CRI 93+ / Ra 93+ hat geschrieben:Haifischhaut ist auch nicht glatt, aber super aero... ähm ...aquadynamisch. Also muss Rauhigkeit kein Nachteil sein.
Wie Du schon geschrieben hast, bietet die HAifischhaut einen hydrodynamischen bzw. aerodynamischen Vorteil: Es bilden sie unzählige kleine Wirbel, die den Köper wie auf lauter kleinen Kugellagern durch das Medium gleiten lassen. Für mich als Segler wäre solch eine Oberfläche am Unterwasserschiff ein Vorteil.
Für die Wärmeabfuhr bilden diese Wirbel jedoch einen weiteren Wärmeübergangswiderstan, der nuch größer ist, wenn die Geschwindigkeit des Mediums zu gering zur Wirbelbildung ist. Dann sitzen viele kleine Luftpolster in den Poren, die sich nicht ablösen. Dadurch wird die Übertragung der Wärme zum vorbeiströmenden Medium noch stärker behindert.
Farbig eloxierte Kühlkörper können den Vorteil durch Strahlungswärmeabgabe nur ausspielen, wenn die Abstrahlung ungehindert ist. Da spielt z.B. die Form eine Rolle. Zwei parallel laufende Kühlrippen führen dazu, dass die abgegebene Strahlung der einen Rippe von der anderen Rippe wieder "eingefangen" wird. Wie viel, hängt vom Abstand und der Form der Rippen ab.
Den anderen Nachteil, dass Strahlungswärme anderer Wärmequellen stärker aufgenommen wird, hat Loong schon geschrieben.
Beim Vergleich der Wärmeabgabe zwischen lackierten und eloxierten Kühlkörpern in den vorherigen Beiträgen bin ich von gleichartigen augegangen, also farbig lackiert gegen farbig eloxiert bzw. farblos eloxiert gegen Klarlack. Sonst macht dieser Vergleich weniger Sinn, auch wenn der Aufrag einer Farbe zu einem schlechteren Ergebnis führt.
Den Unterschied zwischen der unlackierten Seite und der lackierten Seite kann man schon mit dem Finger spüren, jedenfall bei den 3 Kühlkörpern, die ich einseitig lackieren musste. Die Flächen dieser Kühlkörper musste ich nahezu verdoppen, um die LED´s im Fingertest bei der etwa gleichen Temperatur zu halten.