Elektronik für Anfänger

Unser Wiki: Erläuterung und Definitionen für Begriffe wie "SMD", "mcd", "Lumen" usw.

Moderator: T.Hoffmann

Elektronik für Anfänger

Beitrag am Sa, 16.09.06, 00:30 (15 Bewertungen, 90 Sterne)

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Hier werden Grundlagen der Physik dargestellt. Eine fehlerhafte Interpretation kann nicht ausgeschlossen werden.

1.0
Allgemein
Formelzeichen und Einheiten:
Spannung [U] = Volt
Strom [Ι] = Amperé
Wirkleistung [P] = Watt
Scheinleistung [S] = VA
Brindleistung [Q] = var (nach DIN 1301 Teil 1)
Widerstand [R] = Ohm/Ω
Lichtstärke [Ιv] = cd (Candela)
Lichtstrom [Φv] = lm (Lumen, 1 lm = 1 cd * sr)
Lichtmenge [Qv] = lm * s (1 lm * h = 3600 lm * s)
Leuchtdichte [Lv] = cd/m²
Beleuchtungsstärke [Ev] = lx (Lux, 1 lx = 1 lm/m² = 1 cd * sr/m²)


Formelzeichen in Eckige Klammer.


1.1
Formeln

Spannung U = R * I

Strom I = U / R

Wirkleistung P = U * I



1.2
galvanische Trennung
Zwei Stromkreise sind galvanisch voneinander getrennt, wenn es keinen Weg gibt, über den Strom aus dem einen Stromkreis in den anderen fließen kann. Es gibt verschiedene Bauelemente, die eine galvanische Trennung bewirken können
~ Transformatoren
~ Optokoppler
~ Kondensatoren
~ Akustikkoppler

Galvanische Trennung kann z.B. aus Sicherheitsgründen nötig sein. Ein Netztransformator bewirkt eine galvanische Trennung zwischen dem Stromnetz und der Elektronik im Inneren eines Gerätes. Dadurch wird verhindert, dass man durch Berühren eines Anschlusses einen Stromschlag bekommt. Eine weiterer Zweck der galvanischen Trennung ist es, Störströme zu unterbinden (z.B. Brummschleifen). So enthält z.B. ein Mantelstromfilter einen kleinen
Übertrager, der die Radiofrequenzen durchlässt, aber Gleichstrom und die niedrigen Brumm-Frequenzen sperrt.



1.3
Wissenswertes

In der Elektrotechnik ist die Anode und Kathode ein Anschluss einer Elektronenstrahlröhre, Leuchtstoffröhre oder Diode. Der Pol, der an den Pluspol der Speisespannung anzuschließen ist, um Stromfluss zu erhalten, wird als Anode bezeichnet. Der Pol, der an den Minuspolder Speisespannung anzuschließen ist, um einen Strom zu erhalten, wird als Kathode bezeichnet.

Masse
Bei elektrisch leitenden Gegenständen sollte die Masse entweder mittels Massekabel mit allen zugänglichen Teilen verbunden werden oder mittels Schutzisolierung vollständig galvanisch getrennt sein.

Ausnahmen der -/+ Regelung!

Es muss nicht immer der Minus-Pol gleich der Masse sein. Beispielsweise haben aus historischen Gründen fernmeldetechnische Anlagen wie Telefonnetze oft den Plus-Pol ihrer Stromversorgungen als Bezugspotential gewählt und diesen Plus-Pol auch geerdet. Zu dem Minus-Pol der Fernmeldeanlage ergibt sich dann eine negative Spannung von -48 V bzw. -60 V, gemessen gegen Erde. Weiter ist zu beachten, dass der Minus-Pol der Autobatterie nicht gleich Masse sein muss. In englischen Automobilen ist beispielsweise der Plus-Pol ( + ) der Autobatterie mit der Karosserie verbunden und damit das Bezugspotential.



