Fertigstellung Beleuchtung. Bitte Hilfe!

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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whitee
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Di, 27.11.12, 21:14

Hallo liebe Community,

bin der Lukas, 24, aus Österreich und habe nun seit einem halben Jahr meine erste eigene Wohnung und muss nun endlich die Beleuchtung fertig machen.
Habe mich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt, jedoch den Überblick verloren und vor allem keine Erfahrung mit LED als Wohn-Leuchtmittel.
Was ist gut, was nicht? Stimmt es z.B. dass GU10 mit 3 LEDs besser sind als welche mit z.B. 64 SMD LEDs im gleichen Preissegment? etc....

Bei der Planung der Wohnung hatte ich gewissen Einfluss (Neue Mietwohnung, Vermieter: mein lässiger Chef). Es wurde die gesamte Betondecke mit Rigips abgehängt, restliche Raumhöhe: 3m. Lediglich in der Küche wurde eine "alleinstehende" Decke nach meinen Wünschen abgehängt. Ein Elektriker mit "Lichtspielen" als Hobby stand mir bei der Planung u. a. zur Dimensionierung der Lochanzahl- und Positionierung zur Seite.


Wohn/Essraum sind nicht voneinander getrennt, alle Wände weiß.
Wohnraum etwa 25qm, Küche/Essraum etwa 14qm


Meine Anforderungen:

Wohnraum muss dimmbar sein.

Küche wäre dimmbar angenehmer ist aber kein Muss, es sei denn aufgrund der Anzahl muss gedimmt werden?
In der Decke habe ich mir schlauerweise eine Lücke für einen evtl. Trafo gelassen, falls dies von Vorteil wäre.

Folgende Fragen kann ich als Laie auf diesem Gebiet nicht beantworten:

1)
Welchen Leuchtwinkel würdet ihr empfehlen? Mein Gefühl sagt mir dass es doch min. 70° sein sollten?

2)
Wie im Plan ersichtlich, brauche ich 36Stk $$$ daher eben die Frage ob undimmbare LEDs á ca. 7€ kaufen und einen bioledex oder busch-jäger
Dimmer nehmen oder dimmbare LEDs und -keine Ahnung was für einen- Dimmer? Wie gesagt, den Überblick verloren.

3)
Die berühmte Frage: Was würdet ihr Einbauen?

Natürlich muss dabei auch ans Budget gedacht werden. Ist ja nicht das
einzige dass in der Wohnung noch fehlt. Beleuchtung in Summe wird auch nicht wenig ausmachen.
Alles zusammen: Fassung, Rahmen, LEDs, Kabel (kostenlos), um die 700€ ? Was meint ihr? Fehlt was?

Hoffe auf eure Tipps,

Danke,
Lukas


--Ein Bild der abgehängten Decke im Koch/Ess-Bereich in der Bauphase. Jetzt gestrichen und wie am Plan ersichtlich alle Löcher gebohrt, 50mm Durchmesser für GU10
--Mein "Plan" der zu beleuchtenden Fläche, nahezu Maßstabsgetreu und mit weiteren, hoffentlich wichtigen Informationen. (Lampenabstand zur Wand 20cm!)
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Decke Küche
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Sailor
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Do, 29.11.12, 06:33

Wenn die Strahler nicht als "dimmbar" gekennzeichnet sind, können sie mit keinem Dimmertyp gedimmt werden. Das liegt nicht an den LED´s, sondern an der zum Betrieb erforderlichen vorgeschalteten Elektronik.

Die typischen Abstrahlwinkel der Spots liegen entweder um die 30° oder um die 60°, für eine Allgemeinbeleuchtung würde ich Spots mit etwa 60° Grad Abstrahlwinkel nehmen.

Eine Alternative zum Dimmen könnte eine Gruppenschaltung sein, so dass bei weniger oder gezieltem Lichtbedarf nur eine Gruppe leuchtet, bei mehr eine weitere Gruppe zugeschaltet wird.

