LED Trafo Auslastungsempfehlung

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Di, 17.04.18, 13:38 (0 Bewertungen, 30 Sterne)

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Hallo,

ich habe schon diverse Einträge im Forum gelesen und zu meinen Fragen jedoch widersprüchliche oder keine Antworten gefunden, daher versuche ich es mal so:

Vor einigen Jahren habe ich in unserem Badezimmer folgende Produkte installiert:
12V Led Trafo (https://b2b.bioledex.de/bioledex-trafo- ... 6w-dc.html)
sowie 6 x https://www.amazon.de/SEBSON%C2%AE-GU5- ... B00BBEA4KK

Nun habe ich leidvoll erfahren müssen das Sebson LEDs nicht "das gelbe von Ei" sind im Bezug auf die Haltbarkeit, CRI-Wert, etc.
(Da wir einen Neubau bezogen haben haben wir im kompletten Haus neue Leuchtmittel gekauft und zumindest bei Gu5.3 und Gu10 sind mittlerweile mindestens 30% ausgefallen).

Vor kurzem habe ich Sebson Leuchmittel in meinen Aussenstrahlern gegen Produkte der Philips Master Colorexpert GU10 Serie getauscht und bin begeistert.
Nun plane ich auch in meinem Badezimmer die Leuchtmittel komplett zu tauschen (aktuell 2 von 6 Sebson LM defekt) und dabei auf die Philips Master Gu5.3 umzusteigen (ob Colorexpert oder Value muss ich mal schauen).

Nun meine Fragen:
- könnte ich auch Leuchtmittel mit 5.5W einsetzen (6 x 5,5W = 33W, Trafo= 36W) oder ist der Trafo/Netzteil dadurch überlastet?
- gibt es gegen den Trafo was einzuwenden: schlechte Erfahrungswerte? (möchte mir ungern die neuen, besseren, aber auch teureren Leuchtmittel beschädigen)
- Wenn ich auf 5,5W Leuchtmittel umsteige und der bestehende Trafo nicht reicht: welcher Trafo wird empfohlen bzw. welche Leistung sollte dieses "stemmen" können?

Würde mich freuen von euch ein paar Empfehlung zu erhalten :)
cg1983
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Di, 17.04.18, 14:15 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo cg1983,

zunächst mal ist der verlinkte Trafo (präziser gesagt ist das ein Schaltnetzteil) eigentlich gar nicht für GU5.3-Spots gedacht, sondern z. B. für LED-Stripes, da er Gleichspannung statt Wechselspannung ausgibt. Viele GU5.3-Spots funktionieren aber trotzdem damit.

Die GU5.3-MasterLED-Spots von Philips sind außerdem ein Sonderfall. Die haben eine spezielle Schaltung eingebaut, um die weitere Verwendung von vorhandenen "elektronischen Halogentrafos" mit Mindestlast zu ermöglichen, wenn man von Halogen auf LED umrüstet. Diese Schaltung sorgt dafür, dass für kurze Zeit periodisch immer wieder soviel Strom gezogen wird, wie ein gleich heller Halogenspot nehmen würde. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass man einen derart starken Trafo auch braucht, um ihn nicht zu überlasten. Dein vorhandenes Schaltnetzteil wird also damit nicht funktionieren. Wegen der Gleichspannung würde ich es auch gar nicht mit den Philips versuchen.

Bei den GU5.3-ExpertColor ist es übrigens auch noch so, dass explizit vorgegeben wird, man möge ausschließlich elektronische Halogentrafos verwenden und keine konventionellen Trafos. Den Hintergrund davon kenne ich leider nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: du müsstest deine Netzteile ersetzen. Beispielsweise durch ein Primaline 70 je zwei 5,5-W-MasterLED-Spots. Oder vielleicht auf GU10 umrüsten.

Bliebe höchstens noch die Frage, warum in einem Neubau und somit bei einer Neuinstallation überhaupt GU5.3-LED-Spots verbaut wurden. Das ist eigentlich nur in wenigen Sonderfällen (z. B. Seilsystem) sinnvoll.