2.1
Widerstand (R)
ein passives elektrisches Bauelement charakterisiert die Eigenschaft von Bauteilen (bzw. Schaltungsteilen), den Stromfluss zu hemmen. Das Formelzeichen R kommt von dem englischen Wort "Résistance" und wird in Ohm Ω angegeben.
widerst_1.gif
widerst_1.gif (47.74 KIB) 30490-mal betrachtet


Formel:
R = U / I

zu Widerständen gehören auch
~ Varistoren (VDR)
~ Kaltleiter (PTC)
~ Heißleiter (NTC)
~ Potentiometer (Poti)
~ Photowiderstand (LDR)
Info: diese haben andere Formel- Schaltzeichen!



2.2
Varistoren
ist ein spannungsabhängiger Widerstand der bei einer bestimmten Schwellspannung, die typisch für den jeweiligen Varistor ist, leitend wird. Varistoren werden auch als VDR bezeichnet. VDR steht für Voltage Dependent Resistor.
Varistor_1.png
Varistor_1.png (839 Bytes) 30490-mal betrachtet



2.3
Kaltleiter
ist ein Temperatur abhängiger Widerstand der bei tieferen Temperaturen den Strom besser leiten kann als bei hohen. Kaltleiter werden auch als PTC-Widerstände bezeichnet. PTC steht für Positive Temperature Coefficient.
PTCResistor_1.png
PTCResistor_1.png (1.14 KIB) 30490-mal betrachtet


1. Pfeil von Links ≈ Temperatur (Steigt)
2. Pfeil von Links ≈ Widerstand (Steigt)


2.4
Heißleiter
ist ein Temperatur abhängiger Widerstand der bei hohen Temperaturen den Strom besser leiten kann als bei tieferen. Heißleiter werden auch als NTC-Widerstände bezeichnet. NTC steht für Negative Temperature Coefficient.
NTCResistor_1.png
NTCResistor_1.png (3.98 KIB) 30490-mal betrachtet


1. Pfeil von Links ≈ Temperatur (Steigt)
2. Pfeil von Links ≈ Widerstand (Sinkt)


2.4
Potentiometer (P)
ist ein veränderbarer Widerstand der durch Drehen/Ziehen kleiner oder größer wird.
Variable_Resistor_1.png
Variable_Resistor_1.png (1016 Bytes) 30490-mal betrachtet




2.5
Photowiderstand (LDR)
ist ein lichtabhängiger Halbleiter-Widerstand.
Fotowiderstand_1.jpg
Fotowiderstand_1.jpg (3.6 KIB) 30490-mal betrachtet



3.1
Kondensator (C)
ein Kondensator dient zum Speichern der elektrischer Energie lat.: condensus: „dichtgedrängt“ und wird in Farad /F angegeben.
kondensator_1.jpg
kondensator_1.jpg (11.67 KIB) 30490-mal betrachtet


verschiedene:
~ Elektrolytkondensator
~ Folienkondensator
~ Keramikkondensator
~ Trimmerkondensator


3.2
Elektrolytkondensator
braucht man als Glättungskondensator zur Glättung bzw. Siebung von gleichgerichteten Wechselspannungen.



3.3
Folienkondensator
verwendet man bei Hochwertigen Audioverstärker im Signalweg.



3.4
Keramikkondensator
Die Kapazität nimmt bei einer bestimmten Spannung ein Maximum ein, das ein vielfaches der Grundkapazität betragen kann. Aufgrund der stark nichtlinearen Spannungs-Ladungs Kennlinie sind sie im wesentlichen für Einsatzgebiete geeignet in denen Kondensatoren als Energiespeicher eingesetzt werden.



