Aquarienbeleuchtung mit LEDs statt 2x 30 Watt LSR

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

bios-service
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Do, 07.06.07, 00:22

Hallo miteinander,

ich bin noch völliger Newbie :oops: auf dem Gebiet der "Nutzbeleuchtung" mittels LEDs.

Trotzdem habe ich mir ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen. :P

Ich möchte die Aquarienbeleuchtungen auf LED umstellen. :roll:

Ausgangssituation:
- 2 Becken je 200 Ltr., Grundfläche 100x40 cm.
- derzeit jeweils 2 LSR 30 Watt
- Beleuchtungsdauer 15 Std./Tag
- Lebensdauer der Röhren max. 18 Monate (wobei ab 10-12 Monaten die Lichtleistung stark nachläßt)
- Beim Austausch der defekten Röhre setzt starkes Algenwachstum ein :shock: , da völlig andere Lichtverhältnisse zwischen "verbraucht" und "neu". :( Dieses soll (neben der Energieeinsparung) abgestellt werden.

Problem:
1. Zusammenstellung des Lichtspektrums und der Helligkeit mittels LEDs. :shock:
2. Das ganze muß beständig gegen Kondenswasser sein :roll:

Die bisher verwendeten Röhren:
http://www.hagen.com/deutschland/aquati ... 5850050103 und
http://www.hagen.com/deutschland/aquati ... 5930050103

Jetzt meine Fragen:
- ist das überhaupt mit vertretbarem Aufwand zu realisieren?
- gibt es dazu schon Erfahrungen?
- 18.000 K? Überhaupt per LEDs zu machen?
- gibt es irgendwo glasklares Kunststoffrohr mit 28 mm Außendurchmesser?

Für Tips und Anregungen bedanke ich mich schonmal.

Rainer,

der auf die XR-E in MR16 sehnsüchtig wartet...
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Marcel-N
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Do, 07.06.07, 00:42

Hui,

wie sieht denn der Deckel des Aquariums aus? Evtl. kann man ja die LEDs auf nem großen Stück Platine verlöten, diese dann in den Deckel schrauben und davor mit Silikon eine Plexiglas-Scheibe einkleben, dann wäre das Problem mit dem Spritzwasser behoben..
bios-service hat geschrieben: - gibt es irgendwo glasklares Kunststoffrohr mit 28 mm Außendurchmesser?
Guck mal im eBay-Shop von acrylglas xt, da gibts Links im Menü nen Punkt "Röhren" :)
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alexStyles
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Do, 07.06.07, 01:03

Hi bios-service und Willkommen im Forum !
Habe mir mal angesehen was die 2 bisher verwendeten Röhren an Lichtleistung in Lumen haben ...
Das sind schon insgesamt 2750 Lumen ! ...Um das rein rechnerisch mit High Power Led's
(normale Led's sind da wohl absolut fehl am Platz) zu erreichen...
Also um diese 2750 Lumen zu erreichen bräuchte man schon in etwa 12x P4 High Power Led's (beim Betrieb auf 1A wo man mit Lichtabgabe von 240lm rechnet dann wären wir bei einer optimalen Gesamtleistung von 2880lm )
Natürlich braucht man dann noch Kühlkörper...und die komplette Stromversorgung...Und Ich habe jetzt dieses beispiel gerade einmal mit gleichen "kaltweißen" Led's gemacht...wobei Ich selbst jetzt gerade auch nicht weiss
was 18.000k für eine Farbe wäre ?
Also grossartig weiterhelfen kann Ich dir nun auch nicht hab dir hiermit nur einmal sagen wollen ...
das du höchstwahrscheinlich High Power Led's benutzen werden wirst
Und man bestimmt 10-20 High Power Led's brauchen würde ...
Jetzt lass Ich mal die Experten ran :D

