Lichtausbeute / Effizienz: lm/W (Lumen pro Watt)

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Moderator: T.Hoffmann

Lichtausbeute / Effizienz: lm/W (Lumen pro Watt)

Beitrag am Fr, 03.02.06, 19:09 (1 Bewertungen, 19 Sterne)

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Mit der Lichtausbeute wird angegeben wie effizient ein Produkt die elektrische Leistung (Watt) in tatsächliches Licht (Lumen) umwandelt.

Bei nahezu allen Leuchtmittel verpufft ein Großteil der Energie (bei Glühbirnen über 90%) in unnötige Hitze. LEDs arbeiten nicht mit Glühfaden und erzeugen somit wesentlich weniger Wärme. Sie werden als effizienter. Durchschnittlich alle 2-3 Jahre verdoppelt sich die Lichtausbeute der LEDs. Lagen die weißen LEDs vor kurzem noch bei 20lm/W, sind inzwischen bis zu 70lm/W möglich.

Die physikalische Höchstgrenze der Lichtausbeute liegt bei 683 Lumen je Watt bei einer Wellenlänge von 555nm (Gelb-Grün). Bei tageslichtähnlichem Licht sind "nur" ca. 225lm/W möglich. Es ist also noch ein weiter Weg, bis dieser Wert erreicht wird.


Beispiele:<font face='courier new'>
  • Kohlebogen-Lampe 8lm/W
  • Glühlampe 15lm/W
  • Halogen Spot 30lm/W
  • Standard LED weiß 40lm/W
  • Standard LED rot 60lm/W
  • Leuchtstoffröhre 60lm/W
  • Luxeon K2 weiß 65lm/W
  • Quecksilberdampflampe 90lm/W
  • Seoul Semiductor P4 91lm/W
  • LUXEON Rebel 100lm/W
</font>

Die Effizienz einer LED nimmt mit zunehmendem Strom ab.



3_highpower_vergleich_1.jpg
Zuletzt geändert von C.Hoffmann am Mi, 11.07.07, 16:15, insgesamt 6-mal geändert.
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C.Hoffmann
 
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Beitrag am Sa, 04.03.06, 14:22 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Also wenn ich mich nicht irre, dürfte der Wert für die luxeon K2 nicht ganz richtig sein.

Laut den Angaben in den Tech-Deteils (Stromverbrauch 3,72W, Lichtstrom 120lm) errechne ich
120lm/3,72W= 32,25lm/W !!
Cavejunkie
 
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Beitrag am Do, 23.03.06, 16:15 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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@Cavejunkie
das kann aber doch auch nicht sein sonst währe eine glühbirne ja effizienter als eine LED

oder die ganze tabelle ist falsch
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Neo
 
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Beitrag am Do, 23.03.06, 16:22 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Bei einer Glühlampe weiß ich die Lichtausbeute nicht. Vieleict stimmt da der Wert auch nicht. Aber bei einer Natriumdampf Niederdrucklampe (die werden z.B. in Straßenbeleuchtungen eingesetzt; die schönen orange gelben)liegt die Lichtausbeute bei bis zu 220lm/W (Werksangabe Osram). Natürlich haben die ca. 50 - 100 W und sind ca 20 cm Lang. Also nicht su gut für Modding etc geeignet.

Eventuell ist aber bei der Luxeon nicht mit einer weißen gerechnet worden sondern mit Rot oder gelb. Die haben bessere Werte.
Cavejunkie
 
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Beitrag am Fr, 24.03.06, 00:15 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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Die habe ich extra weggelassen, sonst stehen die LEDs so blöd da ;)
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C.Hoffmann
 
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Beitrag am Fr, 24.03.06, 07:36 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Na, na, na, aber sag mal, wie kommst du auf den Wert von 60lm/W bei den Luxeon K2 weiß? Hast du da schon mit den Werten der neuen Ausgabe gerechnet?

