High Power LED Leuchttisch

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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mangani84
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Mi, 18.01.12, 12:40

Hallo zusammen,
ich brauche eure Hilfe. Und zwar möchte ich mir einen Leuchttisch aus einer Holzteebox basteln. Diese hat eine Innenmaße von ungefähr 32 x 17 cm und ist mit einer Milchglasplatte (Deckel) versehen.
Und zwar soll ein sehr helles Licht erzeugt werden welches so hell sein sollte um Kristalle zu durchleuchten. Solche Tische werden normalerweise mit Halogeenlampen angetrieben. Ich weiß nicht ob es die heutige LED Technik zulässt ungefähr die selbe Helligkeit zu erzeugen? Wenn ja, würde ich gerne die hellsten LED´s verwenden,am liebsten LED Leisten. Meine Frage ist nur welche und wieviele bräuchte ich für dieses Vorhaben? Aber vorher sollte natürlich noch geklärt werden ob sich mein Vorhaben umsetzen lässt. Ach ja, dimmbar sollte das Ganze natürlich auch noch sein.
Nun freue ich mich schon sehr auf eure Antwort/en
Viele Grüße
Alex
Borax
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Mi, 18.01.12, 13:22

Ich weiß nicht ob es die heutige LED Technik zulässt ungefähr die selbe Helligkeit zu erzeugen?
Kein Problem.
Dimmbar: Auch kein Problem
Wenn ja, würde ich gerne die hellsten LED´s verwenden,am liebsten LED Leisten.
Dann Powerbar: http://www.leds.de/LED-Leisten-Module/H ... CRI90.html

ABER... Ein Problem gibt es doch: Kühlung
Am besten den Boden der Holzbox durch einen Kühlkörper ersetzen und ggf. auch noch Lüfter dafür vorsehen...

[Edit]
Meine Frage ist nur welche und wieviele bräuchte ich für dieses Vorhaben?
Das ist schwer zu beantworten. Welche Halogenlampen werden denn sonst dafür verwendet?
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stoske
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Mi, 18.01.12, 13:37

Ein Leuchttisch zeichnet sich durch eine homogene Fläche aus und ist blendfrei.
Mit einigen wenigen HP-LED wird es schwer eine gleichmäßige und blendfreie
Lichtfläche zu erreichen und auch die Kühlung ist dann ein Problem. Besser wären
hier sehr viele LP-LED, was den Aufwand und die Kosten aber in die Höhe treibt.

Noch besser wäre es, einen fertigen alten(!) Leuchttisch zu kaufen. Meiner z.B. ist
viermal so groß und hat gebraucht bei eBay 16 Euro gekostet. Mit vier Leuchtstoff-
Röhren ist das recht effektiv, kühl, perfekt homogen, Lüfter- und geräuschlos und
bedeutend billiger als ein Selbstbau.
mangani84
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Mi, 18.01.12, 22:29

Vielen Dank für die schnellen Antworten.
Dann Powerbar: http://www.leds.de/LED-Leisten-Module/H ... CRI90.html
Wie viele von den Leisten bräuchte ich denn um die Box optimal zu bestücken so dass sie ein gleichmäßiges Licht abgibt?
ABER... Ein Problem gibt es doch: Kühlung
Am besten den Boden der Holzbox durch einen Kühlkörper ersetzen und ggf. auch noch Lüfter dafür vorsehen...
Was für einen Kühler und welche Lüfter könnte ich denn dafür nehmen?
Das ist schwer zu beantworten. Welche Halogenlampen werden denn sonst dafür verwendet?
Also normalerweise sind die Tische viel kleiner, so um die 10 cm groß. An dessen Tisch ist eine Öffnung in der ein Lichtleiterkabel geklemmt wird. Dieser Lichtleiter wird von einer 150 W. bzw. 250 W. Kaltlichtquelle gesteuert. Mein Tisch ist aber um einiges größer.
Noch besser wäre es, einen fertigen alten(!) Leuchttisch zu kaufen.
Das hatte ich eigentlich ursprünglich auch vor, jedoch sind normale Leuchttische die es zu kaufen gibt viel zu groß. Ich möchte einfach Kristalle und Bernsteine die auch größer sind, also mal gute 8-20cm gut fotografieren können. Dies geschieht an einem Makroskop und so ein Riesentisch passt leider nicht darunter. Deshalb muss ich mir wohl oder übel einen basteln und hoffe dass sich dies bewerkstelligen lässt.
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Sailor
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Do, 19.01.12, 08:10