-Handkalt
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Handkalt
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Mi, 18.04.18, 13:35 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo Handkalt,

vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung :)

Verstehe ich es somit richtig, dass

- zwei 5,5-W-Master sich periodisch wie zwei 35 Halogen Leuchtmittel verhalten und daher ein Netzteil benötigen mit 70W Leistung? (Trotz des Verhaltens ist aber ein Stromersparnis gegeben?)
- ich anstatt 3 Netzteilen auch ein Netzteil mit 210W nehmen kann? Im Moment habe ich alle 6 Leuchtmittel an einem Netzteil.

Würdest du eher andere Leuchtmittel empfehlen, die nicht die Eigenart der Master Serie haben und daher mit einem schwächeren Netzteil auskommen? Das Netzteil müsste in diesem Fall eines mit Wechselspannung sein (wenn ich dich richtig verstehe). Benötige ich in diesem Fall Leistungsreserven?

Um deine Rückfrage zu beantworten:
Wir haben (vielleicht auch laienhaft) bei der Installation auf Niedervolt gesetzt da es sich um einen Feuchtraum (Badezimmer) handelt (feuchte Luft, ggf. Kondenswasser an Metallfassung der Strahler. Jedoch kein Spritzwasser). Die Strahler sind in einer abgehängten Rigips-Decke verbaut. Wenn in diesem Fall kein Niedervolt erforderlich ist wäre natürlich auch Umrüsten auf GU10 möglich...

Da es auch zum Thema passt:

Ich habe für den Garten 4 Strahler mit GU4 Fassungen. Würde dort gerne diese Spots verbauen: https://www.leds.de/philips-master-leds ... 74626.html
- Benötige ich auch in diesem Fall einen "elektronischen Halogentrafo" mit mindestens 80W? Hast du eine Netzteil-Empfehlung?

Den Trafo würde ich gerne in einem geschützten Geräteraum anbringen. Das Erdkabel (1,5er) ist ca 25m lang (Entfernung Trafo <-> entfernteste Lampe).
Ist dies auf die Entfernung möglich? Wird aufgrund Entfernung leistungsstärkeres Netzteil benötigt?
cg1983
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Mi, 18.04.18, 14:38 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Benötige ich auch in diesem Fall einen "elektronischen Halogentrafo" mit mindestens 80W? Hast du eine Netzteil-Empfehlung?

Du brauchst zu keiner Zeit einen elektronischen Trafo. Besorge Dir einen Ringkerntransformator, der 11,5V oder 11,8V oder 12V produziert. Damit hast Du keine Probleme aufgrund einer Mindestlast, Du brauchst nicht ein Mehrfaches der Leistung als Reserve einplanen (20% reichen dafür dicke aus) und Du hast keine Probleme aufgrund der Leitungslänge am Ausgang, da keine hochfrequente elektromagnetische Strahlung produziert wird.

Ich habe für den Garten 4 Strahler mit GU4 Fassungen. Würde dort gerne diese Spots verbauen: https://www.leds.de/philips-master-leds ... 74626.html
- Benötige ich auch in diesem Fall einen "elektronischen Halogentrafo" mit mindestens 80W? Hast du eine Netzteil-Empfehlung?

Ein leistungsstärkeres Netzgerät ist nicht erforderlich, möglicherweise aber dickere Kabel (größerer Leiterquerschnitt).
4 Leuchtmittel a 3,5W = 14 Watt.

Der Strom durch das Kabel berechnet sich aus:
Leistung [P, angegeben in Watt (W)] / Spannung [U, angegeben in Volt (V)] = Strom [I, angegeben in Ampere (A)].

14W / 12V = 1,1666A

Der Spannungsabfall bei diesem Strom durch das Kabel (25m hin + 25m zurück) mit 1,5mm² beträgt 0,692V. Für 12V Produkte schon zuviel.
Das bedeutet, dass von den eingespeisten 12V nur noch 11,308V an den Lampen ankommen.

Sollte der Trafo eine geringere Spannung abgeben (zum Beispiel nur 11,5V) ist ein Betrieb unter Umständen nicht mehr möglich, da die Leuchtmittel dann zuwenig Spannung erhalten würden.

Empfehlenswert wären mindestens 4mm² gewesen. Das Kabel nachträglich tauschen ist aber mit erhebliche Kosten + Arbeitsaufwand verbunden.

