SMD Löten, am Beispiel Nichia NF2L757ART

Anleitungen für "hausgemachte" LED Projekte

Moderator: T.Hoffmann

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Mr Fix-it
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Di, 19.06.12, 20:33

Hallo Leute,

habe im Rahmen eines Wandleuchten-Projekts 48 Nichia NF2L757ART 65lm warmweiß LED's, nur Emitter, verarbeitet. http://www.leds.de/High-Power-LEDs/Nich ... weiss.html
Aufgrund der erstklassigen Vorlage von ustoni haben ustoni und ich sein Verfahren weiter entwickelt. Hier die Methode im Einzelnen:

Zuerst das Material:
SK Kupferstreifen, als Platinenersatz:
http://www.glas-per-klick.de/tiffanytec ... -5-32.html
Lötstation, Kreuzpinzette, Eloxiertes Alu, 15 mm breit und 70 mm lang.
Lötdraht max. 0,5 mm dick, Weichlotpaste

Zuerst wird der Kupferstreifen mit rückseitigem Deckpapier bei 250° C dünn verzinnt. Dazu ist es am sinnvollsten, den Streifen über ein Stück Holz zu legen und den Lötkolben sehr flach seitlich auf das Kupfer aufzulegen und es mit dem dünnen Lötdraht zu verzinnt. Dabei ist es wichtig, das das Ziehen des Lötkolbens und das nachschieben des Lötdrahtes möglichst gleichzeitig geschieht, damit man zügig verzinnen kann. Ist das Stück auf dem Holzbrett liegend verzinnt, das Ganze vorziehen und auf beiden Enden, links und rechts vom Brett mit einem Gewicht beschweren, so bleibt das Kupferband auf dem Brett flach liegen, man hat beide Hände frei und kann das folgende Stück rasch verzinnen. So fortsetzen bis 1 - 2 m verzinnt sind (abhängig von der Anzahl zu lötender LED's sowie der Größe der Leuchte die Ihr bauen wollt.

Jetzt den eloxierte Alustreifen einteilen. Die Einteilung hängt einmal vom Abstand zwischen Kathode und Anode der zu lötenden LED's ab (in unserem Beispiel 0,5 mm) und den benötigten Längen der Kupferstreifen, im günstigsten Fall dem Abstand zwischen den LED's (Reihenschaltung) bzw. den späteren Hauptleitungen - die aus dem gleichen Kupferband gemacht werden kann (Parallelschaltung).
Fertig.jpg
ganz links der Alustreifen
Der Alustreifen ganz links ist eingeteilt für mein letztes Projekt. von links nach rechts: 15 mm, 28,5 mm, 29 mm, 45 mm. Einteilung immer so anlegen, das später die gelötet LED mit der Kathode auf einem kurzen und der Anode auf einem etwas längeren Kupferstreifen sitzt (Kathode hat immer kurzes Bein)
Die Kupferstreifen werden von beiden Seiten an den 0,5 mm breiten Spalt angelegt und bleiben zunächst unbeschnitten (ca. 10 - 15 cm lange Stücke). Die obere Linie dient dazu, die Streifen genau im rechten Winkel anzulegen. Jeder Streifen wird mit Tape fixiert.
01_Kuperstreifen fixiert.jpg
Fixierte Kupferstreifen, dünn verzinnt
Jetzt die LED auf der Rückseite mit einem Zahnstocher sehr dünn mit Weichlotmittel einstreichen und mit der Kreuzpinzette auf die Kupferstreifen setzen, dabei darauf achten, das der kontaktfreie Steg der LED (0,5 mm breit) genau über dem Spalt zu liegen kommt. (zur Erleichterung kann man sich auf dem Alu noch ein Markierung mach, wo die Kathode bzw. Anode in der Breite zu liegen kommt.). Diese Anordnung vorsichtig mit der Kreuzpinzette fixieren.
02 LED aufgesetzt und fixierrt.jpg
LED auf verzinntem Kupferstreifen, hier bereits zugeschnitten
Jetzt den Lötkolben mit Meißelspitze neben der LED auf den Kupferstreifen aufsetzen (250°C Löttemperatur). Runter zählen: 21, 22, 23 fertig. Jetzt sollte die LED auf der einen Seite sitzen. Kurz warten 21, 22, 23, damit der Lötkolben wieder Wärmepotenzial aufbauen kann und sofort die andere Seite genau so löten.

