Hallo Zusammen
Ich möchte mir eine LED-Deckenlampe selber bauen. Diese soll eine bestehende 120W (2x60W Standard-Glühlampen) Deckenleuchte ersetzen.
Da ich bisher keine Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte möchte ich an dieser Stelle mal nachfragen ob meine Planung soweit richtig ist.
1. Designvorstellung
Das ganze soll ca. so aussehen (Befestigungswinkel, Schrauben und NT noch nicht eingezeichnet):
Weiss: lackiertes Alu
Grau: Kühlkörper
Gelb: LEDs
Durchsichtig: satiniertes Plexiglas
4 Leds würden also gerade nach aussen und 2 gerade nach unten abstrahlen. Somit sollte ich (zumindest in meiner Vorstellung) eine gleichmässige Ausleuchtung erreichen können.
2. Benötigte Lichtmenge
Ein Vergleich mit meiner 800Lumen Taschenlampe (Spark SL6-800CW / Anstrahlen an die Decke für indirektes Licht) hat ergeben, dass ich mit ca. 1600Lumen Lumen „glücklich“ werden sollte.
Gemäss Google leistet eine 60W-Birne ca 700-900 (je nach Quelle) Lumen. Meine Schätzung dürfte also nicht so falsch sein.
3. Wahl der LEDs und Anzahl
Nachdem ich Stundenlang die Datenblätter gewälzt habe bin ich nun zum Entschluss gekommen 5 oder 6 LED SmartArray, 12x Nichia LED 6W http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Chip ... weiss.html, in Warmweiss einzusetzen
Diese würde ich auf 350mA betreiben.
5x280Lm=1400Lm bei 15,6W bzw. 6x280Lm= 1680Lm bei 18.6W
3. Kühlung
Ich würde gerne die empfohlenen Kühlkörper für Extreme-Lines: http://www.leds.de/High-Power-LEDs/High ... Lines.html
einsetzen und diese auf ca. 130mm (4x an der Seite ) bzw. 80mm (2x unten) einkürzen
Brauche ich bei 350mA überhaupt die Kühler? Da die LEDs ja auf dem Alu befestigt sind fliesst hier ja schon Wärme ab?
Ich würde die Leisten mit den vorgesehenen Haltern Anschlusselement für Citizen und LUMITRONIX Smart Arrays http://www.leds.de/High-Power-LEDs/High ... rrays.html anbringen. Braucht es dann unter den LED-Leisten Wärmeleitkleber/paste?
4. Netzteil
Die bestehende Lampe ist hinter einem Dimmer (soweit ich weiss Phasenanschnitt, leider keine genaueren Daten vorhanden).
Das Netzteil müsste also dimmbar sein (am besten sowohl per Phasenan- als auch Phasenabschnitt).
Die Leistung beträgt P=6stk*8.9V*0.35A*1.1(10%-Reserve)=20.5W
Wäre dieses Netzteil: MEANWELL PCD-25 http://www.elpro.org/shop/_pdf_groups/1253.pdf
geeignet?
Was ist mit der Angabe „Setup Time = 1000ms“ im Datenblatt gemeint? Heisst dass ich muss 1s warten bis das Licht angeht?
5.Sonstiges
Der Dimmer startet immer auf 100% und lässt sich danach runterregeln. Wenn die Lichtmenge also massiv zu gross sein sollte müsste ich ein Potti / PWM-Modul,… oder ähnliches vorschalten um die maximale Leistung begrenzen zu können. Was könnte ich hier nehmen?
6. Schaltung
Wenn ich die Daten der LEDs und des NTs richtig verstanden habe kann ich einfach alles in Reihe schalten. Vorwiderstand wird auch keiner benötigt. Richtig?
7.Einkaufszettel:
-Alublech 2mm
-Plexiglass satiniert 10mm
-diverse Schrauben und Kleinmaterial
-6xLED 6 LED SmartArray, 12x Nichia LED, 6W a € 9.90
-6xHalter Anschlusselement für Citizen und LUMITRONIX Smart Arrays a € 1.99
-3xKühlleisten Kühlkörper für Extreme-Lines a € 7.79
-1xMEANWELL PCD-25 €15.79
Macht also ca. €110.- (excl. Versand) nur für die elektronischen Bauteile.
Sollte das so funktionieren? Habe ich irgendwelche Denkfehler gemacht? Was sollte man noch verbessern? Kann man das ganze günstiger gestalten (ohne Einbussen bei Lichtmenge, Qualität, Dimmbarkeit) ?