Meines Wissens haben die LED's wirklich eine schlechtere Ausbeute als eine Glühlampe(Halogen). Doch steigt bei Glühlampen die Effizienz mit der Leistung an, Bei LED's ist das genau anders herum.

Sprich eine 0,5W Glühlampe wird vermutlich nicht den Lichtstrom wie eine 0,5W LED bringen.
Sehr wohl wird aber eine 100W Birne mehr Licht bringen wie 100W an LED's.

Also muss man einfach auf den Einsatzzweck achten.
Cavejunkie
 
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Beitrag am Fr, 24.03.06, 21:45 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Cavejunkie hat geschrieben:wie kommst du auf den Wert von 60lm/W bei den Luxeon K2 weiß? Hast du da schon mit den Werten der neuen Ausgabe gerechnet?

Die K2 können bis ca. 3 Watt betrieben werden und erreichen bis zu 180 Lumen. Das steht im Datenblatt der K2. Floglich liegt die Effizienz bei 60lm/W

Cavejunkie hat geschrieben:Meines Wissens haben die LED's wirklich eine schlechtere Ausbeute als eine Glühlampe(Halogen). Doch steigt bei Glühlampen die Effizienz mit der Leistung an, Bei LED's ist das genau anders herum.

Fehlinformation! LEDs sind effizienter als Glühbirnen, jedoch nicht effizienter als Halogenstrahler.

Cavejunkie hat geschrieben:Sprich eine 0,5W Glühlampe wird vermutlich nicht den Lichtstrom wie eine 0,5W LED bringen.
Sehr wohl wird aber eine 100W Birne mehr Licht bringen wie 100W an LED's.

Verstehe ich nicht. Wenn eine 0,5W Birne dunkler ist als eine 0,5W LED, ist das doch zwahngsläufig auch bei 100 Watt der Fall, denn man würde einfach 200 0,5Watt LEds benutzen. Oder eben andere High-Power LEDs, die aber nicht weniger effizient sind.
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C.Hoffmann
 
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Beitrag am Sa, 25.03.06, 07:09 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Also laut Osram hat eine 15W Glühbirne Classic 90lm --> 6lm/W
eine 150W Glühbirne Classic 2160lm --> 14,4lm/W
somit hast du Recht, was die Effizienz von Glühbirnen anbelangt.

Halogenstiftsockellampen haben so 20 - 30lm/W
interessanterweise bei kleiner Leistung höhere Effizienz

Halogen-Metalldampflampen so um die 90lm/W

Natrium-Niederdrucklampen haben Spitzenwerte von bis zu 170lm/W
das Ding ist aber auch 1,2m! lang und hat eine Leistung von 180W.
Das geht schlecht in eine Stirnlampe hinein.  :(

Den wert von 180 lm für K2 kann ich nicht herauslesen. bei 1500mA und demnach 3,85V steht doch 140lm --> 5,77W
--> 24,26lm/W

lasse mich gerne eines besseren belehren!

übrigens komme ich z.Zt nicht in den Shop :x
es kommt immer die Fehlermeldung:

The file /home/www/htdocs/www.lumitronix.de/index.php has been encoded with the ionCube PHP Encoder and requires the free ioncube_loader_lin_5.0.so ionCube PHP Loader to be installed.
Cavejunkie
 
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Beitrag am So, 26.03.06, 16:03 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Wenn du dir verschiedene Seiten durchlies, wirst du auch immer wieder verschiedene Angaben von LEuchtmitteln finden. Mal haben die Glühbirnen 10lm / Watt, mal haben sie 30lm/Watt. So ist das mit allen Leuchtmitteln.

Bei der Luxeon ist allein der typische Wert bei 1000mA 120 Lumen. Ich habe aber überall von "bis zu 180" gesprochen. Das ist Maximalwert.
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C.Hoffmann
 
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Beitrag am Fr, 21.04.06, 16:24 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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C.Hoffmann hat geschrieben:Wenn du dir verschiedene Seiten durchlies, wirst du auch immer wieder verschiedene Angaben von LEuchtmitteln finden. Mal haben die Glühbirnen 10lm / Watt, mal haben sie 30lm/Watt. So ist das mit allen Leuchtmitteln.