Mit Testgerät die LED über den Kupferstreifen mit Strom versorgen und testen. Wenn die LED wider Erwarten nicht leuchtet, zuerst die Kathode nach löten, testen, bei Misserfolg Anode nach löten. LED leuchtet, dann jetzt zuerst das Tape vorsichtig entfernen, Kupferbahn mit Messer durch Druck nach unten scheiden, Pinzette lösen, LED mit Kupferstreifen zur Seite legen. Bei allen Arbeiten ist dringend eine mechanische Belastung der LED-Kontakte zu vermeiden.
05_von oben.jpg
So sollte das dann aussehen
Um das Deckpapier von dem Kupferstreifen zu entfernen, um selbigen festkleben zu können, ist unbedingt ein Werkzeug ähnlich wie das hier zu verwenden:
04_Deckpapier entfernen.jpg
Löt- Hilfsmittel-Set 6-teilig von Reichelt.de
Es muss immer vermieden werden, das die LED mechanisch belastet wird.

Jetzt können beliebig viele LED's auf z.B. eloxiertem Alu platziert werden, entweder in Reihe oder parallel je nach Projekt. Der Montageuntergrund für diese LED-Verarbeitung darf nicht leitend sein, sonst gibt es einen Kurzschluss. (Eloxiertes Alu ist ideal, weil zugleich auch Kühler).

Es gehen natürlich auch andere Materialien die keinen Strom aber Wärme leiten und auf denen das Klebeband hält.

Gruß
Mr. Fix-t

PS habe auf diese Weise nicht eine LED verheizt.
Zuletzt geändert von Mr Fix-it am Mi, 27.06.12, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Mi, 20.06.12, 08:14

Zuerst das Material:
...
Eloxiertes Alu, 15 mm breit und 70 mm lang.
Der Alustreifen ganz links ist eingeteilt für mein letztes Projekt. von links nach rechts: 15 mm, 28,5 mm, 29 mm, 45 mm.
Wie lang soll das Alu jetzt sein: 70mm oder 117,5mm?
Dazu ist es am sinnvollsten ...
Diese Antwort suggeriert, dass es die ultimative Lösung ist und es niemals eine bessere Möglichkeit geben wird.
Die Kupferstreifen werden von beiden Seiten an den 0,5 mm breiten Spalt angelegt und bleiben zunächst unbeschnitten (ca. 10 - 15 cm lange Stücke). Die obere Linie dient dazu, die Streifen genau im rechten Winkel anzulegen.
Wenn ich mir die Endprodukte so anschauen, dann hast Du die obere Linie aber nicht genutzt. Die Kupferstreifen unter den Leds sind teilweise versetzt, zum Teil ist der Spalt deutlich größer als 0,5mm.
Diese Anordnung vorsichtig mit der Kreuzpinzette fixieren.
Hat offensichtlich nur wenig geholfen. Die Leds sind teilweise gedreht (nicht rechtwinklig), teilweise auch schon etwas sehr aus der Mitte verrutscht, angelötet worden. Immer nur schnell - schnell produziert Ausschuss. Qualitätsarbeit sieht anders aus.
Kupferbahn mit Messer durch Druck nach unten scheiden
Die Klinge muss zum Kupfer gerichtet sein, sonst schneidet das Messer nicht.
Kann man auch eine Schere verwenden?
Runter zählen: 21, 22, 23, 24, 25, fertig.
Das mit dem Hoch und Runter über wir aber noch mal. :wink: Wahrscheinlich wolltest Du die Lötzeit in Sekunden zählen.
Um das Deckpapier von dem Kupferstreifen zu entfernen, um selbigen festkleben zu können, ist unbedingt ein Werkzeug ähnlich wie das hier zu verwenden:
Und was genau ist das für ein Werkzeug?
Wenn ich raten soll: könnte die Klinge von einem kleinen Cuttermesser mit Abbruchklinge sein.
Es muss immer vermieden werden, das die LED mechanisch belastet wird.
Deswegen auch die Kreuzpinzette.
ustoni
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Mi, 20.06.12, 10:13

Hallo, Achim!

1. In dem Post von Mr Fix-it steckt sicherlich noch der eine oder andere Bug, so wie ich das sehe vor allem in den Masseinheiten. Das wird er sicher noch korrigieren.

2. Was das Verzinnen und Löten betrifft: da hat jeder wohl seine eigene Technik, mit der er am Besten zurechtkommt.

3. Diese und einige andere SMD-LEDs sind nicht mit Standard-SMD-Bauteilen zu vergleichen. Widerstände, Kondensatoren und andere SMD-Standard-Bauteile haben die Lötfläche in erster Linie seitlich. Das Verlöten solcher Bauteile ist daher ziemlich einfach, da man den größten Teil der Lötstelle optisch kontrollieren kann. Der Unterschied zu normalen Bauteilen besteht hier eigentlich nur in der Größenordnung und ist deshalb leicht zu handeln.
Bei diesen LEDs befinden sich die Lötflächen auf der UNTERSEITE! Eine optische Kontrolle ist deshalb sehr schwer, von der Verarbeitung ganz zu schweigen.

