Wohnzimmerbeleuchtung über Panel und ein paar Fragen dazu

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Moderator: T.Hoffmann

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hErMeS
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Sa, 05.12.09, 14:34

Guten Tag Leute,
ich habe jetzt ein größeres Projekt in meinen 4 Wänden vor, welches sich wie folgt Schildert.

Der Raum erhält 4 LED-Panele (Realisiert über ENDlighten Plexiglas). Den Grundsatz habe ich hier aus dem Forum.
Die Anordnung im Raum würde folgendermaßen aussehen:

Code: Alles auswählen

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Diese Panele sollen eine Größe von 400x800mm haben. Angeleuchtet sollen diese jeweils von 6 Seoul Z Power LED P5-II, welche auf der längeren Seite in regelmäßigen Abstand angebracht sind. Und somit die erste Frage. Reichen hier 6 Stück aus?

Nun zur nächsten Sache. Ich möchte die LED's über PWM laufen lassen. Wie sollte ich die Panele nun anschließen? Ich weis dass ich 6 Leitungen für ein Panel benötige wenn ich alle 6 LED's in Reihe schalte. (4 Leitungen da ja GND 3x oder ist das hier jetzt Falsch?)
Nur genau ab dieser Stelle habe ich ein Loch im Kopf, da ich nicht genau weis, wie das alles mit PWM geschaltet wird. Denn dieses sollten ja 4 Panele werden. Alles über ein Netzteil oder gar mehrere? Und vor allem, was für welche KSQ?
Des weiteren habe ich noch keinen Plan, wo ich das Netzteil oder gar die Steuerung dafür verbaue. Und dementsprechend könnte das ein oder andere Kabel etwas länger seien.

Zu Hinweisen, Tipps oder gar Lösungen wäre ich hier sehr dankbar :D
Ich war jetzt schon zwei Tage hier am einlesen, aber irgendwann ist die Grenze des Brainstormings erreicht :lol:


THX
hErMeS
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So, 06.12.09, 01:18

Ich habe jetzt erstmal einiges verdauen können und weitere Überlegungen gemacht

Ich weis mittlerweile dass ich eine Leistung von 96W (bei 400mAh) nur für die LED's bereitstellen müsste, sofern davon jeweils 6 Stück in den Panelen verwendet werden.
Als maximale Anstromung rechne ich mit 350mAh, was der Lebensdauer der LED zugute kommen soll.
Der Lichtstrom beträgt dann ca 100 Lumen mit allen Farben gleichzeitig pro LED. Somit gäbe es eine Leuchtstärke von max ca 500-600 Lumen pro Panel, da ja dort eine Ausbeute von gut 90%

Bezüglich KSQ bin ich im moment auf 6 Stück gekommen, wenn ich die ArtNr 95042.
Zwei Panele bekommen entsprechend die entsprechende Farbe in Reihe geschaltet (jeweils 6 LED, insgesamt 12 und das 3 mal).

Ich halte mir auch noch vor, zwei weitere LED's an das Panel zu machen für eine höhere Leuchtstärke. Das sollte dann aber aufgrund der Restkapazität weniger ein Problem seien.

Nur wie genau Steuer ich dann diese zwei verschiedenen Systeme? Bzw auch nur eines davon mit einem RGB-Controller an? Hier bin ich echt noch überfragt.
Existieren noch andere Vorschläge bezüglich Realisierung dieses Projekts?
Bisher habe ich mich auch noch nicht für einen Controller entscheiden können, da das mit der PWM-Regelung mit doch im moment noch etwas zu hoch ist, da es mir noch im unklaren ist das PWM in die anderen 6 KSQ-Stromkreise zu bringen.
Bietet das IP20 einen PWM-Eingang? Weil dieses würde es doch dann etwas einfacher machen. Aber zu diesem Gerät sind ja nirgends Datenblätter zu finden :cry:

Ich warte weiterhin auf Vorschläge/Tipps
turi
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So, 06.12.09, 12:12

Na herzlich Willkommen im Forum. Ein schönes Projekt hast Du da vor. Allerdings denke ich, dass HighPower-LEDs nicht dafür geeignet sind. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist es wichtig, bei EndLighten möglichst viele, eng sitzende LEDs zu haben, um eine gleichmäßige "Einspeisung" ins Panel zu haben. Hier mal ein Foto mit 120° Samsung SMD-LEDs, die im Abstand von 4cm sitzen (das geht gerade so).
IMG_23890.jpg
Außerdem müssen HighPower-LEDs gekühlt werden, was aber dem mechnischen Aufbau eines solchen Panels widespricht. insofern kann ich nur zu LED-Stripes raten. Meine Erfahrungen mit den Samsung-SMDs sind da sehr positiv. Beispiele für ein Panel in 80x20cm Panel (allerdings in weiß) findest Du unten im Link.

