Arbeitsplattenbeleuchtung in der Küche

Haben Sie produktspezifische Fragen ?

Moderator: T.Hoffmann

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Moppelmerlin
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Mi, 11.04.18, 12:58

Hallo liebes Forum,
Da ich mit LEDs bisher noch nicht so viel am Hut hatte dachte ich mir, ich melde mich hier mal an. Was ich bisher gelesen habe, sagt mir, dass ich glaube ich in guten Händen bin :D
Es geht um folgendes: Bei uns in der Küche fehlt bisher eine Beleuchtung über der Arbeitsplatte und dem Herd. Eigentlich über der gesamten Küchenzeile. Da das auf Dauer doch sehr nervig ist und gerade am
Abend wirklich stört, habe ich schon seit geraumer Zeit den Plan, endlich Licht ins Dunkel zu bringen. Zunächst hatte ich gedacht, ich nehme einfach Leisten von Ikea, aber ich hätte doch ganz gern was Vernünftiges. Hell genug und mit einer vernünftigen Farbwiedergabe soll es natürlich auch sein.
Hier einmal die Einbausituation:
Küchenzeile.JPG
Mein Plan sieht derzeit folgendermaßen aus:
Unter die Schränke und unter das Regalbrett jeweils dieser LED-Streifen (in der Zeichnung gelb)
Verlegt in ein Aluprofil mit Abdeckung:
Nun zu meinen Fragen:
1) Sind die Strips an sich okay? Helligkeit ausreichend? Bei der Lichtfarbe bin ich bewusst von 4000K weg gegangen, das ist mir zu kalt…
2) Was brauche ich für ein Netzteil? Der Streifen hat 17W/m, also brauche ich insgesamt 17*2,3 = 39,1 W, stimmt das? Reicht dann dieses Netzteil aus, oder brauche ich zusätzlichen Puffer? Meanwell LPF-40D-24
Ich würde das Ganze gerne dimmbar haben, da ich die Helligkeit nicht so wirklich einschätzen kann. Mit einem Poti dran geht das bei dem Netzteil ja wohl.
3) Bekomme ich Probleme mit Feuchtigkeit, wenn das Ganze in den Aluprofilen steckt? Links von der Spüle steht ein Wasserkocher, der gibt natürlich in Betrieb ganz gut Feuchtigkeit nach oben… Oder mache ich mir hier zu viele Sorgen?
4) Was für einen Leiterquerschnitt brauch ich für die Stromversorgung zwischen Netzteil und LEDs?

Schon mal vielen Dank für eure Hilfe :)
Borax
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Mi, 11.04.18, 13:09

Hallo Moppelmerlin,
welcome on board!

1+2: Ja. Alles richtig. Passt.
3: Ich habe meine Stripes auch in einem (sehr ähnlichen) Alu-Profil. Keine Probleme mit Feuchtigkeit. Und ja, da steht auch ein Wasserkocher drunter ;)
4: 0.75mm² (je nach Abstand zwischen Netzteil und LED-Stripe würde auch noch weniger reichen, aber das ist nicht zu empfehlen). Außer der Abstand zwischen Netzteil und LED-Stripe ist größer als 5m. Dann müsstest Du ggf. doch ein stärkeres Kabel nehmen.
Moppelmerlin
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Mi, 11.04.18, 13:52

Hallo Borax,
vielen Dank!
Das mit der Feuchtigkeit hat mir echt zu denken gegeben. Wenn du aber sagst, dass das kein Problem ist bin ich ja beruhigt :)
Der Abstand Leiste-Netzteil wird bestimmt nicht größer als 5m werden :) Dann heißt es jetzt wohl bald Schränke abhängen und nach der Verteilerdose suchen. Die hängen noch von unserer Vormieterin und irgendwo muss die Dose ja sein. Sonst hätten wir nen Schalter umsonst :roll: :lol:
Borax
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Mi, 11.04.18, 21:03

Ok. Dann viel Erfolg!
Moppelmerlin
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Sa, 21.04.18, 11:44

Ich habe noch einmal eine Frage:
wenn ich die LED-Streifen über das Netzteil dimmen möchte, muss ja ein Poti angeschlossen werden. Ich habe also diese Kombi gekauft: Meanwell LPF 40D 24V 40W und 100 kOhm Poti. Jetzt sagen mir Datenblatt vom Netzteil und das Bild auf der Seite vom Poti allerdings unterschiedliche Versionen, wie der Poti angeschlossen werden soll. :? :shock: Beim Netzteil geht die gelieferte Spannung komplett am Poti vorbei, er hängt nur an den DIM-Kabeln. Auf der Seite vom Poti ist auf dem Bild auch die V+ Leitung mit angeschlossen. Was ist denn jetzt richtig? Liegt das daran, dass im Poti noch ein Schalter integriert ist, mit dem man das ganze spannungsfrei trennen könnte? Das bräuchte ich nicht, ich schalte auf der 230V-Seite... kann ich den Poti also aus dem "Stromkreis" raus lassen und die spannungsführenden Kabel direkt an die Stripes ziehen?
Danke für die Hilfestellung :)
oscar
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Sa, 21.04.18, 13:05

Das Datenblatt legt nahe, das LPF 40D im Konstantstrommodus zu betreiben (dito die NPF-Reihe). Sowas nimmt man, um LEDs direkt, also ohne Vorwiederstände, zu betreiben. Die Dimmung des LPF stellt die Höhe des Stroms ein.
Wieso diese Netzteile im Shop als dimmbare Spannungsquellen aufgeführt sind, erschließt sich mir nicht. Diese sind nur im Konstantstrommodus dimmfähig.