4. Abmessungen:
Die LED hat Aussenabmessungen von 3 x 3 mm. Der noch relativ komfortabel zu verlötende Kathodenanschluss hat eine Größe von 1,43 x 2,27 mm = 3,25 qmm. Der Anodenanschluss hat eine Größe von 0,48 x 2,27 mm = 1,09 qmm. Seitlich ausgeführt ist eine Lötfläche von 0,2 x 0,6 mm = 0,12 qmm. Diese Fläche dient eher zur Qualitätsbeurteilung der Lötstelle, nicht aber zum Löten.

5. Bei der Freihandbearbeitung solcher Bauteile und Kupferbahnen kommt es unweigerlich zu leichten Toleranzen. Versuch allein schon einfach mal gleichmäßige Kupferstreifen (zur Erinnerung: Dicke des Materials: 0,03 mm!!!) mit einer Breite von 3 mm zu schneiden! Ein paar Grad Abweichung zum rechten Winkel beim Verlöten sind kaum zu vermeiden.
Diese Antwort suggeriert, dass es die ultimative Lösung ist und es niemals eine bessere Möglichkeit geben wird.
Mag sein.
Dein Post suggeriert allerdings, dass Du der absolute Fachmann bist und bereits hunderte dieser LEDs verarbeitet hast.
Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist eigentlich ganz einfach:

Hast Du überhaupt schon jemals auch nur eine einzige dieser LEDs selbst verarbeitet?
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Mi, 20.06.12, 11:24

Hallo Achim,

bitte sei nicht enttäuscht, aber es mir schlicht zu viel, hier auch nur eine Korrektur zu machen. Es mag sein, das es trotz der guten Vorbereitung beim Löten der LED's immer noch zu Abweichungen kommt, aber die spielen sich in Toleranzen ab, die eine Funktion nicht beeinflussen, denn meine Leuchten leuchten. :wink:

Dennoch, weil es zu offensichtlich ist, einige kleine Anmerkungen:

1. Was die Maße angeht, so habe ich die Werte als Skalenwerte angegeben, also stellt Dir den Alustreichen als Maßband vor, und die angegebenen Zahlen sind die auf diesem Maßband abgelesenen Werte (was man bei genauem Hinsehen auch erkennen sollte, denn es kann ja nicht sein, das 45 mm genau so lang sind wie 15 mm, damit braucht der Bereich der Einteilung genau 45 mm, hier ist schnelles Rechnen nicht angebracht, besser genau hinsehen und mitdenken, was ich auch von meinem Leser erwarte, ich sehe mich nicht als jemand der hier kindgerechte Anleitungen zu schreiben hat.).

2. Ich erwarte von jemanden, der sich aufgrund solch eines Threads an ein solches Projekt wagt, das er vorher die Sache durchdenkt, alleine nachmachen ist nicht die Lösung und auch nicht erwünscht.

3.Wie ustoni schon sehr richtig angeführt hat, die Dinger sind verdammt klein, die Kontakte noch kleiner, solange die Abweichungen beim Löten nicht so groß werden, das die Funktion beeinträchtigt wird, also die Leitfähigkeit für den benötigten Betriebsstrom als auch die Abwärme, dann ist das schon eine Leistung.

4. Was das verzinnen der Kupferstreifen angeht, da habe ich mehrere Techniken ausprobiert (mache ich immer so, ist ja nicht mein erstes Projekt). Werden die Streifen zu heiß oder zu langsam verzinnt, leidet der Kleber auf der Rückseite, der ist wohl hitzebeständig, aber nicht über die Maßen. Dieses Leiden des Klebers führt dazu, das die Papierstreifen auf der Rückseite nicht mehr richtig und leicht ab zu ziehen sind.

5. Der gesamte Aufbau, also Kupferstreifen, Klebstoff, Papierstreifen, ist nicht wirklich für eine Montage geeignet, bei der es auf den Zehntel mm ankommt. Es ist eine Behelfslösung, die es ermöglicht, ohne aufwendige Platinenproduktion eine LED-Leuchte völlig frei zu gestalten, klar das keiner so Ergebnisse erzeugen kann, die einer Industrieproduktion das Wasser reichen können, das will ja auch keiner.

6. Zu Deiner Ansage, die Kreuzpinzette verhindert NICHT, das die LED mechanisch belastet wird, kann ich nur eines sagen:
Mit der Größe und der Federspannung einer Kreuzpinzette bietet dieses Werkzeug die einzige bekannte Möglichkeit, sehr kleine Bauteil mit genau dosiertem Druck zu greifen bzw. zu halten. Du kannst ja mal versuchen, eine solche LED mit einer normalen Pinzette zu greifen und hoch zu halten. Ich kann Dir nur raten, vorher das Zimmer zu kehren, denn Du wirst lange auf den Kienen krabbeln bis Du die davon gespritzte LED wieder findest, wenn Du sie überhaupt wieder findest.