MfG Alex
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Do, 07.06.07, 01:32

ein schönes thema, in dieser richtung habe ich gerade auch einige gedanken :)

vorab mal, das mit den 18000K kann so nicht stimmen, da K(elvin) die zusammensetzung das spektrums ausdrückt und somit den farbwert. wenn du bei der ersten röhre, mit dem hohen rotanteil eine 0 weglässt, würde das schon eher hinkommen, wäre aber an hand des spektrums auch nicht zutreffend, andererseits spricht die relativ geringe lichtmenge eher für einen wert um etwa 2500 K. die besten roten leds bringen es im mom auf etwa 40lm/W, bei dem angegebenem spektrum bräuchtest du etwa 6 rote P4 und 3 weisse für die erste röhre, die 2. könntest du mit normalen P4 ersetzen oder besser mit einer mischung von 3 weissen und 3 warmweissen. zuviel blau anteil fördert das algenwachstum stark, den effekt hast du bei neuen röhren. zuwenig rotanteil lässt die pflanzen vergeilen.
ansonsten ist es den pflanzen fast egal, was für licht sie bekommen, hab da vor paar jahren mal was gelesen, ging
da um nutzpflanzenanbau und ob natriumdampflampen geeignet sind dafür, dabei wurde festgestellt, wenn die lichtmenge ausreicht ist die farbe fast egal, aber wer will schon graugelbe fische und pflanzen sehen? :lol:
weiterhin fehlt eine genaue tiefenangabe und bodenfläche der becken, das sind die bestimmenden angaben, sieh mal wegen der zusammenhänge bei wikipedia nach, stichwort sonne spektralbereich und beleuchtungsstärke.

jetzt kurz zu meinem vor 3 tagen durchgeführten test. der mit einer P4 durchgeführte test, wasserhöhe 50cm
brachte für mich ein recht erstaunliches ergebnis, alle farben wirkten viel frischer und der braunanteil des wassers trat zurück, schwebstoffe waren weniger zu sehen. das ergebnis war für mich schon etwas überraschend,
hatte ich doch den eindruck, das, wahrscheinlich durch die fehlenden abstrahlverluste nach oben, die relative
helligkeit doch sehr hoch war, meine schlussfolgerung war, das es mit 10-15 P4 möglich sein müsste, das becken
500l 2000mm x 500mm x 500mm auszuleuchten, das entspräche etwa einem drittel, der momentanen beleuchtung, mit
wesentlich besserer farbwidergabe. da das ein recht subjektiver eindruck war und der ersatz der röhren nach und nach erfolgen soll, kann ich erst wieder genaueres sagen, wenn der "richtige" test erfolgt. da bei den relativ geringen lichtmengen, die im aquarium verwand werden unbedingt ein rotanteil mit rein muss, kann ich das ergebnis nur schätzen, meine vermutung liegt bei den momentan verfügbaren helligkeiten der leds bei einer
real zu installierenden ledlichtleistung von etwa der hälfte der mit leuchtstofflampen real verbrauchten leistung. meine einschätzung der vorteile von leds zur aquarienbeleuchtung:
1. auf grund der fehlenden abstrahlung nach oben, ca. 50% der mit leuchtstofflampen installierten elektrischen
leistung
2. problemlose schaffung von hell-dunkel- zonen beliebiger grösse
3. erwartetes nachlassen der lichtleistung auf 50% nach 50000- 100000 betriebsstunden !!!!!!!!!!!!!! bei
leuchtstofflampen ist das nach etwa 5000h erreicht!
4. keine veränderung des lichtspektrums, dadurch kann mit versuchen ein fast optimales spektrum für
verschiedenste pflanzen SEPARAT erzeugt und dauerhaft erhalten werden.das durch spektralveränderung des leuchtmittels bei leuchtstofflampen notwendige frühe austauschen spielt hier keine rolle mehr!
5. durch verwendung von schutzkleinspannung zum betrieb, keinerlei gefährdungen oder vorsichtsmassnahmen nötig
6. um den faktor 10-15 verringerte wärmeeinstrahlung in das aquarium, dadurch deckel-flachbauweise möglich.
7. lichtquelle kann mit entsprechenden massnahmen ins wasser gebracht werden, dadurch effektbeleuchtung verschiedenster art möglich
8. problemlos dimmbar, über den tag verteilt könnte eine den natürlichen bedingungen entsprechend änderbares
spektrum mit controllern programmiert werden.