Zum Controller: solllen denn alle 4 Panels gleichzeitig gesteuert werden oder jedes einzeln? Ist halt eine Frages des Aufwandes in der Steuerung (und auch Bedienung). Wenn Du alle gleich steuerst, benötigst Du (theoretisch) einen RGB-Controller, von dem aus die Kabel zu den anderen Panelen gehen. Es sind übrigens 4: ein gemeinsamer Pol und die 3 Kanäle). Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man das PWM-Signal (zur Helligkeitsregelung) über größere Entfernung so einfach transportieren kann. Besser für diesen Anwendungsfall ist es wahrscheinlich, eine zentrale Steuerkomponente zu haben und in jedem Panel einen sogenannten DMX-Receiver. Dann braucht man 2 Leitungen für die Spannungszufuhr und 2 oder 3 für das DMX-Signal. Es gibt dann entsprechende Controller mit DMX-Sender. Damit kann man dann (wenn die Software entsprechend ausgelegt ist) auch alle Panele einzeln steuern.

Ich hoffe, Du kommst mit der Erklärung einigermaßen klar. Wichtig wäre eben noch die Frage, wie Du die Verkabelung der Panele planst. Irgendwo sitzt ja das Netzteil und die Steuereinheit (Controller) und die muss dann die Panele versorgen.

VG

RGB-Universal-Controller, LED-Panel Bad-Leuchte
hErMeS
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So, 06.12.09, 14:10

Das Netzteil und die Steuereinheit sollen in einen leeren Sicherungskasten in die Wand eingelassen werden.
Viel Platz werde ich nicht an der Decke haben, da ja das Plexiglas fast komplett die Höhe macht.

Der Anreiz für das Panel stammte hauptsächlich von diesem Thread: viewtopic.php?f=24&t=5702&start=75


Die Möglichkeit die mir jetzt mir RGB-Leisten kommt, wäre ein großes 12V Netzteil in den Kasten zu verbauen und dann oben an den Leisten DMX-PWM Wandler anzubringen.
Nur ab diesem Punkt habe ich mal wieder keinen Schimmmer wie groß das Ausfällt und welche Leistung mit so einem Receiver geschaltet werden kann. Ich habe auch keine passenden Sachen hierzu finden können im Internet.

Auch durch die Verwendung von RGB-Leisten habe ich im moment keinen Anhaltspunkt bezüglich der bereitzustellenden Leistung.

Die Schaltung kann ich auch Notfalls in meine Holzleisten an der Decke mit Einarbeiten, welche am Rand der Decke verlaufen sollen. Dann sind jeweils von Receiver bis Panel 50-60cm Kabel.

Die längste Kabellänge liegt bei 6-6,5m von Kasten bis Panel.


Würde es denn auch genügen, wenn ich diesen Controller: http://www.*********.de/ftopic7112.html Benutze und dann nur Kabel zu den Panelen verlege? Dieses wären ja dann 4 Kabel pro Panel. Nur macht dies Probleme bei PWM in dieser Kabellänge? Und da dieser auch DMX anbietet, wäre ein Rückfall auf DMX-Receiver möglich in den Holzleisten.
turi
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So, 06.12.09, 14:34

Also wie gesagt, ich würde auf jeden Fall von den HighPower weggehen: Kühlung, zus. KSQ und Abstahlcharakteristik sprechen für mich dagegen. Ich befürchte, dass auch die Ausleuchtung im EndLighten speziell am Rand nicht gleichmäßig wird. Ich hatte mir halt extra Stripes fertigen lassen, die sowohl RGB als auch einen Weiß-Kanal besitzen. Sind in meinem Blog beschrieben: http://www.led-studien.de/2009/09/13/twin-led-stripe/ Auf 25cm kommst Du mit RGB auf 120mA, mit RGB+W auf 240mA. Wenn ich das auf 40x80cm umrechne, wären es 9 Stripes, also ca. 1,1A bei 12V und RGB.

Ob die 6,5m ein Problem sind, weiß ich nicht, bei DMX auf jeden Fall nicht, denn da würde der Receiver direkt am Panel sitzen (müssen). Der ist nicht sehr groß, hier ein Beispiel (die KSQ könnte direkt durch einen Mosfet ersetzt werden bei den Stripes): http://twurl.nl/uyxtqk. Du musst dann nur die Spannung (bei mir 12V) möglichst verlustfrei zum Panel bringen.

Übrigens noch zum EndLighten: wenn Du das kaufst, sind die Kanten nur gesägt. Du musst diese auf jeden Fall pollieren oder nachträglich per Laser die Kanten schneiden lassen.

Der Controller von Benny ist sehr gut (ich habe gerade einen gewonnen :D ). Werde ihn mal Testen. Der hat auch DMX, aber frag ruhig mal an, was man damit machen kann. Mit DMX habe ich auch noch nichts selbst gemachet. Aber schau doch mal in das rote Forum. Da gab es glaub ich schon mal einen Thread zur Kabellänge oder Poste halt selbst nochmal.
hErMeS
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So, 06.12.09, 23:12

Mit den RGBW-Stripes wäre eigentlich auch gut möglich.

Nur wenn ich jetzt die Leistung nachrechne, komme ich auf 240mA bei einem Doppelstreifen. Ein Streifen hat ja dann 3*20mA + 1*(3*20mA) da ich dann gerne die Samsung SLSNNWW815TS nutzen würde. Diese hat drei Emitter und laut dieser Platine wäre dies ohne Probleme möglich.

