Hallo liebe Forenmitglieder,
ich bin neu hier und hab noch keinerlei Erfahrungen mit LED-Basteleien oder sonstiger Elektronik. Ich möchte bis Weihnachten einen von LEDs beleuchteten Schriftzug bauen. Ich habe mir das so vorgestellt, dass ich eine schmale Holzplatte benutze, mit den Maßen von ungefähr 45x25 cm. In die Holzplatte bohre ich die Löcher entsprechend des Schriftzuges. Alternativ könnte ich eine Lochraster-Platine benutzen (nur wäre die wahrscheinlich viel teurer als die Holzplatte und mein Budget ist begrenzt). Vor der Holzplatte gucken die LEDs (blau, 5mm) heraus und darüber möchte ich kleine Tischtennisbälle stülpen (die gängigste Methode scheint ja ein Gehäuse aus Plexiglas zu sein, aber das ist glaub ich auch recht teuer und demnach wären die Tischtennisbälle eine günstigere Alternative - korrigiert mich bitte, falls ich hier falsch liege). Hinter der Holzplatte löte ich die LEDs dann zusammen. Allerdings brauche ich ja auch noch Vorwiderstände und einen Schalter, mit dem ich das Ganze an und aus machen kann. Ich kenn mich aber nicht damit aus, was ich wohin bauen muss und was ich wie verbinden muss, außerdem weiß ich nicht genau, ob ich eine Reihen-, oder eine Parallelschaltung benutzen soll und wie der Unterschied der beiden Schaltungen in der Praxis aussieht. Brauche ich sonst noch irgendwelche Teile oder muss etwas bestimmtes beachten?
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Danke schonmal im Vorraus.
LED-Schriftzug
Moderator: T.Hoffmann
- Achim H
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Willkommen im Forum.
Wir helfen Dir, aber dazu müssen wir mehr über die geplanten Leds wissen und mit welcher Spannung diese versorgt werden sollen.
Anhand der elektrischen Eigenschaften kann der benötigte Vorwiderstand berechnet werden.
Bei vielen Leds werden gewöhnlich einzelne Stränge parallel geschaltet. Jeder Strang besteht aus X Leds + Vorwiderstand in Reihe.
Lesetipp: Reihenschaltung/Parallelschaltung
Tischtennisbälle sind wahrscheinlich eine nette Idee, aber ein Graus, wenn diese geputzt werden müssen.
Als Abdeckung ist eine satinierte Plexiglasplatte deutlich pflegeleichter.
Wir helfen Dir, aber dazu müssen wir mehr über die geplanten Leds wissen und mit welcher Spannung diese versorgt werden sollen.
Anhand der elektrischen Eigenschaften kann der benötigte Vorwiderstand berechnet werden.
Bei vielen Leds werden gewöhnlich einzelne Stränge parallel geschaltet. Jeder Strang besteht aus X Leds + Vorwiderstand in Reihe.
Lesetipp: Reihenschaltung/Parallelschaltung
Tischtennisbälle sind wahrscheinlich eine nette Idee, aber ein Graus, wenn diese geputzt werden müssen.
Als Abdeckung ist eine satinierte Plexiglasplatte deutlich pflegeleichter.
Vielen Dank für deine Antwort Achim H.
Also es handelt sich dabei um etwa 100 blaue LEDs (habe 4 Buchstaben und für jeden 20-25 LEDs geplant) mit 3,2 V, 20ma und 5mm Größe. Außerdem 5 rote LEDs mit 1,8-2,5 V, 20ma und auch 5mm Größe. Ich habe mich dazu entschieden, die Tischtennisbälle wegzulassen und die LEDs möglichst dicht aneinander zu stellen, damit es wie ein durchgehender Strich aussieht. So wie hier: http://www.google.de/imgres?um=1&hl=de& ... ,s:0,i:302. Weiß jemand, in welchem Abstand ich die LEDs bauen sollte, dass sie möglichst nah beieinander sind, aber sich nicht gegenseitig schaden?
Ich denke eine Parallelschaltung wäre besser, damit nicht beim Ausfall einer LED gleich alle ausfallen. Allerdings verstehe ich nicht, warum es sinnvoll sein soll, bei einer Parallelschaltung mehrere LEDs pro Reihe anzubringen. Ich möchte die LEDs ja übereinander bauen, so, dass sie entlang der Linie des entsprechenden Buchstaben laufens und nicht x mal denselben Buchstaben nebeneinander haben. Wahrscheinlich habe ich hier irgendwas grundlegendes nicht verstanden, obwohl ich schon 2 Tage damit verbracht hab, mir alles mögliche darüber durchzulesen, aber für mich würde es nur Sinn machen, eine Parallelschaltung zu benutzen, bei der pro Reihe nur eine LED ist. Nach meinen Berechnungen würde ich ein Netzteil mit 5V und 2500 ma benutzen, sodass ich Vorwiderstände von 90Ohm bräuchte. Oder ich nehm ein Netzteil mit 12V und 2500ma und dazu Widerstände von 440 Ohm. Könnte das hinkommen?