soviel erst mal von meiner seite.

gruss lu
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Do, 07.06.07, 08:39

Das sind ja schon so einige Ansagen hier! Ich denke, dass sich gewisse Ergebnisse aus der normalen Pflanzenbeleuchtung auch aufs Aquarium übertragen lassen. Wobei man natürlich nicht bei der Anzahl der verwendeten LEDs sparen sollte. Lieber etwas mehr einsetzen und bei Bedarf nicht mit voller Stromstärke fahren, als dass es nachher vorne und hinten nicht reicht.
Bei Leuchtstofflampen wird immer wieder von verändertem Pflanzenwachstum nach dem Austausch berichtet. Das ließe sich evtl. durch Einsatz mehrerer Lampen pro Sorte, die abwechselnd getauscht und darüberhinaus automatisch gedimmt werden, beheben.
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Do, 07.06.07, 10:59

Hallo miteinander,

danke erstmal für die schnellen Antworten und die Tips.

Hier mal noch ein paar Daten:

Größe der Aquarien (LxBxT) = 100 x 50 x 60 cm, wobei 10 cm Kies sind, also effektiv 50 cm hoch.

Abdeckung (geschlossen):
Bild

Abdeckung (geöffnet):
Bild

Der Streifen in der Mitte ist verschiebbar, an ihm sind derzeit die 2 LSR befestigt.
Deshalb war meine Frage nach dem Acrylrohr (danke für den Tip, hab dort schon eins gefunden mit 30 mm).
In dieses will ich die Konstruktion einbauen und kann damit die Halterungen der LSR benutzen, diese sind nämlich mit Gummidichtung wasserdicht verschließbar. das 30er Rohr paßt exakt rein.

Somit steht die Bauform der Konstruktion schonmal fest:
Leiterplattenstreifen, insgesamt 800-850 mm lang und 25-26 mm breit. Dieser wird in das Rohr geschoben und fixiert.

Hier entsteht schon das erste größere Problem:
Kühlung/Wärmeableitung und Wasserdichtheit. Hat jemand dazu eine Idee?

So, jetzt muß ich mich erstmal um meine Kunden kümmern...

viele Grüße
Rainer
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Ilker21
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Do, 07.06.07, 11:10

also ich würde statt leiterplatten alu halbrundrohre nehmen (weis nicht wie die genau heisen)
dan high power leds bekommst eh nicht so gut auf leiterbahnen und die kühlen auch nicht wirklich
am besten wäre so ein halbrundes rohr was exakt in die leiste reinpasst
am besten wäre kupfer aber das wird so grün mit der zeit
also eher alu
und dort kannst du die ganzen HP leds draufkleben mit wärmeleitkleber und das müsste
zur kühlung locker langen bei der größe

mfg ilker
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Do, 07.06.07, 11:39

Da ich auch mal ein Aquarium hatte, weiss ich das es bestimmte Farbspektren gibt bei den der Algenwuchs vermindert
und der Pflanzenwuchs erhöht wird.

Auch wenn du den mechanischen Aufbau meisterst , bleibt die Frage ob du den gleichen Beleuchtungserfolg hast wie bei den Röhren.

Wäre Schade wenn du vielleicht 100€ in P4´s und Stromversorgung investierst, aber du 3 Monaten feststellen musst das das Farbspektrum im Aquarium nicht funktioniert.

Ich hab mit dem Hobby aufgehört weil es in den letzten Jahren immer teurer wurde. Nicht nur das die Leuchtstoffröhren
nach einer gewissen Zeit ihre Wirkung verlieren, obwohl sie noch hell leuchten.