Für 230V Leuchtmittel ist das 1,5mm² dicke Kabel aber dick genug. Der Spannungsabfall ist in diesem Fall vernachlässigbar.

Frage dazu:
Hast Du das Kabel selbst verlegt?
Erdkabel müssen mindestens 70cm tief ins Erdreich verlegt werden (außerhalb des Permafrost-Bereiches) und mit mindestens einer Lage Ziegelsteine abgedeckt werden. Empfehlenswert wäre auch, das Kabel zuvor noch durch einen Gartenschlauch zu ziehen, damit Mäuse, Maulwürfe und ähnliche Nagetiere sich nicht so schnell durchbeißen können.
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Achim H
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Mi, 18.04.18, 15:34 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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cg1983 hat geschrieben:- zwei 5,5-W-Master sich periodisch wie zwei 35 Halogen Leuchtmittel verhalten und daher ein Netzteil benötigen mit 70W Leistung?
Ja.
cg1983 hat geschrieben:(Trotz des Verhaltens ist aber ein Stromersparnis gegeben?)
Ja. Die durchschnittliche Leistungsaufnahne ist trotzdem nur 5,5 W.
cg1983 hat geschrieben:- ich anstatt 3 Netzteilen auch ein Netzteil mit 210W nehmen kann? Im Moment habe ich alle 6 Leuchtmittel an einem Netzteil.
Ja.
cg1983 hat geschrieben:Würdest du eher andere Leuchtmittel empfehlen, die nicht die Eigenart der Master Serie haben und daher mit einem schwächeren Netzteil auskommen?
Ehrlich gesagt trotzdem nicht, weil die Master m. E. die hochwertigsten GU5.3-LEDs am Markt sind. Die ExpertColor haben zudem auch noch ein sehr angenehmes Licht.
cg1983 hat geschrieben:Das Netzteil müsste in diesem Fall eines mit Wechselspannung sein (wenn ich dich richtig verstehe).
Wie gesagt, manche bzw. viele Spots so wie deine vorigen laufen auch mit Gleichspannung. Das sollte auch in der Artikelbeschreibung / im Datenblatt angegeben sein (z. B. 12 V AC/DC).
cg1983 hat geschrieben:Benötige ich in diesem Fall Leistungsreserven?
Kann man nicht allgemeingültig beantworten. Ich vermute, dass eine großer Teil dieser Spots z. B. einen Schaltwandler eingebaut hat, bei dem der Anlaufstrom beim Einschalten kurzzeitig höher ist als im Normalbetrieb und man daher auch eine gewissen Reserve braucht. Aber nicht so extrem wie bei den Master.
cg1983 hat geschrieben:Wir haben (vielleicht auch laienhaft) bei der Installation auf Niedervolt gesetzt da es sich um einen Feuchtraum (Badezimmer) handelt
Das Badezimmer gilt von der Elektroinstallation her gar nicht als echter "Feuchtraum", sonst gäbe es dort auch keine normalen Lichtschalter und Steckdosen. Es sind jedoch für das Badezimmer einzelne Schutzbereiche definiert, in denen erhöhte Anforderungen gelten. Für die Decke ab 2,25 Höhe (und somit oft für die Beleuchtung) gibt es dabei keine besonderen Anforderungen. Man kann aber natürlich selbst entscheiden, dass man hier mehr Sicherheit will. Zumindest in der Dusche würde ich auch nur spritzwassergeschütze 230-V-Leuchten installieren, oder eben Sicherheitskleinspannung.

Mit dem GU4-Spot von Philips habe ich keine Erfahrungen. Ich würde mal vermuten, dass er wie ein "normaler" MasterLED-Spot aufgebaut ist, d. H. auch die hohe Leistung braucht, aber nicht zwingend einen "elektronischen Halogentrafo" (konventioneller z. B. Ringkerntrafo geht auch).

Zu der Kabelfrage hat Achim H ja schon ausführlich geantwortet. Wobei man davon ausgehen kann, das Retrofit-LED-Spots tatsächlich für die weit verbreiteten 11,5-V-Trafos abzüglich ein wenig Verlust ausgelegt sind, auch wenn nominell 12 V als Betriebsspannung angegeben wird. Aber das ist natürlich ein wenig Glückssache bzw. wird es dir niemand garantieren.

