LEDs fallen aus wie die Fliegen

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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Manuel-B
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Sa, 27.04.19, 10:50

Hallo!

Zunächst: Danke für dieses Forum. Mal sehen, ob es für meine Frage eine Antwort gibt.

Vor etwa secheinhalb Jahren sind wir in die neue Wohnung gezogen. In diesem Zuge haben wir sämtliche Leuchtmittel gegen LEDs ausgetauscht.
In keinem einzigen Zimmer gibt es Probleme oder Auffälligkeiten, außer im Flur. Etwa 5 Jahre lang war es ganz okay, jetzt fallen die LED Glühbirnen aus wie die Fliegen.

Es sind an dem Stromkreis (mehrere Relais-Schalter im Flur) zwei Deckenlampen angeschlossen. Jede Deckenlampe nimmt zwei Leuchtmittel auf (die handelsüblichen E27 Fassungen). Die Lampen wurden als "LED ready" beworben.

Ich habe alle 4 Birnen komplett ausgetaucht. Die erste war schon nach 15 Minuten kaputt. andere dann erst nach Tagen. Das geht so lange, bis nur noch eine funktioniert.

Ich habe von dem exakt gleichen Lampentyp gleich ein 10er Pack gekauft - der ist nun aufgebraucht. Nach etwa 4 Monaten.

Kann es sein, dass mehrere LED Birnen nicht an einem Stromkreis betrieben werden dürfen?
Fast 5 Jahre lang war ja alles super, die Probleme fingen dann langsam an. Kann es sein, dass die jetzigen LED Birnen einfach qualitativer Vollschrott sind? (war irgendein eBay Händler, keine Marke auf der Birne, Verpackung neutral, weißer Karton).

Bin für jede Hilfe dankbar.
Gerd12
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Sa, 27.04.19, 11:17

Ähnliche Erfahrungen mit irgendwelchem Billigschrott habe ich auch machen müssen. Hol' Dir Markenware hier im Shop und Ruhe ist. Von der Lichtqualität ganz zu schweigen. Man muss halt einmal tiefer in die Tasche greifen, lohnt sich aber auf jeden Fall.
Buddhamilch
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Sa, 27.04.19, 18:18

Das muss nicht zwangsläufig an schlechter Qualität liegen, es kann auch die Einbau-Situation sein.

Werden die Leuchtmittel ihre Betriebswärme nicht los, überhitzen diese und leben entsprechend nicht ganz so lange.
Und dann würde auch keine Markenware helfen. Bei gleicher Einbau-Situation leben diese auch nicht länger.

Und da nur die Leuchtmittel im Flur davon betroffen sind, liegt der Verdacht nahe, dass die Leuchten dort genau dieses Problem haben.

Werden die Leuchtmittel genau dort eingebaut, wo sich die warme Luft sammelt, dann können die Leuchtmittel auch nur diese warme Luft zum Kühlen nutzen. Und diese Luft wird warm und immer wärmer und irgendwann ist diese so heiß, dass die Leuchtmittel gar nicht mehr gekühlt werden können. Und dann stirbt das Leuchtmittel.
Gerd12
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Sa, 27.04.19, 19:16

Manuel-B hat geschrieben:
Sa, 27.04.19, 10:50
In keinem einzigen Zimmer gibt es Probleme oder Auffälligkeiten, außer im Flur. Etwa 5 Jahre lang war es ganz okay, jetzt fallen die LED Glühbirnen aus wie die Fliegen.
Ich habe das so verstanden, dass sie 5 Jahre gehalten haben und nun geht der Ersatz permanent defekt.
ustoni
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So, 28.04.19, 11:00

Ein ähnliches Problem wurde hier im Forum schonmal vor einigen Jahren diskutiert.

Bei No-Name-China-Billig-Produkten (schöne Wortkonstruktion :lol: ), speziell bei Kauf über ebay, erhält man auch billigste Schaltnetzteile ohne jegliche Filter. Diese leiten dermassen starke Störimpulse ins Netz, dass sich die Schaltnetzeile und damit die Leuchtmittel gegenseitig vernichten. Je kürzer die räumliche Trennung zwischen den Leuchtmitteln, desto stärker der Effekt.

Eigentlich altbekannt, leider aber immer wieder aktuell: wer billig kauft, kauft zweimal. War bestimmt ein tolles Angebot. :roll:

Markenware bei leds.de kaufen und schon hat man wieder für 10 Jahre Ruhe.
Manuel-B
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So, 28.04.19, 13:53

Lieben Dank für die vielen Ansätze und Fehlerquellen, die es zu untersuchen gilt.