3.5
Trimmerkondensator
ist ein Kondensator den man (Trimmen) Regeln kann.



4.1
Diode (D)
eine Diode ist ein Halbleiter der den Strom nur in eine Richtung durchlässt und in andere Sperrt.

Dioden_1.jpg
Dioden_1.jpg (15 KIB) 30490-mal betrachtet

noch mehr Dioden
~ Leuchtdiode
~ Z-Diode
~ Schottky-Diode
~ Kapazitäts-Diode
~ Photodiode
~ Thyristor (Triac)
~ Transistor




4.1
Leuchtdiode - Erfunden wurde die LED 1962 von Nick Holonyak.
Fließt durch die Diode Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht ab
Symbol_LED_1.png
Symbol_LED_1.png (1.29 KIB) 30490-mal betrachtet


Superflux Ghäuse:
SuperFlux_1.png
SuperFlux_1.png (7.52 KIB) 30490-mal betrachtet





4.2
Z-Diode - benannt nach dem amerikanischen Physiker Clarence Melvin Zener
Die spezielle Charakteristik von Z-Dioden führt dazu, dass sie in zahlreichen Schaltungen zur Stabilisierung von Spannungen eingesetzt wird, aber sie lässt sich auch zur Begrenzung von Spannungen verwenden, wie das Anwendungsbeispiel der Zenerbarriere zeigt.

Zdiode_1.png
Zdiode_1.png (1.69 KIB) 30490-mal betrachtet



4.3
Schottky-Diode - benannt nach dem deutschen
Physiker Walter Schottky Als "schnelle" Dioden sind Schottky-Dioden für Hochfrequenzanwendungen bis in den Mikrowellenbereich geeignet. Da sie außerdem einen kleinen Spannungsabfall in Durchlassrichtung (ca. 400 mV) haben, werden sie auch oft als Schutzdioden zum Spannungsabbau von Induktionsspannungen oder als Gleichrichterdioden in Schaltnetzteilen eingesetzt und ermöglichen dort Schaltfrequenzen bis über 1 MHz.

SchottkyDiode_1.png
SchottkyDiode_1.png (1.47 KIB) 30490-mal betrachtet



4.4
Kapazitäts-Diode
Die Kapazitätsdiode wird zur Abstimmung von Schwingkreisen in Filtern und Oszillatorschaltungen, zum Beispiel anstelle von Drehkondensatoren oder
veränderbaren Induktivitäten zur Sendereinstellung in Funkempfängern (z. B. Radios, Fernsehempfänger) eingesetzt.

Varicap_symbol_1.png
Varicap_symbol_1.png (1.03 KIB) 30490-mal betrachtet



4.5
Photodiode
Durch die Bestrahlung mit Licht werden in der Raumladungszone der Diode
Ladungsträger erzeugt, was zu einem Stromfluss führt, da die Ladungsträger
in die jeweils entgegengesetzt dotierten Zonen wandern.

Photodiode_1.png
Photodiode_1.png (2 KIB) 30490-mal betrachtet




4.6
Thyristoren
Praktisch wird der Thyristor als steuerbare Diode eingesetzt. Durch Strominjektion
in die dritte Schicht (Ansteuerung am Gate) kann der Thyristor gezündet (leitfähig
geschaltet) werden.

Thyristoren.png
Thyristoren.png (15.54 KIB) 30490-mal betrachtet



4.7
Transistoren (T)
sind elektronische Halbleiterbauelemente, die zum Schalten und zum Verstärken von
elektrischen Strömen und Spannungen verwendet werden. Normale Transistoren haben
eine npn- oder pnp-Schichtenfolge und werden bipolare Transistoren genannt.

Npn_und_pnp_1.png
Npn_und_pnp_1.png (1.64 KIB) 30490-mal betrachtet


Bipolare Transistoren bestehen aus Silizium.
Funktion:
Beim Bipolartransistor steuert ein Strom IB im Basis-Emitter-Kreis einen (stärkeren) Strom




Rechtschreibfehler geprüft. Stand vom 07.06.2009
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Zuletzt geändert von Jay am So, 07.06.09, 15:47, insgesamt 41-mal geändert.
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Fortsetzung

Beitrag am So, 17.09.06, 18:04 (3 Bewertungen, 20 Sterne)

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5.1
Alle Schaltzeichen
In Deutschland sind elektrische Schaltzeichen durch DIN EN 60617 bzw. IEC 617 genormt.