@Achim H:
Achim H hat geschrieben:Du brauchst zu keiner Zeit einen elektronischen Trafo.
Doch, laut Philips ist das so für die ExpertColor (aber auch nur für diese). In den aktuellen Datenblättern (bei leds.de liegt noch was altes rum) soll man das aus der kreativen Angabe "Spannung (Nom): ac electronic 12 V" entschlüsseln. Auf der Produktpackung ist es deutlicher dargestellt.

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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Mi, 18.04.18, 16:16 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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soll man das aus der kreativen Angabe "Spannung (Nom): ac electronic 12 V" entschlüsseln.

Ok. Aber ich glaube nicht, dass die auf die dort typischerweise verwendete Hochfrequenz 'angewiesen' sind. Für diese Zwecke (mehrere GU5.3-Spots) ggf. auch noch mit langer Zuleitung würde ich immer einen klassischen Ringkerntrafo empfehlen. Der hat auch kein Problem mit kurzfristigen Lastspitzen (bis zu 10 facher Nennlast), macht keinen EMV Ärger (was gerade bei den typischen elektronischen Halogentrafos häufig der Fall ist) und bei guter Auslegung sind die auch sehr effizient. Nur wirklich billig sind sie nicht.
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Mi, 18.04.18, 19:30 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Handkalt hat geschrieben:@Achim H:
Achim H hat geschrieben:Du brauchst zu keiner Zeit einen elektronischen Trafo.
Doch, laut Philips ist das so für die ExpertColor (aber auch nur für diese). In den aktuellen Datenblättern (bei leds.de liegt noch was altes rum) soll man das aus der kreativen Angabe "Spannung (Nom): ac electronic 12 V" entschlüsseln. Auf der Produktpackung ist es deutlicher dargestellt.

-Handkalt


Ich habe gerade über die Internetpräsenz von Philips (Kontaktformular) eine Nachricht an Philips verfasst und nachgefragt, was die Umschreibung "ac electronic 12 V" bedeuten soll.

Ich kann mir nicht recht vorstellen, aus welchem Grund dieses Leuchtmittel nur an einem elektronischen Trafo betrieben werden darf, zumal nicht angegeben wurde, welche Trafos geeignet wären. Diesbezüglich auch keinerlei Informationen im übergeordneten Datenblatt (Produktfamilie).

Möglicherweise heißt es nur, dass das Leuchtmittel die Mindestlast außer Kraft setzt und somit uneingeschränkt an einem elektronischen Trafo betrieben werden kann.

Sobald mir eine Antwort vorliegt, werde ich diese hier posten.
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Achim H
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Mi, 18.04.18, 21:37 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hier ist mal ein Bild von der Verpackung:
ExpertColor.jpg

Weil man das nicht sehr gut erkennen kann: in dem durchgekreuzten Feld mit der Sinuswelle steht "EM" (electro-magnetic) und 50/60 Hz. In dem abgehakten Feld mit dem Elektrosmog-Sägezahn steht "HF" (high frequency) und > 20 kHz. Das ist im Gegensatz zum Datenblatt eigentlich eine recht klare Ansage. Den Grund dafür wüsste ich aber auch gerne.

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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 07:25 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Danke schonmal für den regen Austausch.

Ich dass nochmal kurz zusammen (das ich es auch richtig verstehe):

Badezimmer

Entweder steige ich auf GU10 um oder ich muss bei geplantem Einsatz von Philips master ein neues Netzteil haben...welches hängt von der Rückmeldung des philips Supports ab (danke Achim). (Gilt die besonderheit der expertcolor auch für die master value?)

Wenn doch kein "klassischer Halogentrafo" benötigt wird benötige ich ein Netzteil mit Wechselspannung und 20 % Reserve, richtig?

Garten:
Auf der Länge ist fraglich ob die erforderliche Spannung ankommt: falls nicht: wird das Leuchtmittel beschädigt oder leuchtet es einfach schwächer bzw gar nicht? Dann würde ich es einfach testen.

Wäre es auch möglich vor jeden Strahler ein Minitrafo/ Netzteil zu bauen? Müsste dann jedoch ein wasserdichter sein oder einer der in Gießharz installiert werden kann.

