, ich habe gewonnen^^)
die schaltung ist für eine wandlung von 6V(autoakku) auf 12V konzipiert. die ausgangsleistung ist recht variabel und kann bis ca. 60W betragen, der wirkungsgrad liegt bei etwa 75%, bei verwendung eines N-FET sollten 90% erreichbar sein. damit sind dann auch leistungen bis 100W oder mehr problemlos erreichbar. der aufbau ist mit den angegebenen bauteilwerten recht unkritisch und funktioniert bei richtigem aufbau auch
ohne abgleich sofort. da ich damals eine kleinserie von 50 stück gebaut habe, wovon nur 3 nicht auf anhieb funktionierten, kann ich das behaupten.
nun noch ein paar angaben zum aufbau:
über die kondensatoren am eingang und ausgang ist nicht viel zu sagen, je einmal 100nF/folie und 2000µF/elko,
hier ist mehr immer besser und viele kleine kondis sind besser als ein grosser.
der trimmer vorn kann auch entfallen, wenn der in reihe liegende C1 47nF hat. ansonsten wären 500ohm, bei einer änderung von C1 im bereich von 22nF bis 100nF, zur optimierung ok. der noch dazu in reihe liegende widerstand von 47ohm dient erstens zum schutz des transistors und zweitens zur begrenzung der ströme durch die wicklung L2
und sollte 33ohm nicht unterschreiten.
T1,T2 und T5 sind relativ unkritisch, BC548 wäre eine gute wahl.
der 22kohm widerstand kann auch zwischen 10kohm und 25kohm liegen, auch völlig unkritisch.
für D1 kommt eine beliebige si diode(keine schottky) in frage, 1N4148 oder 1N400x sind hier geeignet.
T3 sollte mindestens ein BD139 sein darlington sind hir nicht geeignet.
T4 ist das kritischste Bauteil, dieser transistor sollte eine möglichst geringe sättigungsspannung bei hoher stromverstärkung bis zu spitzenströmen von einigen ampere haben, mindeststrombelastbarkeit 10A - 20A, je nach ausgangsleistung und drosselspule. wichtig ist hier auch eine möglichst hohe grenzfrequenz, der 2N3055 funktioniert zwar, ist aber auf grund seiner schlechten frequenzeigenschaften nur schlecht geeignet.
D2 ist irgend eine 1A si gleichrichterdiode, sie wird nur benötigt wenn die schaltung unter grösserer last anlaufen soll, auch bei sehr grossen kondensatoren am ausgang ist sie angebracht.
die schottky-diode sollte mindestens für den doppelten ausgangsstrom bemessen sein, am besten nimmt man einen
10A typ, die notwendige spannungsfestigkeit, beträgt etwa 2 x Ua (ausgangsspannung).
zur z-diode gibt es nicht viel zu sagen, deren z-spannung + die Ube des angesteuerten transistors, bestimmen die ausgangsspannung, der 47ohm widerstand dient zum schutz, 33ohm bis 100ohm sind hier geeignet. zur ausgangsspannungseinstellung können hier noch si dioden 1N4148 in reihe geschaltet werden. wer genauer abgleichen will, kann am ausgang einen spannungsteiler verwenden (gesamtwiderstand 2kohm) im mittelpunkt wird dann die z-diode angeschlossen.
für die wandlerdrossel kann alles verwendet werden, was verfügbar ist, das kann notfalls sogar ein alter übertragerkern sein, am besten geeignet ist allerdings ein ferrit oder eisenpulverkern (gelb,weiss, findet man in passender grösse im ausgangsfilter eines PC-netzteils). die anzahl der windungen von L1 und L2 ist gleichgross (annähernd), die windungszahl richtet sich nach der mechanischen grösse, wobei L1 möglichst dicker draht sein sollte, L2 kann beliebig dünner draht sein. die windungszahl richtet sich nach der eingangsspannung und dem kerntyp(grösser > weniger), für den eisenpulverkern aus dem PC-netzteil und 6V eingangsspannung empfehle ich etwa 20 wdg.
sehr wichtig ist die richtige polung(blauer kreis) der hilfswicklung, bei akkubetrieb kann sonst beim ersten einschalten der T4 sofort zerstört werden!eine sicherung sollte auch in die zuleitung!
aufbau und inbetriebnahme:
die betriebsspannungs zu- und abführung sollte nicht zu dünn sein, das gleiche gilt innerhalb der schaltung.
zur inbetriebnahme empfiehlt es sich einen widerstand von 0,5ohm bis 1ohm zwischen emitter von T4 und minus zu schalten. an dieser stelle könnte auch der mit abgleich beschriebene widerstand der ergänzungsschaltung (unten)
eingefügt werden, dieser teil der schaltung ist von mir allerdings noch nicht praktisch erprobt und sollte erst
wenn alles läuft eingefügt werden, die punkte sind alle farbig markiert. der maximale strom ergibt sich aus der
schwellspannung von T5 und dem spannungsabfall am (abgleich) widerstand. bei einer schwellspannung von 200mV
und 0,5ohm ergäbe das einen maximalen strom durch T4 von 0,4A, das entspricht bei 12V etwa einem maximalen
ausgangsstrom von 150mA, verringerung des widerstands erhöht diesen.
bei verwendung eines N-FET für T4, dürfte der wirkungsgrad noch ansteigen. dazu wären folgende änderungen nötig, vom emitter T3 wird ein widerstand von 100ohm nach minus geschaltet, der kollektorwiderstand (2,2ohm wird entfernt, stattdessen wird ein 10ohm widerstand nach + der ausgangsspannung geschaltet. für den betrieb mit N-FET ist die erwähnte überstromabschaltung zwingend!
sollte als spannungsquelle ein netzteil mit weniger als ca. 30W benutzt werden, kann die überstromabschaltung
dann allerdings trotzdem entfallen. als N-FET empfehle ich, im interesse eines guten wirkungsgrades, einen typ
mit niedrigem Rson und nicht zu grosser gate-kapazität (max.3000pF,weniger ist deutlich besser).
soll der wandler, nach erfolgreichem aufbau, dauerhaft betrieben werden, empfiehlt sich eine entstörung im eingangs und ausgangskreis.
sollten noch fragen sein, dann fragt^^