5.2
Derzeit in Entwicklung...


6.1
Integrated Circuit - Integrierter Schaltkreis
ist eine elektronische Schaltung welche auf kleinstem Raum aufgebaut ist.
Aufbau:
IC_aufbau.png
IC_aufbau.png (52.45 KIB) 30385-mal betrachtet




6.2
Transistor-Transistor-Logik (TTL)
Die Transistor-Transistor-Logik (TTL) hat die Diodennetze an den Eingängen durch Transistoren mit mehreren Emitter-Anschlüssen ersetzt. Obwohl anfänglich etliche Halbleiterhersteller eigene Logikfamilien in TTL-Schaltungstechnik hergestellt hatten, setzte sich die TTL-Familie von Texas Instruments bald als Industriestandard durch. Die restlichen Hersteller gaben ihre proprietären Reihen auf und produzierten TTL-Schaltungen mit den gleichen Spezifikationen wie Texas Instruments.


6.3
Complementary Metal Oxide Semiconductor (CMOS)
Logische Schaltungen lassen sich nicht nur mit bipolaren Transistoren, sondern auch mit Feldeffekttransistoren, sogenannten MOSFET, realisieren. Die ersten Schaltungstechniken mit MOSFET wurden PMOS und NMOS genannt und verwendeten ausschließlich p-Kanal-MOSFET oder n-Kanal-MOSFET. PMOS- oder NMOS-Schaltungstechnik wurde zwar für viele Digitalschaltungen wie Mikroprozessoren eingesetzt, jedoch entstanden keine eigentlichen Logikfamilien.


7.1
Transformator
Mit Hilfe von Transformatoren lassen sich elektrische Wechselspannungen herauf- oder herunter transformieren, das heißt erhöhen oder verringern, und damit den technischen Erfordernissen des Gebrauchs anpassen.

Spezielle Transformatoren
* Anlasstransformator
* Dreiphasenwechselstrom-Transformator
* Gießharztransformator
* Sicherheitstransformator
* Stelltransformator
* Spartransformator
* Tesla-Transformator
* Streufeldtransformator
* Übertrager
* Zeilentransformator


Sicherheitstransformator

kurzschlussfeste Transformatoren schalten den Eingangs- oder den Ausgangsstromkreis
des Trafos bei Überlast oder Kurzschluss mit eigener Schutzeinrichtung aus.
Fail-Safe-Trafos fallen im Fehlerfalle bleibend aus und stellen dabei keine Gefahr für
Anwender und Umgebung.

Spartransformator
Ein Spartransformator besteht im Gegensatz zu anderen Transformatoren aus nur einer
Spule, die zur Entnahme der Ausgangsspannung(en) eine oder mehrere Anzapfungen hat.
Primär- und Sekundärspule sind quasi in einer einzigen Spule vereint. keine Galvanische trennung

spartransformer_1.png
spartransformer_1.png (1.34 KIB) 30385-mal betrachtet



8.1
Griechische zeichen

Α = Α α = α Alpha
Β = Β β = β Beta
Γ = Γ γ = γ Gamma
Δ = Δ δ = δ Delta
Ε = Ε ε = ε Epsilon
Ζ = Ζ ζ = ζ Zeta
Η = Η η = η Eta
Θ = Θ θ = θ Theta \vartheta
Ι = Ι ι = ι Iota
Ϊ = Ϊ ϊ = ϊ Iota mit Trema
Κ = Κ κ = κ Kappa
Λ = Λ λ = λ Lambda
Μ = Μ μ = μ My
Ν = Ν ν = ν Ny
Ξ = Ξ ξ = ξ Xi
Ο = Ο ο = ο Omikron
Π = Π π = π Pi
Ρ = Ρ ρ = ρ Rho
Σ = Σ σ = σ Sigma
Τ = Τ τ = τ Tau
Υ = Υ υ = υ Ypsilon
Φ = Φ φ = φ Phi φ \varphi
Χ = Χ χ = χ Chi
Ψ = Ψ ψ = ψ Psi
Ω = Ω ω = ω Omega


Rechtschreibfehler geprüft. Stand vom 07.06.2009
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Zuletzt geändert von Jay am So, 07.06.09, 15:47, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitrag am Di, 19.09.06, 21:09 (3 Bewertungen, 15 Sterne)

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Bin mal so frei und fürge noch den URI Kreis ein ...