9 Doppelstreifen mit RGBW kommen dann auf 2,16A. Die Lichtleistung liege maximal bei etwas über 1200 Lumen mal den Faktor 0,9 für das ENDlighten.
Wie viel Ampere hält eine Leiterbahn auf den Leisten denn aus? Nicht dass ich hier schnell eine verschmorte Leiste habe.

Als 12V Netzteil müsste dann minimum ein 10A eingesetzt werden bei 4 Panelen. Die Steuerung erfolgt dann über den Controller aus dem Roten-Forum.
Und somit ist das mit DMX bei mir beschlossene Sache.

Die Zuleitung für zwei Panele auf einer Seite läuft über ein Kabel. Das Erste bekommt dann einen Abgriff von diesen 12V. Parallel dazu die DMX-Leitung.

Passend hierzu fehlt mir noch genauere Kenntnis zu DMX.

Ich versuche mich jetzt bezüglich einem 4 Kanal DMX-Receiver schlau zu machen.

Tipps, Verbesserungsvorschläge usw immer her damit :D
turi
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So, 06.12.09, 23:54

Deine Rechnung stimmt soweit, wobei ich bei der Helligkeit etwa 100 Lumen pro Streifen ansetzen würde, aber das ist auch noch eine Menge. Nur sobal nur eine Farbe eingestellt ist, geht das natürlich runter.

Also wenn ich den PCB-Kalkulator richtig verstanden habe, sollte die Breite für 2,5A ausreichen (http://circuitcalculator.com/wordpress/ ... alculator/). Aber es gibt noch einen Trick: Wenn Du das Signal quasi in der Mitte einspeist, hast Du in beide Richtungen nur die Hälft an Strom - und das ist dann wirklich kein Problem mehr.

Ein 10A-Netzteil ist sicher eine gute Wahl dafür, oder, wenn es günstig sein soll, nimm je Panel ein einzelnes Netzteil von Pollin. Die Hipro haben 12V/3,3A und kosten nur 5 EUR. Aber das erhöht den Verkabelungsaufwand wieder.
hErMeS
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Mo, 07.12.09, 12:57

Ich habe mir jetzt einiges angeschaut und nebenbei mitbekommen dass sich der ATtiny2313 für das Vorhaben empfehlen würde, da dieser 4 PWM-Kanäle besitzt.

Nur fehlt mir noch ein Schaltplan mit so wenigen Bauteilen wie möglich.

DMX-Eingang -> ATtiny -> Umwandlung in 4x PWM -> FETs zum schalten der Last
turi
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Mo, 07.12.09, 13:33

Ich denke, der Schaltplan ist weniger das Problem, sondern eher die Software. Die Schaltung sieht im Prinzip aus wie der 3-Kanal oder 12-Kanal-Empfänger, nur dass am Ausgang statt KSQ oder ULN-Treiber MOSFETs angeschlossen werden. Die MOSFETs kann man (muss man aber nicht) noch über die Treiber TC427 ansteuern. Also im Endeffekt wird der Ausgang wie z.B. bei meinem RGB-Controller angesteuert.

Ich hatte gesehen, dass der 12-Kanal-Empfänger ULN-Treiber verwendet. Das wäre sicher die einfachste Lösung, diesen zu adaptieren (oder die restlichen Kanäle nicht anzusteuern). War da die Software verfügbar?

Schick wäre natürlich, das komplett in SMD aufzubauen. Ich habe SMD-MOSFETs, die bis 5A gehen. Ich kann aber leider nicht sagen, wie stark die sich bei 1A erwärmen ...
hErMeS
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Mo, 07.12.09, 13:58

Ach ja, der 2313 besitzt 4 PWM-Ausgänge!

Gibt es den tiny auch in smd ausfertigung?
turi
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Mo, 07.12.09, 14:01

Ja, gibt es, z.B. hier in der Apotheke. Ist ein wirklich schönes Projekt, aber ich habe bis Mitte Januar leider keine Zeit dafür... Kann man wirklich komplett in SMD realisieren, auch den Pegelwandler gibt es.
hErMeS
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Mo, 14.12.09, 00:56

Netzteile werde ich zwei 12V 6A parallel schalten, um auf entsprechende Stromstärke zu kommen.
Die 8A haben leider einen Lüfter welchen ich nicht unbedingt hören möchte.

Nach Weihnachten müsste alles bei mir zu Hause angekommen seien, so dass ich dann erstmal mit rumlöten beginnen kann.
turi
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Mo, 14.12.09, 12:45

Aber bei "parallel schalten" wirst Du diese sicher nicht wirklich direkt parallel anklemmen, sondern sicher zwei Stränge aufbauen, oder?
hErMeS
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Mo, 21.12.09, 15:50

Ich will alles über einen Strang versorgen.
Ich habe mich auch diesbezüglich schon Erkundigt.

Parallel schalten ist ja soweit kein Problem. Nur muss hier jetzt die Spannung gleich seien bei beiden zwecks Lastverteilung und der Ausgang muss jeweils mit einer entsprechenden Diode gesichert werden, so dass kein Strom vom zb NT2 auf NT1 fließt.
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