Ich wollte auch mal wieder ein bisschen mitteilen, was bei mir gerade so los ist. Aktuell arbeite ich an einem Hausbus mit den RFM12 Modulen. Vorerst geht es hauptsächlich um Lichtsteuerung, allerdings hab ich auch schon die drei Rolläden einer Fensterfront mit vernetzt.
Die Planung ist so, dass jedes zu steuernde Gerät ein Funkmodul bekommt, welche alle von einem Handsender angesprochen werden können. Zusätzlich wird es ein Basisgerät mit DCF77 Modul geben, welches einen Zeitplan abarbeiten und selbstständig Steuerungen vornehmen kann.
Weiterhin denkbar ist die Einbindung von Heizkörpern (elektrische Thermostate schlachten und tunen) und einer kleinen Wetterstation mit Luftdruck und Temperatur.
Im Moment existiert allerdings erst der Handsender, eine Lichtsteuerung und eine Rolladensteuerung.
Der Handsender:
Der Handsender hat ein 240 x 128 Grafik LCD und zur Eingabe befinden sich links vier Taster und rechts oben ein Drehencoder mit integriertem Taster. Das Gehäuse ist aus MDF-Holz gesägt, gefräst, gefeilt und anschließend mit stoßfestem Lack gestrichen.
Das Herzstück ist ein Atmega1284P, welcher alle Funktionen steuert. Im Bild links oben sieht man die Platine, wo auch gleich das Funkmodul mit aufgelötet ist. Über eine 19-polige Pfostenleiste ist sie direkt mit dem Display verbunden. Unterhalb des Funkmoduls sitzt ein Piezo zur akustischen Unterstützung (Tastentöne, Bestätigungen, Warnungen...). Das graue Flachband führt zur Tasterplatine.
Links oben befinden sich zwei parallel geschaltete 7,4V LiPo Akkus mit zusammen 1,6Ah. Darunter gleich die dazugehörige Platine mit einem LM2675 Schaltregler, welcher die über die Ladebuchse (Mitte unten) eingespeiste Spannung in auf ca. 750mA strombegrenzte 8V wandelt. Dort sind direkt die Akkus und die Display-Beleuchtung angeschlossen. Zwei ebenfalls dort aufgelötete LT3010-5 Spannungsregler stellen aus der Akkuspannung stabile 5V für Funkmodul, LCD und AVR her. Unten links sieht man noch den Drehgeber.
Der AVR überwacht die Akkuspannung und die Spannung an der Ladebuchse. So kann eine Ladekontrolle und eine Ladezustandsanzeige realisiert werden. Das LCD und die Beleuchtung sind über FETs abschaltbar, das Funkmodul hat einen sparsamen Standby-Mode. Der AVR kann schlafen gelegt werden, wenn länger keine Taste gedrückt wird. Über Pin Change Interrupts lässt er sich mit allen Tasten wieder aufwecken.
Die Lichtsteuerung:
Es handelt sich um eine 4-Kanal-Steuerung mit 8 bit PWM-Dimmung. Die linke geätzte Platine war ursprünglich mal meine Testplatine für die ersten Gehversuche mit den Funkmodulen. Deshalb sitzt rechts noch eine separate Platine mit unterseitig aufgelöteten SMD-FETs und einem 5V Spannungsregler.
Aktuell werden damit 3 Nichia Superflux-Leisten hinter dem Fernseher, 3 Superflux-Leisten unter Fernseh- und Audio-Schrank und die amberfarbenen Superflux-LEDs an der Decke (ja die gibts auch noch, allerdings hat sich der Raum etwas verändert).
Rolladen:
Nur kurz der Vollständigkeit halber, obwohl es eigentlich nichts mit LEDs zu tun hat. Hier hab ich die Schwenkkästen demontiert und oben eine Welle eingesetzt, welche mittels eines 12V Motors angetrieben und mit einem 10 Gang Wendelpoti überwacht wird. Später kommt noch eine Verkleidung drum herum.
Hausbus System per Funk
Moderator: T.Hoffmann
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Also Sternchen hast Du schon mal von mir bekommen dafür. Ich ziehe gerade um, ich werde auch bald wieder massiv tätig werden mit Ein- und Umbau, hauptsächlich in Form von LED-Beleuchtung. Wie ist das eigentlich mit Funk - man hört da immer mal wieder etwas von "Elektrosmog" und "Strahlungen" und "Entstörung"... Ich kenne mich damit nicht aus, wie ernst ist denn soetwas zu nehmen ?