Aufgrund deiner Überlegung zu dem Thema, siehe Deinen Post, gehe ich davon aus, das Du es sogar besser hinbekommst als ich, also geeignet bist, einen solchen Thread als Arbeitshilfe zu verwenden, andere User lassen besser die Finger weg, denn die verheizen nur unnötig viele LED's und bekommen zum guten Schluss kein brauchbares Ergebnis. Das zu vermeiden, sehe ich auch als Pflicht an, denn ein solcher Thread soll in keinem Fall den Eindruck erwecken, es sei ein Kinderspiel, so eine LED zu verarbeiten.

Gruß
Mr. Fix-it
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Mi, 20.06.12, 13:05

ich sehe mich nicht als jemand der hier kindgerechte Anleitungen zu schreiben hat.
Dann brauchst Du auch kein Tutorial schreiben.
Der Bereich Tutorial ist genau für solche Leute gedacht, die etwas 1 zu 1 nachbauen wollen und dazu müssen diese Leutchen einfach wissen, was wie gemacht wurde. Hier kann man nicht einfach etwas hinklatschen und sich denken, das kriegen die schon hin, sondern muss schon sehr ins Detail gehen. Dazu gehört auch, dass man einzelne Arbeitschritte nachvollziehen kann.

@ Ustoni
Deinen Kommentar oben lasse ich gelten, aber mir auch noch eine Mail schreiben. und mich darin als Sternejäger zu tutulieren, empfinde ich als Beleidigung.
ustoni hat geschrieben:Hallo, Achim!

Was soll das ?
Warum gibst Du Kommentare zu Themen ab, von denen Du offensichtlich keine
Ahnung hast?

Sternejäger, oder was?
@ all
wer in einem Forum einen Beitrag schreibt, muss damit rechnen, dass andere Leute diesen zerpflügen. Und dazu gehört auch, dass man nachfragt und einzelne Passagen heraus pickt und dazu seinen Kommentar schreibt.
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Mi, 20.06.12, 13:31

Hallo Achim,

dagegen hat ja keiner was, ansonsten habe ich alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt. Wenn jemand weitere Fragen hat, ich bin zu erreichen.
Übrigens finde ich es nicht glücklich, Menschen, die von einem Thema nicht so viel Ahnung haben, gleich als Leutchen zu bezeichnen.

Mit meinem Beitrag kann man den Weg nachvollziehen, mehr war nie beabsichtigt.

Gruß
Mr. Fix-it
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Mi, 20.06.12, 13:37

Dennoch hast Du meine Frage nicht beantwortet:
"Dein Post suggeriert allerdings, dass Du der absolute Fachmann bist und bereits hunderte dieser LEDs verarbeitet hast.
Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist eigentlich ganz einfach:

Hast Du überhaupt schon jemals auch nur eine einzige dieser LEDs selbst verarbeitet?"

Hast Du, oder hast Du nicht????

Anders ausgedrückt: kannst Du mitreden oder nicht?

Wenn nicht, was bringt Dir ein Kommentar ausser eben jener 5 Sternchen, die man von Deinen Kommentaren (Posts) her gewohnt ist?
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Mi, 20.06.12, 13:40

Speziell diese Led: nein. Meine kleinste Led war eine XP-E (blanke Led ohne Platine drunter).
Wenn nicht, was bringt Dir ein Kommentar ausser eben jener 5 Sternchen, die man von Deinen Kommentaren (Posts) her gewohnt ist?
Zumindest sind meine Zwischenfragen und -bemerkungen um einiges sinnvoller als Deine Grundsatzdiskussionen, die im Endeffekt zu gar nichts gut sind.
Mr Fix-it hat geschrieben:4. Was das verzinnen der Kupferstreifen angeht, da habe ich mehrere Techniken ausprobiert (mache ich immer so, ist ja nicht mein erstes Projekt). Werden die Streifen zu heiß oder zu langsam verzinnt, leidet der Kleber auf der Rückseite, der ist wohl hitzebeständig, aber nicht über die Maßen. Dieses Leiden des Klebers führt dazu, das die Papierstreifen auf der Rückseite nicht mehr richtig und leicht ab zu ziehen sind.
Na schön, Du hast also mehrere Techniken ausprobiert. Und warum schreibst Du das dann nicht?
Meine Antwort bezüglich der Suggestion der besten Technik zum Verzinnen entstand einzig aus der Tatsache heraus, dass von Dir mit keinem Wort erwähnt wurde, dass Du bereits andere Verzinnungsmethoden ausprobiert hast.

