Hallo zusammen,
also zu allererst: wenn ich ein nicht stabilisiertes Netzteil mit zu wenig Last betreibe, ist die Ausgangsspannung höher als die auf dem Netzteil angegeben. Ist dies auf dauer schädlich für das Netzteil oder kann mir gar das Netzteil durchbrennen?
Ab wann weiss ich wann das Netzteil "stabil" ist?
danke
Nicht stabilisiertes Netzteil - verstehen und verwenden
Moderator: T.Hoffmann
Nein. Das macht dem Netzteil gar nichts. Ansonsten würde es ja auch 'beschädigt' werden, wenn man nur eine Stabilisierung nach schaltet (was kein Problem ist) und es dann ohne Last 'betreibt'.Ist dies auf dauer schädlich für das Netzteil
Wenn es ohne Last und mit Last die gleiche Spannung (i.A. +/- 2%) abgibt.Ab wann weiss ich wann das Netzteil "stabil" ist?
Ok, aber wie kann ich das verstehen:
U=R*I
U ist vorgegeben, I ist mit max Ampere angegeben, R ist Last, also variabel:
Jetzt ist R gering --> U ist höher als Netzteil spezifikation (da nicht stabilisiert und Last gering)--> I muss auch höher sein --> Netzteil läuft über Spezifikationen und sollte doch heiss laufen ?!
Was nutzen mir die Angaben auf einem nicht stabilisierten Netzteil dann überhaupt? An was kann ich mich da orientieren um die Last zu dimensionieren=?
U=R*I
U ist vorgegeben, I ist mit max Ampere angegeben, R ist Last, also variabel:
Jetzt ist R gering --> U ist höher als Netzteil spezifikation (da nicht stabilisiert und Last gering)--> I muss auch höher sein --> Netzteil läuft über Spezifikationen und sollte doch heiss laufen ?!
Was nutzen mir die Angaben auf einem nicht stabilisierten Netzteil dann überhaupt? An was kann ich mich da orientieren um die Last zu dimensionieren=?
Nein. Ist ja kein linearer Zusammenhang. Unstabilisierte Netzteile sind daher normalerweise nicht für einen maximalen Strom sondern für eine maximale Leistung (wird dann auch meist mit VA und nicht mit W angegeben) spezifiziert.Jetzt ist R gering --> U ist höher als Netzteil spezifikation (da nicht stabilisiert und Last gering)--> I muss auch höher sein --> Netzteil läuft über Spezifikationen und sollte doch heiss laufen ?!
Wenn R gering ist, ist zwar U höher, aber nicht proportional zum maximalen Strom (ist ja keine Konstantstromquelle - wobei das auch bei Konstantstromquellen nur in engen Grenzen gilt - auch die haben maximale Spannung = Leerlaufspannung).
Betrachten wir mal einen kleinen Standard-Trafo (so was wie 6V, 0.2A, 1.2VA). Hier kann die Leerlaufspannung (also bei R nahezu unendlich) durchaus das Doppelte der Nennspannung (Ausgangsspannung bei Nennstrom-Entnahme) betragen. Die Leistung ist aber nahe null (deshalb wird auch nichts heiß). Sobald R kleiner wird, sinkt die Spannung am Trafo ab, der Strom steigt bis zu dem Punkt an dem der maximale Strom erreicht ist. Erst dann hat der Trafo seine Nennleistung erreicht, vorher (bei größerem R) ist es immer so, dass bei gegebenem R das Produkt aus fließendem Strom und der 'resultierenden' Spannung am Trafo kleiner als die Nennleistung ist.
Bei Nennleistung hat der Trafo auch (mehr oder weniger genau - Toleranzen von mehr als 5% sind hier durchaus 'üblich') die angegebene Spannung. Sollte ein maximaler Strom angegeben sein, dann gilt eben Ausgangsspannung=Nennspannung bei angegebenem maximalen Strom. Schwierig sind die 'Zwischenwerte' (zwischen Leerlaufspannung und Nennspannung), weil da eben kein linearer Zusammenhang besteht. Die Ausgangsspannung sinkt zunächst recht schnell bei steigender Last und dann immer langsamer, bis eben Ausgangsspannung=Nennspannung erreicht ist. Wenn Du ein Messgerät hast, kannst Du das auch selbst nachmessen. Solange die Last nicht zu groß wird (max. Strom überschritten) kann da nichts 'kaputt' gehen (außer die Last selbst - wenn Du z.B. kleine Widerstände verwendest die dann die angelegte Leistung nicht mehr vertragen).Was nutzen mir die Angaben auf einem nicht stabilisierten Netzteil dann überhaupt? An was kann ich mich da orientieren um die Last zu dimensionieren=?