Auch bei der gu4 von master ist noch zu klären ob ein "klassischer Trafo benötigt wird? Beim Ringkerntrafo würde bei 4 x 3,5 Leuchtmittel einer mit 14 Watt reichen?

Die Aussenverkabelung haben wir selbst verlegt. Ca. die Hälfte ist unter der einfahrt, das restliche Kabel liegt in Beeten teilweise mit Steinen abgedeckt. Die Leuchten sind noch nicht montiert. Aus Kostengründen würde ich gerne mit diesen Leuchten und dem Kabel arbeiten... falls irgendwie möglich.
Es handelt sich um diese Leuchten: https://www.voltus.de/?cl=details&anid= ... 01-101-101
cg1983
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 09:07 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Badezimmer

Entweder steige ich auf GU10 um oder ich muss bei geplantem Einsatz von Philips master ein neues Netzteil haben...welches hängt von der Rückmeldung des philips Supports ab (danke Achim). (Gilt die besonderheit der expertcolor auch für die master value?)

Aufgrund der Produktverpackung (Danke an Handkalt) sollte klar sein, dass nur elektronische Trafos verwendet werden dürfen.
Auf eine Rückmeldung von Philips können wir verzichten, da meine Anfrage pauschal gestellt wurde und sich nur auf die Art des Netzgerätes bezog, nicht auf Details, warum dieses oder jenes Netzgerät verwendet werden muss.

Für ein Badezimmer gibt es Schutzbereiche. -->
entsprechende Leuchten müssen mit IPxy gekennzeichnet sein (die 1. Ziffer (x) beschreibt den Berührungsschutz, die 2. Ziffer (y) den Wasserschutz).
Siehe auch: Lichtkaufhaus.de - Sicherheitsbereiche im Bad.

Im Schutzbereich 0 (Null) dürfen nur Leuchten mit max. 12V Wechselspannung bzw. max. 30V Gleichspannung eingebaut werden.
Im Schutzbereich 1 dürfen nur Leuchten mit max. 25V Wechselspannung bzw. max. 60V Gleichspannung eingebaut werden.
Im Schutzbereich 2 dürfen 230V Leuchtmittel betrieben werden, jedoch keine Schalter oder Steckdosen montiert sein.
Außerhalb der Schutzbereiche gibt es keine Einschränkungen.

Wenn doch kein "klassischer Halogentrafo" benötigt wird benötige ich ein Netzteil mit Wechselspannung und 20 % Reserve, richtig?

Im Prinzip korrekt. Die Reserve ist nur dafür da, weil elektronische Leuchtmittel im Moment des Starten eine etwas erhöhte Leistung haben. Sobald die Lampe leuchtet wird nur noch der aufgedruckte Wert verbraucht. 20% Reserve reichen dafür normalerweise aus. Beim Einkauf eines Netzgerätes wird man ohnehin auf eine Leistungsklasse ausweichen müssen, die auch erhältlich ist. Möglicherweise werden es auch 25% oder 30% Reserve oder ähnlich.

Garten:
Auf der Länge ist fraglich ob die erforderliche Spannung ankommt: falls nicht: wird das Leuchtmittel beschädigt oder leuchtet es einfach schwächer bzw gar nicht? Dann würde ich es einfach testen.

Eine zu geringe Spannung schädigt keine Leuchtmittel.
Ein klassisches Leuchtmittel (Glühwendel) würde schwächer leuchten.
Ein elektronisches Leuchtmittel würde möglicherweise nicht starten können.

Wäre es auch möglich vor jeden Strahler ein Minitrafo/ Netzteil zu bauen? Müsste dann jedoch ein wasserdichter sein oder einer der in Gießharz installiert werden kann.

Theortetisch ja. Das verlegte Kabel müsste dann mit einer 230V Wechselspannung betrieben werden.
Etwas problematisch ist es aber, an jedem Netzgerät eine wasserdichte Abzweigdose zu montieren. --> alternativ: Leuchten mit eingebautem Netzgerät.

Auch bei der gu4 von master ist noch zu klären ob ein "klassischer Trafo benötigt wird? Beim Ringkerntrafo würde bei 4 x 3,5 Leuchtmittel einer mit 14 Watt reichen?