Und wo wir schon dabei sind, wer was noch nicht beantwortet hat: um was für ein Werkzeug handelt es sich?
Zuletzt geändert von Achim H am Mi, 20.06.12, 13:51, insgesamt 2-mal geändert.
ustoni
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Mi, 20.06.12, 13:47

In welcher Bauform?
Reiner Emitter oder auf Platine?
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Mr Fix-it
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Mi, 20.06.12, 13:51

Hallo Achim,

schau, ich habe an dem Samstag 53 Stück dieser recht kleinen und sehr sensiblen LED's gelötet. Alle LED'S funktionieren und arbeiten inzwischen seit vielen Stunden ohne jeden Fehler. Also irgend was muss ich schon richtig gemacht haben, sonst hätte es mehr als einen Ausfall gegeben, es gab aber keinen einzigen.

Wenn Du selbst die XP-E von Cree schon verarbeitet hast, wobei die doch um gute 25% größer ist, dann ist es immer noch die Frage, waren es einige Stück oder bist Du mit den Dingern in Auflage gegangen. Es ist nämlich ein großer Unterschied ob man liebevoll fünf LED's lötet oder eine Auflage von 50 bis 100 Stück zu bewältigen hat. Hier muss ein Kompromiss zwischen dem machbaren und dem wirtschaftlichen Aufbau gefunden werden, habe keine Lust, wochenlang LED's zu löten, wobei die Dinger dann später sicher alle gerade gesessen hätten, aber ich weit preisgünstiger auf LED mit Sternplatine zurück gegriffen hätte, auch wenn die das Leuchten-Design sehr einschränken (Größe).

Gruß
Mr. Fix-it

PS das Werkzeug ist im Text zum Bild, kursiv direkt unter dem Bild mit Name und Quelle benannt, bitte genau lesen, dann klappt das schon
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Mi, 20.06.12, 14:23

Muss das denn immer so ausarten?
Ist hier eine sachliche Diskussion ohne gegenseitige Beleidigung noch möglich?
Ich finde es schade, dass solche Projekte (Wandleuchte) und Threads immer gleich niedergemacht werden. Zerpflücken ist ja prinzipiell in Ordnung, nur bitte dann ohne persönliche Angriffe und Beleidigungen.
@Achim
auch wenn Mr Fix-it schreibt, dass etwas die sinnvollste Möglichkeit ist und es nicht belegt,
muss man es nicht gleich als Aufhänger für eine (später) nicht mehr sachliche Kritik nehmen.
Könntest du bitte auch solche Anspielungen wie mit dem runterzählen bei der Lötzeit vermeiden. Eine solche Aussage erweckt bei mir immer gleich den Eindruck, dass jemand etwas zum kritisieren gesucht hat (auch wenn es vlt nicht so gemeint ist).

Saubere Leistung Mr Fix-it, ist echt gut geworden (Habe selbst schon mehrfach mit der etwas abgewandelten Technik von ustoni diese LEDs und die LEDs der Smart Arrays verlötet, ist midestens Anfangs wirklich verdammt schwer)
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Achim H
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Mi, 20.06.12, 14:26

Es ist nämlich ein großer Unterschied ob man liebevoll fünf LED's lötet oder eine Auflage von 50 bis 100 Stück zu bewältigen hat.
Das macht keinen Unterschied. Die Frage ist doch eher, wieviel Vorarbeit man machen möchte.

Ich hatte für meine Leds ein selbstgebautes Hilfsmittel:
Ein Holzbrett, darauf einen Furnierstreifen festgeklebt, die beiden Kupferblechstreifen (0,5mm) ausgerichtet ans Furnier angelegt und da drunter einen weiteren Furnierstreifen drangeschoben. Auf diesem befanden sich 2 Streichhölzer (angeklebt), womit sich die Led beim Löten nicht verdreht. Der unterer Furnierstreifen + die beiden Kupferblechabschnitte wurde durch Klebeband gehalten (ähnlich wie bei Dir). Eine Kreuzpinzette hatte ich allerdings nicht. Ein Zollstock tuts auch (muss nur die Led runterdrücken).
Arbeitsaufwand je Led: max. 30 Sekunden.

Übrigends: ich habe niemals behauptet, dass eine Kreuzpinzette eine Led mechanisch belastet. Das hast Du dort hinein interpretiert.
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Mi, 20.06.12, 14:29

Hallo Achim,

und wieso hast Du Deine Methode nicht dokumentiert und hier als Tutorial eingestellt, oder habe ich da was übersehen?

Gruß
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Mi, 20.06.12, 14:31

Ich glaube bei der Sache mit der Kreuzpinzette liegt ein Missverständnis vor.
Achim bekräftigt die Aussage im Startthread, dass eine Kreuzpinzette notwendig ist.
Mr. Fix-it hat dies meiner Lesart nach falsch verstanden und nochmal die Vorteile einer Kreuzpinzette erläutert.

