Hallo,
ich suche LED-Lampen die möglichst KEINE elektromagnetische
Störstrahlung im LW-MW und KW-Bereich abgeben. Leider werden darüber
keine Angaben von den Herstellern gemacht.
Die LED-Lampe sollte an einer AMN Netznachbildung keine Störleistung in
-dbm abgeben. Wie das gemessen wird : siehe youtube "LED Leuchtmittel
Teil 1-6".
Die meisten LED-Lampen werden mit einem eingebauten elektronischen
Netzteil betrieben, die eine gepulste Spannung abgeben. Damit wird ein
hoher Wirkungsgrad der Lichtausbeute erreicht. Nachteil sind die
gepulsten "Spitzen = Lattenzaun" die über einen großen Frequenzbereich
von einigen KHz bis weit in den MHz-Bereich reichen und in das Lichtnetz
eingekoppelt werden.
Es gibt aber auch Hersteller die ein anderes Ansteuerkonzept haben und
damit keine elektromagnetische Störungen erzeugen.
Hat jemand dazu Infos ?
Dieter
LED Lampen E27 und E14 "Störstrahlungsfrei"
Moderator: T.Hoffmann
- Achim H
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Bei einem getakteten 230V-Schaltnetzteil (Schaltfrequenz bis 210kHz) können sich Störstrahlungen kabelgebunden und über Funk ausbreiten. Der Gesetzgeber schreibt allerdings nicht vor, dass diese gänzlich störstrahlungsfrei sein müssen, sondern hat nur einen Wert als unterste Grenze gesetzt. Ab einem bestimmten Wert muss ein Netzfilter eingebaut werden, der die Störstrahlungen aus der Netzfrequenz (50Hz) wieder heraus filtert. Sinnvoll in diesem Zusammenhang ist auch ein geschirmtes Gehäuse. Nur genau das ist bei einem Leuchtmittel mit einer 2-Draht-Technik (L1+N, ohne PE) nicht möglich.
Im Bereich der Niederspannung können Schaltfrequenzen bis einige MHz entstehen.
Die Alternative wären
- 230V-Leuchtmittel mit einem Kondensatornetzteil oder
- Niederspannungs-Leuchtmittel mit konventioneller Spannungs-/Stromanpassung (Vorwiderstand oder lineare Konstantstromquelle).
Bei einem getakteten 230V-Schaltnetzteil (Schaltfrequenz bis 210kHz) können sich Störstrahlungen kabelgebunden und über Funk ausbreiten. Der Gesetzgeber schreibt allerdings nicht vor, dass diese gänzlich störstrahlungsfrei sein müssen, sondern hat nur einen Wert als unterste Grenze gesetzt. Ab einem bestimmten Wert muss ein Netzfilter eingebaut werden, der die Störstrahlungen aus der Netzfrequenz (50Hz) wieder heraus filtert. Sinnvoll in diesem Zusammenhang ist auch ein geschirmtes Gehäuse. Nur genau das ist bei einem Leuchtmittel mit einer 2-Draht-Technik (L1+N, ohne PE) nicht möglich.
Im Bereich der Niederspannung können Schaltfrequenzen bis einige MHz entstehen.
Die Alternative wären
- 230V-Leuchtmittel mit einem Kondensatornetzteil oder
- Niederspannungs-Leuchtmittel mit konventioneller Spannungs-/Stromanpassung (Vorwiderstand oder lineare Konstantstromquelle).
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steinerdieter
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Vielen Dank für die Infos. Gibt es irgendwo dazu genauere Angaben/Unterlagen ?
Danke Dieter
Danke Dieter
- Achim H
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Möglicherweise im Datenblatt (falls eines für das Produkt hinterlegt wurde.).Gibt es irgendwo dazu genauere Angaben/Unterlagen ?
Mögliche Hinweise können auch EN-Nummern für EMV (elektromagnetische Verträglichkeit) sein, nach denen das Produkt geprüft wurde:
EMV-Normen
Falls ein Produkt noch recht neu ist und noch kein Datenblatt hinterlegt wurde, kann man auch direkt beim Hersteller anfragen.
Fragen kostet nichts (man muss nur damit rechnen, dass die Frage möglicherweise nicht beantwortet wird.).
- CRI 93+ / Ra 93+
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Alle LED-Leuchtmittel mit simplem Kondensatornetzteil oder Hochvolt-LED + Vorwiderstand dürften das erfüllen. Leider flimmern sehr viele davon mit 100 Hz, da gerne ein paar Cent für einen Sieb-Elko eingespart werden 