Nein.
14 Watt + mindestens 20% Reserve = mindestens 16,8 Watt --> wird wahrscheinlich auf einen 20 oder 25 Watt Ringkerntrafo (abgekürzt: RK) hinauslaufen.


Die Leuchten sind laut Produktbeschreibung/Datenblatt für den Außeneinsatz geeignet (IP67 wasserdicht), dürfen aber nicht von überrollenden Fahrzeugen belastet werden. Mit max. 20 Watt pro Leuchte würde der Spannungsabfall aber zu hoch sein. Da keine Leuchtmittel zur Lampe mitgeliefert werden, sollten nur Led-Leuchtmittel mit geringer Leistung eingekauft/eingebaut werden.


Falls ich noch was vergessen habe: bitte nochmal anfragen.
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 12:31 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Rückantwort von Philips:
"Wenn als Spannung, 12 AC angegeben ist, muss ein Transformator verwendet werden."

Die Antwort habe ich gleich wieder zurück an Philips gesandt:
"Unzureichende Antwort.

Meine Frage bezog sich auf die Beschreibung. "ac electronic 12V".

Dass damit ein 12V AC Transformator gemeint ist, ist klar. Aber das "electronic" deutet darauf hin, dass nur elektronische Transformatoren verwendet müssen. --> Warum ist mir echt schleierhaft und macht in meinen Augen keinen Sinn.

Sie dürfen auch Fachchinesisch sprechen. Ich bin Hobby-Elektroniker und kenne mich in diesem Bereich gut aus, verstehe somit auch die Zusammenhänge."


Der hochqualifizierte Philips Mitarbeiter (nur mit dem Lesen klappt das noch nicht so recht) hat mir einen Link zu angeblich geeigneten Dimmern und Netzgeräte mitgeschickt.
http://images.philips.com/is/content/Ph ... 017_09.pdf

Blöderweise kann nur 1 Leuchtmittel (Expertcolor) an einem elektronischen Trafo mit bis zu 70 Watt angeschlossen werden. Das macht die Sache total unwirtschaftlich.

Der Oberhammer aber ist das angeblich taugliche Philips Certaline 60.

Zitat aus dem Datenblatt zu diesem Netzgerät:
"Certaline ist ein elektronischer Halogen-Transformator für Niedervolt-Halogenlampen (12 V
DC). In seinen verschiedenen Ausführungen und mit seinem kompakten Design ist er die
ideale Lösungen für alle Standardanwendungen."

In der Fußnote steht (Philips spricht denglich --> eine Mischung aus deutsch + englisch): "Hinweise
• Transformer is not suitable for DC operation"

Häääh?
12V DC ist doch keine Wechselspannung.

Und auf dem Produktfoto steht: "11,5V~".

Ich glaube fast, Philips möchte auch Vollpfosten des Jahres werden.
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Achim H
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 14:17 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo Achim,

danke für die Rückmeldung.

Im Badezimmer sind 6 Leuchten, von denen 5 ausserhalb der Schutzbereiche liegen. Die 6. Leuchte ist überhalb einer begehbaren, bodentiefen Dusche. Habe gerade nicht die Höhen zur Hand, aber vom Aufbau her müsste es ca. so sein, dass Boden <-> Regenbrause ca. 2,25m und von Regenbrause <-> Decke/Leuchte nochmal ca. 30-40cm betragen. Somit Schutzbereich 2 (wobei ich die Gefahr von Spritzwasser als unwahrscheinlich betrachte)

Alle Leuchtmittel sitzen in Halterung ohne besonderen IP Schutz (vergleichbar: http://lumentec.eu/epages/e4360bea-6b9b ... 1583243080).