Bei der Luxeon ist allein der typische Wert bei 1000mA 120 Lumen. Ich habe aber überall von "bis zu 180" gesprochen. Das ist Maximalwert.


Halogenlampen die 30-35lm/w erreichen sind Studiolampen und diese werden mit überstrom Betrieben.Die Glühwendel ist dann heisser und die Lichtausbeute steigt,dafür sinkt aber die Lebensdauer auf wenige Stunden ab!
Somit sind gute weisse Led deutlich effizienter als Halogenlampen.


Cavejunkie hat geschrieben:Na, na, na, aber sag mal, wie kommst du auf den Wert von 60lm/W bei den Luxeon K2 weiß? Hast du da schon mit den Werten der neuen Ausgabe gerechnet?

Meines Wissens haben die LED's wirklich eine schlechtere Ausbeute als eine Glühlampe(Halogen). Doch steigt bei Glühlampen die Effizienz mit der Leistung an, Bei LED's ist das genau anders herum.

Sprich eine 0,5W Glühlampe wird vermutlich nicht den Lichtstrom wie eine 0,5W LED bringen.
Sehr wohl wird aber eine 100W Birne mehr Licht bringen wie 100W an LED's.

Also muss man einfach auf den Einsatzzweck achten.


Nein das stimmt so nicht.Led werden dann weniger effektiv wenn man sie mit einem höheren Strom betreibt als ausgelegt.Wenn eine 5mm Led also bei 20ma 1,5Lm abgibt wird sie bei 40ma nicht 3Lm Lumen abgeben sondern eher knapp über 2(obwohl hier die Leistungsaufnahme mehr als das Doppelte betragen würde)
Somit würden 100  1W Luxeon Led eine 100w Glühbirne bei weitem Überstrahlen.

Natrium-Niederdrucklampen haben Spitzenwerte von bis zu 170lm/W
das Ding ist aber auch 1,2m! lang und hat eine Leistung von 180W.
Sad

Und ist monochromatisch Gelb!
:D
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John.S
 
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Beitrag am Sa, 07.10.06, 20:25 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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English:
Efficiency / Luminous Efficacy
The luminous efficacy indicates how efficiently a product transforms the electrical power (watt) into light (lumens).

In the case of almost all illuminants a large part of the energy (with light bulbs over 90%) deflagrates into unnecessary heat. LEDs do not operate with filaments and therefore produce considerably less heat. They are more efficient. In average every 2-3 years the luminous efficacy of the LEDs is reduplicated. A short while ago the white LEDs were at 20lm/W; in the meantime anything up to 70lm/W is possible.

The physical maximum limit of the luminous efficacy is at 683 lumens per watt. It is therefore still quite a long way until this value can nearly be achieved.


Examples:
• carbon arc lamp 8lm/W
• light bulb 15lm/W
• halogen spot 30lm/W
• standard LED white 40lm/W
• standard LED red 60lm/W
• fluorescent tube 60lm/W
• Luxeon K2 white 65lm/W
• mercury vapour lamp 90lm/W
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C.Hoffmann
 
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Beitrag am Mi, 17.01.07, 03:11 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Noch als Ergänzung:Beim kaltweisen Licht fast aller Leds entsprechen ca 300 Lumen 1W Lichtleistung.
Der etwas höhere Wert von 300 Lumen kommt daher dass weiße Leds etwas weniger Violett und Rot,Tiefrot emittieren als die Sonne.

So kann man einigenmassen genau den Wirkungsgrad einer weißen Led ausrechnen.
Das ist nicht nur als blosse Information wichtig sondern auch zu Kühlkörperdimensionierung da man da die Verlustleistung und den Wärmewiderstand kennen muss.