Bild
Zuletzt geändert von zuBBu am Di, 19.09.06, 23:18, insgesamt 1-mal geändert.
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zuBBu
 
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Beitrag am Sa, 04.11.06, 15:06 (4 Bewertungen, 20 Sterne)

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zum Zeichnen einer Schaltung könnt Ihr so etwas verwenden.

elements.png


modules.png



MfG
Jay
Zuletzt geändert von Jay am Sa, 06.06.09, 12:29, insgesamt 6-mal geändert.
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Beitrag am So, 18.02.07, 21:52 (6 Bewertungen, 26 Sterne)

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zusatz zu Potentiometer:

ein potentiometer is eine art einstellbarer widerstand. es dient wie ein normaler widerstand um den stromfluss zu hemmen. es gibt verschiedene arten von potis die beiden am häufigsten verwendeten sind schiebepotis und drehpotis. schiebepotis findet man z.b. in mischpulten drehpotis oft in radios und anderwen hifi geräten und dienen häufig zu lautstärkeregelung. heutzutage werden die poti häufig durch elektronik ersetzt.
zusätzlich gibt es sehr viele verschieden potitypen mit unterschiedlich einsatzgebieten. einige beispiele sind folienpotis, trimmpotis, digitale potis und noch einige weitere
zusätzlich gibt es bei drehpotis häufig auch stereoepoti die aus zwei übereinander gebauten drehpotis bestehen und einen gemeinsammen regler haben. sie werden häufig bei verstärkern /radios/ etc eingesetzt und die stereolautstärke zu variiren

hier zwei bilder eines typischen drehpotis. hier eins mit 100ohm
569_IMG_0832_1.jpg

569_IMG_0833_1.jpg
DnM
 
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Beitrag am Di, 05.06.07, 01:52 (1 Bewertungen, 7 Sterne)

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ein paar hinweise oder, was mir noch so eingefallen ist^^

der oben kurz erwähnte triac stellt im grunde genommen eine interne antiparallelschaltung von 2 thyristoren dar, wo ein steueranschluss weggelassen wurde, weil er nicht mehr benötigt wird. auf grund des möglichen durchlassstroms in beiden richtungen, ist er im grunde genommen keine diode mehr. das gleiche gilt für die sogenannte vierschichtdiode.
der diac ist auch ein spezialbauteil, sollte aber hier durchaus mit erwähnt werden. gundiode und supressordiode könnten hier auch noch mit rein.Si-carbid dioden sind im kommen.


fototransistoren sollten hier nicht unerwähnt bleiben
der oben gezeigte unijunktion transistor sollte als spezialbauteil herrausgestellt werden, es ist ein transistor
mit 2 basisanschlüssen und dient zur zündung von thyristoren. so sorgt das eher für verwirrung.
als spezialbauteil gibt es noch avalanche transistoren.
zu erwähnen ist, das es auch germanium und GaAs transistoren gibt.


unten bei den formeln könnte noch erwähnt werden, das es für fast alle transistortypen P und N typen gibt,
neuere entwicklungen wie xxx und GTO sollten auch erwähnt werden.

bei den potis könnte der hinweis auf drahtpotis mit möglichen verlustleistungen von 100W und mehr eingefügt werden.

die schaltzeichen sind unter dem link leider nicht mehr zu finden.

bei den elektrolytkondensatoren wäre ein hinweis auf tantal und bipolare typen sinnvoll,weiterhin,MP,MKT,MKC

bei den trafos wäre eine aufzählung von sparstelltrafos und trennstelltrafos sinnvoll

und dann könnt ihr ja das hier löschen

Ps: mit dem wegschmeissen ist so eine sache^^ ich hab noch alte radios.....
aber geräte wo so etwas wie PMPO draufsteht, solltet ihr nicht kaufen, ist wirklich der letzte müll! und wenn ein verstärker mit 5 x 150 watt beworben ist, und hinten draufsteht, das er maximal 200W leistung aus dem netz zieht, fragt doch den verkäufer mal, ob er euch die überschüssige energie abkaufen würde. Lol
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Beitrag am Di, 05.06.07, 12:16 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Zu den Leistungsangaben auf sogenannten "HI Fi" Geräten von Verstärkern.