Von den Systemen sind GU 5,3 (für 12 Volt und GU10 für 230 Volt geeignet, welches Du nimmst hängt auch von den Einbauringen ab, die häufig schon für ein bestimmtes System vorgefertigt sind. Eine Übersicht findest Du hier.

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whitee
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Do, 29.11.12, 10:08

Erstmal danke für deine Hilfe!

Wozu gibt es dann solche Dimmer? Bedeutet dies nicht dass dieser undimmbare LEDs dimmt?
http://www.bioledex.de/bioledex-switch-dimmer-led

Der Teil mit Gruppenschaltung fällt aus. Will alle LEDs im Wohnraum gemeinsam, und alle in der Küche gemeinsam schalten sollen.

Hätte nur gerne ein paar Modelle die ihr empfehlen würdet. Wenn möglich im unteren, aber brauchbaren Preissegment.
Über den Preis muss ich so und so selbst entscheiden.


Würde gerne noch ein paar weitere Member zu dieser Diskussion einladen, da dass gnze schon ziemlich umfangreich ist, und ich ja auch alles mir mögliche zur Verfügung stelle.

Vielen Dank
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Handkalt
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Do, 29.11.12, 16:07

Hallo Lukas,

für diesen Dimmer gibt es eine Kompatibilitätsliste mit getesteten LED-Lampen (alle von Bioledex), darunter steht "Funktionsfähigkeit mit Leuchtmittel anderer Herstellen kann nicht gewährleistet werden". Auf der Produktseite findet man noch die Hinweise "Mit diesem LED Dimmer lassen sich einfache 230V AC LED Lampen E27, E14, GU10, G9 ohne aktive Elektronik dimmen" und "Nicht geeignet für elektronisch geregelte LED-Netzlampen, LED- und Halogentrafos".

Es ist also mitnichten so, dass dieser Dimmer beliebige "nicht dimmbare LED-Lampen" plötzlich dimmen könnte. Er funktioniert wohl prinzipbedingt nur bei LED-Lampen mit Kondensatornetzteil, nicht jedoch bei solchen mit Schaltnetzteil (viel Spaß beim Herausfinden, wie eine bestimmte Lampe aufgebaut ist). Daneben kannst Du maximal 36W Last an diesen Dimmer anschließen. Da kommst Du mit Deinen 36 Spots in nur zwei Gruppen nicht weit. Inwiefern diese Kundenrezension repräsentativ ist, weiß ich allerdings nicht.

Dimmen von LED-Retrofit-Lampen ist immer ein schwieriges und teures Thema. Wenn es noch irgendwie machbar ist, würde ich Dir ebenfalls den Tipp von Sailor ans Herz legen, lieber mehrere Gruppenschaltungen zu realisieren.

Gute LED-Retrofit-Lampen gibt es z. B. von Samsung, Toshiba, Philips und Osram (hier die aktuellen Modelle). Ärgere Dich nicht mit Billigware herum.

-Handkalt
whitee
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Do, 29.11.12, 16:29

Das mit der Kompatibilitätsliste habe ich gesehen, dachte jedoch optimistisch dass wohl ein großteil der led s diese anforderungen erfüllen.
Falsch gedacht.

Naja, dass mit den Gruppenschaltungen ist so ein ding....

Ich könnte das ganze ja in 3 teile trennen und jeden Teil einzeln schalten. Muss ich halt wieder kabel ziehen, schalter/dimmer montieren etc. Habe ich jedoch nicht vor, da ich dann entweder mehrere dimmer (3) brauche oder nie wirklich das Licht meinen Ansprüchen nach dimmen kann. Und das ganze ohne Dimmer und immer nur Gruppenweise 1 oder 0 zu schalten ist für mich nicht akzeptabel.


Gebt mir doch bitte ein Beispiel nur für den Wohnraum:

Ich brauche 21Stk. dimmbare LEDs und einen dazu passenden Dimmer.
Welche LEDs kämen in Frage, und vor allem, welcher Dimmer?
Brauch nur zahlen um mir gesamt ein Bild machen zu können in welchen Sphären ich mich ca. bewege.


