Indirekte Deckenbeleuchtung im Wohnzimmer Komponenten

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Moderator: T.Hoffmann

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gaitzschie
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So, 10.11.19, 18:34

Hallo,
wir sind gerade am Hausbau und müssen uns so langsam mit der Beleuchtung und elektrik beschäftigen. Im Wohnzimmer hätte ich gern zusätzlich zur Hauptbeleuchtung Deckenleisten mit LED Streifen als indirekte Beleuchtung. Hab im Netz Alu-Deckenleisten gefunden für LED-Stripes, siehe Bild. Nun bin ich allerdings nicht der Profi was LED Systeme angeht und bräuchte mal eine Auswahl an Komponenten was ich denn nun genau alles dazu brauche. Es soll so funktionieren das ich einen geteilten Lichtschalter habe für Hauptbeleuchtung und Deckenleiste und zusätzlich zur Deckenleiste eine Fernsteuerung zum dimmen dieser und evtl. Farbwechsel. Das Wohnzimmer ist 30m2 groß und ich bräuchte eine LED Stripe von ca. 22m.
Vielleicht hat hier ja jemand eine Idee wie ich das umsetzen könnte, bzw. ob soetwas überhaupt möglich ist, Danke.
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Handkalt
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Mo, 11.11.19, 12:22

Hallo gaitzschie,

möglich ist das sicherlich. Mit 22m ist es allerdings eine ganz schön große Installation. Wenn du farbiges und weißes Licht haben willst, brauchst du RGBW-Stripes. Bei dem Händler, zu dem dieses Forum gehört (leds.de) wirst du da nicht fündig. Aber Beispiele für solche Produkte bei zwei anderen Händler, die mir vertrauenswürdig erscheinen: led-konzept oder iluminize.

Dazu brauchst du einen funksteuerbaren RGBW-Controller; das wohl billigste noch brauchbare System ist Mi-Light. Und du brauchst ein fettes 24-V-Netzteil. Bei dem Stripe mit 14,4 W/m und 22 m wären das theoretisch 316,8 W. Allerdings ist es z. B. beim Mi-Light-RGBW-Controller so, dass du nicht alle vier Kanäle gleichzeitig auf 100% schalten kannst, sondern maximal zwei Farbkanäle plus weiß (und letzteren dann auch nicht in voller Helligkeit). 3/4 der theoretischen Maximalleistung sollten also reichen, beispielsweise ein Meanwell HLG-240H-24B.

22 m sind zu lang um einmal an einem Ende der Leiste einzuspeisen. Notfalls kannst du in der Mitte der 22 m einspeisen, so dass sich 2 x 11 m ergeben. Ist aber auch schon grenzwertig, besser z. B. zwei getrennte Abschnitte zu 11 m machen und diese jeweils mit einer eigenen Leitung vom Netzteil in der Mitte der 11 m einspeisen.

Der Elektriker muss dir den Doppellichtschalter setzten und von dort eine 230-V-Leitung zu einem Montageplatz für das Netzteil und den Controller möglichst nahe an der LED-Leiste (so dass die 24-V-Leitung möglichst kurz wird). Der Netzteil-Montageort ist dabei vom Elektriker so zu gestalten, dass das Netzteil seine Abwärme los werden kann und nicht überhitzt (siehe Datenblatt: "cooling by free air convection"!).

Wenn das ein Neubau ist, stellt sich natürlich die Frage, wie viel oder wenig Hausautomatisierung in dem Gebäude geplant ist. Wenn es noch andere Räume mit Lichtsteuerung oder andere Smart-Home-Themen gibt, wäre es ggf. sinnvoll, da ein übergreifendes System für alles zu verwenden bis hin zu KNX als Highend-System.

-Handkalt
gaitzschie
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Mo, 11.11.19, 19:28

Vielen Dank für deine Erklärung, na da werd ich mich mal einlesen in das Thema, Danke.
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