wechselschaltung

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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evog
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Sa, 06.12.08, 22:41

Nachdem ich jetzt einen Tag lang über diverse Wechselblinker recherchiert habe und nichts brauchbares finden konnte, poste ich nun mal mein Problem in dieses Forum:

ich möchte mit 25 LEDs eine 5x5 Matrix zusammenstellen, die im ~Sekundentakt wechselnd 2 verschiedene Symbole anzeigt. Das eine Symbol hat 10 LEDs, das andere 11 LEDs. 4 LEDs überschneiden und kommen in beiden Symbolen vor.

Mir anderen Worten:
Zustand A: 4 LEDs permanent an- 6 LEDs an- 7 LEDs aus
Zustand B: 4 LEDs (dieselben) an- 6 LEDs aus- 7 LEDs an
Wechsel etwa im Sekundentakt.

kann mir jemand einen funktionierenden Schaltplan konstruieren. Bräuchte das Ding ziemlich dringend. eh klar :-)
ps.: löten kann ich (das ist aber such schon alles)
evog
Borax
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Sa, 06.12.08, 23:37

Hallo evog,
welcome on board!

Wechselblinker gibt es doch wirklich wie Sand am Meer (auch hier im Forum).
Ich würde hier die Standard-Transistor astabiler-Multivibrator Schaltung verwenden und das Signal zwei mal auskoppeln (an jeden Transistor einmal) und einen MosFet nachschalten. Wobei für die paar LEDs wahrscheinlich auch ein Transistor reicht. Was ist denn die Betriebsspannung? Und welche LEDs sollen verwendet werden?
evog
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So, 07.12.08, 11:47

hi borax,
danke fürs welcome und die Antwort

ja, wechselblinker gibts wie sand am Meer - aber ich hab mit elektronik nix am Hut, kann gerade mal Bauteile an Hand ihres Aussehens unterscheiden, und mit Begriffen wie "astabiler-Multivibrator" fang ich herzlich wenig an. Noch weniger ist es mir möglich, die Vorteile der Serien- bzw Parallelschaltung auszuloten, und schon garnicht könnte ich irgendwelche Vorwiderstände berechnen. Bis jetzt hab ich ausschließlich irgendwelche fertigen Kits zusammengelötet.

Geplant wären rote LEDs (3mm oder 5mm) und eine Versorgung mit einer 9V-Batterie. Von den 25 LEDs (inder 5x5 Matrix) werden aber nicht alle geschalten. 4 sind permanent "on" und zwei Reihen von je 6 bzw. 7 LEDs schalten hin und her. Weitere 8 LEDs sind permanent "off" dienen nur zur Füllung der Matrix)
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Sailor
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Mo, 08.12.08, 09:24

Hier hast Du einen Schaltplan mit Erklärung. Wenn dann noch Fragen sind geht´s hier im Forum weiter!
Borax
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Mo, 08.12.08, 11:19

Hier mal ein 'ausführliches' Beispiel:
Blinker5.png
Blinker5.png (6.75 KiB) 4957 mal betrachtet
Blinkfrequenz etwa 1-2Hz (am Poti einstellbar) Die LEDs werden mit etwa 20mA betrieben. Du kannst die 180Ohm bzw. 220Ohm Widerstände auch noch weiter erhöhen (z.B. auf 270Ohm + 390Ohm) dann hält die Batterie noch ein wenig länger. Und mit hellen LEDs (z.B. so was: http://www.leds.de/p48/Normal_LEDs/LEDs ... 0_22V.html ) ist das als 'Anzeige' hell genug. Um alle LEDs gleich hell leuchten zu lassen, bräuchtest Du noch ein paar zusätzliche Ausgleichswiderstände (oder 100Ohm Potis). Aber selbst dann wird sich das Verhältnis zwischen den 'Immer an' und den blinkenden LEDs geringfügig verschieben, je nachdem wie leer die Batterie wird (wie stark sich das in der Praxis auswirkt kann ich Dir nicht vorab sagen). Um das zu vermeiden, müsste man noch eine Spannungsregelung vorsehen, die würde aber nochmal die Batterie belasten, so dass deren (eh schon kurze) Lebensdauer noch weiter runtergeht...
evog
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Mo, 08.12.08, 12:43

Supergut!! Das habe ich gesucht! Zwischenzeitlich hab ich (als Nichtelektroniker) auch schon mal einen Plan skizziert, der - bis auf ein paar offensichtlichen Rechenfehler bei den Vorwiderständen - den deinigem ziemlich ähnlich sieht. :-)))

Dass die "Dauer-LEDS" und die "Blink-LEDS" nicht gleich hell sein werden habe ich schon befürchtet! Eine Frage noch: Wozu brauch ich eigentlich D3 und D4?