Also: kein Grund zur Aufregung

@Mr. Fix-it: Was nicht ist, kann ja noch werden.
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Achim H
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Mi, 20.06.12, 14:40

Bilder und Dokumentation kann ich leider nicht zeigen. Zum Einen ist es schon ein paar Jährchen her und auch das Hilfsmittel existiert schon lange nicht mehr. Und eine Photoknipskiste hatte ich damals noch nicht. Außerdem: seitdem meine Augen dermaßen schlecht geworden sind (die letzten 2 Jahre), löte ich keine SMDs mehr.
Was solche Hilfsmittel angeht: man muss sich halt nur was einfallen lassen. :wink:
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Mi, 20.06.12, 14:53

kann aber noch nicht so lange her sein, die LED wird, soweit mir bekannt ist, erst seit 2008 produziert.
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stoske
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Mi, 20.06.12, 15:10

> ...seitdem meine Augen dermaßen schlecht geworden sind (...), löte ich keine SMDs mehr.
> Was solche Hilfsmittel angeht: man muss sich halt nur was einfallen lassen.

Das gilt auch für die Sehkraft. Seit dem ich auf die 50 zugehe, lassen die Augen auch nach.
Die violette Damenbrille von der verstorbenen Mutter meiner Frau aus den frühen 60ern lässt
mich zwar aussehen wie eine Alt-Transe mit Dandy-Touch, aber damit kann ich Ameisen die
Füße paarweise verbinden. Man muss sich halt was einfallen lassen :)
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Mi, 20.06.12, 15:15

Ich bin zwar von der 50 noch ein Stück weg, aber bei Elektronik gibt es keine Eitelkeiten.
Ohne Lupe läuft nix. :D
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Mi, 20.06.12, 19:18

Hallo t-schulz,

ich verwende eine Brille + 3,5 d, die wirkt noch wie eine Stereolupe (danke @ustoni für den Tipp) und ist weit billiger, das klappt gut, obwohl ich sonst + 2 d habe.
Gruß
Mr. Fix-it
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Mi, 20.06.12, 20:01

Meine letzte Augenuntersuchung war vor gut 1,5 Jahren. Speziell mein rechtes Auge (vorher: +0,75dpt) ist auf -4,75dpt schlechter geworden. Weil das Augenzentrum angeblich nichts gegen meine einäugigen Doppelbilder machen konnte (schlimmer noch: die haben gesagt, sowas wäre mit einem Auge nicht möglich), bin ich dort nie wieder hin. Es gibt in meiner Stadt zwar noch eine Augenärztin (habe dort vor knapp 2 Monaten mal angerufen), aber dort bekommt man einen freien Termin frühestens in 1 Jahr.

An ein Mikroskop habe ich auch schon gedacht.

Interesse hätte ich an diesem Gerät
Bild
Mantis Compact mit Universalständer (Vergrößerung x2, x4, x6 und x8 über Schnellwechselobjektive)

Falls ich mal im Lotto gewinne (was nie der Fall sein wird, weil ich kein Lotto spiele), dann würde ich mir sowas zulegen.
Kostet nur etwas über 2.000 EUR.
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Mi, 20.06.12, 21:26

Hallo Achim,

hast Du auf beiden Augen so hohe Werte. Es gibt vielleicht was besseres für Dich, eine Lupenbrille, die sind nicht so teuer und Du kannst Stereo sehen, was für die Einschätzung von Abständen beim Arbeiten sehr wichtig ist.
z.B. wirklich ein Einsteigermodel, kommt auf die normale Lesebrille: http://www.goldschmiedebedarf.de/produc ... s_id=14670
oder die hier, etwas teurer aber auch besser in Sachen Vergrößerung und Optische Eigenschaften.
http://www.goldschmiedebedarf.de/produc ... s_id=23752

Gruß
Mr. Fix-it
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Mi, 20.06.12, 22:17

Leider nicht. Links sind es 3,5dpt weniger, also nur -1,25dpt. Das Problem bei 2 ungleich starken Augen ist, finde dafür mal eine Lesehilfe resp. Lupenbrille. Um den Kontrast zu erhöhen, sind die Gläser an meiner Lesebrille eingefärbt. In letzter Zeit habe ich allerdings das Gefühl, selbst mit Brille schlechter zu sehen, als ganz ohne. Ergo lasse ich sie weg. Und jedes halbe Jahr neue Gläser machen lassen (ca. 180 EUR), ist mir einfach zu teuer (diese Kosten übernimmt die Krankenkasse leider nicht). Wie schlecht ich sehen kann, sieht man an meinem Monitor (Full HD, 21,5"). Auflösung laut Grafikkarte:1600x900pt, die minimale Schriftgröße ist auf 16pt eingestellt. An manchen Tagen hänge ich trotzdem mit gerademal 40cm mit der Nase vor dem Monitor und sehe trotzdem nicht alles deutlich. Und dann noch das Problem mit den Doppelbildern je Auge.
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Do, 21.06.12, 08:52

Hallo Achim,

jetzt wird auch klar, warum Du schon mal was überliest, das sind dann sicher Tage, an denen es besonders schlecht ist. Ich kann das gut nachfühlen, es ist nichts schlimmer, als sich auf einen selbst nicht verlassen können, weil die Tageskondition so unterschiedlich ist.

