Ich habe folgendes Problem. Mit den Raijin wollte ich ein paar Module herstellen und diese in der bewährten 3er Reihenschaltung mit Vorwiderstand bauen. Als Betriebsmodus habe ich mir 3,1V und 50 mA ausgesucht. Somit habe ich bei 12V Betrieb 9,3V Durchfluss und 50mA Strom und brauche nach Widerstandsrechner 56 Ohm Widerstände. Diese sind auch verbaut. Danach sollten 7 von diesen Modulen parallel geschaltet werden, was dann einen Strom von 350mA ausmacht. Das Testnetzteil hat mehr als genug Leistung.
Nun habe ich beide Module identisch aufgebaut (was man an den Bildern hoffentlich erkennen kann. Leider funktioniert ein Modul nicht (das im unteren Bild). Wenn ich mit einem Spannungsmesser dran gehe, habe ich auf jeder LED 11,28V. Beim funktionierenden Modul sind es nur 2,95V. Mir ist bewusst, dass die drei nicht mehr zu retten sind, aber kann mir einer sagen, warum es beim einen Modul funktioniert und beim anderen nicht? Das funktionierende war der erste Versuch, beim fehlerhaften war ich beim Löten sogar noch schneller mit den Kolben wieder weg (höchstens 1 Sek.), so dass ich "Lötbrand" eigentlich ausschließen möchte. Ich hab schon gesucht um mögliche Brücken zu finden, aber ich finde nichts. Alle Anschlüsse scheinen sauber getrennt zu sein.
Hat jemand Ideen? Ich möchte nicht noch weitere Raijin verlieren.
Hilfe beim Aufbau
Moderator: T.Hoffmann
- Achim H
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Für eine Reihenschaltung sollte man die Leds auch in Reihe schalten und nicht parallel.
Die abgeknipste Ecke muss nach rechts unten. Nur in dieser Position sind die oberen beiden Kontakte die Anode, die unteren die Kathode.
In einer Reihenschaltung werden die Leds wie folgt angeschlossen:
Plus an die Anode von Led 1
Kathode von Led 1 an die Anode von Led 2.
Kathode von Led 2 an die Anode von Led 3.
Kathode von Led 3 an Minus.
Irgendwo dazwischen muss der Vorwiderstand eingebaut werden (am Anfang, am Ende oder mittendrin ist egal).

Deine Parallelschaltung:
12V - 3,1V
------------ = 0,159A = 159mA
56R
159mA / 3 Leds = 53mA/Led
Dass das erste Modul funktioniert, ist nicht ungewöhnlich, aber sehr gefährlich. Durch das Parallelschalten teilen sich die 3 Leds den Strom. Produktionsbedingt sind aber nicht alle 3 Leds 100%ig gleich, sodass auch der Strom nicht gleichmäßig augeteilt wird.
Fällt nur 1 Led aus, erhalten die verbleibenden 2 Leds bereits 159mA / 2 = 79,5mA. Damit werden diese aber schon deutlich überbestromt, sodass die Leds sehr schnell das Zeitliche segnen werden.
Fällt noch 1 Led aus (insgesamt also 2 Leds defekt) bekommt die Letzte die vollen 159mA. Und mit so einem heftigen Strom wird auch diese Led nicht lange leben.
mfg Achim
Die abgeknipste Ecke muss nach rechts unten. Nur in dieser Position sind die oberen beiden Kontakte die Anode, die unteren die Kathode.
In einer Reihenschaltung werden die Leds wie folgt angeschlossen:
Plus an die Anode von Led 1
Kathode von Led 1 an die Anode von Led 2.
Kathode von Led 2 an die Anode von Led 3.
Kathode von Led 3 an Minus.
Irgendwo dazwischen muss der Vorwiderstand eingebaut werden (am Anfang, am Ende oder mittendrin ist egal).
Deine Parallelschaltung:
12V - 3,1V
------------ = 0,159A = 159mA
56R
159mA / 3 Leds = 53mA/Led
Dass das erste Modul funktioniert, ist nicht ungewöhnlich, aber sehr gefährlich. Durch das Parallelschalten teilen sich die 3 Leds den Strom. Produktionsbedingt sind aber nicht alle 3 Leds 100%ig gleich, sodass auch der Strom nicht gleichmäßig augeteilt wird.
Fällt nur 1 Led aus, erhalten die verbleibenden 2 Leds bereits 159mA / 2 = 79,5mA. Damit werden diese aber schon deutlich überbestromt, sodass die Leds sehr schnell das Zeitliche segnen werden.
Fällt noch 1 Led aus (insgesamt also 2 Leds defekt) bekommt die Letzte die vollen 159mA. Und mit so einem heftigen Strom wird auch diese Led nicht lange leben.
mfg Achim
Wieso gibts bei den Smilies nicht den einen, der seinen Kopf gegen eine Wand hämmert... Natürlich!!! Ich bin ja so blöd... Mit anderen Worten, es ist reines Glück, dass ein Modul dauerhaft funktioniert. Beim anderen war wohl eine LED nicht so stark und hat dann den Rest mitgerissen. Danke Achim.
