IMMER Widerstand einbauen?

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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NeulingsEinsteiger
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Mi, 23.01.13, 02:04

Hallo alle zusammen!
Meine Anfängerfrage:

Ich habe 2 mal (hier im Forum und wo anders) gelesen, dass man bei einer LED IMMER einen Widerstand verwenden soll um die Ampere zu begrenzen (~auf 20mA?) und damit die Lebensdauer der LED zu erhöhen. Die Mitarbeiter meines örtlichen Conrad Shops haben dies allerdings verneint (zumindestens für meinen Fall oder meine LED)

Mein Fall genau:

- 3 Volt LED (1-3 Stück)
- müssen 1 Jahr lang in einem Museum ein Modell beleuchten (ev. kommt es sogar in die Dauerausstellung für immer)
- Netzteil (Traffo) einstellbar auf 3V/4,5V/5V/...

a) Traffo auf 3V einstellen und keinen Widerstand einbauen (Conrad Empfehlung)
b) Traffo auf 4,5V einstellen und Widerstand einbauen.

Ergebnisse: selbe helle Lichtstärke (ausgetestet)

Vielen Dank an die Community im Vorraus für jeden Tip oder Empfehlung.
Zuletzt geändert von NeulingsEinsteiger am Mi, 23.01.13, 17:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Jay
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Mi, 23.01.13, 07:03

ich glaube nicht das bei Conrad Shops auch Elektronik Spezialisten arbeiten, sind ja Verkäufer. Es hängt davon ab wie du die LED an dein Netzteil anschließt.
Wenn zwischen LED und netzteil langes kabel dazwischen ist könnte es bei 3V schon als Widertsnad ausreichen. Bei Batterien (ausgenomen Eneloop & Co) braucht man auch kein Widertsnad. Wenn dein Netzteil nur sehr wenig Strom (10-100mA) liefert braucht es auch kein Widerstand.

mfg
Jay
Garfield
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Mi, 23.01.13, 07:49

Guten Morgen,

also im Grunde ist es ganz einfach.
Schließt Du die LED(s) einfach nur an einen Trafo an -> nur mit Widerstand.
Alleine schon deswegen, weil da nix konstant ist. Die Spannung schwankt immer etwas. Um hier einen zuverlässigen Betrieb zu erreichen, ist die Widerstandsvariante auf jeden Fall zu bevorzugen. Alleine schon deswegen, weil Du ja an der Ausstellung nicht mehr rumfummeln möchtest, wenn sie erst einmal in Betrieb ist.
LED an Konstantstromquelle -> kein Widerstand.
Hier regelt die Konstantstromquelle alles so, wie es sein soll.

Gruß
NeulingsEinsteiger
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Sa, 26.01.13, 14:49

Vielen Dank für eure wertvollen Tips. Ich habe eure Beiträge alle gelesen und mich letztendlich für Variante B entschieden.

Der Museumsdirektor hat sich erfreulicherweise dafür entschieden, das Modell in die Dauerausstellung zu nehmen. :D
Ich bin gespannt wie lange die 3 LEDs durchhalten. Hoffentlich mehrere Jahre!?


Meine derzeitige Ausführung:
- 1 3V LED + Widerstand + Traffo eingestellt auf 4,5V und
- 2 3V LEDs + Widerstand + Traffo eingetellt auf 3V (weil letztendlich ein schwächeres Licht dort besser ausgeschaut hat)

Das Kabel zwischen LED und Netzteil ist etwa 4m lang und besteht aus 1,5 m Netzteil(Traffo)-Kabel (0,5mm²) und 2,5 m handelsübliches Litzen-Kabel (1,5mm²). Verbunden sind die LEDs, Kabel und Widerstände durch Lüsterklemmen (Lusterklemmen, Blockklemmen, Reihenklemmen, Leuchterklemmen oder wie auch immer man sie nennen mag)

Das Netzteil liefert 600mA.

Ich nehme an, dass ich mich hiermit für die sichere Variante entschieden habe? Wäre Variante A (3V LED + Traffo auf 3V, keinen Widerstand) auch möglich gewesen?
Garfield
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Sa, 26.01.13, 15:42

NeulingsEinsteiger hat geschrieben:Wäre Variante A (3V LED + Traffo auf 3V, keinen Widerstand) auch möglich gewesen?[/b]
Das kann man so pauschal nicht sagen.
Das hängt davon ab, welche LED genau verwendet wird, welche Durchlassspannung diese hat, welche Spannung der Trafo genau liefert und welches Anschlusskabel Du da verwendest usw. . Abhängig von diesen Parametern hätte das mit großer Wahrscheinlichkeit erst einmal eine Zeit lang funktioniert. Wie lange, das hängt aber von den aufgezählten Umständen ab. Im Sinne eines zuverlässigen Dauerbetriebes hast Du Dich richtig entschieden.

Gruß
NeulingsEinsteiger
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Sa, 26.01.13, 16:45

OK, vielen Dank!! Ich hoffe nur, dass ich eine LED nicht schon im Vorhinein zu sehr strapaziert habe. Diese habe ich einige Male kurz an das Netzteil (inkl. 1,5m Netzteil-Kabel) angeschlossen um den Lichteffekt (Lichtstärke, mögliche Platzierungen...) zu testen.
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