Für LED-Strips mit Vorwiderständen wie die Deinen nimmst Du lieber ein LED-geeignetes, nicht dimmfähiges DC-Netzteil wie ein HLG-60H-24 ohne A, B, C am Ende und einen Dimmer, der die 24V pulsweitenmoduliert (PWM).

Das verlinkte Poti darf so wie abgebildet (Schalten von V+) niemals an einer Konstantstromquelle betrieben werden. Wird es eingeschaltet, liegt kurzfristig die max. Spannung der KSQ an, die die LEDs grillt. Wenn an einer KSQ mit Schalter betrieben, dann Schalten der 230V Netzspannung über ein geeignetes Relais (mit einer weiteren, eigenen Stromversorgung) wie im Datenblatt der LPF-Serie abgebildet, aber ganz bestimmt nicht V+ eines LED-Moduls.
Ich frage mich, wozu diese Abbildung in einem LED-Shop überhaupt dienen soll. Gibt es denn Spannungsquellen mit ohmschen Dim-Eingang und integriertem PWM-Dimmer? Sowas taugt doch nur für z.B. Lautstärke plus Ein/Aus für Radios oder PC-Tischlautsprecher.
dieterr
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Sa, 21.04.18, 20:19

Stop, Stop. Das LPF-40D ist zwar eigentlich ein Konstantstromnetzteil, hat aber eine Maximalspannungsbegrenzung, in deinem Fall 24V. Im Normalbetrieb bekommst 24V am Ausgang, sofern die LEds nicht mehr als 1,67A ziehen, was bei dir ja passt.

Im Dimmbetrieb wird es komplexer, da der Strom gedimmt wird, damit reduziert sich aber auch die Ausgangsspannung, bis auf Minimal 14,4V. Eigentlich braucht dich das aber nicht nicht zu kümmern WIE es funktioniert.

Wichtig ist, dass das Poti wie im Datenblatt des LPF-40 angeschlossen wird.

Das Bild bei LEDs.de ist aber nicht verkehrt, Dim+ und Dim- kommt an das Netzteil. Netzteil V+ und LED Modul+ brauchst du nicht. In deinem Fall wäre der Strom eh höher als für Poti spezifiziert.

Nochmals
Beim Netzteil geht die gelieferte Spannung komplett am Poti vorbei, er hängt nur an den DIM-Kabeln.
ist korrekt.

Alles klar?
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Achim H
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So, 22.04.18, 02:30

oscar hat geschrieben:Für LED-Strips mit Vorwiderständen wie die Deinen nimmst Du lieber ein LED-geeignetes, nicht dimmfähiges DC-Netzteil wie ein HLG-60H-24 ohne A, B, C am Ende und einen Dimmer, der die 24V pulsweitenmoduliert (PWM).

Von Meanwell gibt es auch dimmbare Spannungsquellen.

Zum Beispiel das (Link zu Elpro*): PWM-40-24
Ausgang: 24V pwm-moduliert mit 300Hz @ max. 1,67A. Dimmbereich: 0-100%.
dimmbar mit 1-10V Steuerspannung, 10V PWM oder Widerstand/Poti (max. 100k).

* alle Preise @ Elpro sind Netto, zuzüglich Versandkosten + 19% MwSt.
Moppelmerlin
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So, 22.04.18, 07:45

Das was Achim H geschrieben hat dachte ich könnte das LPF auch (aufgrund der Aussage dimmbar auf dem Homepage). PWM hatte ich vorher glaube ich verstanden. Geht denn ein Dimmen wie ich es mir vorstelle mit dem Poti den ich habe trotzdem, oder brauche ich zumindest ein PWM-Modul dafür?
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So, 22.04.18, 08:24

Unter der Voraussetzung, dass die Herstellerangaben bezüglich der Leistungsaufnahme der LED-Streifen stimmen, kannst Du das Netzteil mit Poti verwenden.

Sollte die tatsächliche Leistungsaufnahme der Streifen aber wesentlich kleiner sein (kann passieren, ich kenne die Firma nicht), kann es sein, dass der Regelbereich des Potis kleiner wird. Sollte die Leistungsaufnahme z.B. nur halb so groß sein, wird sich in der ersten Hälfte des Drehwinkels des Potis keine Änderung der Helligkeit ergeben.