Gruß
Mr. Fix-it

PS würde ja gute Besserung schreiben, wenn es Aussicht darauf gäbe, aber es ist besser, man richtet sich damit ein, statt ständig falschen Hoffnungen nach zu jagen
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Do, 21.06.12, 18:12

Hallo, zusammen!
Da ich inzwischen auch meine ersten Praxiserfahrungen mit den Nichia NF2L757ART gesammelt habe, hier noch ein Beitrag zum Originalpost.
Ich habe mit 20 dieser LEDs eine einfache Tischleuchte gebaut. Hauptgrund war weniger die Notwendigkeit einer solchen Leuchte (ist aber schön, sie jetzt zu haben), als vielmehr das Sammeln von Erfahrungen mit diesem LED-Typ.
Hier das Ergebnis:
Lampe.jpg
LEDs, Kühlkörper und Leiterbahnen sind auf einem Alu-Flachprofil aus eloxiertem Alu (2 mm x 30 mm x 500 mm aufgeklebt, wobei ich die komplette Leiterbahnführung mit SK-Kupferfolie ausgeführt habe.Nach dem Lackieren mit Graniteffekt-Lack sind diese nicht mehr sichtbar. Als Stromversorgung dient eine Konstantstromquelle 350mA in Form eines Steckernetzteils (Art.Nr. 95092).
Der Sockel besteht aus zwei aufeinandergeklebten MDF-Platten, 15 x 15 cm. Hierzu gleich eine Anmerkung: bei der Größe habe ich mich total verschätzt (viel zu groß, passt nicht zur Lampe). Wenn ich das nächste Mal beim Obi bin, hole ich mir 2 neue Platten mit 10 x 10 cm; das dürfte optisch besser passen.
Näher will ich auf die Konstruktion hier nicht eingehen, ist einfach zu simpel und auch nichts Besonderes.

Zunächst habe ich verzinnte Streifen SK-Kupferfolie an die LED-Anschlüsse gelötet. Hierbei bin ich etwas anders vorgegangen als Mr Fix-it:

1. Kontaktflächen der LED mit etwas Weichlötflussmittel versehen und verzinnen.

2. LED mit den Kontaktflächen nach oben auf den Arbeitsplatz legen (ein paar Blatt normales Schreibmaschinenpapier als Unterlage sorgen für ausreichende Rutschfestigkeit) und mit etwas Flussmittel versehen.

3. SK-Kupferstreifen mit der Kreuzpinzette aufnehmen und die Schutzfolie an einer Seite auf eine Länge von ca. 3 bis 5 mm lösen und nach hinten abwinkeln.

4. Den Kupferstreifen jetzt auf der Kathodenfläche der LED platzieren und mit dem Lötkolben die Kupferfolie auf der Klebefläche über der LED erhitzen. Das Lötzinn auf der Kupferfolie und auf der
Kathodenfläche ist innerhalb von knapp einer Sekunde aufgeschmolzen und bildet eine einwandfreie Lötverbindung.

5. Das Gleiche auf der Anodenseite wiederholen.

Das Ganze in Kurzform als Bildchen:
Lötvorgang.jpg
Vorteil dieses Verfahrens ist, dass sich die Kupferstreifen leicht und sehr präzise auf den Kontaktflächen platzieren lassen.
Nachteil ist natürlich, dass die Klebeschicht auf den Kupferstreifen unterhalb der LED zerstört wird.
Die Wärmeleistung der LED (bei 100 mA ca. 0,6 W) wird aber problemlos über die Kupferfolie an den Alu-Träger abgeleitet.

Anschließend habe ich die LEDs mit Kupferstreifen auf das Aluflachprofil aufgeklebt. Vor dem weiteren Verdrahten habe ich die Gelegenheit genutzt, die ersten 16 LEDs mal durchzumessen. Als Stromquelle diente hierbei eine 9 V-Batterie mit einem 41-Ohm-Widerstand in der Plus-Leitung.(Spannung bei angeschlossener LED: 9,02 V).
Hier das Ergebnis:
Messreihe.jpg
LED1 bis 8 stammen dabei aus einer Bestellung, LED 9 bis 16 aus einer späteren Bestellung. Wie man sieht, stimmen die Vorwärtsspannungen innerhalb einer Charge weitgehend überein (max. Abweichung: LED14 mit 0,025 V!). Die Vorwärtsspannungen unterschiedlicher Chargen weichen dabei schon deutlicher voneinander ab.