Zweite Ergänzung:Die Lichtausbeute des Halogenspots ist arg hoch.
Die besten Halogenlampen kommen bein annehmbarer Lebensdauer auf ca 26lm/W.
Es müssten schon über 1000W sein damit so ein Spot auf 30lm/w kommt.
Fast alle handelsüblichen Halogenlampen liegen unter 20lm/W. :wink:

Dritte Ergänzung:Quecksilberdampflampen erreichen nur ca 47lm/W.
90lm und mehr erreichen die Halogenmetalldampflampen,auch HQI genannt.
Das enthalten zwar auch Quecksilber aber nur als kleinen Teil.
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John.S
 
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Beitrag am Mi, 17.01.07, 08:47 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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hallo,

wie sieht denn eigentlich die Lichtausbeute von gebräuchlichen Energiesparlampen aus?
jmayer
 
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Beitrag am Mi, 17.01.07, 09:47 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Energiesparlampen liegen im Bereich der Neonröhren, da sie ja auch nur durch die Bauform verkleinerte Neonröhren sind.

Ihre Lichtausbeute wird daher auch, je nach Energieeffizenklasse bei 50 bis 60 lm/W liegen. Eine aktuelle 18 W Energiesparlampe mit Energieffizenzklasse "A", die ich hier habe, wird mit mit 65 lm/W vom Hersteller beworben.

Inwieweit Verluste durch die Vorschaltelektronik mit eingerechnet sind, kann ich nicht feststellen.

Neonröhren und damit auch Energiesparlampen verlieren allerdings relativ schnell ihr anfängliches Leistungsvermögen, so dass ich bei einem Durchschnitt über die Lebensdauer eher von gut geschätzten 40 bis 50 lm/W ausgehen würde.

Edit:
Die Hersteller von Leuchtmitteln "vergessen" gerne die Angabe der Verluste durch benötigte Vorschaltgeräte bzw. -elektronik. Beim Angebot des reinen Leuchtmittels ist dies noch verständlich, da die Vorschaltung und der Einsatz nicht bekannt sind. Beim Angebot eines kompletten Systems halte ich diese Angaben dann aber als reine Verarschung des Verbrauchers.
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Sailor
 
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Beitrag am Mi, 17.01.07, 11:23 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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mitteln "vergessen" gerne die Angabe der Verluste durch benötigte Vorschaltgeräte bzw. -elektronik. Beim Angebot des reinen Leuchtmittels ist dies noch verständlich, da die Vorschaltung und der Einsatz nicht bekannt sind. Beim Angebot eines kompletten Systems halte ich diese Angaben dann aber als reine Verarschung des Verbrauchers.


Kann ich dir voll zustimmen. Eine Schweinerei, die Kunden dermaßen zu verarschen.
Ich habe mal meine Leuchtstoffröhren samt Vorschaltgerät nachgemessen, auf der einen Leuchstoffröhre steht 15 Watt, mit dem Vorschaltgerät zusammen zeigt mein Messgerät einen verbrauch von 21 Watt an.

Bei der anderen Leuchtstoffröhre ist es noch extremer, mit 18 Watt angegeben, mit dem Vorschaltgerät zusammen ziehen sie 29 Watt aus der Steckdose...
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Pehu
 
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Beitrag am Fr, 03.08.07, 20:11 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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In der Grafik ist ein kleiner Fehler:
Die P4 kriegt für 150 lm bei 700mA drei plus und die Rebel für 170 lm bei 700 mA nur zwei.
physikphreak
 
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Beitrag am Sa, 04.08.07, 00:02 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Na, das mit den beschriebenen Kompaktleuchtstofflampen glaub ich jetzt aber nicht so ganz. Das Problem das die meistens haben, ist, dass sie das Netz arg zumüllen und auch auf dem Messgerät mehr anzeigen. Die Wirkleistung dürfte mit der auf der Verpackung angegebenen Leistung recht gut übereinstimmen. Wenn du das mit den angegebenen Lumen zusammenrechnest, kommst du schon auf so runt 50 lm/W - also ist das mit Vorschaltgerät - die bloße Röhre dürfte mindestens 80 - 90 haben.
Synthy82
 