Und ich wollte noch fragen, wie ich das Verbinden zwischen den LEDs und dem Netzteil anstellen soll. Das Ende des Netzteils ist so schmal, das kann ich doch nicht mit 100 Drähten, die alle zu einer LED hin und zurück führen verlöten?!
Vielen Danke nochmal. Lg
Also es handelt sich dabei um etwa 100 blaue LEDs (habe 4 Buchstaben und für jeden 20-25 LEDs geplant) mit 3,2 V, 20ma und 5mm Größe. Außerdem 5 rote LEDs mit 1,8-2,5 V, 20ma und auch 5mm Größe. Ich habe mich dazu entschieden, die Tischtennisbälle wegzulassen und die LEDs möglichst dicht aneinander zu stellen, damit es wie ein durchgehender Strich aussieht. So wie hier: http://www.google.de/imgres?um=1&hl=de& ... ,s:0,i:302. Weiß jemand, in welchem Abstand ich die LEDs bauen sollte, dass sie möglichst nah beieinander sind, aber sich nicht gegenseitig schaden?
Ich denke eine Parallelschaltung wäre besser, damit nicht beim Ausfall einer LED gleich alle ausfallen. Allerdings verstehe ich nicht, warum es sinnvoll sein soll, bei einer Parallelschaltung mehrere LEDs pro Reihe anzubringen. Ich möchte die LEDs ja übereinander bauen, so, dass sie entlang der Linie des entsprechenden Buchstaben laufens und nicht x mal denselben Buchstaben nebeneinander haben. Wahrscheinlich habe ich hier irgendwas grundlegendes nicht verstanden, obwohl ich schon 2 Tage damit verbracht hab, mir alles mögliche darüber durchzulesen, aber für mich würde es nur Sinn machen, eine Parallelschaltung zu benutzen, bei der pro Reihe nur eine LED ist. Nach meinen Berechnungen würde ich ein Netzteil mit 5V und 2500 ma benutzen, sodass ich Vorwiderstände von 90Ohm bräuchte. Oder ich nehm ein Netzteil mit 12V und 2500ma und dazu Widerstände von 440 Ohm. Könnte das hinkommen?
Und ich wollte noch fragen, wie ich das Verbinden zwischen den LEDs und dem Netzteil anstellen soll. Das Ende des Netzteils ist so schmal, das kann ich doch nicht mit 100 Drähten, die alle zu einer LED hin und zurück führen verlöten?!
Vielen Danke nochmal. Lg
- Achim H
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Achim reicht.
Der Sinn einer Reihenschaltung besteht darin, die Verluste so gering wie möglich werden zu lassen.
Es macht keinen Sinn, einzelne Leds (zum Beispiel: 3V) an einem 12V Netzgerät zu betreiben. Hier müssten 9V vernichtet werden.
Wenn man allerdings 3 Leds (oder mehr, je nach Farbe) in Reihe schaltet, dann summieren sich die Spannungen der Leds.
3V + 3V + 3V = 9V
An einem 12V Netzgerät betrieben müssen nur noch 3V vernichtet werden.
Das Venichten der überschüssigen Spannung übernimmt ein Vorwiderstand.
3 Leds in Reihe sind also effizienter wie 3 einzelne Leds.
3 Leds in Reihe = 1 Strang.
Mehrere Stränge werden parallel geschaltet.
Die einfachste Methode:
man nimmt sich ein Kabel mit 2 Adern und schließt alle Stränge daran an (Plus an Plus, Minus an Minus). Das Kabel wird zum Schluss ans Netzgerät angeklemmt (ebenfalls Plus an Plus, Minus an Minus).
Vorwärtsspannung @ 20mA (0,02A):
Blau: 3,2V
Rot: 1,8V
An 12V könnten angeschlossen werden:
blau: 12V / 3,2V = 3,75 Leds --> abgerundet 3 Leds.
rot: 12V / 1,8V = 6,66 Leds --> abgerundet 6 Leds.
Berechnung des Vorwiderstandes:
Versorgungsspannung minus Anzahl Leds mal Vorwärtsspannung für 1 Led
------------------------------- geteilt durch ------------------------------------- = Vorwiderstand [in Ohm]
Strom durch die Leds [in Ampere]
Mit Zahlen:
für blau:
12V - 3x 3,2V
---------------- =
0,02A
12V - 9,6V
------------- =
0,02A
2,4V
------- = 120 Ohm (ist ein Normwert)
0,02A
für rot:
12V - 6x 1,8V
---------------- =
0,02A
12V - 10,8V
-------------- =
0,02A
1,2V
------- = 60 Ohm (ist kein Normwert). --> nächst höherer Wert aus der E24-Reihe = 62 Ohm.
0,02A
An einer Led ist
das lange Beinchen die Anode (A oder der Pluspol der Led),
das kurze Beinchen die Kathode (K oder der Minuspol der Led).