Gruss Arnim
Planung Eigenbau Deckenlampe Wohnzimmer / Bitte kontrolieren
Moderator: T.Hoffmann
- R.Kränzler
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Herzlich Willkommen in unserem Forum.
Ein sehr schönes Projekt, das Du da vor hast. Es wundert mich etwas, dass da noch keiner eingestiegen ist, um Deine Fragen zu beantworten.
Einiges in Kürze:
Zu 3.: Um eine lange Lebendauer zu erreichen, würde ich Dir raten, nicht auf die Kühlkörper zu verzichten. Ob das lackierte Alugehäuse allein ausreicht, ist für mich fraglich. Für gute Wärmeabfuhr solltest Du Wärmeleitpaste verwenden.
Zu 4.: Die Konstantstromquelle passt, sowohl für Phasenan- wie auch -abschnittdimmer. Setup Time 1000 ms ist der ungünstigste Fall, in der Regel ist es deutlich weniger.
Zu 5.: Mit zusätzlichem PWM-Modul geht hier nichts.
Zu 6.: Richtig!
Sonst ist alles Bestens.
Ein sehr schönes Projekt, das Du da vor hast. Es wundert mich etwas, dass da noch keiner eingestiegen ist, um Deine Fragen zu beantworten.
Einiges in Kürze:
Zu 3.: Um eine lange Lebendauer zu erreichen, würde ich Dir raten, nicht auf die Kühlkörper zu verzichten. Ob das lackierte Alugehäuse allein ausreicht, ist für mich fraglich. Für gute Wärmeabfuhr solltest Du Wärmeleitpaste verwenden.
Zu 4.: Die Konstantstromquelle passt, sowohl für Phasenan- wie auch -abschnittdimmer. Setup Time 1000 ms ist der ungünstigste Fall, in der Regel ist es deutlich weniger.
Zu 5.: Mit zusätzlichem PWM-Modul geht hier nichts.
Zu 6.: Richtig!
Sonst ist alles Bestens.
In Bezug auf die technischen Aspekte kann ich da nicht viel zu sagen, in Bezug auf die Wirkung
des Lichtes möchte ich mal meine Bedenken äußern...
Eine solche LED, so dicht unter der Decke und waagerecht ausgerichtet wird wahrscheinlich ganz
furchtbar aussehen. Du wirst einen stark übertrahlten Fleck an der Decke bekommen, der zu einem
langen keilförmigen Dreieck wird. So flach wie das Licht über die Fläche streicht, wirst du jeden
winzigsten Flusen, jeden Krümel, jede Unebenheit und jede Staubflocke an der Decke überdeutlich
sehen können, mit unzähligen kleinen harten Schattenwürfen dazu. Da es in jede Richtung eine
LED gibt, wird sich ein großes Lichtkreuz an der Decke bilden. Der Raum wird dadurch kaum
heller, dafür wirst du an den gegenüberliegenden Wänden einen halbkreisförmigen Fleck bekommen,
mit der größten Intensität oben an der Kante der Decke. Die beiden Plexiglasscheiben werden das
Licht an ihrer Kante brechen und zwei deutlich sichtbare große Ringe in den Raum projezieren.
Die untere Raumhälfte wird recht dunkel bleiben, dafür wird sich mittig am Boden auch ein
großer Lichtfleck bilden, der nicht bis zur Beleuchtung der Wände reicht. Es entsteht also ein
Dunkelband rund um die untere Hälfte des Raumes. Alles zusammengenommen vermute ich eine
ganz gräusliche Lichtwirkung im Raum.
An deiner Stelle würde ich das erstmal per Software simulieren, simulieren lassen oder wenigstens
praktische Versuche mit einem dieser LED-Module machen. So kannst du die Wirkung des Lichtes im
Raum, abhängig von Winkel und Position, viel besser einschätzen und dein Vorhaben prüfen.
Ich vermute die Konstruktion wird dann ganz anders aussehen.
des Lichtes möchte ich mal meine Bedenken äußern...