Zur Verfeinerung, bzw. um Missverständnisse auszuräumen:
Beim Einzug hatten wir nur und ausschließlich Phillips LED Birnen gekauft (im Kopf überschlagen, ca. 18 Stück, verschiedene Typen, E14 und E27). Meine Frau hat mich gerade daran erinnert, dass speziell die E27 schon nach kurzer Zeit alle ausgefallen waren, Garantie bzw. Austausch wurde damals von dem Fachgeschäft verweigert, mit dem Argument, es sei nicht nachvollziehbar, ob die defekten Leuchtmittel genau die von dem Kassenzelltel wären.
Aus diesem Grund hatte ich keinen echten Vorteil mehr gesehen, im Fachgeschäft einzukaufen. Habe mich da einfach von meiner persönlichen Erfahrung leiten lassen.

In zwei Kinderzimmern sind exakt die gleichen Lampen wie im Flur verbaut. War eben auf einer Trittleiter und habe nachgesehen, dort sind jetzt Osram drin, seit dem ersten Wechsel ohne Störung. Das sind dann bestimmt auch schon gute 5 Jahre.
In meinem Homeoffice ist eine Dreifachlampe mit drei E14er, seit dem Einzug ebenfalls völlig ohne Auffälligkeiten, aber (von der Leiter komme ich eben gerade runter) ebenfalls no-name Leuchtmittel. Sonst sind alle E14er Phillips noch seit dem Einzug drin.

Für den Flur habe ich damals diesen im ersten Post beschriebenen 10er Pack an E27 gekauft, da ich exakt die selben Leuchtmittel drin haben wollte, wovon jetzt alle defekt sind. Gut, da ist dann definitiv von einer nicht vorhandenen Qualität auszugehen. (was auch bedeuten kann, dass diese Birnen zu wärm sein könnten, oder oder oder).

Die Sorge in meinem Eingangspost lag auch darin, dass ich woanders mal gelesen habe, dass die Polarität (bzw. Phase/Masse bei Wchselstrom) mit entscheiden sein kann, wenn sich die Birnen gegenseitig killen.

Ich denke, ich werde einfach mal einen kräftigen Schwung Osram besorgen, dann sollte ich Ruhe haben.

Vielleicht noch eine Frage:
Es ist aber schon sinnvoll (oder sogar ratsam), innerhalb eines Stromkreises die exakt gleichen Typen zu verwenden, oder?
Also, daran habe ich mich jedenfalls bisher gehalten.
Manuel-B
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So, 28.04.19, 14:00

Gerd12 hat geschrieben:
Sa, 27.04.19, 19:16
Manuel-B hat geschrieben:
Sa, 27.04.19, 10:50
In keinem einzigen Zimmer gibt es Probleme oder Auffälligkeiten, außer im Flur. Etwa 5 Jahre lang war es ganz okay, jetzt fallen die LED Glühbirnen aus wie die Fliegen.
Ich habe das so verstanden, dass sie 5 Jahre gehalten haben und nun geht der Ersatz permanent defekt.
Hi.
Ja, so ist es im Grunde auch. Der letzte Ersatz war echt so ziemlich das Mieseste, was ich jemals an Leuchtmitteln in der Hand gehalten habe.

Nur hat mir meine Erinnerung da echt einen Streich gespielt, ich hatte nicht mehr gewusst, dass es wohl schon einmal Probleme gab. Ich merke mir das ja nicht so genau. Meine Frau ist da eher ein Elefant, der nichts vergisst. :D
Meine Mutmaßung ist, dass wir damals wohl eine schlechte Charge erwischt hatten, der erste Ersatz im Flur dann auch nicht sooo dolle war, und der letzte Kauf der größte Schrott auf Erden.

Aber, ich besorge mir jetzt einfach noch mal einen Schwung gescheiter Birnen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das dann die Lösung ist.
ustoni
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So, 28.04.19, 21:34

Es ist aber schon sinnvoll (oder sogar ratsam), innerhalb eines Stromkreises die exakt gleichen Typen zu verwenden, oder?
Aus technischer Sicht ist es völlig egal, solange es qualitativ hochwertige Ware ist, die keine oder nur sehr geringe Störungen ins Netz speist.

Aus Gründen der Optik sollten aber schon die gleichen Typen verwendet werden. Bauartbedingt kann es zu leichten Unterschieden in Farbtemperatur und Farbwiedergabe kommen. Das gilt besonders bei Verwendung von Leuchtmitteln unterschiedlicher Hersteller, aber auch bei unterschiedlichen Baureihen des gleichen Herstellers.
Das ist zwar absolut kein Qualitätsmangel, kann aber im direkten Vergleich auffallen.
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