LED in 35mm Strahlern

Schaltungen, Widerstände, Spannung, Strom, ...

Moderator: T.Hoffmann

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kolschi
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Mi, 02.09.09, 11:34

Hallo, ich bin das erste mal in den Foren von ledhilfe
Sollten die Fragen im falschen Brett stehen, bitte ins richtige schieben und e-Mail mich, wo ich mich wiederfinde.
Zur Sache:
Ich habe lichttechnisch sehr gute Erfahrungen mit warmweissen 3W Strahlern (Durchmesser 50mm) und getauschten Linsen (nun matt) gemacht. Es sind 16 Stück im Rechteck . An anderer Stelle haben wir im Wohnzimmer einen Kreis in der Decke (Durchmesser 2,5 m) der mit 12 Ministrahlern (10W Osram Halo 35mm Durchmesser) bestückt ist.
Bisher ist der Kreis über 2 elektronischen Osramtrafos spannungsversorgt. (Leitungslänge als Antenne ist vermieden)
Ich habe schon mehrfach das Internet durchkämmt, finde aber keine 35mm Strahlerchen mit LED weder weiß noch warmweiß.
Die Trafos kann ich durch die Fassungsöffnungen rausziehen, um andere einzubauen.
Die Decke ist ca. 7cm abgehängt, Wärmeabfuhr war noch nie das Problem.
Werkstattmäßig bin ich sehr gut ausgerüstet. Vom Oszi bis zur Industriedrehbank und Fräsmaschine ist alles da.

Hat jemand Erfahrung im Selbstbau von Strahlern mit 35mm Durchmesser?
Die Halogenhelligkeit von 10W je Leuchtquelle reicht aus, aber mehr geht auch.
Zur Strahlstreuung könnte ich evtl die klaren Linsen aus den 50mm Strahlern nehmen.

2. Problem:

Seit ich die 16 LED-Strahler über dem Esszimmertisch montiert habe, brummt meine JVC Kompaktanlage beim Einschalten der Beleuchtung.
Die Lautsprecher sind ca. 0,5m von den Strahlern in die Decke eingebaut. Die LSP Kabel laufen mit den Spannungsversorgungskabeln im Abstand von 30 cm in der Decke parallel.
Die el. Versorgung läuft über einen total überdimensionierten Ringkerntrafo (12V 500W); der kann es nicht sein, denn als noch die Halos montiert waren, haben die LSP nicht gebrummt.
Ich kann die Kabel -ohne die Deckenverkleidung abzureissen- nicht wechseln.
Als nächstes werde ich prüfen, ob eine Verlegung der Antenne helfen kann.
Was geht noch?

Mit freundlichem Gruß
Olschi
Borax
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Mi, 02.09.09, 16:08

Hallo kolschi,
welcome on board!

Du meinst mit 35mm Strahler die MR11 Kaltlichtspiegellampen, oder? Die gibt es schon in LED-Ausführung, aber mir sind keine bekannt, die auch was taugen (nur so Multi Led Gelumpe). Selbstbau für einen 'Ersatzstrahler' halte ich für sehr schwierig (sonst gäbe es die schon). Je nach Einbau der 35mm Strahler könnte man aber durchaus einen Ersatz bauen: Kühlkörper hinter der abgehängten Decke, HighPower LED (Cree oder Seoul) und Standard Linse (z.B. http://www.leds.de/p399/High_power_LEDs ... ul_P4.html ) und noch irgendeine Art von Alu-Halbkugel oder Konus als "Pseudogehäuse" (die Linse allein ist optisch nicht soo ansprechend). Ist aber bestimmt ein anspruchsvolles Projekt. Da ja werkstattmäßig alles da ist, was das Bastlerherz begehrt aber durchaus möglich.
Wegen 2. Ist ein bekanntes Problem der Strahler. Liegt an dem nicht ganz sauberen 'Schaltnetzteil' in den Spots. Daher verwende ich sie nicht. Eine saubere Lösung ist mir nicht bekannt. Man könnte höchstens versuchen das 'Schaltnetzteil' aus den Spots zu entfernen und die direkt an einer 230V KSQ betreiben (wäre wesentlich effizienter). Aber dabei verlierst Du die Garantie (falle es überhaupt möglich ist - vmtl. sind die vergossen). Vielleicht würde es auch schon was nützen, die Spots mit Gleichspannung zu versorgen. Einfach mal ausprobieren ob es hilft, hinter den Ringkerntrafo einen Gleichrichter und einen dicken Kondensator (mind. 20000µF) zu schalten.
kolschi
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Mi, 02.09.09, 22:55