PMPO = Peak Maximum Power Output. Diesen Wert kann man absolut vergessen, da diese Angabe nur für einen bruchteil einer Sekunde angegeben wurde, was der verstärker und die Lautsprecher abkönnen, bevor diese Zerstört werden.
Dieser könnte nur dann erreicht werden, wenn man die Lautstärke voll aufdreht und der Kühlschrank nicht entstört ist und dieser dann einschaltet. Das Knacken, was man dann durch die Lautsprecher hört, könnte dann diesen Wert erreichen. Wobei dann dazu zu sagen ist, das die Lautsprecher danach meistens zu vergessen sind, weil sich deren Spulen in Rauch aufgelöst haben.

Reelle Werte solcher Geräte sind Sinus Leistung und RMS, diese Werte können Lautsprecher und Verstärker im Dauerbetrieb ohne irgendwelche Schäden zu nehmen betrieben werden.
Diese Werte werden auch speziell mit einem nicht zu verachtenden Aufwand ermittelt und berechent.
Andy
 
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Beitrag am Di, 05.06.07, 18:39 (1 Bewertungen, 7 Sterne)

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Ergänzung zur Photodiode:

Photodioden werden in Sperrrichtung betrieben, also Pluspol an der Kathode, Minuspol an der Anode. Wenn Licht drauf fällt, fließt trotzdem ein Strom, der von der einfallenden Lichtleistung abhängt. Alte Germaniumdioden mit schwarz lackiertem Glasgehäuse kann man auch als Photodiode verwenden, wenn man den Lack abkratzt. Auch LEDs lassen sich als (sehr schlechte) Photodioden verwenden.
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Beitrag am Mo, 13.08.07, 10:17 (2 Bewertungen, 15 Sterne)

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markus87 hat geschrieben:Könnte hier vielleicht noch jemand erklären wie ein Spannungsregler wie der LM317 genau funktioniert?
Besonders habe ich noch nicht verstanden was der mittlere PIN macht.