Die Fisch sind irgendwie überzüchtet und mit Medizin vollgepumpt
, und viele gehen deshalb nach ein paar Tagen ein.

Selbst die sonst so robusten und beliebten Neon-Salmler, sind nicht mehr das was sie einmal waren.


mfg Martin
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Do, 07.06.07, 11:44

Das heißt, wenn man heute in eine Zoohandlung geht, kriegt man nur noch begrenzte Qualität? Oder was wolltest du damit aussagen?
Ragnar Roeck
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Do, 07.06.07, 12:00

Zum Farbspektrum habe ich hier einen Artikel in englisch, wo ein System mit 25 3W Luxeons (weiss und blau gemischt) getestet wird, im direkten Vegleich zu einer 250MH Lampe. Das LED-System wird mit 20000K angepriesen und würde heutzutage wohl eher mit Luxeon K2 aufgebaut werden. Bedenken habe ich bezüglich der Kühlung in einem Acrylrohr, da muss man sich was pfiffiges ausdenken um aktiv Luft per Lüfter durchzupumpen, da lässt sich aber sicher was machen.
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Do, 07.06.07, 12:03

Das mit der Qualität der Fischlein stimmt leider.

Hier entscheidet die Herkunft. Billigimporte aus Ostasien haben eine Ausfallrate von bis zu 2/3 innerhalb von wenigen Tagen.

Besser sind hier deutsche oder tschechische Züchtungen, weil die mit der Wasserqualität hier in Mitteleuropa einfach besser harmonieren. Auch wird in vielen Zoohandlungen dem Wasser Salz beigemischt, da kommen die Farben der Fische besser und es wirkt desinfizierend...

Meine Verlustrate ist extrem niedrig :P , ich weiß gar nicht, wann zuletzt ein Fisch gestorben ist.
Ich verwende außer im Krankheitsfall (der seltenst vorkommt) mal Malachitgrünoxalat keinerlei Chemie.

Damit reduzieren sich die Kosten auf die Neuanschaffung von Röhren und den Strom- und Wasserverbrauch.

Wobei der Austausch der Röhren pro Jahr ca. 60 EUR verschlingt.

Die richtige Zusammenstellung des Lichtspektrums sehe ich auch noch als Problem.
Aber da ich keine Eile habe, werde ich alles vorher genau abwägen. Und wenn dabei rauskommt, daß es (derzeit) noch nicht sinnvoll und wirtschaftlich umzusetzen geht, ist's auch nicht schlimm...

Rainer
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Do, 07.06.07, 14:22

Das heißt, wenn man heute in eine Zoohandlung geht, kriegt man nur noch begrenzte Qualität? Oder was wolltest du damit aussagen?
Jedes Aquarium muss man als ein kleines individuelles Ökosystem ansehen. Diese Ökosysteme sind komplizierter als nur pH-Wert, Wasserhärte, Temperatur, Sauerstoff- und Co²gehalt. Bakterien und Mikrokulturen spielen eine sehr wichtige Rolle.

Wenn nun ein neues Aquarium angelegt wird, werden mit den ersten Fischen auch Bakterien mitgebracht. Den ersten
Fischen sind an diese Mikrokulturen gewöhnt. Das Problem ist das das heimische Aquarium isoliert ist von der
restlichen Wasserwelt.
Neue Fische sind an andere Bedingungen gewöhnt und kommen nur schlecht mit dem heimischen Ökosystem klar.

Durch Überzüchtung werden Gendefekte, welche auch das Immunsystem betreffen, weiter vererbt. Deshalb sind die Fische
mehr anfällig und weniger robust.

Dann gibt es noch Parasiten oder Krankheiten die die Fische befallen können. Schon bei der Aufzucht oder in der Zoohandlung
wird der neue Nachwuchs meistens mit Medikamenten behandelt. Kauft man die Fische, sehen diese
zwar gesund aus aber, man holt sich den Erreger mit und das kann die eigene Fische gefährden.

Ich sage nicht das alle Fische aus dem Handel schlecht sind, aber es gibt hier und da Probleme.



