Möbelrückwand

Unterbodenbeleuchtung, Pimp my room, usw.

Moderator: T.Hoffmann

Möbelrückwand

Beitrag am So, 24.12.17, 14:43 (0 Bewertungen, 30 Sterne)

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Hallo allerseits,
ich bin Tischlerazubine und plane gerade mein Gesellenstück. Jetzt kommt das Problem: Für mein Möbelstück ( eine 30cm tiefe Vitrine 200cm hoch und 50cm breit) dachte ich an eine "leuchtende Rückwand" als Innenraumbeleuchtung. Da die Rückwandfläche 1050mm auf ca. 500mm beträgt kommt Glas nicht mehr in Frage, es wäre zu schwer und bruchgefährdet. Daher dachte ich an Plexiglas. Allerdings ist eine Hinterleuchtung des Glases wegen relativ wenig Platz (300mm) etwas schlecht. Also Kantenbeleuchtung. Problem: Die Rückwand darf nicht durchsichtig sein. Aber satiniertes oder milchiges Plexiglas geht nicht, soweit ich mich hier schlaugemacht habe. Gibt es Ideen oder Vorschläge?
Liebe Grüße
dagny
dagny
 
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Re: Möbelrückwand

Beitrag am So, 24.12.17, 17:19 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Problem: Die Rückwand darf nicht durchsichtig sein.

Schon mal von einem Sandwich gehört?
Butterbrot + Brotbelag
oder
Vorne eine Plexiglasplatte + dahinter eine Sperrholzplatte, Faserplatte, Funierplatte, Tischlerplatte, Spanplatte oder nur ein Furnier oder Echtholz, Parkett oder ein Riffelblech oder was auch immer.
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Achim H
 
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Re: Möbelrückwand

Beitrag am So, 24.12.17, 19:11 (0 Bewertungen, 0 Sterne)

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Aha. Danke und schöne Weihnachten
dagny
 
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Re: Möbelrückwand

Beitrag am So, 24.12.17, 23:13 (0 Bewertungen, 5 Sterne)

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Noch ein paar Anmerkungen.
- Für eine 500mm breite Rückwand solltest Du 2 Ledstreifen einplanen, jeweils eine links + rechts.
- Der Led-Abstand sollte so gering wie irgend möglich sein: mindestens 100 Leds pro Meter. Andernfalls wird man die Lichtkegel deutlich sehen, bevor diese breit genug sein, um die Plexiglasplatte vollflächig auszuleuchten.
- Da die Plexiglasplatte + ein Hintergrund zusammen eingebaut werden müssen, solltest Du diesen falzen --> nicht nuten. Für eine Reparatur muss man an die Ledleisten heran kommen können, ohne den Schrank komplett zerlegen zu müssen.
- Falls die Seitenwände + Deckel + Boden aus Spanplatte sind, sollte der Falz mit Klarlack bestrichen werden oder ein Kantenumleimer eingebügelt oder ein Streifen Furnier eingeklebt werden. Da drauf haftet die selbstklebende Flexleiste besser als auf einem porösen Holz.
- Eine einseitig kunststoffbeschichtete Hartfaser als Rückwand kannst Du nicht nehmen. Diese wird im Laufe der Zeit krumm. Dadurch vergrößert sich der Abstand hinter der Plexiglasplatte. Besser ist eine 2-seitig beschichtete Platte.
- Flexible Ledleisten gibt es auch mit 4mm, 5mm oder 6mm Breite. Je filigraner (schmaler) die Leiste, desto besser. Plexiglas für eine seitliche Lichteinstrahlung gibt es von Evonik ab 4mm Breite (die nächst dickere ist 6mm).
- Das Netzgerät sollte nicht eingebaut werden (Wärmestau). Besser ist jeder Ort, an dem die Umgebungsluft zum Kühlen heran kommen kann (zum Beispiel auf der Rückwand).
- Das Netzkabel muss mit einer Zugentlastung gesichert werden. Für Holz würde ich sogar 2 Stück hintereinander (Abstand mindestens 2cm) einbauen.

Falls noch möglich solltest Du die Rückwand nur 1000mm hoch herstellen. Dafür reicht ein 2m langer Led-Streifen. Für 1050mm brauchst Du mindestens 3m = 30% Verlust.

Als Lichtfarbe möchte ich ein reines Weiß (das Ende von Neutralweiß, Anfang von Tageslichtweiß, ca. 5000 bis 5500 Kelvin) empfehlen.

Damit Du eine ungefähre Vorstellung vom Licht bekommst:
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