Hier hilft nur: ausprobieren.
Sollte das Problem tatsächlich auftreten, lässt sich das aber durch Parallelschalten eines passenden Widerstands zum Poti beheben.
oscar
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So, 22.04.18, 10:43

Moppelmerlin hat geschrieben:Das was Achim H geschrieben hat dachte ich könnte das LPF auch (aufgrund der Aussage dimmbar auf dem Homepage).
Das Netzteil bei Elpro, das Achim verlinkt hat (danke Achim), ist exakt für Deinen Anwendungsfall geschaffen. Es dimmt zwischen 0-100%, egal welche Last dran hängt. Das LPF dagegen dimmt nur unter bestimmten Vorraussetzungen, das nie runter auf 0%, und da es beim Runterdimmen den Strom senkt, ändern die LEDs ihre Farbtemperatur leicht in Richtung Rot, was bei einer PWM-Dimmung nicht passiert.
Ich wüßte nicht, warum man auf all diese Einschränkungen eines LPFs eingehen sollte, außer Du hast das bereits Zuhause liegen. Aber EUR 25,- plus Versand für das PWM-40-24 macht einen auch nicht arm.
Moppelmerlin
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So, 22.04.18, 11:18

Ich wüßte nicht, warum man auf all diese Einschränkungen eines LPFs eingehen sollte, außer Du hast das bereits Zuhause liegen.
Genau so ist es. Ich habe das Zeug alles hier schon liegen und ich frage mich, ob es jetzt den Aufwand mit Zurücksenden und neu bestellen lohnt. Ich möchte die LEDs wahrscheinlich auch nicht so häufig Dimmen. Im Extremfall sogar nur und einmal auf die Stärke, die mir passt und dann werden sie so gelassen, das weiß ich aber noch nicht. In Richtung 0% werde ich aber garantiert nie gehen, weil es sich wie gesagt um eine Arbeitsplatzbeleuchtung handelt und kein Ambiente geschaffen werden soll.
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Achim H
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So, 22.04.18, 15:01

Hast Du ein (vorzugsweise: digitales) Messgerät oder kennst Du jemanden, der eines hat und es Dir ausleihen kann?

Das Messgerät wird in Reihe zum Ledsteifen angeschlossen.
Gemessen wird der Strom, der zur Leiste fließt (Messbereich vorerst auf 10A einstellen).

Mit diesem Messwert kann der Widerstandswert des Poti angepasst werden (muss ausgerechnet werden), damit die Konstantstromquelle (LPF-40D-24) nur den erforderlichen Strom liefert. Der Drehbereich des Poti bleibt damit erhalten.

Einen einzelnen Widerstand kannst Du in einer Reparaturwerkstatt für elektronische Geräte (zum Beispiel für Radio/Fernsehen) für ein paar Cent bekommen.
Alternativ über Ebay kaufen. Preis ab 1 EUR aufwärts.
dieterr
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So, 22.04.18, 16:53

Jungs, macht den TE doch nicht mehr wuschig als nötig.

- sein Stripe hat laut erstem post 24V, 39,1W. Zieht also rund 1,62A
- das Netzteil liefert max 1,67A, bei 24V

Ergo: bei Dimmer 100k = 100% hat er 24V/1,62A (mehr zieht der Stripe nicht)

Dann dreht er den Poti runter. Es passiert kurzzeitig vermutlich nichts, bis Soll-Strom auf unter 1,62A geht. Danach geht mit dem Strom die Spannung runter. Wie genau könnte man an der Strom-Spannungs-Kurve des Stripes ablesen. Den es aber wohl nicht gibt. dennoch wird der Stripe dunkler.

Weiter den Poti runterdrehen: der Stripe wird weiter dunkler bis es irgendwann dunkel ist.

Da braucht es erstmals kein anderes Netzteil, kein Messgerät, kein gar nichts. Wenn, und nur wenn, beim Dimmen etwas nicht sauber passt, DANN sollte man da dran dann weiterarbeiten. Bis dahin: Poti verbauen und erst mal testen ob das nicht so schon gut genug ist.
Moppelmerlin
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Sa, 28.04.18, 11:30

So, ich bin endlich dazu gekommen, das ganze zu verkabeln und zu testen. Hatte ja wirklich Angst, dass ich doch das andere Netzteil brauche... Es passiert aber in der Tat so, wie dieterr geschrieben hat. Die Leisten lassen sich mit dem Poti dimmen. Kurzzeitig passiert nichts wenn ich daran drehe, dann werden sie dunkel, bis sie irgendwann aus gehen. Habe beim Testen auch kein Flackern oder ähnliches feststellen können.
Lustig finde ich, dass die Abbildung auf der Seite vom Poti mittlerweile verschwunden ist :lol:
Noch einmal vielen Dank an alle für die Hilfe und Tipps, das ist wirklich ein tolles Forum hier :D
dieterr
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Sa, 28.04.18, 12:20

Moppelmerlin hat geschrieben:Die Leisten lassen sich mit dem Poti dimmen. Kurzzeitig passiert nichts wenn ich daran drehe, dann werden sie dunkel, bis sie irgendwann aus gehen. Habe beim Testen auch kein Flackern oder ähnliches feststellen können.
Prima :D

Moppelmerlin hat geschrieben:Lustig finde ich, dass die Abbildung auf der Seite vom Poti mittlerweile verschwunden ist :lol:
Das Bild ist doch noch da! Oder ich meine ein anderes. Aber ab und zu lesen die Shopbetreiber hier mit :D
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