Ein Beispiel wenn ein Lebewesen nicht inmun gegen einen Erreger ist zeigt die Varroa-Milbe, welche Großteile
der europäischen Bienenkulturen ausgelöscht hat
Deutsche Bienen sterben aus

USA ungelöstes Bienen Problem


Und nun wieder BT. Ragnar dein Link ist sehr interessant.


mfg Martin
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Do, 07.06.07, 22:22

etwas ähnliches passiert auch mit unseren einheimischen krebsen. die häufigsten ursachen, sind profitsucht und dummheit der menschen.

nochmal kurz zu den K angaben, ich glaube, da ist auch viel unwissenheit im spiel, bei 20 000 K, wäre die grösste menge des erzeugten lichtes im uv bereich, damit mal ein wenig licht Lol in die sache kommt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Farbtemperatur
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Do, 07.06.07, 23:36

Hallo,

ja, ich hatte auch noch mal geschaut.

die 18.000 K (laut Hersteller Tageslicht) waren irgendwo als Farbtemperatur "des Himmels" angegeben.

Klingt logisch, der "blaue" Himmel spiegelt sich im Meer, erzeugt somit ein entsprechendes Lichtspektrum...

Im Moment klemmt mein Projekt, wegen einer Unstimmigkeit im Candela-Rechner.
Eigentlich wollte ich mal in einer Tabelle zusammentragen, wie die Lichtstärken/Helligkeiten zwischen den einzelnen LED-Typen sind, um mir ein Bild zu machen, ob ich P4's oder Einzel-LED's nehme.

Rainer,
der immer noch wartet, daß die 3-4 Wochen endlich um sind... 8)
luckylu1
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Fr, 08.06.07, 00:59

ich habe gerade für versuche bei der aqua-beleuchtung und für andere sachen eine P4, eine K2 warmweiss, eine K2
cyan, eine orangerote K2 und eine rote K2 geordert, für den den sehr dunklen rotbereich gibt es leider keine power-led´s, da nehme ich erst einmal diffus rot 5mm mit 700nm. sobald die da sind, mache ich mal ein paar versuche, denke mal samstag abend geht es los, freue mich schon drauf! :D

da ich nach einem telefonat erfahren habe, das die 3-4 wochen etwa ende juni um sind, habe ich mich für den test mit den K2 entschieden, woanders gibt es die cyan eh noch nicht als power leds^^

wegen der farbtemperatur musst du noch mal googeln, ich hatte letztens unter den stichworten sonne +spektrum
ein gutes diagramm gefunden, obwohl ich sonst alles bei den favoriten ablege, hab ich das diesmal versiebt, mir ist so, als ob es irgendwo bei wikipedia stand, bloss wo?
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Fr, 08.06.07, 08:07

bios-service hat geschrieben:Hallo,

ja, ich hatte auch noch mal geschaut.

die 18.000 K (laut Hersteller Tageslicht) waren irgendwo als Farbtemperatur "des Himmels" angegeben.

Klingt logisch, der "blaue" Himmel spiegelt sich im Meer, erzeugt somit ein entsprechendes Lichtspektrum...[...]
Die Sonne selbst hat 5900 K an der Oberfläche - da ihre Strahlung der eines schwarzen Körpers recht gut ähnelt, kann man dies direkt als Farbtemperatur übernehmen.
Jetzt wird das Blau allerdings sehr stark gestreut und über den ganzen Himmel verteilt, wodurch wir dann bei der Sonneneinstrahlung irgendwo zwischen 4000 und 5000 K zu liegen kommen. Habe zwischenzeitlich auch eine HCI-Lampe mit 4200 K benutzt, die verschmilzt mit dem Sonnenlicht recht gut. Wenn man Tageslichtergänzung machen will, muss man aber mit der Farbtemperatur noch höher gehen, gelegentlich findet man Kompaktleuchtstofflampen mit 6000 - 6500 K, da sieht man dann keinen Übergang zwischen Tageslicht und Raumbeleuchtung mehr.
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Fr, 08.06.07, 15:20

hier mal eine sehr gute erklärung zur farbtemperatur!
http://www.filmscanner.info/Farbtemperatur.html

und für alle, die nur mal eben wissen wollen, wie das aussieht, eine kopie eines der bilder von der seite.
1856_Strahlung01_1.jpg
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Di, 12.06.07, 19:01