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Beitrag am Sa, 04.08.07, 02:49 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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nö, lies mal den sparlampen test, bedenke bitte auch dabei, das die schaltelektronik üblicherweise mit einem wirkungsgrad von 90%-95% anzusetzen ist.
auf höhere wirkungsgrade als 90% kommen nur sehr lange leuchtstofflampen, wobei zu bemerken ist, das in den meisten fällen mindestens die hälfte davon nur als reflektiertes licht, mit deutlich geringerem wirkungsgrad, zur verfügung steht. bei kompaktleuchtstofflampen resultiert der schlechtere wirkungsgrad, aus der stärkeren erwärmung und aus dem, durch die anordnung sich gegenseitig behindernden röhren besteht. daher wird der wirkungsgrad der röhre, für sich allein betrachtet, wohl maximal bei 70 lm/W liegen. des weiteren, kommt es einerseits bei den besten röhren, mit den günstigsten einsatzbedingungen, zu einer abnahme von mindestens 20% innerhalb 10000 betriebsstunden und bei den schlechtesten bis zu 60% !!!!! abnahme. ein weiteres problem ist die hohe unzuverlässigkeit dieser lampen. bei realvergleichen müssen immer alle faktoren in betracht gezogen werden!
schaltnetzgeräte, welcher funktion oder bauart auch immer, sind sehr unzuverlässig! es macht nicht den geringsten sinn, immer nur über den wirkungsgrad der leds zu reden ohne das notwendige vorschaltgerät mit zu betrachten!
das zuverlässigste ist eine eisenkerndrossel oder ein eisenkerntransformator, die wirkungsgrade erreichen aber nur über alles ca. 50% bei kleinen leistungen, bei leistungen ab ca. 200W (mit entsprechend grossen eisenmassen) kann mit 90% und mehr für diese vorschaltgeräte gerechnet werden, mit spartransformatoren lässt sich der wirkungsgrad noch verbessrn. allerdings kommen hier noch die stromregelverluste für die led hinzu. bei elektronischen geräten kann im gleichen bereich mit wirkungsgraden zwischen 60% und 95% gerechnet werden, die zuverlässigkeit eines eisenkerntrafos werden diese aber nie erreichen! auch hier ist, noch ein zuschlag für stromregelverluste zu machen, eine ausnahme könnte bei led-kompaktlampen, die stromregelung direkt im netzteil bringen. damit wäre dann die effizienz und lichtausbeute und lebensdauer, mit kompaktleuchtstofflampen (sparlampen) direkt vergleichbar. dieser vergleich dürfte bei der betrachtungen über alle kriterien hinweg,
bei leistungen bis etwa 1000 lm, schon heute von led.lampen gewonnen werden. bei höheren leistungen, wo der anschaffungspreis eine enorme rolle spielt, sehe ich noch leichte vorteile auf seiten der leuchtstofflampen.
mit einer weiteren erhöhung der effizienz der led´s, verringerung der anschaffungskosten und weiter steigenden energiekosten, sehe ich ein kippen dieser grenze über fast alle anwendungsbereiche bis spätestens ende 2008.
bis dahin, sollte der einsatz je nach anwendungsfall, genau abgewogen werden.
luckylu1
 