Rein wissenschaftlich gibt es keine Anhaltspunkte für irgendeine Beeinflussung des Menschen durch elektromagnetische Strahlung bei diesen Frequenzen (unterhalb ein Terraherz) und Feldstärken (Leistung von ein paar Milliwatt). Esoterisch gesehen gibt es natürlich alle möglichen Gesundheitsschädigungen die durch jede Art von Elektrik verursacht werden kann.Ich kenne mich damit nicht aus, wie ernst ist denn soetwas zu nehmen ?
Siehe auch: http://esowatch.com/ge/index.php?title=Elektrosmog und http://www.rp-online.de/gesundheit/news ... -1.2182438
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Um in diesem Zusammenhang nochmal etwas näher auf die Funktion einzugehen:O.Mueller hat geschrieben:Wie ist das eigentlich mit Funk - man hört da immer mal wieder etwas von "Elektrosmog" und "Strahlungen" und "Entstörung"... Ich kenne mich damit nicht aus, wie ernst ist denn soetwas zu nehmen ?
Die RFM12 Funkmodule können senden und empfangen in einem Modul. Bei mir werden sämtliche Module immer im Empfangsmodus betrieben, sprich sie hören nur auf Funkwellen, erzeugen aber keine. Nur wenn ein Befehl (z.B. Ambilight 50% dimmen) gesendet werden soll, wird das entsprechende Modul kurz in den Sendemodus geschaltet um den Befehl zu senden, und dann gleich wieder in den Empfangsmodus zurück. Das ganze dauert nur wenige Millisekunden.
Wenn man also die Zeit über einen ganzen Tag nimmt, in der überhaupt Funkwellen durch das ganze System entstehen, kommt man auf weit unter 1 Promille. Selbst wenn also ernsthafte Schäden durch die Funkwellen entstehen könnten, wären Sendeleistung (ca 2mW), Frequenz (868MHz) und Einschaltdauer viel zu gering. Ein WLan-Netz im Vergleich ist schon ein ganz anderes Kaliber, und das haben wohl wesentlich mehr Leute zu Hause
Ich werd hier dann nochmal ein bisschen ergänzen, ein paar Sachen hab ich in Kürze noch fest vor. Auch wenn die Resonanz bis jetzt nicht so groß ist. Was ich im Großen und Ganzen auch einsehe, denn wie viele Leute verbasteln sich schon ihre Bude
Viele Hausbus-Interessierte werden wohl zu modularen Fertigsystemen greifen und das dann gleich beim Neubau mit einbringen.
Ich bin ein Fan von soetwas, ich hatte als erster in meinem Bekanntenkreis die Funksteckdosen und solche Sachen. Aber es gibt ja so viele "seriöse" Berichte wo das sehr verteufelt wird. Ich finde auch die Steurung über I-Phone gut, dummerweise mag ich diese Art Telefon nicht und muss deshalb wohl auf dieses Gimmick verzichten.
Geht mir genauso.Ich finde auch die Steurung über I-Phone gut, dummerweise mag ich diese Art Telefon nicht und muss deshalb wohl auf dieses Gimmick verzichten.
So gesehen finde ich die Idee/Lösung von Beatbuzzer auch sehr interessant.
@Beatbuzzer
Um noch mehr Strom zu sparen als im 'normalen' Powerdown-Modus habe ich im Bascom Forum mal einen sehr interessanten Beitrag gefunden:
http://bascom-forum.de/showthread.php?1 ... 1#post7720
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Also nachdem die Fernbedienung jetzt seit längerem autark läuft, kann ich ein paar Angaben zur Laufzeit machen:Borax hat geschrieben: @Beatbuzzer
Um noch mehr Strom zu sparen als im 'normalen' Powerdown-Modus habe ich im Bascom Forum mal einen sehr interessanten Beitrag gefunden:
http://bascom-forum.de/showthread.php?1 ... 1#post7720
Die beträgt etwa 3-4 Wochen, wobei das Teil natürlich die meiste Zeit im Powerdown-Mode rumliegt. Der größte Stromfresser mit etwa 0,5mA ist aktuell der Spannungsteiler vom LM2576. Hab schon überlegt den über eine Diode abzukoppeln, aber dann kann ich die Ladeschlussspannung nicht mehr so präzise bestimmen. Hochohmiger geht leider auch nicht, weil das nicht der ADJ-Typ ist, sondern der 5V-Typ mit integriertem Spannungsteiler. Und den kann ich leider nur extern erweitern, dass er mir 8V ausspuckt.
Allerdings konnte ich meine Akkumessung und Verrechnung in % nach dem ersten Entladevorgang nochmal deutlich anpassen
Hier übriegns mal eine vorläufige Software-Version. Die Konfigurationen und Routinen funktionieren alle. Aber Menüführung ist bisher nur minimalistisch, da muss ich erst noch ein bisschen was basteln.
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- Hausbus Fernsteuerung.zip
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