mangani84 hat geschrieben:Diese hat eine Innenmaße von ungefähr 32 x 17 cm und ist mit einer Milchglasplatte (Deckel) versehen.
Muss die gesamte Fläche für das Bild zur Verfügung stehen oder gibt es Randflächen, die schon wegen des Bildformates abgedeckt werden können bzw. in denen die Homogenität des Lichts keine Rolle spielt?

Wie tief ist die Kiste?

Grundsätzlich sind 3 Systeme möglich:

1. Beleuchtung der Scheibe direkt von unten.

Damit wird eine hohe Effizienz erreicht, bei nicht ausreichender Tiefe aber auch im Foto deutlich erkennbare Spots. Da Deine Deckscheibe sicher nicht zur Vermeidung von Spots entwickelt wurde, könnte die Spotbildung problematisch werden.
Hierzu gibt es einige Bilder hier im Forum.

2. Beleuchtung der Scheibe von der Seite in den Raum darunter.

Je nach Dichte der LED´s kommt es zu Keulen / Spots am Rand unmittelbar über den LED´s, außerhalb dieses Bereichs ist das Licht jedoch recht homogen. Um die Effizenz zu erhöhen, sollte der Raum unterhalb der Scheibe weiß gelackt sein.
Da bin ich mir nicht sicher ob es Bilder gibt, besprochen wurde das System schon öfter.

3. Beleuchtung der Scheibe durch direktes Einstrahlen in die Seitenkannte.

Das flachste System, ein Kasten ist (fast) nicht mehr erforderlich. Auch hier bleibt der Randbereich wegen Keulenbildung fürden Fotoapparat tabu. Unter der Scheibe ist mit 2 bis 3 mm Abstand die Bodenplatte, ebenfalls reflektierend (weiß) um das auf der "falschen" Seite austretende Licht zurückzuwerfen. Ob diese Methode mit dem vorhandenen Glas möglich ist muss getestet werden. Für diese Anwendung ist Plexiglas EndLighten entwickelt worden. Falls dieses System in Frage kommt: dazu gibt es einige Bilder hier im Forum.

Bilder können wir auch gemeinsam suchen, wenn Du Dich für eines der Systeme besonders interessierst. Der Vorteil der Bilder im Forum ist, dass die Wirkung des Lichts mit dem Auge der Kamera zu erkennen ist. Die sieht auch dort noch Ungleichheiten, wo das menschliche Auge eine homogene Fläche vorspielt.
mangani84
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Do, 19.01.12, 12:26

Muss die gesamte Fläche für das Bild zur Verfügung stehen oder gibt es Randflächen, die schon wegen des Bildformates abgedeckt werden können bzw. in denen die Homogenität des Lichts keine Rolle spielt?
Das Licht sollte wenn möglich in einem Bereich von mindestens ca. 20 x 12 cm homegen sein, denn die größten Steine haben eine Länge von ca. 18 cm. Die Randflächen müssen somit nicht zwingend homogen sein.
Wie tief ist die Kiste?
9 cm
1. Beleuchtung der Scheibe direkt von unten.
wegen der hohen Effizienz würde ich diese Bauweise bevorzugen. Ich hoffe nur dass die Homogenität bei dieser Bauweise nicht großartig leiden wird?
Borax
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Do, 19.01.12, 13:08

Ich hoffe nur dass die Homogenität bei dieser Bauweise nicht großartig leiden wird?
Probier es einfach aus... Nimm ein paar Halogenbirnen (z.B. 20W ohne Reflektor) und probier es mal damit. Soo viel anders ist es mit den LEDs auch nicht. 9cm ist schon einiges. Das könnte reichen.
ustoni
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Do, 19.01.12, 13:26

