Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

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Moderator: T.Hoffmann

Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Mo, 09.07.18, 17:39 (0 Bewertungen, 30 Sterne)

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Hallo,

ich möchte einen Meanwell Trafo (LPF-40D-15) über das Touch Potentiometer von Sparkfun dimmen. Das klappt irgendwie nicht und wegen der vermeintlichen Vielzahl der Optionen, suche ich hier Rat. Sparkfun hat ein Hookup Guide und auch ein Beispiel für eine PWM Dimmung von LEDs für das Touch Potentiometer: https://learn.sparkfun.com/tutorials/to ... okup-guide In diesem Guide werden sogar Trafos von Meanwell empfohlen als robuste Alternative. (Von dem Guide führen weitere Links u.a. auch zum Produkt und den Spezifikationen.)

Die LEDs, die ich gekauft habe, haben eigentlich einen eigenen Trafo, der mit "15 - 17.5 V" beschriftet ist und dimmbar sein soll.

Der Meanwell Trafo hat einen Eingang zur Steuerung der Dimmfunktion. Die Steuerung kann über 3 Optionen erfolgen, die der Trafo wohl automatisch erkennt:
* Applying additive 1 ~ 10VDC
* Applying additive 10V PWM signal (frequency range 100Hz ~ 3KHz)
* Applying additive resistance 10K/N~100K/N Ohms resistance

Das Touch Potentiometer hat eine PWM Frequenz von 488 Hz. Außerdem gibt es Pins wo ein Widerstand von 0 bis 20KOhm erzeugt werden kann. Es gibt jetzt anscheinend verschiedene Möglichkeiten, wo und wie das Touch Potentiometer verbunden werden kann. Ich glaube, es bestünde sogar die Option, es zwischen die 15V für die LEDs und die LEDs zu setzen, wofür man einen Jumper ablöten müsste. Aber ich blicke nicht durch. Naheliegend war für mich, dass man das Touch Potentiometer mit seiner eigenen 5V Spannung versorgt (das scheint zu funktionieren mit einem USB-Netzteil), und dann die Steuerleitungen vom Trafo mit den PWM und VIN Pins verbindet. Ich habe auch die Transferfunktion im Touch Potentiometer schon auf nicht-linear programmiert. Aber Dimmen klappt einfach nicht. Wo kommen überhaupt die 10V für das PWM Signal her, kommen die vom Trafo selbst? Oder müssten die jetzt nochmal von woanders herkommen? Einmal hatte ich es soweit, dass die LED wenigstens in der Stellung "0" ausging, aber alle anderen Stellungen sind einfach "volle Pulle". Ich bin nicht mal sicher, wie ich mehr Informationen ermitteln soll, also was ich testen kann, um Fehlerursachen auszuschließen. Ich weiß z.B. nicht, ob der Trafo die Steuerleitung einfach ignoriert, weil etwas falsch angeschlossen ist, oder ob nur ein Wertebereich falsch liegt und das Dimmen deshalb nicht klappt.

Danke für jede Art von Hilfe und beste Grüße,
-Stephan
stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Mo, 09.07.18, 17:59 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo Stephan,
welcome on board!

Wahrscheinlich passt das nicht wirklich zusammen. Das hängt aber stark von Deinen ' LEDs' ab, die Du nicht näher beschrieben hast. Das LPF-40D-15 ist in erster Linie ein Konstantstromnetzteil für 2,7A. Wenn Deine 'Leds' aber nur z.B. 0.5A brauchen (und mit konstanter Spannung von 15V betrieben werden), dann kannst Du nur maximal einen Dimmbereich von ca. 20% verwenden, weil der gesamte Bereich 0.5A bis 2,7A nicht 'genutzt' wird. Falls es passt (und Deine LEDs mit 2,7A Konstantstrom betrieben werden können), würde ich den Dimmer mit einem 9V Netzteil betreiben (dann stimmt auch die 10V PWM wenigstens halbwegs genau) und das PWM Ausgangssignal des Dimmers an das LPF-40D-15 anschließen. 5V PWM ist vmtl. zu wenig.
[Edit] Nein, geht nicht. Da brauchst Du noch einen Transistor (oder Mosfet) dazwischen. Der Dimmer gibt immer nur 5V PWM aus (unabhängig von seiner Versorgungsspannung).
Borax
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 11:48 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo Borax,

vielen Dank für die Antwort. Für die LEDs habe ich nicht so viele Informationen. Der Trafo, der an jedem Spot dran war, ist beschriftet mit "15 - 17.5V 0 - 300mA+-5%". Am Ende will ich vier von diesen Spots mit dem Meanwell-Trafo versorgen. Jeder Spot hat 5 Einzel-LEDs mit jeweils 1W, also 5W pro Spot und somit 20W gesamt.

Ich versteh schon den Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke hier nicht. Ich dachte, der Trafo liefert "bis zu" 40W an Leistung. Das Dimmen der LEDs, dachte ich, funktioniert auch über ein PWM Signal in der Versorgungsspannung, die der Trafo an die LEDs ausgibt. Aber was Du schreibst, impliziert, dass der Trafo seine Stromstärke ändert? Bedeutet das, wenn ich alle vier LEDs anschließe, verbessere ich den "Dimmbereich" um den Faktor 4? Bisher hatte ich nur mit einem Spot getestet.