Der mittlere Pin? Also Pin 2? Da liegt die Versorgungsspannung dran.
Aber vieleicht meintest du den mittleren Pin im Blockschaltbild, also den Pin Nr. 1, das ist der Einstellungs-Pin (Adjustment). Das ist ein Referenzpin. Der Spannungsregler versucht den Ausgang so anzupassen, dass dieser Pin ein Spannungspegel von 1,25V UNTER der Ausgangsspannung annimmt. Das funktioniert natürlich nur, wenn der irgendwie mit dem Ausgang verbunden ist. Dadurch ergibt sich eine sog. Regelschleife. Würde man den Pin direkt mit Masse verbinden, würde der Spannungsregler den Ausgang auf 1,25V bringen. Das ist auch die niedrigste Spannung, die man mit dem IC machen kann (zumindest ohne Zusatzschaltungen). Will man jetzt höhere Spannungen am Ausgang haben, muss man dem Adj-Pin einen gewissen Anteil der Ausgangsspannung zuführen. Das geschieht durch den Spannungsteiler zwischen dem Ausgang und Masse. Bei zwei gleichgroßen Widerständen z.B. ist die Spannung am Mittenabgriff genau die Hälfte der Ausgangsspannung. Schließt man jetzt den Adj-Pin da dran an, regelt der Spannungsregler die Ausgangsspannung so ein, dass deren Hälfte 1,25V beträgt, die Ausgangsspannung beträgt dann also 2,5V. Das lässt sich natürlich auch für (nahezu) beliebige Widerstandsverhältnisse realisieren. Etwas verfälscht wird die Sache dadurch, dass in den Adj-Pin ein gewisser Strom fließt und so das Potential am Mittenabgriff des Spannungsteilers etwas verschoben wird.
Noch ein Feature: da der Spannungsregler selbst keinen Masseanschluss braucht, kann man daraus eine einfache Stromquelle basteln. Man muss nur dafür sorgen, dass zwischen Ausgang und Adj-Pin eine Spannungsdifferenz von 1,25V besteht. Am einfachsten geht das, indem man einen Widerstand ausrechnet, an dem beim gewünschten Strom genau 1,25V abfallen. Den einfach an den Ausgang des Spannungsreglers anschließen, den Adj-Pin hinter den Widerstand löten. Der Spannungsreglereingang liegt dann am Pluspol deiner Spannungsquelle (Netzteil), der Pluspol deiner Last (LEDs?) ist am Adj-Pin, bzw. hinter dem Widerstand angeschlossen (ist ja das gleiche) und der Minuspol deiner Last ist mit dem Minuspol deiner Spannungsquelle verbunden. So gesehen kannst du aus einem LM317 und einem Widerstand einen 'aufgemotzten' (weil variablen, den Strom konstant haltenden) Vorwiderstand bauen (mit eben auch nur zwei Anschlüssen). Einen gewissen Nachteil hat sowas natürlich auch, nämlich der minimale Spannungsabfall. Der beträgt ca. 2V für den Spannungsregler plus 1,25V für den (Mess-)Widerstand, also insgesamt ca. 3,25V. Die Spannung deiner Spannungsquelle muss also mindestens 3,25V höher sein, als die nötige Spannung an der Last. Für die hier üblicherweise vorgeschlagenen 3-weiße-LEDs-in-Reihe-an-12V-Schaltungen reicht das leider nicht mehr aus.
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Lötkurs

Beitrag am Mi, 06.08.08, 20:34 (9 Bewertungen, 100 Sterne)

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1.0 Lötkurs


1.1 Werkzeug
Hier die wichtigsten Werkzeuge zum Löten

Lötkolben (15-30W) / Lötstation (30-80W)
loetkolben.jpg
Zum Lötkolben gehört ein nasser Schwamm unbedingt dazu
bei den Lötstationen ist dieser meistens schon dabei.
loetkolben.jpg (8.86 KIB) 37215-mal betrachtet


Entlötpumpe
Entlötpumpe.png
Überflüssiges Lötzinn entfernen oder beim Entlöten sehr hilfreich.
Entlötpumpe.png (18.45 KIB) 37215-mal betrachtet


Seitenschneider
seitenschneider.png
Feiner Seitenschneider für Drähte bis 1mm²
seitenschneider.png (20.52 KIB) 37209-mal betrachtet


Kreuzpinzette
kreuzpinzette.png
Mit Ihr könnt ihr Bauteile festhalten
kreuzpinzette.png (14.53 KIB) 37202-mal betrachtet


Platinenassistent
Platinenassistent.png
Sehr hilfreich beim zusammenführen von Bauteilen
Platinenassistent.png (47.29 KIB) 37191-mal betrachtet


Werkzeuge die Ihr auch noch haben solltet, muss aber nicht sein.
Sonstige.png
Sonstige.png (78.85 KIB) 36988-mal betrachtet



1.2 Verbrauchsmaterial

Lötzinn (was für'n Blödsinn :mrgreen: )
weichlote.jpg
wichtig hier ist den Richtigen zu finden. In der Elektronik wird häufig Weichlote verwendet.
weichlote.jpg (37.55 KIB) 37182-mal betrachtet

Ich empfehle: LÖTZINN SC 1250
Bleifreier Lötdraht, umweltfreundlich mit Kupferzusatz.
Sn99 Cu1 mit F-SW34-
Schmelzpunkt: 227°C
Gewicht: 250g

oder
Halogenfreier Lötdraht, 1,0mm
Umweltfreundlicher, Halogenfrei, geringe Rauchentwicklung
Sn60 Pb38 Cu2
F-SW 34 nach QQ-S 571
Schmelzpunkt: 183-190°C
Gewicht: 250g

Bis 1. Juli 2006 mussten im Elektronikbereich Bleilote bereits wegen Problemen beim vollständigen Recycling ersetzt werden ( siehe RoHS DIR 2002/95/EG). Privat und für begrenzte Einsatzgebiete dürfen jedoch weiterhin bleihaltige Lote verwendet werden.