Leichter, aber auch etwas teurer wäre der Leuchttisch mit diesen Lumiflex-Leisten aufzubauen:
http://www.leds.de/LED-Leisten-Module/F ... weiss.html
Wenn man davon 8 Stück (also 4 m) in 25 cm lange Streifen unterteilt, könnte man diese in etwa so aufkleben:
Lumiflex.jpg
Das ergibt dann eine Leuchtfläche von 25 cm x 12,8 cm. Der homogen ausgeleuchtete Bereich der Scheibe dürfte noch größer sein. Die Leistungsaufnahme der LEDs wäre dann 48 W, der erzeugte Lichtstrom über 4000 Lumen; das entspricht etwa 300 W Halogenlicht. Die Bodenplatte sollte dann durch eine Aluplatte ersetzt werden und in die Seitenwände Lüftungslöcher gebohrt werden.
Als Netzteil würde sich dieses hier anbieten:
http://www.leds.de/LED-Zubehoer/Strom-u ... -IP67.html
Gedimmt werden kann das Ganze dann mit einem PWM-Dimmer.
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Do, 19.01.12, 14:32

8 dieser Leisten würden schon 215 Euro kosten, mit Netzteil, Alu und Kleinkram
läge man bei rund 250 Euro. Das ergäbe 4000 Lumen bei 90 Lm/W.

200 Raijin Superflux würden auch 4000 Lumen liefern, aber bei 130 Lm/W.
Das Netzteil könnte kleiner ausfallen, das Alu kann man sich sparen, die Kosten
lägen total deutlich unter 200. Auch die Verteilung der LED könnte effektiver
sein, dafür müsste man mehr basteln.

120 Superflux (4 x 30) habe ich gerade mal unter eine Milchglasscheibe gelegt,
ab ca. 6-7 cm Abstand wird das Licht sehr homogen, das würde also reichen, und
ist mit "nur" 2400 Lumen schon so hell, dass man in dunkler Umgebung kaum rein-
schauen kann. 120 davon kosten 94.80 Euro.

Vom Prinzip her ist das hier...
viewtopic.php?f=31&t=13385
... ungefähr dasselbe nur etwas anders verteilt. Könnte man also genauso machen.
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Do, 19.01.12, 15:27

Mit der Beleuchtung von unten hat SamusAran hier ein schönes Beispiel für einen Leuchtkasten in einem Schreibtisch als HowTo und hier sind unsere Überlegungen, die zu dem fertigen Stück geführt haben.

Was dort unklar ist, besprechen wir hier weiter.
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Do, 19.01.12, 16:45

ustoni hat geschrieben:Wenn man davon 8 Stück (also 4 m) in 25 cm lange Streifen unterteilt, könnte man diese in etwa so aufkleben:
Das klappt nicht. Die von Dir verlinkten Flexleisten sind nur alle 10cm teilbar.
Das ergibt dann eine Leuchtfläche von 25 cm x 12,8 cm. Der homogen ausgeleuchtete Bereich der Scheibe dürfte noch größer sein. Die Leistungsaufnahme der LEDs wäre dann 48 W, der erzeugte Lichtstrom über 4000 Lumen; das entspricht etwa 300 W Halogenlicht
48 Watt auf einer Aluminiumplatte mit der geringen Größe ist auch schon etwas zu viel. Das bekommt man passiv niemals weggekühlt. Ohne Lüfter wird das nix.
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Do, 19.01.12, 16:58

:oops: Gut aufgepasst! Danke für den Hinweis!
Da hab ich mich mit den 12 V-Leisten vertan. Eine Länge von 20 cm sollte aber auch gehen. Dann braucht man auch nur 7 Leisten.

Wenn man durch ausreichend Lüftungslöcher einen Wärmestau verhindert, müsste es eigentlich ohne Lüfter gehen. Die Leisten sind ja für den Betrieb ohne Kühlkörper gedacht.
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Achim H
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Do, 19.01.12, 17:18

Die Leisten sind ja für den Betrieb ohne Kühlkörper gedacht.
Die Leisten sind aber für einen Betrieb als Leiste gedacht. Wenn man damit ein Alublech (Fläche entspricht exakt 2 Stück Europakarten) belegt, dann werden auch die heiß. Je Watt stehen gerademal 6,66cm² Fläche zur Verfügung. Und mit nur seitlichen Löcher bekommt man die Warmluft keinesfalls heraus (es sei denn, man wohnt in einem Windkanal).
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