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Beitrag am Sa, 04.08.07, 10:55 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Ja, ok, das stimmt natürlich. Die Faltung bei Kompaktleuchtstofflampen muss berücksichtigt werden! Dummerweise kann in Wirklichkeit niemand sagen, wie viel Watt auf die Vorschaltelektronik und wie viel auf die Röhre entfallen. Ich weiß auch nicht, wie lang die Röhre wäre, könnte man sie auseinanderfalten. Aber sooo kurz wäre das mit Sicherheit nicht.
Den Effekt der Elektronik sollte man aber auf keinen Fall vernachlässigen. Im Metalldampflampenbereich gibt es EVGs, ich habe hier welche, die genehmigen sich bei eingespeister Leistung von 72 W selbst noch einmal ca. 8 W, also keineswegs vernachlässigbar!
Das Hauptproblem bei den, ansonsten natürlich unschlagbar robusten, Vorschaltdrosseln ist nach wie vor die Betriebsfrequenz. 50 Hz sind im Gasentladungsbereich wirklich nicht der Bringer. Und selbst wenn zwei Lampen in Duoschaltung betrieben werden, wird immer noch ein latentes Farbflimmern bleiben.
Ich habe seinerzeit alle PDFs gelesen, in denen die Betriebsweisen von Leuchtstofflampen beschrieben wurden - und bei Vorschaltdrosseln ist es der Fall, dass, je kleiner die Spannung, die die Drossel auffangen muss, umso größer der Wirkungsgrad ist. Na ja, ist ja auch irgendwie logisch. Wenn man also mehrere kleine Leuchtstofflampen hat, kann man mit einer Tandemschaltung den Wirkungsgrad der Drossel verbessern - und spart nebenbei auch noch Material. Das ganze dann mit einem elektronischen Starter abgerundet, ists zuverlässiger als ein EVG und die Lampe hält auch fast so lange wie an einem. Ich frage mich immer noch, warum ich fast überall noch Glimmlampenstarter finde? Es müssen die Chefs sein, die mit ihrem Sparfimmel mehr Schaden als Nutzen anrichten...
Synthy82
 
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Beitrag am Sa, 04.08.07, 15:02 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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das mit den flimmernden leuchstoflampen stimmt ja
und ich hasse das auch

aber wen man je 2 in Duoschaltung betreibt und das 3 ma und jede an einer andern Phase
da müsste das doch einigermaßen konstant leuchten
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Neo
 
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Beitrag am Di, 14.08.07, 12:01 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Mit der angegebenen Effizienz von Leuchtstofflampen von 60 Lumen/W bin ich nicht ganz einverstanden.

Nach meinen Daten
Osram T8 (die alten 26mm) 36W = 93 Lumen/W
Osram T5 High Efficency ( die neuen 16mm) 35W = 104 Lumen/W, Brauchbarkeitsdauer 12.000 Stunden
Langlebige Leuchtstofflampen auch bis 60.000 Stunden, Einsatz z.B. an Flughäfen.

Die neuen T5 lassen sich nur noch mit EVG betreiben die alten T8 gehen auch noch mit VVG.


Lebensdauer EVG 50.000-100.000 Stunden, bei Schrott natürlich auch kürzer...
Lebensdauer VVG bis 300.000 Stunden

Ich bin schon Fan der LED, bin aber grundsätzlich kritisch und auf der Suche Fakten.

... Das ganze hat bei mir auch einen beruflichen Aspekt.

Sonnige Grüße
Solaris
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Beitrag am Di, 14.08.07, 14:33 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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na, dann geh mal auf die suche^^ im "sparlampen test"
luckylu1
 
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Beitrag am Di, 21.08.07, 21:03 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Synthy82 hat geschrieben:Ja, ok, das stimmt natürlich. Die Faltung bei Kompaktleuchtstofflampen muss berücksichtigt werden! Dummerweise kann in Wirklichkeit niemand sagen, wie viel Watt auf die Vorschaltelektronik und wie viel auf die Röhre entfallen. Ich weiß auch nicht, wie lang die Röhre wäre, könnte man sie auseinanderfalten. Aber sooo kurz wäre das mit Sicherheit nicht.
Den Effekt der Elektronik sollte man aber auf keinen Fall vernachlässigen. Im Metalldampflampenbereich gibt es EVGs, ich habe hier welche, die genehmigen sich bei eingespeister Leistung von 72 W selbst noch einmal ca. 8 W, also keineswegs vernachlässigbar!
Das Hauptproblem bei den, ansonsten natürlich unschlagbar robusten, Vorschaltdrosseln ist nach wie vor die Betriebsfrequenz. 50 Hz sind im Gasentladungsbereich wirklich nicht der Bringer. Und selbst wenn zwei Lampen in Duoschaltung betrieben werden, wird immer noch ein latentes Farbflimmern bleiben.
Ich habe seinerzeit alle PDFs gelesen, in denen die Betriebsweisen von Leuchtstofflampen beschrieben wurden - und bei Vorschaltdrosseln ist es der Fall, dass, je kleiner die Spannung, die die Drossel auffangen muss, umso größer der Wirkungsgrad ist. Na ja, ist ja auch irgendwie logisch. Wenn man also mehrere kleine Leuchtstofflampen hat, kann man mit einer Tandemschaltung den Wirkungsgrad der Drossel verbessern - und spart nebenbei auch noch Material. Das ganze dann mit einem elektronischen Starter abgerundet, ists zuverlässiger als ein EVG und die Lampe hält auch fast so lange wie an einem. Ich frage mich immer noch, warum ich fast überall noch Glimmlampenstarter finde? Es müssen die Chefs sein, die mit ihrem Sparfimmel mehr Schaden als Nutzen anrichten...