Grundsätzlich würde die Reihenschaltung aber funktionieren, oder?
(Ich mach sowas in Zukunft lieber bei Tag und nicht um 21 Uhr abends...)
Grundsätzlich würde die Reihenschaltung aber funktionieren, oder?
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Ja, wenn Du sie so machst, wie Achim es beschrieben hat. Also aus Deiner Parallelschaltung eine Reihenschaltung.kobidror hat geschrieben:Grundsätzlich würde die Reihenschaltung aber funktionieren, oder?
- Achim H
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Bei mir ist es genau umgekehrt. Ich kann Nachts am besten denken.kobidror hat geschrieben:(Ich mach sowas in Zukunft lieber bei Tag und nicht um 21 Uhr abends...)
Falls Du noch keine hast: besorg Dir Steckbrettchen.
Da kannst Du die Schaltung zuerst simuliert aufbauen und testen, ob das so klappt oder nicht. Aus einer verlöteten Platinen die Bauteile wieder auszulöten und dann gedreht wieder einzulöten bedeutet eine 3-fache Belastung für diese Bauteile. Und nur die Kabel verlegen dürfte sich auch etwas schwierig gestalten.
Und gewöhn Dir bitte ab, die Beinchen von irgendwelchen Bauteilen umzuknicken, um sie einfacher zu verlöten. Damit machst Du dir das Leben nur selber schwer. Insbesondere dann, wenn die Bauteile (aus welchen Gründen auch immer) gewechselt werden müssen. Die Nichia Superflux braucht die Beinchen, damit sie darüber ihre Betriebswärme an die Umgebungsluft abgeben kann.
Den Smiley brauchen wir nicht. Dusselfehler macht jeder irgendwann im Leben.
mfg Achim
Kaum macht mans richtig, funktioniert es auch. Hier ist das fertige Ergebnis:
Und hier auch mal in Aktion:
Das Ganze wird das Innenleben einer Badezimmerdeckenlampe ersetzen. Momentan ist dort eine ESL drin und das Ganze mit einer gebogenen Milchglasplatte verdeckt (Standard Badlampe halt). Aber die braucht immer zu lange um auf die Helligkeit zu kommen. Von der Leuchtkraft sind beide Lampen gleich, der Farbton der LEDs ist aber viel kälter und den Neonröhren im Spiegelschrank ähnlich.
Auf die Rückseite kommt noch ein Netzteil, was nicht viel größer ist, als das Holzquadrat, wo die Platinenärmchen aufgeklebt sind.
*Edit*
Mittlerweile ist auch das erste Modul hin. Es war ja abzusehen. Es ist zwar klar, dass man am Anfang Lehrgeld bezahlt, aber bei den Raijin tut sowas immer besonders weh.
Auf die Rückseite kommt noch ein Netzteil, was nicht viel größer ist, als das Holzquadrat, wo die Platinenärmchen aufgeklebt sind.
*Edit*
Mittlerweile ist auch das erste Modul hin. Es war ja abzusehen. Es ist zwar klar, dass man am Anfang Lehrgeld bezahlt, aber bei den Raijin tut sowas immer besonders weh.
Wenn Du den LEDs noch was gutes tun willst, dann verschaffe ihnen ein wenig mehr Kühlung. Einfach an allen Led-Lötstellen noch ein kleines Stück Kupferdraht (ca. 1cm mit 1mm²) anlöten (sollte sich natürlich nirgendwo berühren), dann können die LEDs ihre Abwärme besser loswerden.
Das stelle ich mir aber noch etwas schwieriger vor. Auf Grund des Einsatzes im Bad, wird diesmal nach vollendeter Verschaltung alles versiegelt, damit sich eventuelle Feuchtigkeit nicht niederschlägt und Kurzschlüsse auslöst.
Bei der geringen Spannung hätte ich da keine Bedenken. Viel mehr Sorgen würde ich mir bei einer vollständigen Versiegelung um die nötige Kühlung machen. Kondenswasser ist schließlich dest. Wasser und kein Salzwasser, daher kann man Kurzschlüsse eigentlich ausschließen.
Nun hängt sie auch an der Decke. Ich bin zufrieden mit meinem Werk und es ist jetzt sofort hell. Erfreulicherweise ist die LED Beleuchtung der ESL trotz nomineller Lichtunterlegenheit (560lm zu 546lm) von der Leuchtkraft her überlegen. Ich schätze mal, das liegt dann wohl am Abstrahlwinkel, der bei den Raijin 80° beträgt und bei der ESL eher 180°.
Hier noch die Bilder von der finalen Installation:
Hier noch die Bilder von der finalen Installation:
- Dateianhänge
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- mit Abdeckung und in Betrieb. Der Blendeffekt ist der Kamera geschuldet. Die Sternform zeichnet sich hinter dem Glas schon deutlich ab.
- 1285506700147.jpg (29.94 KiB) 7244 mal betrachtet
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Dany_Sahne
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@kobridor:
Sieht gut aus was du da gemacht hast. Dafür gibt's Sterne.
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sick synonym
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ist ja doch noch was geworden.