Schematische Darstellung für 1 Strang mit 3 blauen Leds:
Schematische Darstellung für 1 Strang mit 6 roten Leds:
Irgendwo dazwischen (am Anfang, am Ende oder mittendrin) muss der Vorwiderstand eingebaut werden.
100 Leds kann man nicht durch 3 teilen:
entweder nimmst Du nur 99 Leds oder aber 102 Leds (oder jeweils 3 Leds mehr oder weniger).
Jeder Strang hat eine Stromaufnmahme von 20mA = 0,02A
Der Gesamtstrom ist die Summe aller Stränge.
Beispiel:
33 Stränge a 0,02A = 660mA = 0,66A
Das 12V Netzgerät sollte mindestens 10%, besser 20% oder noch etwas mehr liefern können. Diese Reserve verhindert, dass das Netzteil überlastet wird.
0,66A + 10% = 0,726A --> aufgerundet 0,73A
0,66A + 20% = 0,792A --> aufgerundet 0,8A
Du benötigst also (nur in diesem Beispiel) ein 12V Netzgerät mit mindestens 0,73A, besser 0,8A oder mehr.
Der tatsächliche Wert ist abhängig von der Anzahl Stränge, die Du hergestellt hast.
Der Sinn einer Reihenschaltung besteht darin, die Verluste so gering wie möglich werden zu lassen.
Es macht keinen Sinn, einzelne Leds (zum Beispiel: 3V) an einem 12V Netzgerät zu betreiben. Hier müssten 9V vernichtet werden.
Wenn man allerdings 3 Leds (oder mehr, je nach Farbe) in Reihe schaltet, dann summieren sich die Spannungen der Leds.
3V + 3V + 3V = 9V
An einem 12V Netzgerät betrieben müssen nur noch 3V vernichtet werden.
Das Venichten der überschüssigen Spannung übernimmt ein Vorwiderstand.
3 Leds in Reihe sind also effizienter wie 3 einzelne Leds.
3 Leds in Reihe = 1 Strang.
Mehrere Stränge werden parallel geschaltet.
Die einfachste Methode:
man nimmt sich ein Kabel mit 2 Adern und schließt alle Stränge daran an (Plus an Plus, Minus an Minus). Das Kabel wird zum Schluss ans Netzgerät angeklemmt (ebenfalls Plus an Plus, Minus an Minus).
Vorwärtsspannung @ 20mA (0,02A):
Blau: 3,2V
Rot: 1,8V
An 12V könnten angeschlossen werden:
blau: 12V / 3,2V = 3,75 Leds --> abgerundet 3 Leds.
rot: 12V / 1,8V = 6,66 Leds --> abgerundet 6 Leds.
Berechnung des Vorwiderstandes:
Versorgungsspannung minus Anzahl Leds mal Vorwärtsspannung für 1 Led
------------------------------- geteilt durch ------------------------------------- = Vorwiderstand [in Ohm]
Strom durch die Leds [in Ampere]
Mit Zahlen:
für blau:
12V - 3x 3,2V
---------------- =
0,02A
12V - 9,6V
------------- =
0,02A
2,4V
------- = 120 Ohm (ist ein Normwert)
0,02A
für rot:
12V - 6x 1,8V
---------------- =
0,02A
12V - 10,8V
-------------- =
0,02A
1,2V
------- = 60 Ohm (ist kein Normwert). --> nächst höherer Wert aus der E24-Reihe = 62 Ohm.
0,02A
An einer Led ist
das lange Beinchen die Anode (A oder der Pluspol der Led),
das kurze Beinchen die Kathode (K oder der Minuspol der Led).
Schematische Darstellung für 1 Strang mit 3 blauen Leds:
Code: Alles auswählen
+ O---- A Led1 K ----- A Led2 K ----- A Led3 K ----O -Code: Alles auswählen
+ O---- A Led1 K ----- A Led2 K ----- A Led3 K ----- A Led4 K ----- A Led5 K ----- A Led6 K ----O -100 Leds kann man nicht durch 3 teilen:
entweder nimmst Du nur 99 Leds oder aber 102 Leds (oder jeweils 3 Leds mehr oder weniger).
Jeder Strang hat eine Stromaufnmahme von 20mA = 0,02A
Der Gesamtstrom ist die Summe aller Stränge.
Beispiel:
33 Stränge a 0,02A = 660mA = 0,66A
Das 12V Netzgerät sollte mindestens 10%, besser 20% oder noch etwas mehr liefern können. Diese Reserve verhindert, dass das Netzteil überlastet wird.
0,66A + 10% = 0,726A --> aufgerundet 0,73A
0,66A + 20% = 0,792A --> aufgerundet 0,8A
Du benötigst also (nur in diesem Beispiel) ein 12V Netzgerät mit mindestens 0,73A, besser 0,8A oder mehr.
Der tatsächliche Wert ist abhängig von der Anzahl Stränge, die Du hergestellt hast.