EVGs verbrauchen so um die 5-8W. Damit ist die Aussage richtig, dass sich die angegebene Leistung der Lampen noch etwas erhöht. Allerdings haben EVGs noch den Effekt, dass sie bei geringerer Ausgangsleistung die gleiche Lichtleistung erbringen. Dies reduziert den Verlust eines EVGs noch etwas.
VVG ("verlustarme" Vorschaltgeräte) benötigen wesentlich mehr Leistung für den Betrieb als EVG und die guten alten KVG noch ein paar Watt mehr.
Die Betrachtung des Wirkungsgrades bringt gar nichts, wenn man nicht die gesamte Leistung betrachtet.

Wenn man nun eine LED ansieht (z.B. Nennleistung 1W) und einen Trafo bzw. Netzteil mit einrechnet, schaut auch bei den LEDs die Bilanz nicht mehr sehr rosig aus.

Ich denke, es ist sehr wichtig, den jeweiligen Einsatzzweck und die Eckbedingen zu betrachten. Erst dann macht eine Diskussion über die (energie-)optimale Nutzung der unterschiedlichen Leuchtmittel Sinn.

So ist bei großflächigen hellen Beleuchtungen die LED (noch) ungeeignet. Hat man dagegen die Notwendigkeit, sparsame Kleinspannungsbeleuchtungen herzustellen (Camping, Solarlampen), so kommen hier die Vorteile von LEDs voll zum Tragen.
lediger
 
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Beitrag am Di, 21.08.07, 21:34 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Vorschaltgeräteleistung, am Beispiel der 58 Watt T8 Lampe:

Vorschaltgertyp |Lampen-leistung| Verlust des Vorschaltgerätes| Gesamtleistung absolut| Gesamtleistung relativ
Standard | 58 W | 15,0 W | 73,0 W | 100%
verlustarm |58 W | 9,0 W | 67,0 W | 92%
EVG |50 W* | 5,0 W | 55,0 W | 75%

*Die Leuchtstofflampe nimmt beim EVG weniger als die Nennleistung bei gleichem Lichstrom auf. Die Lampe wird hier mit HF betrieben. Der Leistungsvorteil ist schon erheblich gegenüber dem KVG.

Es ist richtig, dass wir bei der LED auch Vorschaltgerät (Trafo) und LED betrachten müssen um eine vergleichbarkeit zu bekommen.

Ich sehe die LED im Moment im Ersatzbedarf für die MR16 und GU 10 Spots, bei hohen Brenndauern. Vorausgesetzt, die LED Brauchbarkeitsdauer hält was sie verspricht.
mfG
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Beitrag am Di, 21.08.07, 23:11 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Interessante Tabelle.

Wie errechnet sich denn die theoretische maximale Ausbeute von 683l/W? Leitet sich das aus der Planck'schen Strahlungsformel ab?

555nm ist klar, das ist das Empfindlichkeitsmaximum des Auges.
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juk
 
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