Allgemein:
Kann man sagen dass gedimmt/ungedimmt mit der 12V Variante billiger wäre?
Küche wäre Platz für einen Trafo vorbereitet, Wohnraum würde folgen, sofern billiger.


Muss einfach eine Lösung finden, die Löcher in der gesamten Decke und die Russischen lampen gehen mir schon sowas von am a****

Danke, Lukas
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Handkalt
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Fr, 30.11.12, 14:03

Hallo Lukas,

auf 12V zu gehen mach die Sache denke ich nur komplizierter, weil Du dann noch extra Trafos brauchst, was die Dimmproblematik nur komplizierter macht. Außerdem hast Du sehr viele Spots, was große oder viele Trafos und schwierigere Verkabelung bedeutet. Ich würde erst mal bei GU10/230V bleiben.

Also, wir sehen uns den Wohnbereich an mit 25m² und 21 Spots. Wir gehen auf die Seite LED-Lampen bei leds.de und setzen die beiden Filter "GU10" und "Nur dimmbare Lampen anzeigen". Dann verbleiben sieben Spots im Sortiment dieses Händlers, die Du technisch gesehen erst mal alle verwenden könntest.

Der billigste von diesen sieben ist der Philips mit 4W, den es erfreulicherweise mit 40° Abstrahlwinkel gibt. Eine solcher Spot kostet 12,50 EUR und bringt 180 Lumen, zusammen also 3780 Lumen für 262,50 EUR. Wenn ich mal in Form einer Milchmädchenrechnung die 3780 Lumen durch Deine 25m² teile, komme ich auf eine Beleuchtungsstärke von 151 Lux. Wie hell es werden soll, ist natürlich sehr stark Geschmackssache. Ich würde sagen, mindestens 100 Lux für Wohnräume. Wobei die Spots bei Dir nicht wirklich gleichmäßig im Raum verteilt sind, so dass es am Rand viel heller sein wird, als in der Mitte. Außerdem sind sie meinem Eindruck nach leider extrem nah an der Wand platziert, so dass Du teilweise die Wand anstrahlen wirst, bzw. zum Fenster hinaus strahlst. Das bringt Verluste mit sich, so dass real die 151 Lux im Schnitt nicht erreicht werden.

Bezüglich Dimmer schaust Du dann in die Dimmer-Kompatibilitätsliste von Philips. Da findet man den Spot offenbar unter "GU10PF" mit Angaben, welche dimmer mit welcher Anzahl von Spots getestet wurden. Wenn Du alle 21 Spots an einem Dimmer betreiben willst, bleiben nur der ABB 6523U sowie der Busch-Jaeger 6523U (nanu, gleiche Typbezeichnung bei zwei Anbietern? Vermutlich ist es das gleiche Gerät). Eine Google-Suche ergibt, dass er um die 60 EUR kosten dürfte. Für einen Marken-Dimmer fast schon "moderat". Rahmen/Kappe kommen natürlich hinzu, sowie Einbauleuchten oder was auch immer, um die Spots an die Decke zu bekommen.

Das war doch jetzt gar nicht so schwer, oder? 8)

-Handkalt

PS: noch eins, weil Dir Dimmen so wichtig ist: ist Dir klar, dass LEDs sich beim Dimmen anders verhalten als Halogenlampen? LEDs werden normalerweise einfach nur dunkler, wenn man sie dimmt. Bei Halogenlampen verändert sich hingegen auch die Farbtemperatur. Je weiter man sie herunterdimmt, um so rötlicher wird das Licht (was ein großer Nachteil sein kann, oder auch gewünscht sein kann, weil das warme Licht "gemütlich" wirkt). Wenn Du diese Änderung der Farbtemperatur bei LED-Spots auch haben willst, musst Du ganz spezielle Modelle mit "Black Bodyline Dimming" kaufen. Das ist im Sortiment von leds.de wohl nur der Phlips 7W-Spot für satte 31,49 EUR. Zudem gibt's ihn dort nur mit 25° Abstrahlwinkel, was für Dich zu eng sein dürfte.
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