Philips Master MR16... welches Vorschaltgerät?

Schaltungen, Widerstände, Spannung, Strom, ...

Moderator: T.Hoffmann

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DannyNRW
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Do, 20.02.14, 16:21

Hallo Leute,

hatte mir letztens 3 Leuchmittel aus der Philips Master Serie bestellt. Modell MR16, 7W. Soweit so gut.
Hatte vorher schon einiges gelesen, daß die bereits 'nen Treiber inklusive Brückengleichrichter integriert haben, so
daß ich diese an 'nem normalen elektronischen Halogentrafo betreiben kann.
Funktioniert auch, jedoch nur scheinbar...
Ich hatte dann aus Neugier mal die Stromaufnahme von verschiedenen Konstellationen gemessen. Das ganze anfänglich mit zwei verschiedenen Trafos, die jedoch von der Nennleistung (150W) als auch vom Typ her absolut gleich sind.
Gemessen wurde primärseitig mit einem Fluke 175 true rms multimeter. Hier die Messergbnisse:
Trafo 1 mit 4 Halogenleuchtmitteln zu je 35W: 0,5A.
Trafo 2 mit 3 Philips Master MR16 zu je 7W: 1A!!!
Trafo 2 mit 2 Halogenleuchtmitteln zu je 35W: 0,9A!!!
Trafo 2 mit 1 Halogenleuchtmittel zu 35W: 1A!!!

Trafo 2 habe ich dann durch nen anderen 150W-Trafo ersetzt, den ich noch in der Grabbelkiste hatte. Die Messergebnisse waren auch hier die gleichen. Auf den Trafos selbst ist ein Nennstrom von 0,65A angegeben und 1A x 230V = 230W!!!
Da stimmt doch etwas nicht... Wie kommt es zu den Messergebnissen?
Verwende ich die falschen Trafos? Was würdet Ihr als geeignetes Vorschaltgerät verwenden?

Ich habe dann noch einen weiteren elektronischen Halogentrafo mit einer Nennleistung von 60W ausprobiert. Mit den 3 Philips-LEDs kam ich hier auf einen eingangsseitigen Strom von 0,7A. Auch das passt wieder nicht!

Freue mich über jeden guten Tipp.
Beste Grüße aus dem Rheinland.
Daniel
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Handkalt
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Do, 20.02.14, 17:53

Hallo Daniel,

das besondere an den Master-LEDSpots ist nicht der Gleichrichter, den enthält wohl jeder MR16-LED-Retrofit-Spot. Der Witz ist eine besondere Schaltung, die elektronischen Halogentrafos eine höhere Leistung "vortäuscht", indem sie in Intervallen höhere Ströme als für die LEDs notwendig zieht, um das Problem mit der Mindestlast zu umgehen. Es gibt eine (oberflächliche) Erläuterung von Philips dazu.

Nur eine Spekulation: vielleicht wird dadurch nicht nur der Halogentrafo, sondern auch Dein Messgerät "getäuscht"?

-Handkalt
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Do, 20.02.14, 17:56

Anders als in Gleichstromnetzen kannst Du bei Wechselstrom die Leistung nicht einfach durch U x I bestimmen.

Lies Dir mal bei Wikipedia die Zusammenhänge zwischen Wirkleistung, Scheinleistung und Blindleistung durch.

Wenn dann noch Fragen sind machen wir hier weiter.

Ein herzliches Willkommen im Forum!
DannyNRW
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Do, 20.02.14, 18:11

Danke für den Tipp, das ist mir durchaus bewusst, daß es hier auf die ART der Last ankommt. Auch Faktoren wie der cos phi sowie Wirkungsgrad etc. kommen hier zum tragen, aber wenn solch unterschiedliche Messergebnisse herauskommen, ist ja doch irgendwo etwas faul. Wenigstens einen halbewegs reproduzierbaren Wert sollte ich ja schon erhalten können.
Nachdem mir das Thema dann keine Ruhe mehr gelassen hatte, stellte sich heraus, daß mein Messgerät leider 'nen Defekt aufzuweisen scheint. Dachte erst an defekte Messleitungen, weil bei den letzten Messungen die Werte schwankten.
Ein Vergleich mit einem anderen Multimeter ergab dann 94mA in der Zuleitung. Sind dann summa summarum 21W.
Das passt :-).
Danke aber trotztdem für die Mühen :-).
Daniel
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