Danke für die erste Antwort
Das mit der Gleichspannung wird gleich morgen angegangen.
Bei den Lichtschläuchen, die ich auf dem Wohnzimmerschrank (4,80 m) montiert habe, wurde zunächst auch mit 12V Blei-Akkus probiert.
Problem wird sein, dass ich, da bisher Wackelsaft, auf die Polung der Verbindungskabel zwischen den Fassungen nicht geachtet habe. Also alle Strahler raus, die Polung prüfen und entsprechend kennzeichnen.
Ich will die teuren Strahlerchen nicht himmeln, deshalb die nächste Frage:
Dicken Graetz-Gleichrichter habe ich (locker 10 A ohne Kühlung), Glattbügelelkos auch. Glättung mit entsprechendem Shunt kann ich mit dem Oszi prüfen. Aber die Spannung nimmt durch die Graetzschaltung um den Faktor 12 mal Wurzel 2 zu; das sind über den Daumen gepeilt fast 17 Volt. Halten das die teuren LED-Strahler auf Dauer aus, oder wäre das Vorschalten eines oder mehrerer 7812 sinnvoll?
Die 16 LED sind in 2 Kreisen an einen Trafo gehängt, damit die Leitungen beim ursprünglichen Halobetrieb nicht zu dick sein mussten. Platz für die Spielastik und Kühlung ohne Gebläse ist durch absolut offene Bauweise in der angrenzenden Küche vorhanden.

Zur Bastelei der kleinen Strahlerchen:
Alle Fassungen (50mm und 35mm) sind aus goldfarbenm Messing. bei den großen (50mm) fällt der Aluring praktisch nicht auf und die Dinger sehen - wenn sie denn überhaupt von Gästen bemerkt werden- garnicht so schlecht aus.
Der Hinweis auf die Linse hilft schon mal weiter.
Mit den Multi- LEDs in 50mm haben wir schon vor 3,5 Jahren miese Erfahrungen bei der Beleuchtung des Schlafzimmers meines Sohnes gemacht (17 Stück). Die zeigen nur, dass sie da sind, tragen aber ncht zur Erheiterung bei. Die waren damals von ELV, (defekte wurden anstandslos nach einem Jahr getauscht). Weiterhin hatte ich versucht , 3 von den kleinen Dingern (30mm) als Strahler auf ein Bild zu nutzen, die beleuchten nur sich selbst und verbrauchen wenig Saft, sonst aber auch garnix. Deshalb bin ich für Hinweise und Erfahrungen mit heftigen Einzel-LEDs dankbar, denn 12 Dinger bauen, ausprobieren und wegwerfen, das ist den Aufwand nicht wert.

Gruß von Olschi

Gruß Olschi
Borax
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Do, 03.09.09, 09:33

Ich glaube, die Sache mit der Gleichspannungsversorgung wird wohl doch nichts bringen. Lies Dir das mal durch:
viewtopic.php?f=24&t=2546&start=75
Da wurde schon einiges dran 'rumprobiert' (der Thread ist schon 2 Jahre alt!).
Wegen Spot Selbstbau...
Sailor hat für sein Segelboot sehr schöne Spots (um-)gebaut:
viewtopic.php?f=34&t=4713&start=0&st=0&sk=t&sd=a

Es gäbe sogar 35mm Linsen für MR11; allerdings wohl nur für Ostar oder CREE MC-E. Meist passen aber andere LEDs auch. Vielleicht bekommst Du ein paar davon als Muster:
http://www.led-spot.com/p_round.shtml
kolschi
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Do, 03.09.09, 10:09

Danke für die Hinweise.(insbesondere der alte Thread hat mich vor viel Arbeit bewahrt)
Das mit den Kabeln habe ich ausprobiert:
Folgendes Ergebnis:
Die Lautsprecherkabel sind es nicht! Eine CD, abgespielt geht ohne jegliches Gerausche bei eingeschalteten Strahlern.
Ein abgeschirmtes Antennenkabel (Stecker der alten FS-Analogantennen passen) führte zu noch stärkerem Rauschen und Handempfindlichkeit am KOAX-kabel.
Ich werde wohl mit meinem uralten Sony ICF 7600D mal auf die Suche nach einem ungestörten Plätzchen gehen.
Leider ist die bisherige Minianlage nicht geerdet, ich werde auch mal probieren, das Gehäuse und das Koaxkabel separat zu erden.
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TomTTiger
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Fr, 04.09.09, 06:01

Noch ne Idee :D
Besorg dir doch mal einen EMV Netzfilter und häng ihn vor die LED-Spots hinter den Schalter.
Vielleicht handelt es sich um eine netzgebundene Störung, die dann über die Leitungen zu den Spots diese Störung abstrahlt und in dein LS-Kabel einstreut.

Grüße
Tom
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Fr, 04.09.09, 21:05

Kannst Du welche von den Kabeln noch nachträglich verdrillen?
Dieser Trick wird auch in "Twisted Pair"-Netzwerkkabeln angewandt und sorgt dafür, daß sich Einstreuungen im Aderpaar aufheben.
Leider wird das Kabel dabei etwas kürzer.
kolschi
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So, 06.09.09, 13:43

Danke für den Tip.
Zwischen den einzelnen Spots sind jeweils 2*0,75mm² verlegt, die ich verdrillen kann, hoffentlich hält das auf Dauer, die einzelnen Strippen haben genügend Länge. Die Einzelkabel sind mit WAGO Klemmen verbunden, an denen die Silikons der Fassungen hingen. Mal sehen ob es funzt, komme aber erst übermorgen dazu.
Auch werde ich mal am Anschluß der Minianlage die Pole tauschen.

Danke für den Tipp.

Gruß Olschi
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