1000 Dank für die Hilfe und die Arbeit!!!!!
Borax
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Mo, 08.12.08, 14:33

Dass die "Dauer-LEDS" und die "Blink-LEDS" nicht gleich hell sein werden habe ich schon befürchtet!
Wie gesagt, 100Ohm Potis (1/4Watt) zusätzlich zu den LEDs mit 220Ohm Vorwiderstand (ein Poti zwischen Masse und der Verbindung zwischen den LEDs, das zweite ähnlich zwischen Kollektor des Transistors und Verbindung zwischen den LEDs)
Damit sollte es möglich sein, die Unterschiede vollständig auszugleichen. In wie weit sich beim Absinken der Spannung (z.B. bei 'halbleerer' Batterie) wieder sichtbare(!) Unterschiede ergeben, musst Du ausprobieren.
Wozu brauch ich eigentlich D3 und D4?
Weil sonst die Transistoren zu viel Sperrspannung abkriegen. Bei 9V würde wahrscheinlich nichts passieren, aber schaden kann es nicht und die Dioden kosten ja nur wenige Cent.
Die ausführliche Erklärung ist hier zu finden:
http://spicelab.de/astab_discretes.htm
evog
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Mo, 08.12.08, 16:27

Danke! D3 und D4 hab ich nun halbwegs verstanden. Das mit den Potis allerdings nicht. Kannst du die beiden nicht noch schnell in deinen tollen Schaltplan händisch dazukrixeln - unverschämt, ich weiß. Aber ich hab (berechtigte) Angst, dass ich beim Probieren was abschieße! Dann wäre alles für die Füße gewesen!
Borax
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Mo, 08.12.08, 17:00

Bitte schön (geht schneller als vo Hand :D )
Blinker6.png
Blinker6.png (7.45 KiB) 4887 mal betrachtet
Bzgl. Ausprobieren: Nach dem Aufbau zuerst mal einen größeren Widerstand (z.B. 50Ohm) zwischen die Schaltung und den +Pol der Batterie. Zusätzlich Multimeter im Strombereich dazwischen. Dann kannst Du schon mal eventuelle Kurzschlüsse ausschließen. Der Strom sollte dann auf alle Fälle unter 100mA sein - wenn größer ist was faul -> Schaltung prüfen.
evog
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Di, 09.12.08, 11:52

Verbindlichsten Weihnachtsdank für die Profi-Hilfe!!! Sieht alles sehr vielversprechned aus - und gelernt hab ich auch wieder was :-)
Am Wochenende gehts ans Löten!
evog
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Mo, 15.12.08, 14:40

Die Schaltung funzt, dass es eine Freude ist!!!!! :-)
Gibts vielleicht noch einen abschließenden Tipp? Die Blinkfrequenz läuft ein wenig zu schnell (trotz Trimpoti) - kann man da ohne viel Aufwand noch was machen? (etwa halb so schnell wäre optimal)
Borax
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Mo, 15.12.08, 16:39

Ja. Die Werte der Kondensatoren verdoppeln (also 220µF anstatt 100µF). Du kannst auch versuchen anstatt der 4.7kOhm Widerstände 10kOhm oder 15kOhm zu verwenden (beziehungsweise nochmal 4.7k zwischen Poti R4 und +, das bewirkt das gleiche). Müsste auch gehen. Der Strom ist zwar dann während der 'Ein' Phasen nicht mehr ganz so konstant (schwankt um ca. 2mA), aber ich glaube nicht, dass man das sehen würde. Hängt halt davon ab, ob und was Du ggf. noch rumliegen hast...
evog
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Mi, 17.12.08, 11:34

Die Verdoppelung der Ko-Werte verlangsamt die Sache zwar, allerdings gehen die LEDs dann nicht mehr ganz aus - ein paar "Glühen" ein wenig nach. Nachdem eines der beiden Symbole auf der Matrix ohnedies schwer zu identifizieren ist, habe ich nun eine asymmetrische Lösung probiert: 1x 100µF, 1x 220µF und zusätzlich 4.7k an R4. Funzt! Und gefällt mir so sehr gut! So lass ich das auch mal - und Weihnachten kann kommen!! :-)
Nochmals ewigen Dank! Ohne diesem Forum und ohne "Borax" (!) wäre das wohl nicht so schnell zu schaffen gewesen!
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