Anschließend habe ich die LEDs in einer Art Matrix folgendermassen verdrahtet:
Schaltplan.jpg
Vorteil dieser Schaltung ist, dass sich leichte Unterschiede der Ströme in den einzelnen LEDs nicht addieren können. Da immer 4 LEDs parallel geschaltet sind, fließen im jeweiligen Knotenpunkt auch immer wieder die 350 mA, die sich dann auf die folgenden 4 LEDs wieder aufteilen. Rein rechnerisch fließt durch jede LED ein Strom von 87,5 mA. Daraus ergibt sich ein Lichtstrom von ca. 1100 Lumen.

Anschließend erfolgte ein mehrstündiger Dauertest.
Ergebnis: die Lampe ist schon richtig hell!
Nach etwa 1 Stunde ist die endgültige Betriebstemperatur erreicht. Der Kühlkörper (zusammengesetzt aus 1 x Sternkühlkörper 85 mm (Art.Nr. 60024) und 1 x Sternkühlkörper 70 mm (Art.Nr. 60023)) wird dabei so warm, dass man die Handinnenfläche noch gerade so dauerhaft auf dem Kühlkörper liegen lassen kann, also irgendwo knapp über 40 Grad. Die genaue Temperatur kann ich leider noch nicht angeben, da mein altes Thermometer den Geist aufgegeben hat. Sobald das Thermometer, das ich bereits am Montag bestellt hatte ( :x ), endlich mal eintrifft, liefere ich die Messwerte nach.

Zum Schluss habe ich noch die Spannungspegel über den jeweiligen Parallelschaltungen gemessen, und zwar einmal im kalten Zustand unmittelbar nach dem Einschalten (Werte in blauer Schrift) und einmal nach 1 Stunde Warmlaufzeit (rote Schrift):
Schaltplan Pegel.jpg
Die Spannungsdifferenz von 0,07 V entspricht laut dem Diagramm im Datenblatt der LEDs einer Temperaturdifferenz von etwa 22 Grad Celsius. Bei einer Umgebungstemperatur von 25 Grad entspricht das also einer Temperatur von etwa 47 Grad an den Kontaktflächen der LED.
Hinweis: Die Parallelschaltung der LEDs 17 bis 20 besteht aus 3 LEDs der ersten Lieferung und 1 LED der 2 Lieferung. Daraus ergibt sich die abweichende Spannung. Die resultierende Stromdifferenz ist optisch aber nicht sichtbar.

Anhand der Messwerte errechnet sich die LED-Leistung zu 9,765 W. Die gemessene Leistungsaufnahme beträgt 10,9 W. Damit erreicht die Lampe eine Effizienz von guten 98 lm/W.

Fazit:
Mit etwas Übung läßt sich die NF2L757ART noch durchaus von Hand verarbeiten. Damit bietet diese LED bei einem guten CRI und gleichfalls guter Effizienz zur Zeit das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Selbstbauprojekte.

In Planung ist bei mir bereits ein LED-Panel mit 49 LEDs (als 7 x 7 Matrix geschaltet) mit einer 700 mA KSQ (also 100 mA je LED). Damit sollte ich über 3000 Lumen erreichen.

In nachfolgender Tabelle habe ich mal ein paar Kenndaten verschiedener LEDs und COBs zusammengestellt. Die Preisstaffelung habe ich dabei so gewählt, dass ein Wert von 3000 Lumen nicht überschritten wird. So wird man von der NF2L757ART wohl eher selten weniger als 10 Stück kaufen. (10 Stück entspricht 650 Lumen) Bei Abnahme ab 10 Stück sinkt der Preis aber bereits von 99 Cent auf 59 Cent. Bei der Version mit Star-Platine beginnt die nächste Preisstaffel erst bei Abnahme von 56 Stück; das wären aber schon 3640 Lumen.
Die Samsung 3535 ohne Platine wird bei Abnahme von 50 Stück günstiger, was bereits 7000 Lumen entspricht.

In der Tabelle habe ich für jede LED die Werte bei Nennstrom gemäß Kurzdatenblatt sowie bei Unterbestromung gemäß Kurzdatenblatt angegeben.
LED-Vergleich.xls
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Do, 21.06.12, 18:26

Hallo ustoni,

erste Klasse, sehr gut ausgeführte Leuchte, sieht super geil aus. Dazu sehr interessante und wertvolle Tabellen. Danke dafür!
Gruß
Mr. Fix-it
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