Hier mal ein Vergleich der Lichtspektren der in Aquarien sehr häufig eingesetzten beiden LSR (ist eigentlich Standardausstattung bei neuen Komplettaquarien) und der weißen P4 und K2 LED's:

Bild

Wie deutlich zu erkennen ist, wäre eine Kombination aus K2 weiß und warmweiß schonmal ein optimaler Ausgangspunkt.

Paar Fragen habe ich noch:

1) Mich würde interessieren, wie sich die Intensitäten der jeweiligen Wellenlängen addieren.
Ergibt 40% + 20% einer Wellenlänge 60% oder 30%?

2) Macht es Sinn bei Verwendung der K2 z.B. fehlende Wellenlängen mit kleinen LED's zu ergänzen (SuFlu oder 0,5W LED's? Oder verliert sich das?

3) Wenn ich ein Alu-U-Profil verwenden (40 x 40 mm, Dicke 4 mm) brauche ich dann zusätzlich noch Kühlkörper oder reicht das? Ich wollte immer 1 weiße und 1 warmweiße K2 so dicht wie möglich und zwischen diesen Paaren immer 20-30 cm Abstand lassen.

4) Einsatz ohne Optik oder mit Diffusor? Was ist zu empfehlen?

Rainer
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Di, 12.06.07, 19:03

Das habe ich mal mit hier rüber geholt, da Antwort auf vorigen Post von mir in anderem Thread:
Ragnar Roeck hat geschrieben:Da es hier um ein Aquarium geht betrachte ich das mal etwas vorsichtiger. Eine Pflanze kann mir verdorren, aber Deine Fische möchte ich durch falschen Rat nicht auf dem Gewissen haben. Aber grundsätzlich funktionieren LED-Aquarienbeleuchtungen, wie wenigstens ein kommerzielles Produkt soweit ich das sehe bestätigt.

1) Sie addieren sich also 60%, sonst würde es ja nicht heller werden, wenn man zwei LEDs benutzt ;)
2) Ich glaube die sieht man einfach nicht.
3) polieren und mit Wärmeleitkleber auf dem von Dir beschriebenen Profil problemlos gehen. Schau Dir mal im Shop den empfohlenen Kühlkörper für die K2 an. Auf die Fläche musst Du kommen und noch gut was oben drauf, weil Deins ein U-Profil ist und am besten kühlen würde, wenn die Schenkel aufrecht stehen (damit die Luft über die maximale Fläche streichen kann). 20-30cm Abstand zwischen den Pärchen sollten mehr als ausreichend sein.
4) Auf eine Optik kannst Du wohl verzichten, die K2 strahlen in einem 140° Winkel ab, da sollten die Lichtkegel durch mehrfaches überschneiden eine gute Mischung erhalten.

Ich weiß leider nicht wie viel Licht ein Diffusor schluckt und um welchen Betrag das Licht daher vor dem Diffusor stärker sein müsste um das wieder auszugleichen. Dazu müsste sich jemand äußern, der mehr Erfahrung mit Diffusoren gesammelt hat. Schaden können sie aber abgesehen davon nicht.

Versuch den Aufbau jedenfalls so zu planen, dass man ihn problemlos um weitere LEDs bestücken kann.
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Di, 12.06.07, 19:15

Hallo Ragnar Roeck,

danke erstmal.

Die Fische stellen nach Auskunft von erfahrenen Aquarianern (und Fachverkäufer Aquaristik bei Dehner) kaum Ansprüche an das Licht. Alles was irgendwie tageslichtähnlich ist geht. Natürlich nicht pulsierend im Wechsel aus rot und blau, wie es bei Chilipflanzen z.B. das Wachstum beeinflußt. Aber das habe ich ohnehin nicht vor.

