Ausfälle XR20 LED Spot E27, 4W, 230V

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Moderator: T.Hoffmann

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bocklos
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Sa, 29.01.11, 19:44

Hallo Forengemeinde,

bin neu hier und habe ein Problem mit den im Betrff genannten Spots.
Ich wohne in einem Altbau mit möglicherweise etwas abenteuerlicher/altertümlicher Verkabelung.

Ich hatte Ende 2008 sechs dieser "LUMITRONIX XR20 LED Spot E27, 230V (Kaltweis)" erworben und die Teile funktionieren bisher einwandfrei.
Anfang 2010 hatte ich dann nochmal neun (http://www.leds.de/LED-Lampen-und-Leuch ... -230V.html) nachbestellt da ich von der Beleuchtung begeistert bin. Leider fielen die Teile nach dem Einbau im August ruckzuck aus. Wie gewohnt reagierte Lumitronix prompt, ich habe also alle (7 defekte und 2 funktionstüchtige) nach Absprache im November zurückgesandt und umgehend Ersatz bekommen. Ich hatte damals auf einen Produktdesignfehler getippt, war es ja auch fast, siehe den letzten Beitrag aus dem gesperrten Thread: viewtopic.php?f=24&t=8847&hilit=ausf%C3%A4lle&start=25

Wie dem Beitrag zu entnehmen ist war es aber wohl ein Produktionsfehler, wie auch immer, der Ersatz wurde ja im November geliefert und sollte daher den Fehler nicht aufweisen. Was soll ich sagen, auch vom Ersatz sind schon wieder fast 50% ausgefallen. Ich tippe mal darauf das die vor 2009 produzierten Spots (laufen alle noch) erheblich unempfindlicher gegenüber Spannungsschwankungen / -spitzen sind/waren als die neueren Typen.

Bevor ich die Teile wieder zurücksende warte ich dann erstmal den Ausfall der Restlichen neueren Spots ab, sind ja 5 Jahre Garantie drauf.
Aber um nicht ständig die Spots auszutauschen wäre ich an einer grundlegenden Problemlösung interessiert. Sollten die vermuteten Spannungsspitzen zu hoch sein, was kann man dagegen, durch Vorschalten von geeigneten Mitteln (die Spots werden in 230V Fassungen betrieben) tun. Eingebaut sind sie in Strahlerleisten die früher mal mit je 5 100W Flood-Strahlern bestückt waren. Die Vorschaltmaßnahme, sofern es eine gibt, sollte natürlich nicht zu aufwändig/klotzig an der Decke auffallen.

Im Shop habe ich diesbezüglich leider nichts finden können.

Für hilfreiche Infos wäre ich dankbar. Bin aber kein Elektriker/Elektroniker, einschrauben und einstöpseln geht gerade so.

M.f.G. aus dem dunkler werdenden Altbau.
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Achim H
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So, 30.01.11, 02:03

Typisch sollen die Spots bei 230V~ betrieben werden. Nur leider hat man diese typische Spannung nicht. Das Stromnetz darf im Bereich von 230V +-15% (also im Bereich: 195,5 - 264,5V~) schwanken. Lampen, die für 230V~ gebaut sind, können bei Überspannung (aber innerhalb der Netztoleranz) trotzdem kaputt gehen.

Ich würde mal mit einem Elektriker in Deiner Umgebung sprechen, ob es eine Möglichkeit gibt (Langzeitmessung), Netzschwankungen zu messen bzw. aufzuzeichnen. Damit könnte man sich dann beim Stromlieferanten beschweren.