Eine solche LED, so dicht unter der Decke und waagerecht ausgerichtet wird wahrscheinlich ganz
furchtbar aussehen. Du wirst einen stark übertrahlten Fleck an der Decke bekommen, der zu einem
langen keilförmigen Dreieck wird. So flach wie das Licht über die Fläche streicht, wirst du jeden
winzigsten Flusen, jeden Krümel, jede Unebenheit und jede Staubflocke an der Decke überdeutlich
sehen können, mit unzähligen kleinen harten Schattenwürfen dazu. Da es in jede Richtung eine
LED gibt, wird sich ein großes Lichtkreuz an der Decke bilden. Der Raum wird dadurch kaum
heller, dafür wirst du an den gegenüberliegenden Wänden einen halbkreisförmigen Fleck bekommen,
mit der größten Intensität oben an der Kante der Decke. Die beiden Plexiglasscheiben werden das
Licht an ihrer Kante brechen und zwei deutlich sichtbare große Ringe in den Raum projezieren.
Die untere Raumhälfte wird recht dunkel bleiben, dafür wird sich mittig am Boden auch ein
großer Lichtfleck bilden, der nicht bis zur Beleuchtung der Wände reicht. Es entsteht also ein
Dunkelband rund um die untere Hälfte des Raumes. Alles zusammengenommen vermute ich eine
ganz gräusliche Lichtwirkung im Raum.
An deiner Stelle würde ich das erstmal per Software simulieren, simulieren lassen oder wenigstens
praktische Versuche mit einem dieser LED-Module machen. So kannst du die Wirkung des Lichtes im
Raum, abhängig von Winkel und Position, viel besser einschätzen und dein Vorhaben prüfen.
Ich vermute die Konstruktion wird dann ganz anders aussehen.
@ stoske: Autsch.....
Das war ja ein ziemlich vernichtender Kommentar bezüglich der Lichtwirkung. Trotzdem (oder gerade deswegen) vielen Dank.
Meine Überlegung war, dass LEDs gerade nach unten die Decke zu wenig ausleuchten und indirekte Beleuchtung (gerade an die Decke) zu viel Verlust bringt.
An die Schatten und die ungleichmässige Beleuchtung hatte ich tatsächlich nicht gedacht.
Da ich jetzt aber weiss, dass es technisch zumindest i.O. sein müsste, (Hierfür danke an R.Kränzler ) werde ich mich wohl an einen (zuerst mal provisorischen) Aufbau wagen.
Gruss Arnim
Das war ja ein ziemlich vernichtender Kommentar bezüglich der Lichtwirkung. Trotzdem (oder gerade deswegen) vielen Dank.
Meine Überlegung war, dass LEDs gerade nach unten die Decke zu wenig ausleuchten und indirekte Beleuchtung (gerade an die Decke) zu viel Verlust bringt.
An die Schatten und die ungleichmässige Beleuchtung hatte ich tatsächlich nicht gedacht.
Da ich jetzt aber weiss, dass es technisch zumindest i.O. sein müsste, (Hierfür danke an R.Kränzler ) werde ich mich wohl an einen (zuerst mal provisorischen) Aufbau wagen.
Gruss Arnim
- R.Kränzler
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Ich glaube nicht, dass stoske da ganz richtig liegt, was die Abstrahlung anbelangt. Die Arrays haben einen Abstrahlwinkel von 120° und strahlen ziemlich diffus ab. Von den oberen Arrays geht das Licht nur gegen Decke und Wand direkt, sondern auch etwas durch die Reflexion an dem satinierten Plexiglas. Ein Teil des Lichts wird auch von dem Plexiglas nach unten gestreut, zusätzlich zu dem Licht von den nach unten strahlenden Arrays.
Aber: Probieren geht über Studieren, wie es so schön heißt.
Aber: Probieren geht über Studieren, wie es so schön heißt.
> Aber: Probieren geht über Studieren, wie es so schön heißt.
Genau das war auch mein Vorschlag. Nicht einfach nach Plan bauen, sondern vorher
testen - nur um sicher zu gehen. Wäre doch schade, wenn man erst nach Fertigstellung
merkt, dass das Licht nicht so schön ist. Vielleicht reicht es schon die seitlichen LED
etwas anzuwinkeln?
PS: Ich finde es Klasse, wenn man die Lampe vorher in 3D simuliert, das mache ich auch
immer. Die Wirkung des Lichtes kann man genauso vorab simulieren.
Genau das war auch mein Vorschlag. Nicht einfach nach Plan bauen, sondern vorher
testen - nur um sicher zu gehen. Wäre doch schade, wenn man erst nach Fertigstellung
merkt, dass das Licht nicht so schön ist. Vielleicht reicht es schon die seitlichen LED
etwas anzuwinkeln?
PS: Ich finde es Klasse, wenn man die Lampe vorher in 3D simuliert, das mache ich auch
immer. Die Wirkung des Lichtes kann man genauso vorab simulieren.