Danke und beste Grüße,
-Stephan
stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 13:02 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Achim H
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 14:31 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo Achim,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Ich versuche, Deine Infos zu verarbeiten und zwei Fragen tun sich auf:

1) Es handelt sich um vier identische Spots, deshalb sollte Parallelschaltung möglich sein.
2) Testweise habe ich bisher ja nur einen der Spots an den Trafo angeschlossen. Und augenscheinlich funktioniert das ja. Also die LED leuchtet flackerfrei und mir ist auch nicht aufgefallen, dass sie heiß wird. Was sind denn die zu erwartenden Konsequenzen, wenn der Strom 2,67A beträgt statt der 350mA des ursprünglichen Trafos?

Getrennt von den obigen Fragen, meine Vermutung ist ja, dass das Problem darin begründet ist, dass das Touch Potentiometer nur ein 5V PWM Signal liefert, der Trafo aber 10V haben will. Meine einfache "Denke" war, dass der Trafo selbst die 10V zwischen DIM+ und DIM- bereitstellt, und wenn diese durch den Touch Potentiometer fließen, wird das so umgeformt, dass das PWM Signal hinzugefügt wird. Aber das ist offenbar nicht so einfach.

Logisch passen würde für mich auch, wenn ich Deine Ausführungen richtig lese, dass der Trafo beim Dimmen die Stromstärke zwischen 0 und 2,67A begrenzt, und erst ab 350mA, also in den unteren 11,24% dieses Bereichs ein Effekt eintreten kann bei den LEDs. Das wäre dann sicherlich ein zusätzliches Problem zu den falschen 5V PWM statt 10V PWM. Aber wenn ich die LEDs parallel schalte, sollte sich das verbessern auf die unteren 44% des Dimmbereichs vom Trafo, die dann einen Effekt auf die Helligkeit hätten. Oder fehlt mir da immernoch Verständnis?

Danke & beste Grüße,
-Stephan
stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 15:38 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Achim H
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 16:44 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Zuletzt geändert von Borax am Di, 10.07.18, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
Borax
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 16:47 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 16:51 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Borax
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 16:58 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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Hallo Borax,

vielen Dank. Ich glaube, damit komplettiert sich mein Verständnis hinreichend, was die Probleme sind.

Beste Grüße,
-Stephan
stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Di, 10.07.18, 22:26 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Oder aber, um die Fehlerquelle des Touch Potentiometers auszuschließen, du schließt testweise eine 100k Trimmer oder Poti an und probierst damit, ob es sich vernünftig dimmen lässt. Falls ja, lohnt es sich auf elektronischen Dimmer aufzurüsten, falls nein muss ein alternatives Netzteil her.
dieterr
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Mi, 11.07.18, 17:57 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Folgende Erkenntnisse, falls Interesse besteht: Ich habe testweise einen 200KOhm Poti angeschlossen. Mein Gedanke war, dass der halbe Drehbereich von 0 bis 100KOhm zu Testzwecken benutzt werden kann. Das hat funktioniert und bestätigt, dass der Stromstärkebereich 0 bis 2,67A das Problem ist. Der muss einfach auf den Verbrauch der LEDs abgestimmt sein, worauf ja mehrfach von Euch hingewiesen wurde. Ich habe dann eine zweite LED parallel dazugeschaltet. Das hat die Dimmfunktion spürbar verbessert, also den Bereich vergrößert, in dem eine Dimmung erfolgte. Mit 4 LEDs würde sich also der Dimmbereich auf die unteren 44% verbessern.

Danach habe ich nochmal das Touch Potentiometer angeschlossen und konnte dieselben Ergebnisse erzielen, wie mit dem einfachen Drehpoti. Es scheint also aus unbekannten Gründen keine Rolle zu spielen, dass das Touch Potentiometer nur ein 5V PWM-Signal liefert. DIM+ vom Meanwell habe ich dabei an VIN vom Touch Potentiometer angeschlossen, DIM- an den PWM-Ausgang. Die Spannungsversorgung vom Touch Potentiometer wurde unabhängig davon über V+ und V- über ein 5V USB Netzteil bereitgestellt.

Es gibt noch eine 25W Version mit 1,67A vom Meanwell, die habe ich jetzt bestellt. Zusätzlich könnte ich noch einen fünften Spot nachkaufen, und dann würde fast der gesamte Dimmbereich abgedeckt sein.

Vielen Dank an Alle, hab was gelernt!
stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Mi, 11.07.18, 18:51 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Borax
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Do, 12.07.18, 12:21 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Hallo Borax,

ah... interessant. Meiner Situation würde das aber eher helfen, wenn der volle Dimmbereich vom Touch Potentiometer auf die unteren 50% des Dimmbereichs des Trafos gemappt sind.

Beste Grüße,
-Stephan
stippi
 
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Re: Touch Potentiometer und dimmbarer Meanwell Trafo

Beitrag am Do, 12.07.18, 15:04 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Du verlierst halt ggf. Auflösung im unteren Bereich. Wie gesagt, bei den meisten dimmbaren KSQs ist der Übergang zwischen X% und 0 nicht fließend, sondern abrupt. Beim LPF-40D-15 habe ich im Datenblatt nichts gefunden, aber bei anderen Meanwell-Stromquellen ist das oft bei 5-6% (was hier dann schon rund 140mA wären). Beim LPF-25D-15 wären es bei gleichen Bedingungen dann 80mA. Wenn Dir der niedrigste Dimmwert 'dunkel' genug ist, dann kannst Du es auch so lassen.
Borax
 
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