In Summe würde ich schon gerne bei Niedervolt bleiben. Somit ist also nur noch zu klären:
- elektronischer Trafo erforderlich? lt. Produktverpackung ja, lt. Support widersprüchlich
- Gilt die Besonderheit der "Master expertcolor" (nur elektronischer Trafo) auch für die "master value"? (Wobei lt. Datenblatt der "schwarzen Version" (https://www.leds.de/catalogsearch/resul ... +gu5.3+827) diese nicht über der Dusche sowie nicht für elektronische Schalter (?) geeignet ist)

Im Garten:
Die Leuchten habe ich schon und kann diese auch nicht mehr umtauschen. Somit suche ich aktuell nach einer Lösung wo ich die Leuchten einsetzen kann und das Kabel nicht neu verlegen muss. Als Leuchtmittel hätte ich gerne die Philips gu4 led Leuchtmittel.
Wenn ich es richtig verstanden habe habe ich somit nur noch folgende Möglichkeiten:
1. Trafo Installieren und hoffen das trotz Leistungsabfall die Leuchtmittel dennoch funktionieren
2. Den Trafo oder die Trafos näher zu den Leuchtmitteln installieren (mit erhöhtem Aufwand).

Achim H hat geschrieben:und Du hast keine Probleme aufgrund der Leitungslänge am Ausgang, da keine hochfrequente elektromagnetische Strahlung produziert wird.

-> Die Aussage bezog sich nur auf die Einschränkungen bei "klassischen" Hologenstrahlern bzw. Trafos, oder hätte ein RK auch im Falle der Gartenbeleuchtung Vorteile?
cg1983
 
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 18:11 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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In Summe würde ich schon gerne bei Niedervolt bleiben. Somit ist also nur noch zu klären:
- elektronischer Trafo erforderlich? lt. Produktverpackung ja, lt. Support widersprüchlich

Stiftsockellampen werden grundsätzlich mit einer Wechselspannung betrieben. Typisch: 12V AC.

- Gilt die Besonderheit der "Master expertcolor" (nur elektronischer Trafo) auch für die "master value"?

Keine Ahnung.
Die Werte der Philips Produkte sind teilweise widersprüchlich, Datenblätter und Produktbeschreibungen falsch deklariert, ...
Im Prinzip müsste man für jedes Produkt von Philips auch bei Philips nachfragen.

Bei dieser Lampe weiß ich noch nicht einmal, ob diese mit 12V betrieben werden kann. Keine Ahnung, woher Lumitronix die Information hat, dass die Lampe 12V benötigt. Im Datenblatt steht es nicht.

Laut Datenblatt (Vorsicht: die Wahrscheinlichkeit, dass die dort eingetragenen Werte falsch sind, ist sehr hoch) hat die Lampe eine Leistungsaufnahme von 7W, aber nur einen Lampenstrom von 1mA.
1mA = 0,001A
7W / 0,001A = 7000V
Für 7000V ist aber der Pinabstand (GU5.3 = 5,3mm) zu gering --> somit dürfte die errechnete Spannung falsch sein.

Unter Hinweise steht, dass dieses Leuchtmittel nicht für eine sehr luftfeuchte Umgebung geeignet ist (zum Beispiel oberhalb einer Dusche).

Im Garten:
Die Leuchten habe ich schon und kann diese auch nicht mehr umtauschen. Somit suche ich aktuell nach einer Lösung wo ich die Leuchten einsetzen kann und das Kabel nicht neu verlegen muss. Als Leuchtmittel hätte ich gerne die Philips gu4 led Leuchtmittel.
Wenn ich es richtig verstanden habe habe ich somit nur noch folgende Möglichkeiten:
1. Trafo Installieren und hoffen das trotz Leistungsabfall die Leuchtmittel dennoch funktionieren

Such Dir ein Netzgerät/Trafo aus, welches 12V AC liefern kann und nicht nur 11,5V AC. Somit kommen 0,5V mehr an den Lampen an.

Achim H hat geschrieben:und Du hast keine Probleme aufgrund der Leitungslänge am Ausgang, da keine hochfrequente elektromagnetische Strahlung produziert wird.

-> Die Aussage bezog sich nur auf die Einschränkungen bei "klassischen" Hologenstrahlern bzw. Trafos, oder hätte ein RK auch im Falle der Gartenbeleuchtung Vorteile?

Meine Aussage bezog sich auf einen Ringkerntransformator.
Einen elektronischen Transformator kannst/darfst Du nicht an ein 25m langes Kabel anschließen. Das Kabel würde zuviel Elektrosmog abgeben und die ganze Siedlung stören. Das Kabel wirkt als Antennen.
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 20:24 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Achim H hat geschrieben:Bei dieser Lampe weiß ich noch nicht einmal, ob diese mit 12V betrieben werden kann.