Was könnte man sonst noch tun?
Man könnte sich einen Spannungskonstanthalter besorgen. Dieser kostet aber Unmengen Geld (je nach Leistung: 3- bis 5-stelliger Betrag). Besser (auch billiger) wäre die Umrüstung der Lampen auf Niedervolt. Lampen für 12V oder 24V, betrieben von einem Schaltnetzteil mit universellem Spannungseingang (90 bis 264V~) kompensieren Netzschwankungen und liefern eine konstante Ausgangsspannung.
bocklos
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Fr, 04.02.11, 17:06

Danke für die Antwort,

leider ist eine Umrüstung auf Niedervolt nicht möglich da die Strahlerleisten passgenau bei der Renovierung in die Decke eingepasst wurden.

Der Elektriker hat festgestellt das im Haus tatsächlich Spannungsschwankungen / spitzen auftreten, diese kommen aber nicht vom Netzbetreiber, da sind die Werte konstannt. Der Elektriker vermutet das die Hauselektrik (ist ja ein Mehrfamilienhaus) wohl ein kleines Problem hat das aber nicht zwingend zu einer Neuinstallation führt da ja nur die besagten Spots ausfallen und sonst alles andere ohne Ausfälle funktioniert.

Könnte man nicht ggf. einen Trenntrafo einsetzen, der trennt ja galvanisch und könnte doch vieleicht auch die Spitzen "abfedern". Bin da nicht so im Film, wie sieht es bei euch aus ???

Danke im Voraus für Hinweise.
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Achim H
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Man könnte eventuell einen Netzfilter (gibt es auch als Modul für den Sicherungskasten) vor die Lampen vorschalten. Nur ob es etwas bringen wird, weiß ich nicht. Du solltest Dich diesbezüglich mal mit Deinem Elektriker austauschen, der wird Dich hier besser beraten können (denke ich).
winione
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Fr, 04.02.11, 18:16

Ich hatte schon mehrere Sorten im Einsatz und war mehrfach enttäuscht, weil die Leuchtmittel häufig ausfallen. Die von mir geöffneten hatten alle eine Reihenschaltung der LED in Reihe mit einem Kondensator (Spannungsteiler zur Strom- bzw Spannungsbegrenzung). Im Gegensatz zu einem Widerstand entsteht hier so gut wie keine Verlustlleistung. Wenn hier allerdings billige oder ungeeignete Kondendatoren (zu geringe Spannungsfestigkeit, keine Betriebskondensatoren) dann gehen die halt bei Überspannung hoch - man hatte aber 1,5 Ct bei der Herstellung gespart. Die teureren Dioden waren bei mir alle noch intakt und hätten auch größere Spannungsspitzen bei einem geringfügig ansteigenden Strom locker weggesteckt. Sie werden in der Regel mit 20 mA mit einer Spannung von z.B. 3,6 V (blau, max 4.0, min 3,2 V) betrieben, sollten also die Spannungsschwankungen locker aushalten . Hilfe bringt m.E. nur die Verwendung praxistauflicher Bauelemente in der Spannungsbegrenzung.
Zu der oben gemachten Bemerkung:Die Spannungsschwankungen sind beim Kunden da, beim EVU aber nicht habe ich so meine Zweifel - Was nicht eingespeist wird oder durch Regelvorgänge am letzten Trafo verursacht wird, kann auch nicht beim Kunden ankommern. Auch in einer noch so alten Hausinstallation werden keine zusätzlichen Leistungen zur Spannungserhöhung generiert. Alle anderen Leuchtmittel halten doch auch - die LED-Strahler sind überoptimiert
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strenter
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Fr, 04.02.11, 20:42

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winione hat geschrieben:Alle anderen Leuchtmittel halten doch auch - die LED-Strahler sind überoptimiert
Die LED-Leuchtmittel sind aufgrund der Lumen-Ralley zwangsweise optimiert. Ein dunkler Strahler verkauft sich nunmal nicht so gut wie ein heller bzw. man kann weniger dafür verlangen.
Ein paar LED-Strahler sind mir auch schon keputt gegangen. Bislang hatte ich allerdings nur Ausfälle bei "Billigprodukten" zu beklagen. Und einer war sogar mit einem Schaltregler. (LEDs von diesem funktionieren noch recht gut!)
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