Hier werden Fische nichtmal erwähnt:
http://www.hagen.com/deutschland/aquatic/basic/12-1.cfm

Bei Pflanzen ist es schon entscheidend, da gibt es welche mit verschiedensten Ansprüchen.

zu 2) die sollen ja auch nicht als Lichtkegel sichtbar sein, mir ging es darum, ob sich das in das Farbspektrum mit "reinmischt"
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Di, 12.06.07, 19:23

So hier habe ich mal eine Skizze vom zu realisierenden Aufbau gemacht.
(hoffe, man kann erkennen, was es bedeuten soll)

Bild

Die Unterschiedlichen Gelbtöne sollen die Lichtintensität der sich überschneidenden Lichtkegel ausdrücken.
Dabei blieb erstmal unberücksichtigt, daß die Beleuchtungsstärke nach unten abnimmt. (das war mir zu fummelig...)
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Di, 12.06.07, 19:47

Ich würd echt mal sagen, dass die Zeichnung der Astrahlwinkelüberschneidung in deiner Zeichnung echts uper gelungen ist, so kann man sich das echt super vorstellen, doch du musst schon ein bisschen drauf achten dass die LEDs auch die P4 Toleranzen hat, möcht ich nur mal so gesagt haben!!

Aber in deinem Fall dürfte das nicht mit dazu spielen!! :P :P

MfG MArio
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Di, 12.06.07, 19:48

das licht benötigst du eigentlich wirklich nur für die pflanzen, wegen des wachstums, in ein paar meter tiefe ist es in natürlichen gewässern eh recht dunkel, deswegen plane ich eine spotbeleuchtung für die pflanzen, das ergibt sicher auch interessante farbeffekte.

die 2. lsr zu ersetzen, wird schwierig, da du viel mehr rotanteil benötigst als es die warmweisse K2 hat, deswegen hab ich auch gerade eine amber, eine orangerot und eine rote erhalten, alles K2, da die p4 ja noch nicht zu haben sind.......
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mario159 hat geschrieben:Ich würd echt mal sagen, dass die Zeichnung der Astrahlwinkelüberschneidung in deiner Zeichnung echts uper gelungen ist, so kann man sich das echt super vorstellen, doch du musst schon ein bisschen drauf achten dass die LEDs auch die P4 Toleranzen hat, möcht ich nur mal so gesagt haben!!

Aber in deinem Fall dürfte das nicht mit dazu spielen!! :P :P

MfG MArio
... also ich will doch aber K2 einsetzen, 6x weiß + 6x warmweiß...

Was meinst Du mit P4-Toleranzen?
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Di, 12.06.07, 19:55

luckylu1 hat geschrieben:das licht benötigst du eigentlich wirklich nur für die pflanzen, wegen des wachstums, in ein paar meter tiefe ist es in natürlichen gewässern eh recht dunkel, deswegen plane ich eine spotbeleuchtung für die pflanzen, das ergibt sicher auch interessante farbeffekte.

die 2. lsr zu ersetzen, wird schwierig, da du viel mehr rotanteil benötigst als es die warmweisse K2 hat, deswegen hab ich auch gerade eine amber, eine orangerot und eine rote erhalten, alles K2, da die p4 ja noch nicht zu haben sind.......
Wäre es da besser in die vordere Reihe 3 Pärchen K2 weiß/warmweiß und in die hintere Reihe 3 Pärchen K2 warmweiß/amber (oder orange-rot)? Jetzt ist ja auch die LSR mit dem hohen Rotanteil hinten.

Ich will nur nicht, daß das Licht zu rötlich aussieht. Würde es Sinn ergeben paar rote 0,5 W LED's zusätzlich zu meinem ursprünglichen Plan (weiß/warmweiß) zu verwenden?
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