Naja, das steht zwar tatsächlich nicht drin, ist aber bei einer GU5.3-Retrofit-Lampe letztlich eine Selbstverständlichkeit.

Achim H hat geschrieben:Laut Datenblatt (Vorsicht: die Wahrscheinlichkeit, dass die dort eingetragenen Werte falsch sind, ist sehr hoch) hat die Lampe eine Leistungsaufnahme von 7W, aber nur einen Lampenstrom von 1mA.

Das ist natürlich Quatsch. Auch hier liegt bei leds.de wieder ein komisches vorläufiges Datenblatt ("V 0.9"). Im aktuellen Datenblatt bei Philips steht 760 mA (und ein power factor von 0,8).

Und sieh mal an, leider steht auch dort drin "Spannung (Nom): ac electronic 12 V". Auf was für einem komischen Trip sind die bei Philips bloß? :evil:

Es würde mich jetzt sehr interessieren, ob auch auf der Verpackung der Aufdruck drauf ist. Leider besitze ich keine Value. Von den "normalen" MasterLED-Spots, die ich früher mal gekauft habe, kenne ich das jedenfalls nicht. Im Datenblatt der GU4/MR11 steht auch zum Glück nur "Spannung (Nom): 12 V". Interessanterweise sogar ganz ohne AC, ob man daraus jetzt schließen darf, dass DC auch in Ordnung ist? Auf jeden Fall sollte der konventionelle Trafo, wie von Achim H vorgeschlagen, hier richtig sein.

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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 19.04.18, 21:35 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Handkalt hat geschrieben:
Achim H hat geschrieben:Laut Datenblatt (Vorsicht: die Wahrscheinlichkeit, dass die dort eingetragenen Werte falsch sind, ist sehr hoch) hat die Lampe eine Leistungsaufnahme von 7W, aber nur einen Lampenstrom von 1mA.

Das ist natürlich Quatsch. Auch hier liegt bei leds.de wieder ein komisches vorläufiges Datenblatt ("V 0.9"). Im aktuellen Datenblatt bei Philips steht 760 mA (und ein power factor von 0,8).

Natürlich ist das Quatsch. Ich wollte nur mal wieder verdeutlichen, welche gequierlte Schei... heraus kommt, wenn man blind einem Datenblatt vertraut.

Philips - you make my day!
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Re: LED Trafo Auslastungsempfehlung

Beitrag am Do, 05.07.18, 09:17 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Am 20.04 erhielt ich eine Mail von Philips mit diesem Inhalt:
"Wir haben Ihre Anfrage erhalten und diese intern weitergeleitet, wir werden uns
so schnell wie möglich wieder bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexander
Philips Lighting"



Eine Rückantwort kam aber nicht.



Am 14.06. hatte ich Philips erneut eine Mail geschickt:
"Hallo,
seit Ihrer letzten Antwort vom 20.04.2018 sind schon wieder mehrere Wochen vergangen und noch immer weiß ich nicht, was gemeint ist. Möglicherweise wurde ich nur vergessen.

Bitte antworten Sie direkt auf diese Mail (keine neue Mail erstellen, in der alle vorherigen Antworten nicht enthalten sind). Vielen Dank.


Mit freundlichen Grüßen
Achim H....."

Anhang: der vorherige Mailverkehr mit der ursprünglichen Anfrage + alle bisherigen Antworten von Philips.



Am 22.06. kam diese Rückantwort:
"Sehr geehrter Herr H....,

Bitte entschuldigen Sie uns für die lange Bearbeitungszeit.

Ihr Fall wurde fälschlicherweise geschlossen. Ich habe es erneut weitergeleitet,
und das Fehler ist gemeldet.

Wir wenden uns so schnell wie möglich an Ihnen zurück.

Mit freundlichen Grüssen,

Matthieu

Philips Lighting"



Heute ist der 05.07. und noch immer weiß ich nicht, was mit "ac electronic 12V" gemeint ist.
Möglicherweise weiß Philips das selber nicht.

Sollte noch was kommen, werde ich das nachtragen.
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Achim H
 
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