Litze
isolitze.png
0,14-1,00mm²
isolitze.png (76.78 KIB) 37159-mal betrachtet


Silberdraht
silberdraht.png
Versilberter Kupferdraht 0,6-1,0mm²
silberdraht.png (69.58 KIB) 37160-mal betrachtet


Platine (Hartpapier 1,5mm)
95011.jpg
Lochrasterplatine von Lumitronix
95011.jpg (79.58 KIB) 37138-mal betrachtet

unterschied.jpg
Unterschied zwischen Lochrasterplatine und Streifenrasterplatine
unterschied.jpg (164.15 KIB) 37117-mal betrachtet


Gefahren beim Löten

Die beim Weichlöten entstehenden Lötrauche enthalten Schadstoffe. Bedingt durch das Vorhandensein von Flussmittel, welches unter anderem Kolophonium, Aminohydrochloride und organische Säuren enthält, ist eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefährdung gegeben.
Atmungsorgane und Augen werden gereizt und geschädigt. Dämpfe können beim Einatmen zu Kopfschmerzen, Ermüdungserscheinungen, Bindehautreizungen u.v.m. führen.

Gut gelüftete Räume pflicht.



1.3 Vorbereitung
Vorbereitung.png
Vorbereitung.png (170.26 KIB) 37088-mal betrachtet

Auf dem Tisch sehen wir alles was man braucht.
ein kleines Detail im Bild: ein Werkzeug das ich nicht aufgezählt habe, ein 4mm Bohrer
für was der gut ist später.

Lötkolbentest.png

Wenn jetzt unser Lötkolben die gewünschte Temperatur hier 350°C erreicht hat können wir los legen.
Wer keine Lötstation mit Temperatur anzeige hat kann ein Blatt Papier nehmen und den Lötkolben dranhalten wird das Papier innerhalb von 2 sek. braun wird haben wir ca. 350°C


Beim Löten auf Lochrasterplatinen gibt es 2 Löttechniken: 1. Verbindungen mit Silber/Kupferdraht herstellen 2. Verbindungen mit Lötzinn herstellen
löttechnik.png
Hier sieht man die 2 löttechniken
löttechnik.png (512.54 KIB) 36882-mal betrachtet


1. Verbindungen mit Draht herstellen
Das ist die einfachste art um Verbindungen herzustellen. Zuerst legt man den draht in seine richtung und lötet ein ende des Silber/Kupferdrahts an ein Lötpunkt, vor der ersten biegung auch so kann man leicher kurven fahren. wenn es sein muss kann man auch brücken machen, einfach den draht durchs loch stecken überbrücken draht wieder ins loch und festlöten.

2. Verbindungen mit Lötzinn herstellen
Diese Löttechnik erfordert viel geduld und geschick, zuerst werden einzelne Lötpunkte mit Lötzinn versehen dann vorsichtig mit mehr Lötzinn verbunden.
Brücken müssen trotzdem mit draht gemacht werden.

Bild
...hier wird noch ausgebaut!


Mfg
Jay
Zuletzt geändert von Jay am So, 10.08.08, 19:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Elektronik für Anfänger

Beitrag am Sa, 06.06.09, 17:26 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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So, habe mal wieder etwas aufgeräumt und für den Lötkurs 50 Sterne vergeben. An der Beschränkung mit den 20 Bildern pro Beitrag kann ich leider nichts ändern. Entweder Nachricht an Chris schreiben oder grob schätzen wieviele Bilder reinkommen und dann soviele Beiträge hintereinander erstellen als Platzhalter.

Gruß Fightclub
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